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Fachgebiet Empirische Medienforschung und politische Kommunikation


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Manuela Dienemann

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INHALTE

Klimakommunikation

Projekte im Forschungsfeld "Klimakommunikation":

 

Klimabewusstes Handeln durch Medien

Das Thema Klimawandel wird häufig mit Katastrophenbildern, gescheiterten politischen Verhandlungen und Negativschlagzeilen assoziiert. Aus der Perspektive der Rezeptions- und Wirkungsforschung stellt sich die Frage, ob solche Medieninhalte  dazu beitragen,  dass Menschen klimabewusst handeln. Das Dissertationsprojekt von Imke Hoppe ist in diesem Forschungsbereich verortet. Sie untersucht, welche Eigenschaften ein Medienangebot aufweisen sollte, damit es klimabewusstes Handeln fördert.  Als theoretischer Ansatz dient ihr dabei zum einen die ‚Handlungsorientierung‘, die aus der Nachhaltigkeitskommunikation und der Lehr- und Lernforschung stammt, sowie zum anderen die Dramentheorie („Dramaturgie-Forschung“). Die Umsetzung des Medienangebots – ein 3D-Online-Spiel – wurde im Rahmen des Residens-Projektes von der Abteilung Kindermedien des Fraunhofer IDMT realisiert. Eine Online-Studie untersuchte die Wirkung des entwickelten Spiels und überprüft, inwiefern die theoretischen Annahmen bestätigt oder verworfen werden können. Das Disserationsprojekt steht kurz vor der Beendigung.

 

Mediennutzung und Klimabewusstsein

In diesem Projekt wurde folgende Fragestellung untersucht: "Welchen Einfluss hat die individuelle Mediennutzung auf das klimabezogene Problembewusstsein und Handlungsabsichten?" Die Daten für diese Untersuchung stammen aus einer repräsentativen Befragung der deutschen Bevölkerung, die im Rahmen der DFG-geförderten Panelstudie  "Politische Online-Kommunikation" im Jahr 2007 durchgeführt wurde.

 

Wirkungseffekte von Klimakommunikation im internationalen Vergleich

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts stand ein internationaler Vergleich zwischen Deutschland, Ungarn und der Slowakei anhand der folgenden Fragestellung: "What effect have different types of communication about climate change on the awareness and the attitudes concerning climate change?" Zur Beantwortung der Fragestellung wurde eine experimentelle Untersuchung durchgeführt, bei der die Effekte der beiden Filme "The Day after Tomorrow" und "An Inconvenient Truth" auf klimawandelbezogene Einstellungen untersucht wurden. Versuchsteilnehmer waren Schüler der an dem Projekt teilnehmenden Schulen in Deutschland, Ungarn und der Slowakei.

 

Kopenhagen I: Klimawandel und Klimapolitik in deutschen Printmedien

Es wurde eine standardisierte Inhaltsanalyse der Berichterstattung deutscher Printmedien über die Weltklimakonferenz 2009 in Kopenhagen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Zielsetzungen: In theoretischer Hinsicht soll herausgearbeitet werden, welchen Beitrag die Kommunikationsereignisse Weltklimakonferenzen zur politischen Einigung auf Maßnahmen gegen den Klimawandel leisten können. Dazu wurden die grundlegenden Konfliktlinien in der Debatte über den Klimawandel herausgearbeitet und daran die Funktionen erörtert, die die Medienberichterstattung über die Konferenz haben könnte. Anhand dieser Funktionen konnten Kriterien bestimmt werden, die die Berichterstattung über die Konferenz erfüllen sollten. Im empirischen Teil der Arbeit wurde untersucht, in wie weit die Berichterstattung über die Weltklimakonferenz den zuvor herausgearbeiteten Kriterien und Anforderungen tatsächlich entspricht.

 

Kopenhagen II: Framing climate change. An international comparison

In einem international vergleichenden Forschungsprojekt wurde die TV-Berichterstattung über die Weltklimakonferenz 2009 in Kopenhagen analysiert. Ausgewertet wurde die Berichterstattung aus England, Spanien, China und Deutschland. Ziel war es herauszufinden, inwieweit Unterschiede in den Frames festzustellen waren, mit denen das Thema in den Ländern gerahmt wurde.

Veröffentlichungen

Publikationen

  • Arlt, D. & Wolling, J. (2012): Die Presseberichterstattung über die Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Normative Anforderungen und empirische Befunde. In: SCM 1 (3): 283-297. Download Artikel

  • Arlt, D./Hoppe, I. & Wolling, J. (2011): Climate change and media usage: Effects on problem awareness and behavioural intentions, In: International Communication Gazette 73 (1-2): 45-63. View Abstract
  • Arlt, D./Hoppe, I. & Wolling, J. (2010): Klimawandel und Mediennutzung. Wirkungen auf Problembewusstsein und Handlungsabsichten. In: Medien & Kommunikationswissenschaft 58 (1): 3-25. Download Artikel

Vorträge

  • Wolling, J., Arlt, D., Hoppe, I. & M. Bräuer (2012): Media Use, Knowledge and Attitudes  Towards Climate Change in Europe. ECREA Pre-Conference: Communicating Climate Change III - The Audience Perspective, October 23 2012, Istanbul (Turkey).

  • Hansen, A., Arlt, D., Vicente, M., Tong, J. & Wolling, J. (2011): Framing and Cultural Resonances in Television News Coverage of COP15 United Nations Climate Change Conference.  International Association for Media and Communication Research (IAMCR), July 13-17, 2011, Istanbul (Turkey)
  • Erste Befunde der Studie "Wirkungseffekte von Klimakommunikation im internationalen Vergleich" auf der ECREA 2010 in Hamburg Download der Präsentation


Poster:

  • "Mediennutzung und Klimabewusstsein" bei der IAMCR 2009 in Mexico City. Download Poster