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Fachgebiet Empirische Medienforschung und politische Kommunikation


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INHALTE

Abgeschlossene Qualifikationsarbeiten

Studienabschlussarbeiten

Anzahl der Treffer: 160
Erstellt: Tue, 25 Nov 2014 23:15:19 +0100 in 7.1225 sec


Rochyadi-Reetz, Mira
Framing of renewable energy in Indonesia, 2014. - 108 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Trotz dem sich abzeichnenden Trend der erneuerbaren Energien, ist die Medienforschung zu diesem Thema ziemlich selten und durch Studien aus den Vereinigten Staaten und Europa dominiert. Diese Forschungsarbeit zielt darauf ab, zu untersuchen, wie erneuerbare Energien durch politische Akteure und Medien in Indonesien dargestellt werden. Der Autor nutzt den Framing-Ansatz zur Analyse auf Basis der Elemente Problemdefinition, Nutzen, kausale Zurechnung, Lösung und moralische Bewertung. Die Ergebnisse zeigen, dass die politischen Akteure in Indonesien meist "Nutzen"-Frames präsentieren, wobei die Medien dazu neigen den Problem-Frame und den Nutzen-Frame gleichermaßen zu präsentieren. Die Verbindung der Ergebnisse mit dem Frame-Building-Konzept zeigen, dass die Regierung als politischer Akteur ihren Frame am besten in den Medien präsentieren kann. Zusätzlich konnte der Einfluss der Medieneigentümer auf den Frame der Erneuerbaren Energien nachgewiesen werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/805303073rochy.txt
Berger, Priscila
Students' media use and multitasking behavior in class: perspectives of university instructors about its impacts on the educational environment, 2014. - 108 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Diese Studie untersucht die Einstellung von Hochschuldozenten zur Mediennutzung und zum Multitasking-Verhalten von Studierenden im Unterricht in kognitiver, affektiver und verhaltensrelevanter Hinsicht. Es wurde eine Strategie der gemischten Methoden angewandt, in der durch Interviews in der qualitativen Phase Daten zur Herausarbeitung der Umfrage gesammelt wurden. Diese diente dann als Instrument in der quantitativen Phase. Die Resultate veranschaulichen Aspekte, die die Dozenten als positiv oder negativ beeinflusst durch das Mediennutzungsverhalten der Studierenden erachten. Ebenso wird eine wohlwollende innere Einstellung und Verhaltensweise der meisten Dozenten hinsichtlich dieser Tatsache deutlich. Der Pearson'sche Korrelationskoeffizienztest zeigte, dass die implizite Einstellung mit der Einarbeitung der Dozenten in die Arbeit mit Medien und deren Nutzung in Vorlesungen korrelierte. Die Studie verschafft einen aktuellen Einblick in das zeitgenössischen Lehren an Universitäten und soll zur Erreichung eines angemesseneren Bildungssystems sowohl für Lernende als auch für Lehrende beitragen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/803779216berge.txt
Musoro, Darlene Nalih
Media framing of poverty in Africa, 2014. - 97 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Poverty as a persistent social problem throughout the world has unique features that influence the way it is perceived or handled in various parts of the world. The presentation and perception of the issue often varies from one community to the other though with some major points cutting across diverse communities. Factors that influence the perception of the nature of poverty is often associated to several factors like geographical location, political setup, socio economic set up etc .Most often than not, many people do not know what poverty is really like in other communities and sometimes in their own communities. The media being the window to the world is charged with the responsibility of presenting the concept to the world though giving it, its own touch. The media chooses and presents aspects of the issue from diverse angles. Relying on the media effect power of the media, an understanding of the issue is passed on to the audience from the media which then influences how people see , think or even act towards the issue-poverty. With the help of a quantitative study, this paper paints a picture of the issue- poverty, in Africa, as seen through the eyes of the Media. It brings up facts that do or do not influence the framing of the issue-poverty in the African continent. The study equally identifies the causes of poverty and the anti-poverty policies applied in Africa from the view point of media content. It brings out peculiarities of Africas poverty in comparison to poverty in other continents. Last but not least, this paper objectively raises ambiguities surrounding framing theories especially with political communication and social issues like poverty. Using a quantitative study, 160 news articles published online by both private and government owned newspapers in 2013 from four African countries where analyzed. The analyses produced results on how the African media framed poverty in the year 2013.The findings prove quite useful to political communicators, media practitioners, anti-poverty organizations, researchers, and all those affected by the social germ. In fact, it proves useful to everyone both in the developing and the developed word.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/800411331musor.txt
Ceretta, María Margarita
Self-presentation and privacy online in facebook: concerns, strategies and evolution, 2014. - 100 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Auf sozialen Netzwerken wie Facebook, verbinden sich Personen aus verschiedenen sozialen Gruppen, die sich im einzelnen Kontext überschneiden können. Außerdem sind die potentiellen Betrachter im Moment des Teilens von Inhalten nicht sichtbar. Demnach fordert das Management privater Informationen die Selbstdarstellung im Netz heraus. Diese Arbeit untersucht die Bedenken der Nutzer hinsichtlich deren Privatsphäre, Strategien der Selbstpräsentation innerhalb Facebooks und wie sich diese über die Jahre entwickelt haben. Dazu wurde eine qualitative Untersuchung mit 14 Teilnehmern im Alter von 15 bis 60 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzer um ihre Privatsphäre auf Facebook besorgt sind. Um diese zu kontrollieren, bringen sie ein Spektrum an Strategien auf, die sich nicht nur auf die Privatsphäreneinstellungen beziehen, sondern sich auch auf deren eigene Fähigkeiten und Handlungsspielräume berufen. Des Weiteren zeigte sich, dass sich auf Grund anderer Faktoren die Bedenken und das Verhalten der Nutzer in eine eher restriktive Richtung entwickelt haben.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/798857420ceret.txt
Schales, Felisa
Wie die Rezeption von Dokumentationen zum Klimawandel sich auf Handlungsabsichten der Rezipienten auswirkt : eine quantitative Studie am Beispiel des Doku-Dramas "The Age of Stupid - warum tun wir nichts", 2014. - 75 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Der Klimawandel ist ein in der Wissenschaft viel diskutiertes Phänomen. Auch in den Medien wird die Erdwärmung in verschiedensten Formen thematisiert. So reicht die Spannweite im Bereich des Films von Interviews über Dokumentationen bis hin zu fiktiven Dramen. Die vorliegende Arbeit überprüft am Beispiel des Doku-Dramas "The Age of Stupid", inwiefern Rezipienten eine gesteigerte Anwednungsbereitschaft für umweltfreundliche Handlungsoptonen aufweisen, nachdem sie den Film gesehen haben. Innerhalb der vorliegenden Stichprobe (n=38) konnten nach der Filmrezeption eine gesteigerte Intention gemessen werden, umweltfreundliche Handlungsoptionen anzuwenden. Weiter fielen auch die Bewertungen vorgestellter Handlungsoptionen positiver aus. Weiter konnte gezeigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen den subjektiven Bewertungen von Möglichkeiten zur Handlung und der Absicht, diese anzuwenden, besteht.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/797943730schal.txt
Mulyani, Garnita
Online political participation in change.org Indonesia e-petition platform: activism or slacktivism?, 2014. - 94 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

