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Internationale Forschungsgruppe Krisenkommunikation



Ansprechpartner

Prof. Dr. Martin Löffelholz

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INHALTE

Forschungsprojekte

Die Krisenkommunikation deutscher Jugendämter

Die Internationale Forschungsgruppe Krisenkommunikation hat von 2013 bis 2015 ein Projekt zur Analyse und Verbesserung der Krisenkommunikation deutscher Jugendämter durchgeführt (Leitung: Dr. Andreas Schwarz). Aktuell wird dazu eine Monografie erstellt. Das Projekt hatte zum Ziel die Mitarbeiter/innen in Jugendämtern und die Kommunikationsverantwortlichen der Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Kompetenz im kommunikativen Umgang mit Krisen zu verbessern. Das Projekt wurde vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), getragen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. 

In der ersten Phase des Projekts wurden zwei wissenschaftliche Studien zur umfassenden Analyse der öffentlichen und internen Kommunikation von Jugendämtern im Kontext von Krisen durchgeführt. Aufbauend auf diesen Analysen entwickelte die Internationale Forschungsgruppe Krisenkommunikation der Technische Universität Ilmenau eine Arbeitshilfe für Jugendämter und Kommunen zur besseren Krisenbewältigung (Schwarz, Schleicher, Srugies, & Rothenberger, 2016). Aus wissenschaftlicher Perspektive standen Erfassung und Vergleich der internen und externen Wahrnehmung von Jugendämtern in Krisenkontexten sowie die fundierte Beurteilung der aktuellen Praxis des Krisenkommunikationsmanagements der Jugendämter und Kommunen im Vordergrund. Im Detail sollten dabei die Bedürfnisse und Belastungen von Jugendamtsmitarbeiter/innen im Krisenkontext untersucht und systematisiert werden. Darüber hinaus war es Ziel den Ist-Zustand der Krisenkommunikation von Jugendämtern im Hinblick auf die Prävention, die Vorbereitung, die Bewältigung und die Nachbereitung von Krisen zu analysieren. Neben diesem organisationsinternen Zugriff schloss das Projekt eine aktuelle und fallübergreifende Analyse der öffentlichen Darstellung von Jugendämtern und ihres Umgangs mit kritischen Situationen in den Medien ein. Damit sollte die öffentliche medial vermittelte Wahrnehmung dieser öffentlichen Einrichtungen im Kontext von Krisen- und Routinezeiten mit wissenschaftlichen Methoden erfasst und mit der organisationsinternen Perspektive verglichen werden.

Ansprechpartner: Dr. Andreas Schwarz

 

Habilitationsprojekt: Terrorismus als Kommunikation

Dr. Rothenberger befasst sich in ihrem Habilitationsprojekt "Terrorismus als Kommunikation" mit der Frage, wie kommunikationswissenschaftliche Theorien auf das Phänomen "Terrorismus" anwendbar sind und wie sie nutzen können, dieses Feld weiter zu erschließen, zu erklären und lösungsorientiert zu durchdringen.

Ansprechpartner: Dr. Liane Rothenberger

 

Disserationsprojekt: Kriegsberichterstattung revised: Forschungstradition, Status quo und Trends. Eine Sekundäranalyse der wissenschaftlichen Forschung im Feld der öffentlichen Kriegskommunikation.

So gut, wie Krieg den Aufmerksamkeitsregeln des Medienbetriebes entspricht, so gut erfüllt
offenbar die Kriegsberichterstattung die Anforderungen der Themenwahl in der Kommunikationswissenschaft“, beschreiben Eilders & Hagen (2005: 205) den Zusammenhang von medial besonders stark beobachteten Kriegen und ihrer regen wissenschaftlichen Thematisierung. Dies mag begründen, weshalb das Forschungsfeld Kriegskommunikation von einer enormen Vielzahl an Fallstudien über einzelne Konflikte dominiert wird, die selten aufeinander Bezug nehmen und das Forschungsfeld unüberschaubar machen – trotz aufschlussreicher Einzelbefunde ist die Forschung von einer systematischen Erschließung des Forschungsfeldes weit entfernt.
Hier möchte die geplante Dissertation ansetzen und das für die Kommunikations- und Medienwissenschaften relevante Forschungsfeld der Kriegskommunikation erschließen: Mittels einer differenzierten Sekundäranalyse sollen dazu die verwendeten Ansätze, Fragestellungen, Vorgehensweisen und Befunde im Forschungsfeld nachgezeichnet, bewertet und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Im Zentrum stehen daher Fragen nach Forschungstraditionen, Status quo und Entwicklungen im Forschungsfeld der Kriegskommunikation.
Neben dem Fokus auf das kommunikationswissenschaftliche Forschungsfeld werden auch Studien aus anderen Disziplinen, die sich mit der Kriegskommunikation beschäftigen, analysiert. So sollen die interdisziplinären Forschungsfoki benannt und darauf  aufbauend eine gemeinsame Agenda für zukünftige Arbeiten im Forschungsfeld der Kriegskommunikation bestimmt werden.
Theoretische Zielstellung der geplanten Dissertation besteht darin, basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen aus den Studien (z.B. über verwendete Theorie bzw. Ansätze und deren Befunde etc.) ein umfassendes theoretisches Modell der Kriegskommunikation zu entwickeln.

Ansprechpartner: Kathrin Schleicher