Politische Online-Kommunikation
Projektstand: Datenerhebung abgeschlossen / Publikationen liegen vor, weitere Publikation folgen
Projektbeschreibung

- Quelle: http://www.uvk.de
Mit dem Projekt Politische Onlinekommunikation wurden drei Ziele verfolgt:
Erstens wurde untersucht, wie die Deutschen die Möglichkeiten des Internets für ihre politische Information, Kommunikation und Partizipation nutzen. Dabei ging es auch darum, welche Auswirkungen mögliche Veränderungen (z.B. die Nutzung des Internets zur politischen Informationssuche) auf die bisherigen Mediennutzungs- und Kommunikationsmuster haben.
Zweitens wurden verschiedene theoretische Ansätze geprüft, die den Anspruch haben, kommunikatives Handeln der Bürger zu erklären. Im Zentrum standen dabei die Theorie der rationalen Wahl sowie die Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl.
Drittes Ziel war die langfristige Beobachtung der individuellen Kommunikation im Zusammenhang aller Einzelprojekte. Dadurch konnten belastbare Aussagen über Veränderungen im Zeitverlauf sowie deren Ursachen und Wirkungen gemacht werden. Insbesondere das dafür eingesetzte Paneldesign unterscheidet diese Projekte von allen anderen verfügbaren Datenquellen zur Nutzung des Internets in Deutschland.
Die Forschungsfragen wurden im Wesentlichen mit Hilfe von standardisierten Befragungen einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Bürgerinnen und Bürger (deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 16 Jahren) beantwortet. Hierfür wurden im Jahr 2002 ca. 1500 Personen zufällig ausgewählt und telefonisch jährlich wiederbefragt (sog. "Paneldesign"); zum Ausgleich der sog. "Panelmortalität" wurden jedes Jahr kleinere Stichproben neu gezogen und dem Panel hinzugefügt.
Die Projekte (VO 877/1-1 bis 1-3) wurden bis 2006 an der Technischen Universität Ilmenau durchgeführt, ab dem Jahr 2007 wurden sie in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fortgeführt (VO 877/1-4 und WO 842/2-4). Alle Projektteile wurden von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) finanziert.
Veröffentlichungen
Publikationen
- Emmer, Martin/Vowe, Gerhard/Wolling, Jens (2011): Bürger Online. Die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation in Deutschland. Konstanz: UVK
- Wolling, Jens/Seifert, Markus/Emmer, Martin (Hrsg.) (2010): Politik 2.0? Die Wirkung computervermittelter Kommunikation auf den politischen Prozess. Baden-Baden: Nomos.
- Arlt, Dorothee/Bräuer, Marco/Wolling, Jens (2010): Rentnerdemokratie? Politische Kommunikation der Zielgruppe 50plus. In: Köster, Jens/Schultheiss, Daniel (Hrsg.): Doppelklick statt Doppelherz? Medien und die Zielgruppe 50plus. Ilmenau: Universitätsverlag Ilmenau, 13-40.
Präsentationen
- Politische Mobilisierung durch das Internet? Befunde des DFG-Projekts "Politische Online-Kommunikation 2002 - 2009 Vortrag auf der Tagung Responsibility 2.0 – Engagement & Verantwortung im Internet, Siegen (2011) - Download der Tagungspräsentation
- Wie hat das Internet die politische Kommunikation der Deutschen verändert? Vortrag auf dem GESIS-Kolloquium, Mannheim (2010) Download der Präsentation
- Welche Parteien ihre Wähler über das Netz erreichen: Vortrag auf der Jahrestagung der DGPuK in Ilmenau (2010) - Download der Ergebnispräsentation
- Bislang eher zurückhaltende aktive politische Nutzung von Web 2.0-Angeboten: Vortrag für die Friedrich-Naumann-Stiftung in Gummersbach (2009) – Download der Ergebnispräsentation
Projektposter
- Poster zur ICA 2007 in San Francisco (PDF, 124 kB) 'Lazy Modernists'?
New Types of Political Communication in Changing Media Environments - Poster zur First European Communication Conference Amsterdam 2005 (PDF, 98 kB) The Effect of Internet Access on Political Communication. Findings from a Four-Year Panel Survey in Germany
- Poster zum Dissertationsprojekt von Markus Seifert zum DFPK 2005 (PDF, 97 kB) Neue Morgenröte der Demokratie? Wen mobilisiert das Internet zu politischer Kommunikation?
- Poster mit ersten Ergebnissen des Forschungsprojekts (PDF, 94 kB) Verstärkt das Internet die politische Partizipation der Bürger? Ein empirisches Forschungsprojekt am IfMK
Materialen und Instrumente
Ansprechpartner
- Prof. Dr. Gerhard Vowe (wissenschaftlicher Leiter, Projektstandort Düsseldorf)
- Prof. Dr. Jens Wolling (wissenschaftlicher Leiter, Projektstandort Ilmenau)
- Prof. Dr. Martin Emmer