In der Internet-Ära ist die politische Partizipation von "slacktivism" bedroht, eine faule Form eines Aktivismus im Internet. Im Fall der politische online Partizipation mit Change.org Indonesien E-Petitionsplattform, wird ihre Rolle in Frage gestellt, ob es ein Aktivismus oder "slacktivsm" ist. Nicht-Nutzer- und Nutzerdaten von Change.org Indonesien (n = 156) wurden analysiert. Es wurde durch die Ergebnisse gezeigt, dass Change.org Indonesien in der Lage ist, die politische online und offline Partizipation der Menschen zu beeinflussen. Es erhöht auch den politischen online und offline Partizipationsgrad der alten und neuen Nutzer der Plattform. Basierend auf den Ergebnissen wurde auch vorgeschlagen, dass der politische Zynismus, interne und externe politische Wirksamkeit die Einflussfaktoren für die politische online Partizipation sind - da nur interne und externe politische Wirksamkeit in der Lage ist, politische offline Partizipation zu beeinflussen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/797940898mulya.txt
Schmidt, Ariane
Klimawandel in den Medien - wie Rezipienten mit einem Dokumentarfilm umgehen, der eine konträre Sichtweise zum medial vermittelten Konsens darlegt, 2014. - 73 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Der Klimawandel ist seit Jahren ein vieldiskutiertes Thema in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Zwar besteht weitreichender Konsens über die anthropogenen Ursachen und die schwerwiegenden Folgen des Klimawandels, dennoch gibt es angesichts bestehender Unsicherheiten in Bezug auf Ursachen, Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten auch skeptische Stimmen. Diese sind in den Massenmedien nur marginal vertreten, denn hier wird die Thematik überwiegend aus Sicht der Konsensposition gerahmt (Framing). In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien durchgeführt, die sich mit der Darstellung des Klimawandels in den (Print-)Medien und der daraus resultierenden Wirkung auf Rezipienten beschäftigten. Dabei wurden kaum audiovisuelle Medienstimuli eingebunden, und auch die klimakritische Sichtweise fand kaum Beachtung. In der vorliegenden Bachelorarbeit wird daher auf Basis des Framing-Ansatzes unter Einbezug des klimakritischen Dokumentarfilms The Great Global Warming Swindle untersucht, wie Rezipienten mit Medieninhalten umgehen, die eine klimakritische Perspektive vermitteln. Dazu wurde der Dokumentarfilm hinsichtlich seiner stilistischen Gestaltung und enthaltener Medien-Frames analysiert. Darauf aufbauend wurde mittels einer Fokusgruppendiskussion explorativ ergründet, wie Rezipienten den Film wahrnehmen und beurteilen. Es zeigte sich, dass die Diskussionsteilnehmer äußerst kritisch mit der Dokumentation und der vermittelten klimakritischen Frames umgingen und der Film hinsichtlich seiner Inhalte, seiner Aufmachung und seiner Glaubwürdigkeit stark hinterfragt und zuweilen abgelehnt wurde. Dennoch haben sich bei einigen Teilnehmern bisherige Ansichten und Über-zeugungen relativiert und sie wollen künftig kritischer mit Informationen zur Thematik umgehen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/797424822schmi.txt
Remdt, Sabine
Die Wirkungen der Rezeption klimawandelbezogener Filmformate auf den Rezipienten : eine empirische Untersuchung der Einflüsse von individuellen Merkmalen der Rezipienten auf deren Meinungsveränderungen durch die Rezeption klimawandelbezogener Fernsehformate, 2014. - 81 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit den Medienwirkungen, welche ein klimawandelbezogener Film auf die Meinungen der Rezipienten im Bezug zum Thema Klimawandel ausübt. Dabei steht der Einfluss der Rezipienten-Merkmale, im Besonderen das persönliche Involvement, auf den Informationsverarbeitungsprozess und dessen Ergebnisse im Mittelpunkt der Betrachtung. - Da der Klimawandel ein sehr komplexes und weitreichendes wissenschaftliches Thema ist, erfolgt dessen Bedeutungsvermittlung an das Publikum häufig mit Hilfe von audio-visuellen Massenmedien, da diese große Vorteile in Reichweite und Vermittlung schwieriger Themen bieten. Um die Zuschauer in ihren Einstellungen, Meinungen und den daraus resultierenden Handlungsabsichten beeinflussen zu können, und sie somit von einer bestimmten Haltung zu überzeugen, werden von den Medientreibenden persuasive Botschaften verwendet. In diesem Kommunikationsprozess ist die Betrachtung des Rezipienten von großer Wichtigkeit, da ihm eine aktive Rolle in der Informationsaufnahme und -verarbeitung zukommt. Darum gewinnen Rezipienten-Studien in diesem Forschungsbereich immer mehr an Bedeutung, wozu diese Untersuchung einen explorativen Beitrag leistet. Auf Basis der erarbeiteten theoretischen Grundlagen erfolgte die empirische Untersuchung, bei der im Rahmen einer Vorführung des klimawandelbezogenen Films "The Age of Stupid" mit Hilfe eines teil-standartisierten schriftlichen Fragebogens Daten der Rezipienten erhoben und anschließend quantitativ ausgewertet wurden. - Die Untersuchungsergebnisse zeigen einen positiven Zusammenhang der individuellen Persönlichkeitsmerkmale des Rezipienten auf dessen Informationsverarbeitungsprozess und den daraus resultierenden Meinungsveränderungen bezüglich des Themas Klimawandel. Da allerdings die Stichprobe der Untersuchung sehr klein war und die Zuschauer bereits vor dem Feldexperiment ein hohes Relevanzbewusstsein und eine hohe Meinung zum Thema aufwiesen, konnten im Rahmen dieser Arbeit nur geringe Effekte sichtbar gemacht werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/796243964remdt.txt
Klindworth, Tanja
Gelungenes Identitätsmanagement auf Facebook? : eine qualitative Untersuchung zu Qualitätskriterien von Facebook-Nutzern, 2014. - 48 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Qualitätskriterien von Facebook-Nutzenden im Bezug auf das Postingverhalten ihrer Freunde. Dabei werden neben den präsentierten Inhalten auch Rahmenbedingungen, wie bspw. der Veröffentlichungsrhythmus mit betrachtet. Mit Hilfe der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl wurde ein qualitatives Forschungsdesign entwickelt, bei dem als Datenerhebungsmethode das Verfahren der Gruppendiskussion eingesetzt wurde. Die Untersuchungseinheit bildete sich aus zwei unterschiedlichen Gruppen. Eine Diskussion wurde mit Studierenden durchgeführt und eine zweite mit Schüler/innen. Die Ergebnisse zeigen, dass die zwei Hauptkriterien 'Inhalt' und 'Frequenz' der Postings von einigen äußeren Faktoren wie bspw. der 'Gemütslage' oder der 'Nähe der Beziehung' beeinflusst werden. Da die Ergebnisse aus einem explorativen Forschungsdesign entstanden sind, gelten sie als nur begrenzt aussagekräftigt. Um die Allgemeingültigkeit zu steigern, wäre weitere Forschung von Nöten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/795538359klind.txt
Manicheva, Evgenia
Nachhaltigkeit in der Messewirtschaft: Welche Rolle spielt Corporate Social Responsibility für die deutschen Messegesellschaften?, 2014. - 70 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Heutzutage ist Nachhaltigkeit für viele Unternehmen längst kein Fremdwort mehr, sondern zu einem bedeutenden Erfolgsfaktor geworden. Auch im Messebereich stehen die Veranstalter vor der Herausforderung ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu fördern und erfolgreich zu kommunizieren. Die vorliegende Arbeit liefert eine fundierte theoretische Basis für das Nachhaltigkeitskonzept. Darauf aufbauend wird anhand sechs qualitativen leitfadengestützten Experteninterviews und einer kritischen Betrachtung der Internetauftritte von Messegesellschaften untersucht, welchen Stellenwert das Thema Nachhaltigkeit bei den Messegesellschaften und die Kommunikation darüber einnimmt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich zwei voneinander abgrenzbare Typen erkennen lassen, denen die befragten Messegesellschaften zugeordnet werden können. Dabei können die gewonnenen Erkenntnisse dieser Arbeit für die Messegesellschaften von Bedeutung sein und bieten Ansatzpunkte für weiterführende Forschungen in diesem Bereich.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/795383959manic.txt
Strohmaier, Leon
Das Öl im Feuer : Ausgewogenheit der Medienberichterstattungen über Fußballtransfers, 2014. - 64 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die beiden Profifußballer der ersten Bundesliga Mario Götze und Adam Szalai wechselten innerhalb der Sommer-Transferperiode nach der Saison 2012/2013 die Vereine. Einer Umfrage von Repucom zufolge sanken Mario Götzes Sympathie-werte im Zuge seines Wechsels von Borussia Dortmund zu Bayern München deutschlandweit. Darüber hinaus wurde er Opfer zahlreicher Shitstorms auf Face-book und war Auslöser des lautesten jemals gemessenen Pfeifkonzerts der Bundesligageschichte. Obwohl Adam Szalai von Mainz 05 zu Schalke 04 ebenfalls einen Vereinswechsel vollzog, blieben ähnliche Folgen für ihn aus. In dieser Bachelorarbeit wurde nun versucht, die Rolle der Medien, speziell der Regionalzeitungen, in diesem Kontext zu identifizieren. Dabei wurde untersucht, inwiefern sich einerseits der Nachrichtenwert eines Transfers, andererseits die regionale Beziehung zwischen Zeitung und Verein auf die Ausgewogenheit der Berichterstattung über beide Spieler auswirken. Der Begriff Ausgewogenheit wurde im Umfang dieser Arbeit als latentes Merkmal behandelt. Dieses setzt sich a) aus der Art der vergebenen beruflichen und persönlichen Attribute (negativ, positiv, neutral) der beiden Spieler, b) der Quelle der Attribute und c) der Anzahl der erwähnten Transferdetails mit Bezug zum Nachrichtenfaktor Negativität zusammen. Zentrale Theorien dieser Arbeit waren somit die Nachrichtenwerttheorie nach Galtung und Ruge, der Second-Level-Agenda-Ansatz und die regionale Integration der Regionalzeitungen. Die beiden formulierten Forschungsfragen behandelten, inwiefern sich Nachrichtenwert (FF1) und Regionalität (FF2) auf die entsprechende Berichterstattung auswirken. Durch eine quantitative Inhaltsanalyse von 109 Artikeln der Zeitungen WAZ, SZ, FAZ, Berliner Morgenpost und Rhein-Main-Presse und der anschließenden Aus-wertung der erhobenen Daten durch SPSS konnten die Forschungsfragen beant-wortet werden. Dabei konnte ein Einfluss des Nachrichtenwerts auf die Ebenen der Ausgewogenheit hypothesenkonform bestätigt werden. Über Mario Götze mit höherem Nachrichtenwert wurde insgesamt negativer berichtet als über Adam Szalai. Ein Zusammenhang zwischen der regionalen Nähe zwischen Zeitung und Verein konnte jedoch nicht bewiesen werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/794343848stroh.txt
Pasquarelli, Marcella
E-mails, home office, and Skype conferences: how can online communication and telecommuting be a substitute to traffic?, 2014. - 95 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Unter Berücksichtigung der Umwelt- und Verkehrsfragen untersucht die vorliegende Arbeit Strategien, wie in der Praxis Telearbeit besonders mithilfe von Online-Kommunikation in Organisationen gefördert werden kann. Derartige Telearbeitsmassnahmen haben sich als äußerst nützlich erwiesen, um Emissionen und Stau zu reduzieren. Um zu verstehen, wie Online-Kommunikation die Mobilität in der Arbeitswelt ersetzen kann, wurden verschiedene Führungskräfte aus 10 Unternehmen zur Telearbeit in ihrem Unternehmen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Telearbeit immer noch sehr zaghaft in Organisationen angewendet wird, und die Praxis erst dann angewendet wird, wenn erforderlich. Das heißt, dass sie nicht strategisch von den Arbeitgebern übernommen wird. Die Ergebnisse zeigen einerseits, dass laut sich die Befragten für Telearbeit Regelungen und Schulungen wünschen, andererseits bestehe ein Mangel an politischen Bemühungen von Regierungsstellen diese Maßnahmen zu unterstützen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/793885124pasqu.txt
Lübke, Anja
Die Alternative für Deutschland auf Facebook : eine Partei formiert sich ; Framing-Analyse von Statusmeldungen und Nutzerkommentaren, 2014. - 79 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Erstmals trat zu den Bundestagswahlen 2013 mit der Alternativen für Deutschland (AfD) eine offen euroskeptische Partei an. Die vorliegende Arbeit untersucht Frames bei den Partei-Kernthemen Währungs- und Europapolitik auf der Facebook-Seite der Partei. Weiter waren die entsprechenden Nutzerreaktionen von Interesse. Basis für die inhaltsanalytische Erhebung waren 146 Statusmeldungen der Partei sowie eine Stichprobe von 1966 Nutzer-Kommentaren im Zeitraum März bis September 2013. Als theoretische Grundlagen dienten der Framing-Ansatz (insb. Scheufele 2003) und die Frame-Elemente nach Matthes (2007). Untersucht wurde auch, ob es Ärger auslösende Frames gemäß Kühne (2013) gab. In den Ergebnissen stellte sich heraus, dass bei den Statusmeldungen die Themen Währungs- und Europapolitik signifikant schlechtere Wertungen enthielten als andere Themen. Parteimitgliedern der AfD wurden eher Lösungskompetenz zugeschrieben als andern Akteuren, wobei Partei-Gründer Bernd Lucke am häufigsten genannt wurde. Weiter wurden Beiträge mit negativen Wertungen von den Nutzern überdurchschnittlich häufig geteilt. Dies zeigt die Wirkung des Ärger-Frames in sozialen Netzwerken auf, jener hatte in seiner idealtypischen Ausprägung einen Anteil von fünf Prozent. Zukünftige Studien sollten sich auf weiter emotionale Frames bei Parteiauftritten in sozialen Netzwerken fokussieren und Aufbau sowie Wirkweisen beschreiben.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/79280094Xluebk.txt
Kraft, Franziska
Eine qualitative Studie über die Einflüsse des Digitalisierungsprozesses auf die Strategien journalistischer Arbeit in Thüringen, 2014. - 76 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende explorative Studie befasst sich mit den Einflüssen des Digitalisierungsprozesses auf die journalistische Arbeit. Es werden Veränderungen der Strukturen und Handlungen im journalistischen Alltag analysiert. Als theoretische Grundlage wurde die integrative Perspektive von Uwe Schimank herangezogen. Mit seinem Modell der Akteur-Struktur-Dynamik kombiniert er den akteurtheoretischen Ansatz mit dem systemtheoretischen Ansatz. Auf dieser Grundlage konnten die Veränderungen im Lokalfernsehen in mehrere Kategorien operationalisiert werden. Im Rahmen von Leitfadengesprächen wurden diese Kategorien anhand ausgewählter Experten des Thüringer Lokalfernsehens reflektiert. Im Anschuss erfolgt eine qualitativ-interpretative Auswertung nach Mayring. Es stellte sich heraus, dass im Gegensatz zu den Veränderungen der Handlungs- und Arbeitsweisen der Journalisten, strukturelle Veränderungen im Zuge der Digitalisierung kaum zu verzeichnen sind. Es existieren Wechselwirkungen zwischen den Akteuren und Strukturen, welche zu verändertem Handeln, weniger zur Herausbildung neuer Strukturen führt. Da die Internet-Verbreitung für die Lokalfernsehsender zukünftig immer wichtiger wird, kann langfristig eine intensivere (Neu-) Strukturierung der Lokalfernsehsender vermutet werden. Um dies über die Thüringer Landesgrenze hinaus zu untersuchen, kann diese Arbeit als Grundlage dienen kann.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/792793099kraft.txt
Seit, Janina
Der Lerneffekt bei Kindern durch die Nutzung von Wissensmagazinen : eine empirische Studie am Beispiel des Junior Ranger Entdeckerheftes Harz, 2014. - 60 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die Entfremdung der Kinder von der Natur nimmt stetig zu. Deshalb gibt es Wissensmagazine, wie das "Junior Ranger Entdeckerheft" des Nationalparks Harz, die durch ihr ganzheitliches Konzept aus Rätseln, spannenden Geschichten und Ausflügen mit den Rangern1, den Kindern zwischen sieben und zwölf Jahren die Natur wieder näher bringen wollen. Die vorliegende Bachelorarbeit überprüft anhand der Theorien zu Interesse, Motivation und Emotionen im Zusammenhang mit Lernen, was 24 Kinder einer vierten Klasse aus Cuxhaven, bei der Auseinandersetzung vor Ort mit dem Entdeckerheft Harz, lernen und behalten konnten. Der Methodenmix aus Fragebogen (Interesse), Tagebuch (Emotionen und Motivation) und Wissenstest (Lerneffekt) konnte zeigen, welchen Einfluss Interesse, Motivation und Emotionen auf den Lernerfolg haben.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/790883643seit.txt
Thiel, Julia
Nutzung von Kindernaturschutzheften - eine qualitative Studie am Beispiel des Junior Ranger Entdeckerhefts "Nationalpark Harz", 2014. - 50 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die "Naturentfremdung" von Kindern ist eine viel diskutierte Beobachtung und wird in zahlreichen, wissenschaftlichen Publikationen thematisiert. Um dieser Entfremdung entgegen zu wirken, veröffentlicht EUROPARC Deutschland in Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland und den Nationalen Naturland-schaften die Kindernaturschutzhefte "Junior Ranger Entdeckerheft". Die Nutzung der Hefte trägt maßgeblich zur Sensibilisierung der Kinder gegenüber der Natur bei. Aus diesem Grund untersucht die vorliegende Bachelorarbeit die Nutzung am Beispiel des Entdeckerhefts "Nationalpark Harz", welches für 7 bis 12-jährige Kinder konzipiert wurde. Auf Grundlage des Uses-and-Gratifications-Ansatzes sowie der Rational-Choice-Theorie konnten Gratifikationen und Restriktionen des Handelns identifiziert werden, die die Nutzung des Hefts bestimmen. Erhoben wurde mit qualitativen Leitfadeninterviews, an denen insgesamt acht Kinder im Alter von neun und zehn Jahren teilnahmen. Ergebnisse dieser Arbeit können für die Hersteller der Hefte von Bedeutung sein und bieten Ansatzpunkte für weitere Arbeiten zu diesem Thema.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/790704757thiel.txt
Penn, Anika
Politiker-Bürger-Dialog auf Facebook im Web 2.0 - ein Vergleich zwischen deutschen und britischen Abgeordneten des Europäischen Parlaments, 2014. - 85 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Gesprächs- und Konversationstypen zwischen Abgeordneten des Europäischen Parlaments und Bürgern auf Facebook. Anhand der Posts (Beiträge auf Facebook) und den dazugehörigen Kommentaren wird untersucht, welche Gesprächs- und Konversationstypen vorliegen und ob die Politiker einen Dialog mit den Bürgern eingehen. Weiterhin wird ein internationaler Vergleich zwischen deutschen und britischen Abgeordneten gezogen. Die theoretische Grundlage zur Beschreibung der Gespräche bilden die Demokratiemodelle nach Freelon (2010) und allgemeine Merkmale herkömmlicher Gesprächs- und Konversationstypen. Im Vorfeld wurde das Material mit einer qualitativen Inhaltsanalyse untersucht, um herauszufinden, welche Merkmale von Gesprächen vorliegen. Anschließend wurde das Material quantitativ analysiert. Dazu wurden 102 Posts und 436 Kommentare inhaltsanalytisch untersucht. Es zeigt sich, dass die Politiker beider Länder nur selten einen Dialog mit Bürgern eingehen. Die Kommentare unter den Posts der Politiker enthalten viele Meinungen und Fakten. Entgegen den ursprünglichen Vermutungen, aufgrund der Unterschiede der beiden Länder, treten in den Kommentaren wenig Beleidigungen, namentliche Anreden und politische Mobilisierungen auf. Insgesamt zeigen sich im internationalen Vergleich Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/790697483penn.txt
Peters, Maj-Britt
Information, Meinungsbildung, Kommunikation und Handlung - Weltbezüge als abhängige Variable in Agenda-Setting-Prozessen, 2014. - 82 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

In dieser Studie wird der klassische Agenda-Setting-Ansatz mit der Theorie des Weltbezugsansatzes verknüpft. Letztere besagt, dass die Themenwichtigkeit beim Publikum, die abhängige Agenda-Setting-Variable, die Meinung abbildet "Ich finde das Thema wichtig". Durch die Erforschung von Relevanzzuweisungen wird untersucht, wie sich diese Meinung beim Rezipienten in Bezug auf die Weltbezüge Wissen, Meinung, Kommunikation und Handlung manifestiert. In einer quantitativen Befragung wird diese Verbindung anhand von drei medienrelevanten Themen überprüft: Krim-Krise, Datenschutz und Klimaschutz. Im Zuge der Untersuchung werden mehrere Konzepte für mögliche intervenierende Einflüsse behandelt: das Modell der Selbstwirksamkeit, das Fünf-Faktoren Modell und die Isolationsfurcht der Schweigespirale. Die Ergebnisse zeigen, dass sich handelnde Relevanzzuweisungen mit dem zivilen Handlungsgrad der Themen erklären lassen, weniger hingegen mit der Selbstwirksamkeit. Darüber hinaus bilden die Ergebnisse große Relevanz der Kognitionen Wissen und Meinung ab, wobei insbesondere die Nutzung von Printmedien positive Einflüsse aufweist. Kommunikation wird weniger Relevanz zugeschrieben. Dies lässt sich nur bedingt mit den Persönlichkeitsfaktoren des Fünf-Faktoren-Modells erklären, sodass eher Situationsvariablen und soziale Normen zu intervenieren scheinen. In diesem Kontext wurde bestätigt, dass der Versuch, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen, tendenziell durch Isolationsfurcht beeinflusst wird. Die Ergebnisse implizieren ein geringes Vertrauen in die eigenen politischen Kompetenzen, während das Rezipieren von Überzeugungsversuchen größere Akzeptanz erfährt. Neben der Erforschung von Medienwirkungen finden sich in dieser Studie Hypothesen für gesamtgesellschaftliche Prozesse und themenabhängige politische Partizipation. Darüber hinaus liefert die Verbindung von Weltbezügen als abhängige Agenda-Setting-Variable eine mögliche Theorienerweiterung des Agenda-Setting-Ansatzes zur differenzierten Erforschung der Publikumsagenda, die bereits seit Jahren gefordert wird.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/790697408peter.txt
Bohn, Ricarda
Zwischen Besorgnis und Gleichgültigkeit: wie denken User über ihre Privatsphäre bei Facebook?, 2014. - 53 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Studie erörtert, inwiefern sich das Verständnis von Privatsphäre im sozialen Netzwerk Facebook verändert hat. In diesem Zusammenhang wurde einerseits geprüft, ob aufgrund einer veränderten Wahrnehmung von öffentlich und privat von der Auflösung des Privacy Paradox gesprochen werden kann. Andererseits wurde analysiert, ob weitere Faktoren, wie das Bewusstsein bei der Preisgabe persönlicher Informationen und die Rolle der Facebook-Freunde die Entstehung widersprüchlichen Verhaltens beeinflussen. Zu diesem Zweck wurden sechs problemzentrierte Interviews durchgeführt. Anschließend erfolgte die qualitative Auswertung der Daten. Die Resultate machen deutlich, dass vor allem bei Nutzern mit paradoxen Verhaltensweisen eine Verschiebung der individuellen Privatsphäre-Grenzen auf Facebook stattgefunden hat. Das Verständnis von Online Privacy hat sich allerdings nicht grundlegend geändert. Demzufolge kann nicht von einer Auflösung des Privacy Paradox gesprochen werden. Mangelndes Datenschutzbewusstsein, unvollständiges Wissen über den Umgang mit Daten seitens Facebook sowie die wahrgenommene Kontrolle über persönliche Informationen wurden als Faktoren identifiziert, welche die Entstehung von paradoxem Verhalten beeinflussen. Die Studie ist aufgrund ihres explorativen Charakters nur begrenzt aussagekräftig und weitere Forschung ist notwendig, um allgemein gültige Aussagen treffen zu können.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/79017538Xbohn.txt
Heibel, Melanie
Held oder Verräter: Vergleich der US-amerikanischen und deutschen Medienberichterstattung über Whistleblower Edward Snowden, 2014. - 61 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

"Big brother is watching you" - wie sich George Orwell 1948 die Welt 1984 vorstellte ist heutzutage keine Fiktion mehr. Spätestens seit Juni 2013, in dem mit Whistleblower Edward Snowden das Thema der Spionage- und Abhöraffäre aufkam, ist Orwells Vorstellung Realität geworden. Dieses Thema wird in den Medien kontrovers diskutiert und so scheint es zwei vorwiegende Meinungen zu geben: "Edward Snowden ist ein Held" und "Edward Snowden ist ein Verräter". Hier liegt die Vermutung nahe, dass die Vereinigten Staaten zu zuletzt genannter Aussage tendieren, da es das Land ist, das von den Enthüllungsaktivitäten angerührt wird und durch den so genannten "Kampf gegen den Terror" einen anderen Fokus auf die Angelegenheit hat als andere Länder wie beispielsweise Deutschland. Durch die Enthüllungen von Edward Snowden wird das deutsch-amerikanische Verhältnis spätestens seit der im Oktober 2013 publik gewordenen Abhörung von Angela Merkels Handy belastet. Demzufolge wird in dieser Bachelorarbeit neben der US-amerikanischen zusätzlich die deutsche Medienberichterstattung über Edward Snowden vom Juni und Oktober 2013 mit Hilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse auf Basis des Second-Level-Agenda-Setting-Ansatzes untersucht. Während der Recherche konnten keine Second-Level-Agenda-Setting-Studien über Whistleblower gefunden werden, wodurch ein Anreiz entsteht, dieses noch weitaus unerforschte Feld zu erforschen. Insgesamt wurden hierfür 106 bewusst ausgewählte Zeitungsartikel der deutschen Tageszeitungen "Die Welt" und "taz", sowie der US-amerikanischen Tageszeitungen "The New York Times" und "The Washington Pos" untersucht. Die in SPSS mittels t-Test für unabhängige Stichproben ausgewerteten Daten geben beantworten die Fragen: "Wie berichten die US-amerikanischen und deutschen Medien über Edward Snowden? Gibt es Unterschiede in der Medienberichterstattung? Wenn ja, welche?", sowie auf "Inwiefern hat sich die Medienberichterstattung über Edward Snowden im Vergleich der Monate Juni und Oktober 2013 verändert?" Die Ergebnisse sind einerseits unerwartet, andererseits bestätigen sie die in den Hypothesen formulierten Annahmen. Erstaunlich ist, dass die US-amerikanischen Medien Edward Snowden viel menschlicher darstellten als die deutschen Medien, obwohl das Gegenteil vermutet wurde. Bestätigt werden konnte, dass die Medien in beiden Ländern Edward Snowden im Oktober weniger persönliche Attribute zugeschrieben haben als noch im Juni, als das Thema aufkam.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/788035843heibe.txt
Bauer, Navina
"Es war einmal der Klimawandel?" : wie Rezipienten mit Medieninhalten umgehen, die konträr zu wissenschaftlichem Konsens und gesellschaftlicher Überzeugung stehen, 2014. - 143 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Der Klimawandel ist eines der bestimmenden wissenschaftlichen und politischen Themen der heutigen Zeit, das durch seine Komplexität sowie Unsicherheiten in Bezug auf Ursachen, Konsequenzen und Handlungsoptionen kontrovers diskutiert und entsprechend interessen- und ansichtsgeleitet gerahmt (Framing) wird, um gezielt die Meinungs- und Willensbildung zu beeinflussen (Persuasion). Im Laufe der vergangenen Jahre wurden zahlreiche Studien durchgeführt, die einerseits die Repräsentation der Thematik in den (Print-)Medien analysierten oder die Wirkung der Medieninhalte auf die Rezipienten hinsichtlich Problembewusstsein, Einstellung und Handlungsabsichten untersuchten. Da bislang kaum audio-visuelle Stimuli eingebunden wurden, die klimaskeptische Perspektive keine Beachtung fand und auch kein Rückbezug auf das Konzept des (persuasiven) Framings als Medienwirkungstheorie vorliegt, bilden diese drei Aspekte die Säulen der vorliegenden explorativen Arbeit. Darin werden zunächst die Filminhalte (Media Frames, Argumentationsstruktur) und Stilmittel der britischen Dokumentation The Great Global Warming Swindle mittels qualitativer Filmanalyse identifiziert. Daran schließt eine Rezeptionsstudie an, die im Rahmen einer Vorbefragung die Einstellung und Auseinandersetzung der Studienteilnehmer mit der Thematik misst und in der Nachbefragung die einstellungsbezogenen Framing-Effekte der Dokumentation in Bezug auf Emotionen und Kognitionen evaluiert. Dabei zeigt sich, dass die einmalige Stimulation mit Medieninhalten, die konträr zu gesellschaftlicher Überzeugung und wissenschaftlichem Konsens stehen, durchaus teilweise stark dazu führte, bestehende Ansichten in Bezug auf Ursachen und Konsequenzen des Klimawandels, zugeschriebene Verantwortung sowie Handlungsoptionen in Richtung des Medieninhalts zu verschieben, das generelle Themeninteresse zu erhöhen sowie Emotionen und Einstellungen gegenüber bislang als glaubwürdig empfundenen (wissenschaftlichen) Quellen zu relativieren.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/78803328Xbauer.txt
Seifert, Michael
Neue Zeiten - neue Nachrichten : deutsch-deutsche Beziehungen in der "Aktuellen Kamera" und "Tagesschau" im Verlauf der friedlichen Revolution 1989/90 ; eine qualitative Frame-Analyse der Berichterstattung zwischen November 1989 und Januar 1990, 2014. - 171 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2014

Die friedliche Revolution 1989/90 in der DDR war eine Zäsur in der deutschen und europäischen Geschichte. Sie beendete das unumschränkte Machtmonopol der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und damit deren Medienmonopol. Ohne die kritische Berichterstattung der Fernsehanstalten der Bundesrepublik Deutschland über die Regierung und Organe der DDR während des Kalten Krieges wäre es vielen oppositionellen Stimmen nur schwer gelungen ein breiteres Publikum, vor allem auch in der DDR selbst, zu erreichen. Diese medienspezifische Besonderheit, ein Informations-Gegenpol in gleicher Sprache, spielt eine wichtige Rolle für den Verlauf der Revolution, insbesondere zu deren Beginn. Denn bis zum 18. Oktober 1989 war die Rolle des Fernsehens der DDR klar definiert: Agitation, Propaganda sowie Unterhaltung nach dem Willen der Führung der SED. Dass diese Art der Berichterstattung nicht selten mit der Realität und den tatsächlichen Geschehnissen in Widerspruch geriet, steht außer Frage und führte zu geringer politischer Glaubwürdigkeit, fehlender Akzeptanz und - als Ausdruck dessen - zu niedrigen Einschaltquoten besonders der politisch aufgeladenen Nachrichten und Magazine. Erst mit dem Rücktritt Erich Honeckers am 18. Oktober 1989 schwand der Einfluss von Partei- und Staatsspitze auf das Fernsehen. Das Fernsehen der DDR musste sich nun den Ansprüchen der Zuschauer stellen, das Selbstbild neu erfinden und den eigenen Auftrag neu definieren. Jedoch war dies kein Prozess, der über Nacht ablief. Besonders für die Aktuelle Kamera, Hauptnachrichtensendung des DDR-Fernsehens, sieht die Forschung die endgültige Abkehr von alten Berichterstattungsmustern erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 umgesetzt. In dieser Phase bis zu den ersten freien Wahlen zur Volkskammer am 18. März 1990 verfügte das Fernsehen der DDR über viel Unabhängigkeit und eigenen Gestaltungsspielraum. Die Aktuelle Kamera wandelte sich von der oft gemiedenen "Trompete der Partei" zur akzeptierten und viel genutzten Informationsquelle und erlangte funktionale Bedeutung für den Wandel und den weiteren Verlauf der Revolution in der DDR. Sie übernahm in Teilen die Funktion, welche das westliche Fernsehen bis Oktober / November 1989 innehatte. Denn in der Zeit zwischen dem Mauerfall am 9. November 1989 und den Wahlen am 18. März 1990 wurde über die Zukunft der DDR und ihrer Gesellschaft entschieden und damit über die offene Deutsche Frage. Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Berichterstattung der beiden Hauptnachrichten-sendungen Aktuelle Kamera, welche in den von Agitation und Propaganda befreiten journalistischen Raum vorstieß und die Tagesschau, welche Leitmedium in der Bundesrepublik und meistgenutzte Nachrichtensendung der in der DDR war. Zentrales Erkenntnisinteresse ist die Berichterstattung beider Nachrichtensendungen nach dem Mauerfall zum Thema "Deutsch-deutsche Beziehungen", insbesondere die Deutungsmuster, welche in beiden Nachrichtensendungen geäußert und somit den Rezipienten angeboten wurden. Für die Untersuchung werden drei Zeitpunkte auf Basis dreier natürliche Wochen im November und Dezember 1989, sowie Januar 1990 als Kombination aus Längs- und Querschnittsdesign analysiert und Medieninhalts-Frames mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse auf Grundlage des Framing-Ansatzes in Anlehnung an Matthes (2007) erfasst. Aufgrund der medienspezifischen Besonderheiten von Fernsehnachrichten wird das Konsistenz- und Selektionsprinzip von Frames nach Matthes erweitert. Für die Untersuchung wird angenommen, dass das Konsistenzprinzip von der Intra-Frame-Ebene auf die Inter-Frame-Ebene übertragbar ist und ein Akteur innerhalb eines Berichts mehrere Frames, welche nicht im Wettbewerb miteinander stehen, vertreten kann. Ebenso wird angenommen, dass das Selektionsprinzip von Frames, also die Schaffung eines kohärenten Sinnhorizonts innerhalb eines Frames, auf die Akteure als Frame-Träger übertragen werden kann, welche somit verschiedene, aber zueinander widerspruchsfreie Frames, vertreten können. Mit Hilfe der Software MaxQDA wird an den Transkripten der Nachrichtensendungen ein Kategoriensystem als strukturgebendes Analyseraster zur Erfassung der Frame-Elemente induktiv entwickelt, welches die Operationalisierung der Forschungsfrage erlaubt und gleichzeitig Selektions- und Klassifikationssystem ist. Zwar wurden zwei episodische Frames, holistisch zum eingegrenzten Untersuchungsthema "Deutsch-deutsche Beziehungen", als Ausdruck der Freude über den Fall der Mauer und das deutsch-deutsche Wiedersehen erfasst, im Fokus stehen jedoch thematische Frames. Sie erlauben Aussagen zum untersuchten Mediendiskurs und dienen der Beantwortung der Forschungsfrage nach den kommunizierten Frames, deren Entwicklung im Zeitverlauf und ihre Akteure. Im Ergebnis der Untersuchung wurden zehn Medieninhaltsframes identifiziert, welche den Diskurs zum Thema "Deutsch-deutsche Beziehungen" abbilden. Davon beziehen vier der zehn Frames konkrete Stellung zur aktualisierten Deutschen Frage und zu einer möglichen Wiedervereinigung beider deutscher Staaten. Diese Debatte vereint 140 der 335 erfassten Frame-Äußerungen auf sich, womit sie wichtigster Teil des Diskurses ist. Des Weiteren prägen die neue Normalität der deutsch-deutschen Begegnungen, sowie die europäische Perspektive und die geschichtliche Verantwortung Deutschlands den Diskurs. Die Untersuchung zeigt, dass über die sich äußernden Akteure oft mehrere Frames miteinander verknüpft sind. Damit kann die Annahme zur Erweiterung des Selektionsprinzips nach Matthes auf die Akteure bestätigt werden, welche mittels der von ihnen vertretenen Frames ihren eigenen kohärenten Sinnhorizont kommunizieren. Auch die Annahme, das Konsistenzprinzip von der Intra-Frame-Ebene auf die Inter-Frame-Ebene zu übertragen erwies sich als fruchtbar. Beide Annahmen können für einzelne Beiträge, beide Nachrichtensendungen und den Untersuchungszeitraum bestätigt werden. Weiterhin wurden Frames identifiziert, welche im Wettbewerb miteinander stehen und im Mediendiskurs konkurrieren, sich jedoch weniger in der Zielsetzung als im nahegelegten Weg dorthin unterscheiden. Im Gegensatz dazu wurden auch antagonistische Frames erfasst, welche mit unterschiedlichen Zielen im klaren Widerspruch zueinander stehen. Über den Untersuchungszeitraum hinweg zeigen sich die Frames relativ stabil. Der Wandel des Diskurses zeigt sich eher über die veränderten Häufigkeiten der Frames in den Nachrichtensendungen im Zeitverlauf. Jedoch wurden zum zweiten Untersuchungszeitpunkt neue Frames identifiziert, deren thematischer Schwerpunkt auf die Ereignislage zurückzuführen ist und die Annahme von Frames als abhängige Variable der Ereignisse und Veränderungen bestätigt. In beiden Nachrichtensendungen werden alle identifizierten Frames kommuniziert und der Diskurs in vollem Umfang abgebildet. Jedoch zeigt sich deutlich eine unterschiedliche Schwerpunktsetzung. In der Aktuellen Kamera kommen westliche und östliche Akteure nahezu ausgeglichen zu Wort, wohingegen in der Tagesschau westliche Akteure die Berichterstattung dominieren. Für beide sind die wichtigsten Akteure die jeweiligen Regierungen und die Opposition. Dies schlägt sich auch in den kommunizierten Frames nieder und so überwiegen die Frames westlicher Akteure in der Tagesschau, insbesondere jene der Bundesregierung. Die Dominanz der eigenen Regierung in der Berichterstattung zeigt sich für die Aktuelle Kamera im Untersuchungszeitraum nicht. Das Verhältnis zwischen DDR-Regierung und DDR-Opposition gleicht jedoch ab der zweiten Untersuchungswoche jenem der eigenen politischen Akteure in der Tagesschau und spricht für die Orientierung der Aktuellen Kamera an der Tagesschau. Falschmeldungen, Verschweigen und Tatsachenverdrehung sind in der Aktuellen Kamera passé. Alle Themen und Akteure, die in der Tagesschau Erwähnung finden, kommen auch in der Aktuellen Kamera zu Wort. Die inhaltliche Bandbreite ist nahezu identisch zu jener der Tagesschau, wenngleich mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung der Frames, welche aber das aktuelle politische Kräfteverhältnis (wie in der Tagesschau) widerspiegelt. Damit ermöglichte die Aktuelle Kamera den östlichen Akteuren die Darstellung eigener Positionen und bot den Bürgern der DDR politische Informationen zur Orientierung in der Zeit des Umbruchs und Wandels. Die Umsetzung des Framing-Ansatzes auf Basis der theoretischen Vorarbeiten von Matthes mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse erweist sich als gut geeignet, um ein solch komplexes Thema in einer Umbruchzeit zu erfassen. Durch die induktive Erstellung des Kategoriensystems mit anschließender Frame-Identifikation sind die erfassten Frames sehr nah am Diskurs und bilden diesen deskriptiv ab. Jedoch muss die Aussagekraft der identifizierten Frames über die Abbildung der Mediendebatte hinaus, aufgrund ihrer Themennähe, als gering angesehen werden. Sie kann aber Ergebnisse anderer medien-historischer Untersuchungen zu personellen und organisatorischen Veränderungen, sowie den individuellen Wandel der journalistischen Arbeit in der Aktuellen Kamera bestätigen. Dennoch muss konstatiert werden, dass der Ansatz zur Operationalisierung nach Matthes für die Erfassung von Medieninhaltsframes überzeugend und praktikabel ist. Insbesondere die Annahmen des Ansatzes zum Vorhandensein mehrerer Frames innerhalb eines Beitrags und die Bezugnahme thematischer Frames aufeinander im diskursiven Wettbewerb kann bestätigt werden. Die Annahmen zur Erweiterung des Konsistenz- und Selektionsprinzips von der Frame-Ebene auf die Ebene der Akteure als Träger der Frames können bestätigt werden, müssen jedoch theoretisch besser verankert und fundiert werden. Auf diese Weise könnten möglicherweise bessere Einblicke in das Handeln strategischer Akteure im Rahmen des öffentlichkeitstheoretischen Framing-Ansatzes gewonnen werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/786420081seife.txt
Hoffmann, Gina
Kommunikationsstrategien der Thüringer Parteien beim Einsatz von Social Media, 2014. - 71 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Als Bindungsglied zwischen Staat und Gesellschaft müssen Parteien die Bedürfnisse der Wähler erkennen. Eine hohe Partizipation der Bürger gilt damit als Gütekriterium für eine funktionierende Demokratie. Um diesen Rückbezug zu gewährleisten, müssen die Parteien auch außerhalb der Wahlkampfzeiten mit den Bürgern kommunizieren. Social Media können dabei die zweiseitige Kommunikation unterstützen und helfen, eine höhere Bindung zwischen Bürgern und Parteien aufzubauen. Die gestiegene Professionalisierung der Kommunikationsarbeit und die steigende Bestrebung in den Medien vorzukommen, etablierten verschiedene Strategien in der politischen Kommunikation. Es stellt sich die Frage, wie Social Media diese Kommunikationsstrategien unterstützen können. Sechs Experteninterviews mit den Kommunikationsverantwortlichen im Onlinebereich der Thüringer Parteien CDU, SPD, FDP, Bündnis90/ Die Grünen, die Linke und der Piratenpartei liefern einen Überblick über die Rahmenbedingungen und die strategischen Überlegungen bei der politischen Kommunikation. Die Untersuchung zeigt, dass Social Media bisher lediglich als Ergänzung zur klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Die Parteien sehen in ihnen allerdings auch die reale Chance, wieder eine engere Bindung zu den Wählern zu bekommen und ihren Bedürfnissen Gehör zu schenken.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/785190570hoffm.txt
Frankenhäuser, Yvonne
Energiewende und Öffentlichkeitsbeteiligung: eine inhaltsanalytische Untersuchung des "Runden Tisches" zum geplanten Pumpspeicherwerk im Thüringer Rennsteig, 2014. - 169 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist der Grundpfeiler der deutschen Energiewende. Seit der Nuklearkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011 wurden der Ausbau sowie Maßnahmen zur Schaffung der notwendigen Infrastruktur verstärkt vorangetrieben. Für den Erfolg von Großbauprojekten im Rahmen der Energiewende ist die Akzeptanz der Bevölkerung relevant. Sie kann durch eine frühe Beteiligung der Öffentlichkeit und damit verbundenen Informations-, Kommunikations- und Partizipationsprozessen gefördert werden. Ein mögliches Beteiligungsinstrument ist ein "Runder Tisch" - wie bei dem geplanten Bau des Pumpspeicherwerks in Thüringen. Diese Längsschnittstudie erforschte die Kommunikation am "Runden Tisch" anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse. Die theoretische Grundlage dieser Arbeit basiert auf dem kommunikationswissenschaftlichen Framing-Ansatz. Es zeigte sich, dass einige der Akteure des "Runden Tisches" ihre Argumente strategisch frameten und sich mit anderen Akteuren mit einem ähnlichen Framing zusammenschlossen. Dabei konnten auch Frame Alignment Prozesse identifiziert werden. Ebenso wurden Framing-Effekte in den vorläufigen Ergebnissen des "Runden Tisches" sichtbar. Da dieses Forschungsfeld bisher nur sehr begrenzt erforscht wurde, soll diese Arbeit einen empirischen Einstieg bieten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/784790493frank.txt
Stoy, Joel
Facebook-Verweigerung: eine Analyse der Gründe aus Facebook auszusteigen oder die Facebook-Nutzung zu verweigern, 2014. - 82 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Diese Studie untersucht die Gründe für Facebook-Ausstieg und Facebook-Verweigerung auf Basis des U&G-Ansatzes und verwendet dafür nicht nur das GS/GODiskrepanzmodell, sondern zusätzlich noch eine Fluchtperspektive. Grundlage der Forschung ist eine qualitative Befragung von zwei Facebook-Verweigerern und vier Aussteigern. Daraus wurde per Inhaltsanalyse ein Kategoriensystem entwickelt, das die Ausstiegsgründe identifizierte. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten wegen Datenschutzbedenken kein Facebook nutzen und weil es ihnen zu viel Zeit wegnimmt. Außerdem erfüllen funktionale Alternativen wie Telefon, E-Mail und vor allem direkter Kontakt die Bedürfnisse der Befragten besser. Weiterhin wurde Facebook nicht genutzt, weil es schlicht kein Bedürfnis danach gab. Die Aussteiger erlebten trivialen, störenden und sogar abstoßenden Content, womit sich der Ausstieg ebenfalls erklären lässt. Auch berichteten die Aussteiger, dass sie auf Facebook wenig Identitätsmanagement betrieben, was auf eine geringe Bindung zu dem Netzwerk hindeutet. Dadurch wiederum ist der Ausstieg für sie leichter möglich. Schließlich fanden sich zur Erklärung der Nichtnutzung individuelle Faktoren wie geringe Extraversion, wenig Disziplin und persönliche Überzeugungen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/784607788stoy.txt
Heyder, Steven
Abhängigkeit oder realer Mehrwert? : Smartphonenutzung aus der Sicht von Nichtnutzern ; eine Studie zur Erhebung von Nichtnutzungsmotiven, 2014. - 57 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Smartphones lösen die bisherigen Featurephones im Mobilfunkmarkt ab. Jedoch gibt es Mobilfunknutzer, die Smarpthones als mobile Endgeräte ablehnen. Diese Bachelorarbeit befasst sich erstmals mit der Erhebung von Nichtnutzungsgründen und -motiven. Dazu wurde der Uses-and-Gratifications-Ansatz aus der Mediennutzungsforschung komplementär eingesetzt und die Nichtnutzungsgründe wurden der zweiten Phase des Innovations-Entscheidungs-Prozesses aus der Diffusionsforschung zugeordnet. Im Rahmen dieser Arbeit wurde der Frage nachgegangen, welche Nichtnutzungsgründe Verweigerer wie Aussteiger angeben und inwieweit sich daraus Nichtnutzungsmotive ableiten lassen. In einer qualitativen Studie wurden 98 Internetbeiträge via Inhaltsanalyse auf Nichtnutzungsgründe untersucht. Die Fundstücke fanden bei der Erstellung eines Interviewleitfadens Berücksichtigung. Die Nichtnutzungsgründe konnten anhand der Interviews mit einer Stichprobe der Zielgruppe der Digital Natives bestätigt und Nichtnutzungsmotive abgeleitet werden. Zusammenfassend trägt der wahrgenommene Verlust von Selbstbestimmung, das Vorhandensein funktionaler Alternativen und das Phänomen Phubbing zum Ablehnungsverhalten der Smartphoneverweigerer und -aussteiger bei.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/784592772heyde.txt
Schumacher, Juliane
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte : eine empirische Untersuchung der Nutzungsmotive des sozialen Online-Netzwerks Instagram, 2014. - 50 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Aktuell gehört Instagram zu den Durchstartern unter den mobilen sozialen Foto-Sharing-Netzwerken. Inwieweit das Netzwerk genutzt wird, was Personen dazu motiviert und welche Alternativnetzwerke es gibt, ist für die Medienwissenschaft forschungsrelevant. Das konkrete Forschungsinteresse dieser Arbeit besteht somit in der Identifikation der Instagram-Nutzungsmotive. Aspekte aus der Gratifikationsforschung, wie der Uses-and-Gratifications-Ansatz mit der Erweiterung durch die GS/GO-Diskrepanz bilden die theoretische Grundlage. Empirische Erkenntnisse zu klassischen Mediennutzungsmotiven der Online-Netzwerkforschung, vor allem zu Facebook, dienen der Orientierung. Die Basis für die Auswertung liefert eine standardisierte Online-Befragung von Instagram-Nutzern (n=335). Die systematische Überprüfung der Forschungsfragen erfolgt anhand der Antworten der Befragten zu formaler Nutzung, sowie ihrer Zuwendungsmotivation mit Einbezug der Analyse von Alternativnetzwerken. Instagram wird den Ergebnissen dieser Studie zufolge hauptsächlich zur Befriedigung von Bedürfnissen wie Unterhaltung, privater Dokumentation, persönlicher Identität und sozialem Infotainment genutzt. Zudem sind weitere Bedürfnisse, wie beispielsweise das der Inspiration relevant. Konträr zu anderen Netzwerken steht die soziale Interaktion als Kerngratifikation sozialer Online-Netzwerke bei Instagram nicht im Vordergrund. Instagram kann als Ergänzungsnetzwerk klassifiziert werden. Zudem können Alternativnetzwerke identifiziert werden, die den Fokus vor allem auf die soziale Interaktion und weniger die Bildkommunikation setzen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/782957994schum.txt
Günther, Lisa
Nachrichten(r)auswahl im Lokalbereich : warum der Olympiastützpunkt Suhl im Sportschießen kein Thema für die Presse ist, 2014. - 55 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der geringen lokalen Sportberichterstattung über das Sportschießen in Suhl und Umgebung. Auf Grundlage des Vier-Sphären-Modells nach Donsbach, konnten einige Faktoren eruiert werden, die die Medieninhaltsauswahl der Lokaljournalisten beeinflussen. Im Rahmen dieser qualitativen Studie werden sechs Experteninterviews durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Es entstand ein Modell, welches die Zusammenhänge der genannten Einflussfaktoren auf die Nachrichtenselektion der lokalen Sportjournalisten darstellt. Die Ergebnisse dieser Studie sind außerdem als Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem Thüringer Schützenbund, den Schützenvereinen und der lokalen Presse sowie für eine Steigerung der Aufmerksamkeit der örtlichen Presse zusammengefasst.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/779847784guent.txt
Schüler, Frank-Michael
Satire und Nachrichten - eine quantitative Studie zur Nutzung und Wirkung politischer Satiresendungen in Deutschland, 2014. - 81 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Diese quantitative Arbeit untersucht, ob ein grundsätzlicher Zusammenhang zwischen der Nutzung politischer Fernsehsatire und der Nutzung von Nachrichtenformaten der Mediengattungen Fernsehen, Zeitung und Internet in Deutschland besteht. Dazu wurden mit Hilfe einer Onlineumfrage die Nutzungshäufigkeiten von 351 Teilnehmern erhoben. Die Ergebnisse zeigen eine positive Korrelation zwischen dem Ansehen von Politsatire und der Rezeption von Nachrichten auf. Darüber hinaus wurde untersucht, ob eventuell intervenierende Variablen auf den Zusammenhang wirken. Es stellt sich heraus, dass jeweils eine niedrige Umweltüberwachungsmotivation bzw. Aufmerksamkeit sowie niedriges politisches Interesse einen positiveren Einfluss auf die Nutzungsbeziehung haben als hohe Ausprägung der aufgeführten Faktoren. Aufgrund der Befunde ist weitere Forschung in diesem Bereich notwendig.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/778084051schue.txt
Ungewitter, Christine
Emote me or innovate me? - explaining the acceptance of roleplaying games that adapt gameplay by means of psychophysiological measurements, 2014. - 112 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2014

Die vorliegende Studie untersucht wie die Akzeptanz, d.h. Nutzungseinstellung und Verhaltensabsichten, von Rollenspielen (RPGs), welche das Spielerleben mittels psychophysiologischer Messungen (PMs) anpassen, erklärt wird. Für diesen Zweck wurden zwei Versionen des Technologieakzeptanzmodells (TAM) angewendet. Ein Forschungsmodell erweiterte und modifizierte das TAM, um die speziellen Anforderungen der Unterhaltungstechnologie zu erfüllen. Das andere Forschungsmodell widmete sich der Frage, ob ein kommuniziertes Unique Selling Proposition (USP) höhere Akzeptanz bewirken kann als ein konkurrierendes USP. Die Modelle wurden empirisch anhand von Onlinefragebogendaten von n = 246 RPG-Spielern überprüft. Den Teilnehmer wurde das Konzept eines Fernsehwerbespots vermittelt, das in das Forschungsthema einführte und entweder die Innovativität der Technologie oder das verbesserte Spielerleben betonte. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einstellung zur Nutzung von PM-RPGs positiv von der medial wahrgenommenen Benutzerfreundlichkeit des PM-Equipments und der Einstellung zu PMs beeinflusst wird. Die Verhaltensabsichten PM-RPGs gegenüber Standard-RPGs zu präferieren wurden positiv aber indirekt von diesen Prädiktoren beeinflusst sowie direkt und positiv von der Nutzungseinstellung. Innovationsbereitschaft bezüglich Spieltechnologie sowie Angst vor Missbrauch persönlicher Daten hatten keine Effekte auf die Akzeptanz. Ebenso bewirkte keines der beiden kommunizierten USPs höhere Akzeptanz als das andere USP. Die Resultate werden in theoretischer, methodischer und praktischer Hinsicht diskutiert.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/777858525ungew.txt
Appelfeller, Felix
Eyetracking Studie zur Wirkung unterschiedlicher Animationen einer LED-Videobande auf die Wahrnehmung der Rezipienten während Spielen der Fußball Bundesliga, 2014. - 72 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

Bandenwerbungen in Fußballstadien gehören zu den etabliertesten und wichtigsten Kommunikationsinstrumenten des Sportsponsorings in Deutschland. Seit 2008 dürfen neben statischen Banden und Rotationsbanden auch LED-Videobanden während Spielen der Fußball Bundesliga eingesetzt werden. Auf diesen Werbeflächen ist es möglich, Botschaften attraktiv zu animieren. In welche Richtung animierte Objekte oder Schriften sich bewegen müssen, um die Aufmerksamkeit der TV-Zuschauer am effektivsten auf sich zu ziehen, wird in dieser Studie untersucht. Mit Hilfe von Eyetracking konnte festgestellt werden, dass eine horizontale Bewegung der Botschaften von rechts nach links die höchsten Fixationshäufigkeiten erzielt. Bei der Fixationsdauer hingegen konnten zwischen den einzelnen untersuchten Animationsrichtungen kaum Unterschiede festgestellt werden. Diese Studie macht es Sponsoren in Zukunft möglich, effektiver im Stadionumfeld zu werben und dient außerdem als Grundlage für weitere Forschungen auf diesem Gebiet.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/776387308appel.txt
Szpitalny, Sina
YouTube, das Fernsehen von Morgen? : eine empirische Studie über die Nutzungsmotive der Digital Natives auf Basis des Uses-and-Gratifications-Approach, 2014. - 75 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2014

YouTube ist das weltweit größte Videoportal. Die Nutzerzahlen steigen rasant und die Inhalte werden immer professioneller produziert. Besonders bei den jungen Nutzern, den Digital Natives, nimmt die Rezeption immer mehr zu. Dies führt zu Veränderungen auf dem Bewegtbildmarkt, vor allem das Fernsehen verliert stetig an Relevanz. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Nutzungsmotiven der Digital Natives. Basierend auf dem Uses-and-Gratifications-Approach, aus der Mediennutzungsforschung, wird der Frage nachgegangen, welche Motive zur Rezeption von professionellen Inhalten auf YouTube und zu Selektionsentscheidungen zwischen dem Fernsehen und YouTube führen. In einer qualitativen Studie wurden sechs Personen zwischen 14 und 29 Jahren zu ihrer Medien- und YouTube-Nutzung befragt. Zusammenfassend sind die Programmvielfalt auf YouTube und die Qualität der professionellen Inhalte die größten Motive der Rezipienten. Der Fokus liegt auf der freien und zeitunabhängigen Programmwahl und der individuell gestalteten Nutzung. Das Fernsehen erfüllt nicht mehr die Ansprüche der veränderten Lebensstile der jungen Rezipienten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/776182404szpit.txt
Färber, Anne
Öffentlichkeit als Beitrag zu einer lebendigen Gesellschaft - Arenen, Akteure und Themen in Zella-Mehlis, 2013. - 98 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Um dem demografischen Wandel aktiv zu begegnen gewinnt bürgerschaftliches Engagement zunehmend an Relevanz. Besonders im kommunalen Raum sind freiwillig engagierte Bürger enorm wichtig, um Lebensqualität zu ermöglichen. Wie zahlreiche weitere Gemeinden in Deutschland fordert und fördert auch die Stadt Zella-Mehlis im Thüringer Wald bewusst Bürgerengagement. Vor diesem Hintergrund liefert die vorliegende Arbeit eine kommunikationswissenschaftliche Untersuchung bürgerschaftlichen Engagements auf Grundlage des Öffentlichkeitsmodells nach Gerhards & Neidhardt. Es wird erforscht, welche Chancen und Defizite öffentlicher Kommunikation durch die Analyse von Arenen, Akteuren und Themen in Zella-Mehlis identifiziert werden können. Dabei wurde ein zweistufiges Methodendesign gewählt. Zunächst werden im Rahmen einer Dokumentenanalyse umfassende Daten zur Stadt und der dortigen Lebenssituation ermittelt. Die Ergebnisse dieser Analyse werden dann für die Leitfadenentwicklung der sich anschließenden Experteninterviews mit gesellschaftlich relevanten Akteuren aus Zella-Mehlis verwendet. Die Auswertung der Interviews erfolgt getrennt nach der Funktion von Öffentlichkeit für die Kommune und für die Bürger. Sie beinhaltet weiterhin Kommunikationsdefizite sowie zukünftige Herausforderungen der Stadt in Zusammenhang mit deren Bedeutung für das bürgerschaftliche Engagement. Diese Arbeit wurde im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitstudie "Eine lebendige Gesellschaft als Ziel der Kommunalpolitik" der Technischen Universität Ilmenau angefertigt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/771614349faerb.txt
Ernst, Alexandra
Junior Ranger - Untersuchung der Usability des Entdeckerhefts bei Kindern, 2013. - 47 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Usability des Junior Ranger Entdeckerheftes des Biosphärenreservats Rhön bei der Zielgruppe der acht- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen. Diese Zeitschrift wurde von Europarc Deutschland, WWF Deutschland und den Nationalen Naturlandschaften entwickelt. Um die Usability bewerten zu können wurden Kriterien aus den theoretischen Grundlagen entwickelt. Acht Probanden wurden ausgewählt, das Heft einem Usability-Test zu unterziehen und bei dem anschließenden Leitfadeninterview Fragen, die auf der Grundlage der Kriterien aufbauen, zu beantworten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, welche Seiten im Heft benutzerfreundlich gestaltet wurden und welche nicht. Gleichzeitig werden Stärken und Schwächen des Heftes aufgezeigt, die bei der Konzeption weiterer Entdeckerhefte berücksichtig werden können.


Höft, Tanja
Spaß mit Kindernaturschutzheften - eine empirische Studie über Unterhaltungspotential am Beispiel des Junior Ranger Entdeckerheftes, 2013. - 50 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Unterhaltungspotential des Junior Ranger Entdeckerheftes des Biosphärenreservats Rhön für die Zielgruppe der 8-12 Jährigen, welches von Europarc Deutschland, WWF Deutschland und den Nationalen Naturlandschaften entwickelt wurde. Auf Grundlage der Theorie des Flow-Erlebens wurden die Eigenschaften der spielerischen Angebote im Entdeckerheft als unterhaltsam oder langweilig identifiziert. Zudem konnte festgestellt werden, welche Angebote einen Flow-Zustand begünstigen. Das Unterhaltungspotential wurde auf Grundlage eines qualitativen Leitfadeninterviews und einer quantitativen Tagebuchmethode, an denen zehn Probanden im Alter von 8-12 Jahren teilnahmen, untersucht. Ergebnisse dieser Studie werden als Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Entdeckerheftes festgehalten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/766331075hoeft.txt
Ikse, Agnese
Communicating the Euro crisis: media framing of pan-European and global media, 2013. - 85 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Die Eurokrise ist ein multidimensionales Phänomen, das im Kontext vielschichtiger Konvergenzen betrachtet werden muss. Das Ziel dieser Masterarbeit ist, zu analysieren, von wem die Eurokrise im Jahr 2012 wie und in welchem geographischen Kontext in der europäischen, länderübergreifenden Öffentlichkeit dargestellt wurde. Dabei wurden Nachrichtenbeiträge von drei paneuropäischen und drei globalen Medien (N=350) untersucht. Die Codierung erfolgte sowohl induktiv als auch deduktiv. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Medientypen die Krise hauptsächlich vor nationalem Kontext präsentieren und in großem Ausmaß Lösungsvorschläge und ökonomische Konsequenzen als Framing-Elemente setzen. Einzelne Medien reflektieren dabei die Meinung von Elite-Akteuren auf nationalem Level im Krisenkontext. Nichts desto trotz wenden sich paneuropäische Medien auch an wichtige EU Politiker, während globale Medien Institutionen aus dem Finanzsektor verschiedener geographischer Ebenen erwähnen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/756490677ikse.txt
Leimeister, Jennifer
Nutzung und Akzeptanz von Himmelblau TV als Bürgersender aus Sicht potenzieller Content-Produzenten, 2013. - 69 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

Lokale Bürgermedien spielen in der Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Sei es im Bereich der Partizipation auf Nutzerebene oder aufgrund des erweiterten Medienangebots für die Empfänger dieser Sender. Im Hinblick hierauf erscheint es besonders wichtig, dass diese Sender eine große Zustimmung in der Bevölkerung erfahren. Denn die Konzepte der einzelnen Bürgermedien funktionieren nur durch aktive Teilnahme seitens der Bevölkerung und gesellschaftlicher Akteure. Die vorliegende Arbeit untersucht mittels qualitativer Interviews die Akzeptanz des lokalen Bürgersenders Himmelblau TV in Ilmenau und inwieweit ortsansässige Organisationen bereit sind, an diesem Projekt teilzunehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein lokaler Sender als wichtig eingestuft wird und dass die Akteure durchaus gewillt sind, Inhalte zu produzieren, um ihrerseits Ziele durchzusetzen. Allerdings ist dies an Bedingungen wie eine Unterstützung der Produktion durch Himmelblau TV geknüpft, um organisationsinterne Restriktionen auszugleichen.


Rohrberg, Christine
Die Realitäts-Fiktions-Unterscheidung von Reality-TV-Formaten : eine qualitative Untersuchung der Unterscheidungskompetenzen bei Doku-Soap, Alltagsdokumentation und Scripted Reality, 2013. - 53 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

In der heutigen Fernsehlandschaft ist eine zunehmende Vermischung fiktiver und realer Elemente zu beobachten. Vor allem bei Reality-Sendungen werden scheinbar normale Familien in ihrem Alltag begleitet. Diese Familien sind aber in einem Sendeformat vollkommen fiktiv, in einem anderen hingegen real. Im Rahmen dieser Arbeit wird die Frage beantwortet, inwieweit Rezipienten bei solchen Fernsehformaten in der Lage sind, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Hierbei werden insbesondere die Doku-Soap Mitten im Leben (RTL), die Alltags-Dokumentation Geboren 2010 (WDR) und die Scripted Reality-Sendung Familien im Brennpunkt (RTL) betrachtet. Zudem wird geklärt inwiefern das Alter, das Bildungsniveau und die Medienkompetenz der Rezipienten ihre Urteilsbildung beeinflussen. In Anlehnung an das integrative Modell zur Realitäts-Fiktions-Unterscheidung bei der (kompetenten) Mediennutzung, welches Jutta Rothmund, Margit Schreier und Norbert Groeben 2001 entwickelt haben, wurden sechs qualitative Leitfadeninterviews durchgeführt. Die Untersuchung ergab eine Vielzahl interessanter Ergebnisse, unter anderem, dass das Alter der erwachsenen Rezipienten einen starken Einfluss auf ihr Unterscheidungsvermögen hat. Gerade ältere Rezipienten sind bei der Realitäts-Fiktions-Unterscheidung sehr unsicher.


Hildebrandt, Christin
Mit Social Media zu Erfolg? : eine experimentelle Untersuchung zum Einfluss von Social Signals auf das organische Ranking in Suchmaschinen, 2013. - 88 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und ökonomischen Bedeutung der Auswahlkriterien von Suchmaschinen befasst sich die Qualifikationsarbeit mit der Frage nach dem Einfluss von Social Signals auf die Positionierung von Webseiten in den Suchergebnissen von Google. Im Rahmen einer experimentellen Untersuchung wurde der Einfluss von Social Shares in Twitter, Facebook und Google+ auf das Ranking der Testseiten analysiert. Neben der Stärke des Einflusses wurde die unterschiedliche Wirkung der Netzwerke verglichen und der Einfluss der User Authority untersucht. Für alle getesteten Netzwerke zeigen die Ergebnisse der Experimente einen positiven Zusammenhang zwischen den Social Shares und den Positionen der Testseiten in den Suchergebnissen. Die Ergebnisse weisen insgesamt auf einen schwachen Effekt für die analysierten Keywords hin. Bezüglich der Wirkung der unterschiedlichen Netzwerke konnten keine eindeutigen Ergebnisse erzielt werden. Hinsichtlich des Einflusses der User Authority zeigte sich, dass die Aktivität der Nutzer ein relevantes Kriterium bei der Bewertung der Social Signals ist.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/750678992hilde.txt
Schubert, Anne
Das Wissen der Thüringer Bevölkerung über die Energiewende, 2013. - 126 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurde untersucht, welches Potenzial der Wissensvermittlung TV- und Printnachrichten im Hinblick auf die kommunizierten Inhalte über die Energiewende besitzen. Für die Beantwortung dieser Frage wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Nachrichtenbeiträgen der Fernsehnachrichten Tagesschau, ZDF Heute und RTL Aktuell, sowie der Zeitungsnachrichten Thüringer Allgemeine, Freies Wort und Ostthüringer Zeitung durchgeführt. Der Fokus der Analyse lag dabei auf Inhalten über die Energiequellen, Ziele, Maßnahmen und Folgen der Energiewende und erfasste außerdem formale Eigenschaften der Berichte wie u.a. Tonalität, visuelle Darstellung und Bezug der Inhalte zur Region Thüringen. Die Ergebnisse der Analyse basieren auf n = 138 Gesamtbeiträgen, wobei sich herausstellte, dass insbesondere die Printnachrichten über das Thema Energiewende kommunizierten (n = 83, 60.1%). In beiden Medienformaten wurde häufig über die Energiequellen-, sowie über die Maßnahmen der Energiewende berichtet. Dagegen fanden die Ziele und Folgen eher weniger Berücksichtigung. Anhand der Ergebnisse aus der Inhaltsanalyse wurden Hypothesen für eine zweite Forschungsfrage in der Arbeit abgeleitet. Diese untersuchte auf Grundlage der Theorie der Wissenskluft, welchen Einfluss die Medienformatnutzung unter Berücksichtigung der Bildung auf das Wissen der Thüringer Bevölkerung über die Energiewende hatte. Mittels einer Sekundäranalyse auf Basis einer quantitativen, repräsentativen Befragung von n = 548 Thüringerinnen und Thüringern (50.7% weiblich / 49.3% männlich) wurden die erhobenen Annahmen überprüft. Es wurde festgestellt, dass die Thüringer Bevölkerung generell ein durchschnittliches Wissen über die Energiewende und deren Aspekte vorzuweisen hatte. Zudem konnte examiniert werden, dass vor allem die höher Gebildeten Nutzer viel Wissen besaßen. Entgegengesetzt der Annahmen zeigte sich allerdings, dass die Unterschiede im Wissen nicht signifikant durch eine Wechselwirkung zwischen Medienformatnutzung und Bildung beeinflusst wurden. Vielmehr hatte die Bildung allein, sowie die Kontrollvariablen Vorwissen, politisches Interesse und aktive Informationssuche einen signifikanten Einfluss. Die Ergebnisse der Befragung besitzen folglich nur eine begrenzte Aussagekraft und werden in theoretischer und methodischer Hinsicht diskutiert.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/742422038schub.txt
Herzog, Thekla
Teilen 2.0 - eine empirische Untersuchung von Collaborative Consumption-Plattformen mit Hinblick auf das Nutzungsverhalten und die Nutzungsmotive der Nutzer, 2013. - 49 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2013

In einer Welt, in der Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, Ausbeutung und Vereinsamung nahezu täglich ein Thema sind, werden immer wieder neue Lösungsvorschläge für diese Probleme gesucht. Tauschen, teilen, leihen, borgen, schenken sind die Stichworte eines ganz neuen Ansatzes. Collaborative Consumption ist das gemeinsame Nutzen von Gegenständen, Raum oder Fähigkeiten. Nicht der Besitz von Dingen sondern der Zugang dazu ist wichtig. Das Internet bildet die Grundlage für diese Bewegung. Plattformen wie YouTube oder Facebook haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, welches Potential die Nutzer haben und was damit erreicht werden kann. In der vorliegenden Arbeit soll die Nutzung von Collaborative Consumption Plattformen wie couchsufing.org, mitfahrgelegenhiet.de oder kleiderkreisel.de näher untersucht werden. Es stellt sich die Frage, wie und warum Menschen diese Plattformen nutzen. Weiterhin soll eine Antwort darauf gefunden werden, über welche funktionalen Alternativen die Ziele der User ebenso erreicht werden können. Die theoretische Basis bildet der Uses-and-Gratifications-Ansatz. Im Rahmen einer leitfadengestützten qualitativen Befragung wurden sechs Nutzer verschiedener Plattformen zu ihren Nutzungsmotiven, Gewohnheiten und Erfahrungen im Um-gang mit der Plattform befragt und die generierten Daten mittels einer inhaltlichen Strukturierung nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse bilden eine Antwort auf die anfänglich gestellte Forschungsfrage. Die Motive für die Nutzung von Collaborative Consumption-Plattformen sind in den meisten Fällen pragmatisch und größtenteils finanzieller Art. Die Erfahrung, die die Befragten über die Plattform machen, sind sehr vielfältig und übersteigen die Erwartungen an die Nutzung. Es zeigt sich, dass die Nutzer die einzelnen Plattformen mit hoher Regelmäßigkeit verwenden und die angebotenen Funktionen der jeweiligen Seite für sich nutzen und als sinnvoll bewerten. Funktionale Alternativen zu Collaborative Consumption-Plattformen konnten zwar ermittelt werden, erwiesen sich aber aufgrund der wesentlich geringeren Funktionalität nicht als mögliche Alternative.


Dittmar, Lisa
Akzeptanz mobiler Bannerkampagnen - eine Konsumentenbefragung, 2013. - 98 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2013

Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit der Akzeptanz mobiler Bannerkampagnen in Deutschland. Unter Berufung auf die Theory of Reasoned Action, bereits zur Untersuchung der Akzeptanz von SMS Werbung angewendet, wurde eruiert, welche Faktoren die Einstellung und die Verhaltensabsicht der Nutzung mobiler Bannerkampagnen beeinflussen. Dazu wurde im Jahr 2012 eine qualitative Konsumentenbefragung mit einer Selbstselektionsstichprobe von n=11 durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Mehrheit der Probanden negativ zu mobiler Bannerwerbung eingestellt war. Als besonders wichtiger Einflussfaktor stellte sich der Faktor Information heraus. Konsumenten akzeptieren und nutzen mobile Bannerwerbung demnach nur dann, wenn die gezeigten Informationen ihren Interessen entsprechen. Die Einstellung zu mobiler Bannerwerbung erwies sich als ein umfangreiches Feld, das durch viele Faktoren beeinflusst wird, deren Relevanz künftig in eiiner quantitativen Untersuchung zu prüfen wäre.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/739393162dittm.txt
Shelev, Dorothea Maria
Öko versus Rock'n'Roll - Kommunikation von nachhaltigen Ansätzen im Kontext von Musikfestivals, 2012. - 41 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Steigendes Interesse sowie zunehmende Besucherzahlen bei Musikfestivals auf der einen und alarmierende Umweltbilanzen auf der anderen Seite drängen Veranstalter dazu, sich mit umweltfreundlichen Veranstaltungskonzepten auseinander zu setzen. Die vorliegende Forschungsarbeit hat zum Ziel, Probleme und Herausforderungen, die bei der Kommunikation von nachhaltigen Ansätzen im Kontext von Musikfestivals entstehen können, zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für Veranstalter abzuleiten. Die Herausarbeitung von Schnittstellen aus der Event-Kommunikation und der Nachhaltigkeitskommunikation bilden die theoretische Grundlage. Vor diesem Hintergrund werden zwei Experten befragt und die so gewonnenen Daten mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Es zeigte sich, dass die dargestellten theoretischen Annahmen in hohem Maße in der Praxis Anwendung finden. Weiter konnten Problemfelder in der Kommunikation von nachhaltigen Ansätzen darge-stellt und Handlungsempfehlungen für Festivalveranstalter formuliert werden. Diese Arbeit bietet Ansatzpunkte für weiterführende Forschung in den aufzeigten Schnittstellen von Event-Kommunikation und Nachhaltigkeitskommunikation.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/742491064shele.txt
Altmann, Julia
Social Micropayment - eine qualitative Analyse von Nutzungsmotiven und der Zahlungsbereitschaft am Beispiel Flattr, 2012. - 59 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit dem Bereich des Social Payments und der Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte im Internet. Dabei steht die Plattform Flattr im Fokus der Untersuchung. Der Uses and Gratification Approach und die Nachrichtenwerttheorie bilden hierbei die theoretische Grundlage der Arbeit. Der Uses and Gratification Approach geht davon aus, dass der Rezipient sich aufgrund bestimmter Motive und Bedürfnisse für die Nutzung entsprechender Medien entscheidet. Auf der Grundlage der Nachrichtenwerttheorie wurde untersucht, welche Eigenschaften ein digitaler Beitrag aufweisen muss, damit der Rezipient bereit ist, für dessen Inhalt zu zahlen. Bei der Betrachtung sind ebenfalls geltende Qualitätsdimensionen im Online-Journalismus berücksichtigt worden. Die Forschungsfrage wird mittels qualitativer Experteninterviews beantwortet und anschließend nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse der Untersuchung haben gezeigt, dass vielfältige Gründe für die Nutzung des Social Micropayment Dienstes Flattr ausfindig gemacht werden können. Mittels Flattr wird vor allem Wertschätzung und Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Auf der Grundlage der Experteninterviews hat sich weiterhin gezeigt, dass die Faktoren Unterhaltung und Thematisierung ausschlaggebend sind, damit ein Beitrag durch den Rezipienten mittels finanzieller Ressourcen gewürdigt wird. Eine Zahlungsbereitschaft für qualitativ hochwertige Inhalte im Internet ist durchaus gegeben. Darüber hinaus ist aus der Untersuchung deutlich geworden, dass Social Payment im Allgemeinen ein enormes Wachstumspotenzial in sich vereint.


Wagner, Matthias
Nachrichtenfaktoren und Abwehrreaktionen, 2012. - 50 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die vorliegende Arbeit untersucht, warum Fernsehzuschauer von bestimmten Nachrichtenthemen "nichts mehr hören und sehen wollen", mittels vom Rezipienten wahrgenommene Nachrichtenfaktoren. Nachrichtenfaktoren erklären die Auswahl von Nachrichtenmeldungen vom Journalisten und Rezipienten. Im Verlauf der Arbeit wird theoretisch ausgearbeitet, dass Nachrichtenfaktoren nicht nur eine Zuwendung sondern auch eine Abwendung (=Abwehrreaktion) bei Nachrichtenmeldungen begründen könnten, wenn Nachrichtenfaktoren den Journalisten bei der Auswahl beeinflussen welche der Rezipient als nicht relevant empfindet. Zur Überprüfung dieser negativ wirkenden Nachrichtenfaktoren wurde eine Umfrage ausgewertet, die wahrgenommene Eigenschaften und das Mediennutzungsverhalten zum Thema Energiewende und einem Thema von den die Probanden nichts mehr hören und sehen wollen erfragt. Im Ergebnis zeigte sich, dass Nachrichtenfaktoren auch eine negative Seite haben: Das Vorkommen der Faktoren Schaden, Prominenz, Etablierung und Kontroverse in einer Nachrichtenmeldung, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Abwehrreaktion bei der Nutzung von Fernsehnachrichten.


Linhorst, Anja
Wirkung einer emotionalisierten medialen Berichterstattung zukünftiger Auswirkungen des Klimawandels, 2012. - 87 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Wirkung einer emotionalisierten Berichterstattung über zukünftige Auswirkungen des Klimawandels. Auf Grundlage der Theorie des visuellen Framings und der Emotionalisierung wurde geprüft, ob Artikel mit emotionalisierten Bildern eine veränderte Wirkung auslösen, wie diese wahrgenommen und bewertet werden und ob sie eine Auswirkung auf das eigene klimabezogene Umweltbewusstsein haben. Dazu wurde im Jahr 2012 eine psychophysiologische Untersuchung mit 20 Versuchspersonen durchgeführt. Es zeigte sich, dass eine emotionalisierte Berichterstattung als ehrlicher und trauriger wahrgenommen und bewertet wird und die Wahrnehmung der Personen verstärkt, dass derzeit ein vom Menschen verursachter Klimawandel stattfindet. Ansatzweise konnte außerdem festgestellt werden, dass diese Personen verärgerter reagierten. Eine Auswirkung auf das klimabezogene Umweltbewusstsein war nicht festzustellen. Insgesamt wurden wenige signifikante Ergebnisse erreicht und eine verbesserte Wirkungsweise einer emotionalisierten Berichterstattung ließ sich somit nicht zweifelsfrei nachweisen.


Wetzel, Sandra
Untersuchung des Einflusses der Medienberichterstattung zur Einführung des E10-Kraftstoffs auf das Tankverhalten der Autofahrer, 2012. - 99 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2012

Diese Bachelorarbeit geht der Frage nach, inwieweit sich die mediale Berichterstattung zur Einführung des E10-Kraftstoffs, auf das Tankverhalten der Autofahrer auswirkt. Es wird von der Hypothese ausgegangen, dass die Autofahrer aufgrund der negativen Berichterstattung den neuen Kraftstoff meiden. Auf Basis des Stimulus-Organismus-Response-Modells werden mögliche Einflussfaktoren auf das Konsumentenverhalten diskutiert. Dazu gehören der Preis des Benzins, die interpersonale Kommunikation der Kraftfahrer, ihr Involvement bezüglich des Autos sowie der Medien und ihre Medienrezeption. Als mögliche Wirkungen der Medien auf die Autofahrer werden, neben dem Tankverhalten, die Komponenten Wissen und Einstellungen analysiert. Das auf dieser Grundlage entwickelte Untersuchungsdesign, verknüpft eine Befragung von Autofahrern mittels Leitfadeninterview, mit der Inhaltsanalyse von Medienbeiträgen zum Thema E10. Im Ergebnis wurde eine überwiegend negative Berichterstattung festgestellt, die allerdings in keinem eindeutig erkennbaren Zusammenhang mit dem Tankverhalten steht. Insgesamt sprechen die Ergebnisse dafür, dass ein Zusammenhang zwischen der medialen Darstellung des E10-Kraftstoffs und dem Rezipientenwissen sowie ihrer Einstellungen besteht. Allerdings wird auch deutlich, dass weitere Faktoren einen stärkeren Einfluss auf das Tankverhalten ausüben können.


Lausch, Frank
Splitscreen als spezielle Werbeform im TV - eine explorative Studie zur Rezeption von TV Inhalten mit Hilfe von Eyetracking, 2011. - 141 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Splitscreen-Unterbrechungen werden in der Fernsehbranche als besonders effektvolle Werbezeiten verkauft. Sie gelten als reichweitenstark und sind nicht zuletzt deshalb bei den Werbetreibenden äußerst beliebt und dementsprechend teuer. Ob die so gezeigte Werbung allerdings auch bei der beworbenen Zielgruppe wirkt, wird in dieser Studie untersucht. Mit Hilfe von Eyetracking konnte die unterschiedliche Rezeption einer Splitscreen-Unterbrechung von Zuschauern mit hohem Interesse am Programm gegenüber Zuschauern mit geringem Programminteresse gezeigt werden. Zuschauer mit hohem Programminteresse sahen sowohl kürzer, als auch seltener auf die Werbung, als Zuschauer mit geringem Interesse am gezeigten Programm. Durch anschließende Interviews wurde daraufhin die Werbewirkung untersucht. Es zeigt sich, dass die Zuschauer mit hohem Programminteresse sich an weniger der gezeigten Werbespots erinnern, als die anderen. Da einige Fernsehsendungen ein größeres Publikum als die primäre Zielgruppe der tatsächlich Interessierten ansprechen, legen die erzielten Ergebnisse nahe, dass die Werbung während eines Splitscreens eher auf die weniger interessierten Zuschauer fokussiert sein sollte, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/682482994lausc.txt
Zumdohme, Judith
Framing von Smart Metern: eine Inhaltsanalyse über die Aspekte der Medienberichterstattung von intelligenten Stromzählern, 2011. - 99 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Berichterstattung über Smart Metering in ausgewählten deutschen Printmedien mit Leitcharakter und deren online Äquivalente in den Jahren 2008 bis 2010. Als theoretische Grundlage diente der Framing-Ansatz in Anlehnung an Matthes (2007), der sich mit der empirischen Erfassung von Medien-Frames mithilfe von Frame-Elementen befasst. Mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse wurden 114 Artikel auf die verschiedenen, in den Medien diskutierten, Aspekte der Smart Meter Technologie untersucht. Die Analyse zeigte, dass die Medien signifikant häufiger die verschiedenen Nutzen der intelligenten Stromzähler erwähnten als Probleme, die damit in Zusammenhang gebracht wurden. Die Arbeit zeigt weiterhin auf, dass hauptsächlich die Verbraucher von den Vorteilen der Technik profitieren. Dies könnte auf einen positiven Medien-Frame hinweisen, der die Verbraucher in den Mittelpunkt rückt. Zu den relevantesten Problemen zählen die fehlende Standardisierung der Smart Meter in Europa sowie die Problematik des Datenschutzes. Für zukünftige Forschungen wäre die Identifizierung von weiteren Medien-Frames interessant, ebenso wie die Untersuchung vorherrschender Frames bei den Rezipienten zu dieser Thematik.


Friedemann, Susanne
User Experience bei Casual Games : formative Evaluation des Serious Games RED unter Berücksichtigung von Identifikations- und Usability-Aspekten, 2011. - 82 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Nutzungserleben von Usern beim Spielen von Casual Games. Mittels qualitativer Evaluationen in verschiedenen Stadien der Spielentwicklung des Spiels "RED - Renewable Energy Drama" wurde die User Experience überprüft, um das Spiel kontiniuerlich zu optimieren und Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von Casual Games zu generieren. Im besonderen Fokus standen dabei Aspekte der Usability und Identifikation als Bestandteil einer allumfassenden User Experience. Bei einer ersten Erhebung mit n=6 Proband(inn)en im Alter von 18 bis 31 Jahren (M=26,33; SD=6,08) wurden während eines Fokusgruppengesprächs erste Designstudien und der geplante Spielinhalt diskutiert. In einer zweiten Erhebungsphase wurden mit n=8 Proband(inn)en im Alter von 23 bis 50 Jahren (M=32,63 Jahre, SD=10,25) in Einzelsitzungen User Experience Tests beim Spielen eines ersten Prototyps von "RED" durchgeführt. Dabei wurde simultan bzw. retrospektiv die Thinking-Aloud-Methode zur Selbstauskunft eingesetzt und halbstandardisierte Leitfadengespräche geführt. Die Auswertung der in Transkripten festgehaltenen verbalen Daten erfolgte mittels einer strukturierenden Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass für eine Optimierung des Identifikationspotentials Änderungen an Story und Charakteren notwendig sind. Hinsichtlich der User Experience wurden Stimulationsdefizite bezüglich Motivation und Herausforderung aufgedeckt. Im Bereich der Usability konnten Mängel bezüglich Instruktions-, Steuerungs- und Feedbackmechanismen benannt werden. Daraus ergeben sich komplexe Anforderungen an ein Spiel, das seinen Nutzern einen einfachen Einstieg erlauben soll.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/682194522fried.txt
Horlbeck, Inka
Die Klimawandel-Story: Berichterstattung von hoher Qualität oder verklärtes Medienmärchen? - eine Inhaltsanalyse der deutschen Tagespresse, 2011. - 157 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Der Klimawandel ist zu einem der Top-Themen herangereift. Er rangiert ganz oben auf der medialen Agenda. Diese Studie hinterfragt die Qualität der Berichterstattung der Printmedien zum Thema Klimawandel, identifiziert Qualitätskriterien und prüft deren Anwendung mit Hilfe von Indikatoren. Entsprechend liegt der Untersuchung als theoretische Basis die Qualitätsforschung zugrunde. Um einen Querschnitt durch die deutsche Zeitungslandschaft zu erhalten, wurden zwei so genannte Qualitätszeitungen ("Frankfurter Rundschau" und "Die Welt"), eine Regionalzeitung ("Stuttgarter Zeitung") sowie eine Boulevardzeitung ("Berliner Kurier") ausgewählt und eine disproportional geschichtete Stichprobe von insgesamt 227 Zeitungsartikeln aus den Jahren 2003 und 2009 gezogen. Diese wurden mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse untersucht. - Im Ergebnis konnte eine eingeschränkte Qualität festgestellt werden, welche sich im Zeitverlauf noch verschlechterte. Mit steigender Beachtung des Themas Klimawandel in der Presseberichterstattung nahmen sowohl die Objektivität also auch die Transparenz ab. Ebenfalls wurde eine sehr eingeschränkte Vielfalt hinsichtlich der Vermittlung unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Theorien zum Klimawandel festgestellt sowie die Entwicklung der Thematik zum Politikum.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/680300198horlb.txt
Schenk, Eva
Bio-Plörre oder Treibstoff der Zukunft? : wie die Akteure E10 kommunizieren und welche Resonanz sie in den Medien erzielen, 2011. - 96 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2011

Die vorliegende Masterarbeit zeigt in Hinblick auf die Kontroversität des Themas "E10" auf, wie sich die wichtigsten Akteure - Bundesministerium für Umwelt, Mineralölwirtschaftverband, Verband der Automobilindustrie, ADAC und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland - zur Einführung von E10 positionieren, und inwiefern sich ihre Argumentationsstrukturen in der Medienberichterstattung wieder finden. Auf Basis der Determinationsforschung und unter Anwendung des Framing-Ansatzes wurde eine inhaltsanalytische Untersuchung der Pressemitteilungen der Akteure und der Artikel von Spiegel Online, Bild.de und T-Online.de vorgenommen. Die ausgewählten Medien stellen die beliebtesten Nachrichtenseiten in Deutschland dar. Es konnte für jeden Akteur ein Frame identifiziert und beschrieben werden, der die spezifischen Argumentationsstrukturen zum Thema E10 im Untersuchungszeitraum (November 2010 bis Mai 2011) beinhaltet. Beim inhaltlichen Vergleich der Frames lassen sich zwar Gemeinsamkeiten erkennen, aber vor allem werden die deutlichen Unterschiede in der Wahl und Argumentation verschiedener Themen sichtbar. Alle fünf Frames konnten in den Artikeln der drei Medien eruiert werden. Dabei sind die Anteile der Frames an der Berichterstattung von Akteur zu Akteur sehr unterschiedlich. Der Mineralölwirtschaftsverband veröffentlichte die meisten Pressemitteilungen und konnte seinen Frame bei allen drei Medien am häufigsten platzieren. Der BUND kommunizierte als einziger Akteur das Thema "Umweltverträglichkeit" von E10, welches sich zwar gering aber mit der gleichen Wertung in den journalistischen Artikeln wiederfand. Insgesamt lassen die kommunizierten Frames der Akteure auf unterschiedliche Problembewertungen und Lösungsvorschläge und damit auf unterschiedliche Kommunikationsziele schließen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/672708639schen.txt
Höfs, Maria
Die selbstreferentielle Medienberichterstattung über medienpolitische Regulierung am Beispiel des "Drei-Stufen-Tests", 2011. - 80 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die vorliegende Studie befasst sich mit der selbstreferentiellen Medienberichterstattung über medienpolitische Regulierungen. Dabei wurde die Problematik der empirischen Erfassung von Medien-Frames aufgegriffen und ein von Matthes und Kohring vorgestelltes Verfahren zur Operationalisierung von Frame-Elementen nach Entman (1993) angewandt. Geprüft wurde, durch welche Akteurs- und Argumentationsstruktur das medienpolitische Thema "Drei-Stufen-Test" in der Berichterstattung deutscher Qualitätszeitungen und -zeitschriften in den Jahren 2003 bis 2010 gekennzeichnet war. Dazu wurden 72 durch Stichwortsuche selektierte Zeitungs- und Zeitschriftenartikel einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Ein positiver Medien-Frame trat in den Zeitungen FAZ, SZ und Die WELT auf sowie eine überwiegend positive Themendarstellung in der Zeitung taz und den Zeitschriften Der SPIEGEL und FOCUS, während einzig die Wochenzeitung Die ZEIT ausgewogen blieb. Die erwiesene tendenzöse Selbstreferentialität in der Berichterstattung zum Drei-Stufen-Test wäre zukünftig auch im Hinblick auf die Medien Fernsehen, Radio und Internet zu untersuchen.


Eller, Daniela
Evaluation inhaltlicher und formaler Neukonzeptionen des Kultur- und Freizeitmagazins "t.akt", 2011. - 64 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Es ist das Forschungsinteresse dieser Arbeit, herauszufinden, ob ein Relaunch des Stadtmagazins "t.akt" das Potenzial hat, die Lesermeinung über das Magazin zu verbessern. Das Ziel des Relaunches ist, die Funktionen von "t.akt gezielter umzusetzen, um die Bedürfnisse der Leser intensiver als bisher zu befriedigen. Als theoretische Grundlage dient der Uses and Gratifications-Ansatz, in Verbindung mit der sozialpsychologischen Erwartungs-Wert-Theorie und dem entsprechenden Erwartungs-Bewertungs-Modell. Die Untersuchung wird im Rahmen der Evaluationsforschung durchgeführt, um die Wirksamkeit der Maßnahme erfassen zu können. Zur Operationalisierung wird das fokussierte Interview als Form der qualitativen Befragung herangezogen. Die Stichprobe bezieht sich auf 6 typische t.akt-Leser im Alter von 17 bis 43 Jahren; Grundlage für die Auswahl sind Ergebnisse einer Leserschaftsanalyse, aus der drei Leser-Gruppen hervorgegangen sind ("Junge Wilde" zwischen 14 und 19 Jahren, "Unabhängige Twens" zwischen 20 und 29 Jahren und "Aufgeschlossene Bivis", d.h. Bis-Vierziger zwischen 30 und 44 Jahren). Das Material wird anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet. Als wichtigstes Ergebnis der Studie ist festzuhalten, dass der Relaunch von den Probanden einheitlich positiv bewertet wird und die t.akt-Nutzung effektiver als bisher erfolgen kann. Insgesamt wird eine Verbesserung der Bewertung erreicht. Die Arbeit soll die soeben beschriebene Untersuchung nähererläutern und auf die zukünftige Bedeutung der Ergebnisse für das Magazin hinweisen.


Brey, Michael
Politische Kommunikation in sozialen Online-Netzwerken - welche Motive haben die Nutzer politischer Kommunikationsformen auf Facebook?, 2011. - 52 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die Arbeit untersucht auf Grundlage des Uses & Gratifications Ansatzes Motive für die politikbezogene Nutzung des sozialen Online-Netzwerks Facebook. Aus den Ergebnissen früherer U&G Studien wurden fünf relevante Motive für Formen politischer Kommunikation innerhalb von Facebook abgeleitet. In einer Online-Befragung unter politisch interessierten und aktiven Nutzern (n=85) wurden diese Motive mit Hilfe eines GS/GO-Modells geprüft. Zusätzlich wurden politisches Informationsverhalten und Intensität politischer Facebook- Nutzung erhoben. Es zeigt sich, dass politische Interaktion mit anderen Nutzern und Politikern sowie das Erhalten von politischen Informationen den Befragten am wichtigsten sind. Soziale Nützlichkeit, Bequemlichkeit und politische Orientie- rung erwiesen sich als schwächer ausgeprägte Nutzungsmotive. Die Rezeption politischer Informationen ist bei den Befragten die meist genutzte Form politischer Kommunikation. Interpersonale und partizipative Kommunikationsformen finden auch in geringerem Umfang auf Facebook statt.


Reimann, Holger
Verständlichkeit von Fernsehnachrichtensendungen : eine Inhaltsanalyse der Hauptnachrichten von ARD und Sat.1, 2011. - 107 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2011

Fernsehnachrichten spielen in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle für die Vermittlung von Informationen. Die Rolle wird ihnen aber nicht nur vom Staat und der Rechtsprechung zugeschrieben. Auch für die Zuschauer sind die Nachrichten im Fernsehen die wichtigste Informationsquelle, wenn es darum geht, auf dem Laufenden zu bleiben. Millionen Menschen sehen jeden Abend die überblicksartigen Berichte über das Wichtigste vom Tage. Bei solch einem gewaltigen Einfluss auf den Informationsstand der Bürger, stellt sich natürlich die Frage nach der Qualität und Leistungsfähigkeit dieser Programme bei der Informationsvermittlung. Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Vermittlung von Informationen ist, dass die Rezipienten diese auch verstehen. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit der Verständlichkeit von Nachrichtensendungen. Dazu wird im theoretischen Teil zunächst auf das Genre Nachrichtensendungen sowie die Begriffe Qualität und Verständlichkeit eingegangen. Der Qualitätsbegriff wird dabei am Konzept von Schatz und Schulz vorgestellt, in dem Verständlichkeit als Teil gestalterischer Professionalität eingeordnet ist. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, welche Faktoren die Verständlichkeit der Nachrichten beeinflussen können. Bei der Rezeption von Fernsehnachrichten ist der Prozess des Verstehens von Faktoren auf verschiedenen Ebenen abhängig. Zum einen sind da die persönlichen Merkmale der Rezipienten (z.B. Vorwissen, Alter, Nutzungsgewohnheiten) und andererseits Merkmale der Interaktion zwischen Zuschauer und Information (z.B. persönliche Betroffenheit vom Thema). Die damit verbundenen Konzepte der Selektion, der kognitiven Schemata und der Konstruktion von Wirklichkeit werden in Hinblick auf den Verstehensprozess diskutiert. Die dritte Faktorengruppe der Gestaltungsmerkmale der Nachrichteninhalte ist Gegenstand der Inhaltsanalyse dieser Arbeit. Die Inhaltsanalyse untersucht verständlichkeitsrelevante Variablen von Fernsehnachrichten am Beispiel der abendlichen Hauptnachrichtensendungen der ARD und von Sat.1, der Tagesschau und den Sat.1 Nachrichten. Dabei wird zunächst diskutiert, welche Gestaltungsmerkmale von Nachrichtensendungen zu deren Verständlichkeit beitragen können. Einige davon werden dann an einer Stichprobe der beiden Sendungen aus den Jahren 2008-2010 untersucht. Die Tagesschau und die Sat.1 Nachrichten werden seit dem Frühjahr 2008 in Konkurrenz gesendet. Die Tagesschau wurde in der Vergangenheit schon von Zeit zu Zeit für ihre Unverständlichkeit kritisiert. Dagegen traten die Sat.1 Nachrichten auf dem neuen Sendeplatz um 20.00 Uhr mit dem Anspruch an, besonderen Wert auf die verständliche Vermittlung der Informationen zu legen. Was an diesen Behauptungen dran ist und wo die Unterschiede zwischen den beiden Sendungen liegen, soll die Inhaltsanalyse zu zeigen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/647636778reima.txt
Murawski, Claudia
Zuschauerbindung durch die Nutzung von Social Networks zur TV-Serie "Skins" : eine quantitative Untersuchung, 2011. - 56 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die vorliegende Studie geht der Frage nach, inwieweit die Nutzung der Social Networks MySpace, Facebook und Twitter eine erhöhte Zuschauerbindung zur britischen Fernsehserie Skins hervorrufen kann. Um diese Frage zu beantworten, wurde eine quantitative Onlinebefragung der britischen Skins Zuschauer durchgeführt. Dafür wurde das Konstrukt Zuschauerbindung in zwei Hauptdimensionen erhoben: die emotionale und die konative Bindung. Mit den theoretischen Grundlagen der Rezeptionsforschung, Involvement, parasoziale Interaktion sowie das Identifikationskonzept für die emotionale Dimension und mit Ansätzen aus der Fanforschung für das Verhalten der Zuschauer, konnten die Daten erhoben werden. Durch deskriptive Statistik und multivariate Analysemethoden konnte schließlich festgestellt werden, dass die Zuschauerbindung zur Serie Skins insgesamt nicht sehr stark ist. Dennoch konnte gezeigt werden, dass die Nutzung der Social Networks zur Serie Skins vor allem eine erhöhte konative Zuschauerbindung bewirkt. Jedoch werden die einzelnen Features der Netzwerke bisher kaum genutzt, sodass das Angebot für das Beziehungsmarketing besser abgestimmt werden könnte.


Ungewitter, Christine
Ist weniger doch mehr? - die Auswirkungen musikalischer Reichhaltigkeit in digitalen Spielen auf Spielerleben und Spielleistung, 2011. - 64 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2011

Die vorliegende Studie befasst sich mit den Effekten unterschiedlich reichhaltiger Musik in digitalen Spielen auf die physiche Immersion (Spielerleben) sowie die objektive und subjektiv wahrgenommene Spielleistung. Geprüft wurde, ob eine zunehmende Reichhaltigkeit beide Variablen in Abhängigkeit der individuellen Spielermerkmale direkt und mittelbar durch deren Wechselwirkung negativ beeinflusst. Die 45 Probanden spielten eine Strecke des Rennspiels Need for Speed Undercover mit einer hohen oder niedrigen Reichhaltigkeit. Ihre objektive Leistung wurde über ein Punktesystem errechnet, die restlichen Daten mittels Fragebogen erhoben. Es zeigte sich, dass beide Leistungskategorien signifikant und ein Teil der physischen Immersion, die Spatial Presence, schwach signifikant negativ beeinflusst wurden. Keine Effekte waren auf das gesamte Spielerleben sowie dessen andere Komponenten, Involvement und Realness, zu erkennen. Die abhängigen Variablen korrelierten ebenfalls nicht miteinander. Die hohe musikalische Reichhaltigkeit scheint den kognitiven Verarbeitungsraum der Spieler so einzuschränken, dass komplexe Prozesse nicht hinreichend bearbeitet werden. Die Resultate müssen daher für das Spielmusikdesign beachtet werden.


Harz, Melanie
Nutzung tagesaktueller politischer Informationen in den Online-Medien : eine empirische Analyse zur Mediennutzung von Studenten, 2010. - 102 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Nutzung tagesaktueller politischer Online-Medien junger Erwachsener. Auf Basis des Uses-and-Gratifications-Approachs wurde geprüft, ob und in welchem Umfang Gratifikationen die Nutzung tagesaktueller politischer Online-Medien im Vergleich zu klassischen Massenmedien wie Tageszeitung und Fernsehnachrichten erklärt. Dazu wurden im April 2010 n=205 Studenten der Universitäten Ilmenau, Erfurt, Bamberg, München und Düsseldorf zu ihrem Informationsverhalten online befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass sich Studenten am häufigsten in Online-Medien tagespolitisch informieren. Dabei stehen Webangebote klassischer Massenmedien im Mittelpunkt der Nutzung. Spezifische Webangebote wie Online-Portale werden dagegen selten genutzt. Der Gratifikationsfaktor Unterhaltung trägt neben dem Geschlecht signifikant zur Erklärung der Nutzung tagesaktueller politischer Medienangebote bei. Männliche Studenten sowie Studenten, die durch die Nutzung tagesaktueller politischer Informationen in den Online-Medien unterhalten werden, nutzen häufiger tagesaktuelle Online-Medien. Rezipienten, die am häufigsten Online-Medien nutzen, erhalten im Vergleich zur Nutzung der Tageszeitung und Fernsehnachrichten höhere Gratifikationen durch die Nutzung tagesaktueller Online-Medien.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/656406720harz.txt
Kauffmann, Florian
Politische Online Kommunikation - spaltet das Internet die politische Partizipation?, 2010. - 38 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit betrachtet die politische Nutzung des Internet. Es wird Untersucht, welche Unterschiede und Zusammenhänge zwischen Nutzungen und Rezipienten politischer Inhalte im Internet und in den herkömmlichen Medien bestehen. Dabei werden Statusmerkmale als Kontrollvariablen eingesetzt um die gefundenen Korrelationen differenzierter zu betrachten. Es zeigt sich, dass politische Internetnutzer signifikant jünger sind als die politischen Nutzer herkömmlicher Medien. Des Weiteren zeigt sich Bildung als wichtiger Einfluss auf Partizipation, sowohl im Netz, als auch außerhalb. Das zweite Interesse der Untersuchung besteht in dem Zusammenhang von politischer Informationsrezeption und politischer Partizipation, dabei wird die Diskussion als moderierende Variable betrachtet. Dieser Zusammenhang zeigt sich als sehr deutlich. Insgesamt kann gezeigt werden, dass sich politische Partizipation im internet zu einem großen Teil durch diesen Zusammenhang und Partizipation außerhalb des Netzes vorhersagen lässt.


Treutner, Niklas
Meme - virale Internet Phänomene, 2010. - 50 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit einem Phänomen der Internetkommunikation, das "Mem" genannt wird. Der Begriff stammt von dem Biologen Richard Dawkins, der so ursprünglich kulturelle Replikatoren bezeichnete. Da Internet-Meme bisher nicht umfassend wissenschaftlich untersucht wurden, sollen im Rahmen dieser Arbeit erste Ansätze zur Beschreibung und Kategorisierung aufgezeigt werden. Dazu wurden im Sinne der "Grounded Theory" verschiedene qualitative Forschungsansätze (Beobachtung und Befragung) zu einer explorativen Studie kombiniert. Es zeigte sich, dass Internet-Meme auf verschiedenen Medienformaten und den Nutzern bekannten Inhalten basieren und zu verschiedenen Zwecken genutzt werden können. Neben dem Transport von Witzen und Emotionen dienen sie auch zur Integration und Distinktion sowie zum sogenannten "Trolling", dem absichtlichen Verbreiten von Fehlinformationen. Meme erwiesen sich als sehr vielfältige und unscharf definierbare Kommunikationsphänomene, die zukünftig auch in Hinblick auf Nutzungsmotivationen und Verbreitung genauer zu untersuchen wären.


Krause, Judith
Umweltkommunikation von Energieunternehmen auf unternehmenseigener Website - eine Inhaltsanalyse des Webauftritts der E.ON AG, 2010. - 92 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Diese Arbeit befasst sich mit Umwelt-PR auf dem Internetauftritt von deutschen Energieunternehmen. Theoretische Ansätze der Unternehmens-, Umwelt- und Onlinekommunikation wurden herangezogen, um sich dem Gegenstand zu nähern. Geprüft wurde, inwiefern auf Corporate Websites Umwelt-PR gegenüber verschiedenen Stakeholdern praktiziert wird. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse des Internetauftritts eines großen deutschen Energieunternehmens wurde ein umfangreiches Kategoriensystem für nachfolgende Studien entwickelt und ein erster Einblick in die Praxis ermöglicht. Es zeigte sich, dass die Umwelt-PR auf dem Internetauftritt kaum auf einzelne Anspruchsgruppen ausgerichtet war und sich eher an ein disperses Publikum richtete. Inhaltlich standen auf den Internet-seiten vor allem das Engagement in Bezug auf die Umwelt im Allgemeinen und den Klimaschutz/-wandel im Fokus. Die Umwelt-PR war verständigungsorientiert ausgerichtet. Der Internetauftritt erwies sich als ein Instrument, welches umfangreich zur Umwelt-PR eingesetzt wird. Zukünftige Untersuchungen sollten die Umwelt-PR auf Corporate Websites der gesamten Branche systematisch analysieren.


Probst, Tilo
Mediale Problembegleitung im Vergleich : das Thema Feinstaub in SPIEGEL und Focus 1993-2010, 2010. - 107 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Wenngleich die produzierte Menge an Feinstaub in den letzten Jahrzehnten insgesamt zurückging, bleibt die Belastung von Mensch und Umwelt durch Feinstaub ein drängendes Problem. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Berichterstattung der Wochenzeitschriften DER SPIEGEL und Focus zum Thema Feinstaub als Umweltproblem. Umweltprobleme werden begriffen als Untermenge der sozialen Probleme. Daher wird auf funktionalistische Gesellschaftstheorie und konstruktivistische Problemtheorie zurückgegriffen, um eine Theorie sozialer Probleme zu entwickeln. Um die Medienberichterstattung mit möglichen Wirkungen in Verbindung zu bringen, wird anschließend versucht, mit auf Rational Choice basierenden Ansätzen Verhalten und Motivationen von Individuen zu theoretisieren. Der Framing-Ansatz wird eingeführt und kritisch hinterfragt, um einem inhaltsanalytischen Instrument als Grundlage zu dienen. Die Stichprobe zum Thema Feinstaub wurde mit einer Stichwortsuche in den Onlinearchiven der beiden Zeitschriften gezogen. Die Berichterstattung insgesamt wird deskriptiv ausgewertet. Die Berichterstattung während der politischen Problemlösungsaktivitäten 2004-2010 wird mit einer Clusteranalyse von 186 Frames analysiert. - Es zeigte sich, dass das Thema 2005 eher plötzlich auf die Tagesordnung gelangte und von den Zeitschriften unterschiedlich behandelt wurde. Viele Aspekte der Berichterstattung gleichen sich zwar. Im Spiegel kommen jedoch mehr Wissenschaftler zu Wort, die die Gefährlichkeit des Feinstaubes erläutern, während der Focus eher den Service am Leser als Autofahrer in den Vordergrund stellt. Die beiden Zeitschriften haben zwar eine Lösung des Problems Feinstaub weder befördert von verhindert. Doch die einseitige Konzentration der beiden Magazine auf Feinstaub als Verkehrsproblem kann kritisiert werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/635065657probs.txt
Gorolova, Suzana
Nutzung interaktiver Whiteboards : eine Befragung am Gymnasium Fridericianum Rudolstadt , 2010. - 67 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Diese Studie beschäftigt sich mit dem Einsatz der interaktiven Whiteboards als Unterrichtsmedium am Gymnasium Fridericianum in Rudolstadt. Die Relevanz des Themas begründet sich durch die veränderte Lernsituation im Unterricht ausgelöst durch mediales Lernen. Ausschlaggebend für die Nutzung interaktiver Whiteboards wurden normativ die optimale Lernsituation und die grundlegende Lerntheorie bestimmt. Anhand eines qualitativen Leitfadeninterviews konnten die Aspekte Akzeptanz des interaktiven Whiteboards als Unterrichtsmedium, mögliche Auswirkungen auf die Motivation zum Lernen und die Einschätzung des subjektiven Lernerfolgs jedes Befragten ermittelt werden. Im Zentrum stehen dazu die ermittelten Ergebnisse und zusätzlich auch geschlechterspezifische und altersabhängige Unterschiede, die sich aus der Nutzung ergeben. Weiterhin wird die Art und Weise des Einsatzes der Whiteboards kritisch evaluiert und mögliche Lösungsmöglichkeiten zu zentralen Problemen angeboten.


Buchmann, Johannes
Die Bedeutung von Social-Web-Anwendungen bei der Organisation und Durchführung von sozialen Bewegungen : eine Fallstudie am Beispiel des Bildungsstreiks 2009 in Ilmenau, 2010. - 99 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2010

Die vorliegende Bachelorarbeit geht der Frage nach, welche Bedeutung Social-Web-Anwendungen bei der Organisation und der Durchführung des Bildungsstreiks 2009 in Ilmenau hatten. Innerhalb der Arbeit wird zunächst der Bildungsstreik 2009 in Ilmenau skizziert. Die theoretische Untermauerung der qualitativ-deskriptiven Fallstudie erfolgt einerseits durch die soziale Bewegungsforschung, am Beispiel des Ressourcenmobilisierungsansatzes aus sozialwissenschaftlicher Sicht und andererseits durch die Abgrenzung und Definition von Internet, Web2.0 und Social-Web aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht. Als methodisches Vorgehen wurden in der Fallstudie vier leitfadengestützte Interviews und ein narratives Interview durchgeführt, die verwendeten Social-Web-Anwendungen durch Screenshots festgehalten und mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet. Es zeigte sich, dass die Social-Web-Anwendungen unterstützende Bedeutung für die Organisation und Durchführung des Bildungsstreiks 2009 in Ilmenau hatten und als Ressourcen für Information, Dokumentation und zielgruppenrelevante Ansprache eingesetzt wurden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/630096821buchm.txt
Trepesch, Sebastian
Jugendliche in Web-Communities - Alltagsflucht oder Lebensgestaltung?, 2010. - 84 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Drei Viertel aller Jugendlichen in Deutschland nutzen Web-Commmunities. Vorliegende Studie prüfte situativ, inwieweit eskapistische Motive für Jugendliche beim Besuchen Sozialer Netzwerke eine Rolle spielen. Dies geschah anhand von Skalen aus der Uses and Gratifications-Forschung und einem Vergleich einzelner Persönlichkeitsmerkmale. Es ließen sich zwar eskapistische Motive nachweisen, welche zu Schulzeiten leicht erhöht scheinen, diese spielen jedoch keine dominante Rolle. Die Jugendlichen - überwiegend Gymnasiasten - stellten sich authentisch dar und nutzten die Communities vor allem als Kommunikationsmittel zu Bekannten aus dem realen Leben. Unterschiede auf Individualebene konnten sowohl im zeitlichen Verlauf als auch zwischen den Profilen bei unterschiedlichen Anbietern nicht festgestellt werden. - Die Datenerhebung geschah mittels Experience Sampling Methode. 13 Probanden lieferten über drei Wochen hinweg auf einen Stimulus hin insgesamt 117 Fälle, die sich (meist) auf einen Login in Web-Communities innerhalb der letzten zwei Stunden bezogen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/630096392trepe.txt
Steinbrecher, Christiane
Wissensgemeinschaften in der Berufspraxis - Untersuchung kollektiver Tätigkeiten zur Weiterentwicklung des Professionswissens von Lehrerinnen und Lehrern , 2010. - 96 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit kollektiven Fortbildungstätigkeiten für Lehrerinnen und Lehrer, die in Form von praxisnahen Kommunikations- und Austauschprozessen eine angemessene Ergänzung zu formal-institutionalisierten Fortbildungsangeboten darstellen. Dazu wurde das Konzept der Communities of Practice herangezogen, um Wissensgemeinschaften in der Berufspraxis als Umgebung für praxisnahe gemeinsame professionelle Weiterentwicklung zu beschreiben und kollektive Tätigkeiten abzuleiten, die auch in Lehrerkollegien stattfinden können. Eine Recherche von Forschungsberichten zu entsprechenden kollektiven Ansätzen des Teacher Professional Development (TDP) zeigte ein differenziertes Bild zum Ausmaß der Ausführung kollektiver Fortbildungstätigkeiten in Lehrerkollegien und diente der Identifizierung möglicher Einflussfaktoren. In einer eigenen quantitativen Befragung zum kollektiven Fortbildungsverhalten in Lehrerkollegien zeigte sich ein insgesamt positives Bild: Die meisten Lehrerinnen und Lehrer führen kollektive Fortbildungstätigkeiten mindestens manchmal mit Tendenz zu oft aus. Die weitestgehend aktive und praxisnahe Ausführung in informellem oder non-formalem entspricht weitestgehend der Idee einer Wissensgemeinschaft in der Berufspraxis. Das Kollegium wird überwiegend als kollegiale Berufspraxisgemeinschaft bewertet und der Beruf als eher kollektiv erlebt, was die Häufigkeiten der Ausführung kollektiver Tätigkeiten begünstigt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/62946183Xstein.txt
Neumann, Alexandra
Digitalisierung im Klassenzimmer - die Auswertung einer empirischen Untersuchung, 2010. - 105 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Gegenstand dieser Diplomarbeit ist die Darstellung und Analyse medienunterstützten Schulunterrichts. Das "Gymnasium am Lindenberg" in Ilmenau führte im Schuljahr 2008/ 2009 erstmals zwei "Laptop-Klassen" in der 7. Klassenstufe ein. Alle Schüler dieser Klassen lernten im Unterricht und zuhause mit persönlichen Laptops. Die Abteilung Kindermedien des Fraunhofer IDMT führte dazu eine Begleitstudie durch. Die vorliegende Diplomarbeit ist Teil dieser Studie und hat zum Ziel, einen möglichen Mehrwert des Laptop-Einsatzes zu erfassen. Dazu wurden zunächst Medienkompetenz, medienunterstütztes Lernen und Lernstrategien theoretisch dargelegt. Die Untersuchung der "Laptop-Klassen" und der Parallelklasse, deren Schüler ohne Computerunterstützung lernten, erfolgte mittels schriftlicher Befragung. Die Parallelklasse diente als Kontrollgruppe und ermöglichte Gruppenvergleiche zwischen Laptop- und Nicht-Laptop-Schülern hinsichtlich Medienkompetenz, Lernstrategien sowie der Einschätzungen des Unterrichts. Zudem wird in Form einer Situationsanalyse der zum Untersuchungszeitpunkt gegenwärtige Stand des Laptop-Einsatzes abgebildet. Relevante Unterschiede zwischen den Schülergruppen zeigten sich hinsichtlich der Computer- bzw. Internetnutzung zu schulischen Zwecken. Laptop-Schüler verbrachten mit dem Computer mehr Zeit für Hausaufgaben, zum Lernen und für die Recherche unterrichtsrelevanter Materialien als Nicht-Laptop-Schüler. Hinsichtlich der Lernstrategien konnten keine grundlegenden Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt werden. Die Auswertung dieser ersten Erhebung zeigt vorläufige Tendenzen und bildet die Grundlage für weitere Untersuchungen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/627751105neuma.txt
Marquardt, Denny
Erfolgskriterien von Adventurespielen - eine qualitative Untersuchung über die besonderen Eigenschaften des Genres der Adventure unter erfahrenen Gamern in Deutschland, 2010. - 103 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Diplomarbeit geht vor dem Hintergrund eines ambivalenten Teilmarktes im Bereich der digitalen Spiele der Frage nach, welche Kriterien dafür verantwortlich sind, dass Adventurespiele in Deutschland tatsächlich von den Rezipienten gekauft und gespielt werden und somit auf dem Markt erfolgreich sind. - Im theoretischen Teil der Arbeit wird eine umfassende Grundlage zu den Themenbereichen digitale Spiele in der Wissenschaft sowie Qualitätskriterien und digitale Spiele in der Praxis erarbeitet. Hierbei wird im Speziellen auf die Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl zurückgegriffen. Der empirische Teil der Arbeit widmet sich der Untersuchung von insgesamt elf erfahrenen Spielern in Deutschland. Anhand einer Gruppendiskussion und fünf fokussierte Interviews werden für eine bessere Zielgruppennutzung mögliche Qualitätskriterien speziell am Beispiel des Genres des klassischen Point & Click-Adventures ermittelt. Dabei können Unterschiede und Gemeinsamkeiten nach dem Alter der Untersuchungsteilnehmer herausgearbeitet werden. - Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung konnten die dieser Arbeit zugrunde liegenden theoretischen Ausführungen und Annahmen für die Praxis zum Teil bestätigen. Es wurden wesentliche Qualitätskriterien für ein bei den Rezipienten erfolgreiches Adventurespiel herausgefunden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/627708153marqu.txt
Looks, Anne
Das Verhältnis von politischen Sprechern und Journalisten im Wahlkampf - Analyse aus der Perspektive der Media Governance, 2010. - 111 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Studie untersucht das Verhältnis von politischen Sprechern und Journalisten im Wahlkampf. Die theoretische Betrachtung orientiert sich an dem Konzept Media Governance als Analysebegriff, um Interdependenzbeziehungen, wie sie zwischen diesen Akteuren existieren, systematisch zu untersuchen. Im Mittelpunkt des Interesses stand die Identifikation der Handlungsstrukturen während des Wahlkampfs sowie des wechselseitigen Einflussverhältnisses. Dazu wurden drei Pressesprecher, der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien sowie vier politische Journalisten deutscher Qualitätszeitungen und Nachrichtenmagazine befragt. Die Leitfaden-Interviews wurden im Anschluss nach den Regeln der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die wechselseitige Beeinflussung, sondern vielmehr Verhandlung das Verhältnis von politischen Sprechern und Journalisten prägt. Die Interaktionsform der Akteure gleicht einem Netzwerk, da sie auf den persönlichen Beziehungen und dem Vertrauen zueinander basiert. Sie handeln in transparenten Strukturen und nach eindeutigen Verhaltensregeln. Zwar ändert sich die grundlegende Struktur des Verhältnisses im Wahlkampf nicht, jedoch wird der Kontakt der Akteure intensiver. Ein bemerkenswerter Aspekt ist dabei, dass trotz des ausbalancierten Verhältnisses die Grenze zwischen politischem und medialem System nicht verschwimmt. Alle Befragten betonen, dass sie gerade im Wahlkampf die nötige Distanz wahren. Die Kritik- und Kontrollfähigkeit der Journalisten bleibt ungeachtet der Nähe und des intensiven Austauschs mit politischen Akteuren bestehen. Die systematische Anwendung des Instrumentariums von Governance-Formen und Mechanismen auf das Verhältnis von politischen Sprechern und Journalisten verdeutlicht die komplexen Strukturen. Gleichzeitig konkretisiert die vorliegende Studie das Media Governance-Konzept und erweitert es um die soziale Dimension. Sie zeigt sowohl theoretisch als auch empirisch, dass sich Media Governance zur Klärung interdependenter Beziehungen zwischen medialem und politischem System eignet. Daran können zukünftige Forschungsvorhaben zur Media Governance anknüpfen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/627464319looks.txt
Barthelmes, Michael
Zur Erforschung von Qualitätserwartungen und Qualitätswahrnehmungen bei Webdiensten zur Unterstützung der virtuellen Einrichtungsplanung : eine qualitative Studie mit angehenden Innenarchitekten, 2010. - 112 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, Qualitätserwartungen und wahrnehmungen gegenüber Webdiensten, die die virtuelle Einrichtungsplanung unterstützen, in der Nutzergruppe der angehenden Innenarchitekten zu erheben und zu analysieren. Die Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl bildete dabei die theoretische Grundlage (vgl. Wolling, 2004, S. 174.). Aufgrund der Forschungslage, die keinen Rückgriff auf Erkenntnisse zu Erwartungen und Wahrnehmungen der hier relevanten Medienangebote erlaubte, verpflichtete sich die Arbeit einer qualitativen Herangehensweise. Zunächst wurden Literaturquellen zur Usability untersucht, um einen ersten Zugang zu potentielle Qualitäten zu erlangen. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse wurden aus dem Material mögliche Eigenschaften entwickelt und kategorisiert. Eine sich anschließende Expertise bewertete die gefundenen Ergebnisse im Hinblick auf ihre Eignung und schaffte die Basis zur Entwicklung eines Diskussionsleitfadens. Der Autor realisierte schließlich mit insgesamt 14 Studierenden der Innenarchitektur drei Gruppendiskussionen an den Fachhochschulen Hannover und Mainz. Die Analyse der erhobenen Aussagen sah vor, anhand eines Transkripts ein System an Qualitäten zu erstellen, von denen schließlich fünf nach einer zweiten Expertise hinsichtlich der Erwartungen und Wahrnehmungen sowie der ihnen inhärenten Stellenwerte und Ausgestaltungen untersucht werden sollten. Die Ergebnisse zeigen, dass für das untersuchte Sample die Eigenschaften Produktvisualisierung, das Merken-Feature und die 3D-Daten eine besondere Rolle spielten. Weniger wichtig waren den Diskutierenden hingegen die Online-Planungsapplikation sowie der Offline-Nutzungsmodus. Diese Ergebnisse sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Forschungsfrage beziehungsweise die daraus erarbeiteten Differenzierungen nur teilweise beantwortet werden konnten. So ließen sich zwar gute Erkenntnisse zu den Erwartungen der Studierenden gewinnen, jedoch konnten nur teilweise Aussagen zu den entsprechenden Wahrnehmungen eruiert werden. Ein Grund hierfür ist sicherlich in der Tatsache begründet, dass innerhalb dieser Studie zunächst ein Überblick an Qualitäten von Webdiensten im hier interessierenden Sinne ge-schaffen werden konnte und die verwendete Erhebungsmethodik aufgrund ihrer zeitlichen Restringierung und der Vielzahl an thematisierten Eigenschaften innerhalb der Diskussionsrunden ein dezidierteres Nachfragen oft nicht ermöglichten. Nichtsdestoweniger sind die gewonnen Ergebnisse durchaus dazu geeignet, in möglichen Folgeuntersuchungen beachtet zu werden. So ist etwa vorstellbar, dass weiterführende Analysen diese Studie aufgreifen, um die vorgestellten Qualitäten - ob nun auf quantitativem oder qualitativem Wege - genauer zu beleuchten. Damit einhergehen könnte auch die nähere Betrachtung der Ausgestaltungen und Stellenwerte sowohl innerhalb der Wahrnehmungen als auch der Erwartungen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/624783146barth.txt
Pähtz, Henning
"Untertassen in der Anomalie des Zeitgeistes" : die Berichterstattung über das UFO-Phänomen in der deutschen Regional- und Lokalpresse, 1947 - 2009, 2010. - 181 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende medienwissenschaftliche Forschungsarbeit betrachtet die Berichterstattung über das UFO-Phänomen in einer Längsschnittanalyse der deutschen Regional- und Lokalpresse im Zeitraum 1947 bis 2009. Das gesetzte Ziel war es dabei, einen möglichen Einfluss des Zeitgeists auf die in der Presse präsentierte Deutung des UFO-Phänomens zu überprüfen und mögliche Wirkungsbeziehungen abzuleiten. Die Bearbeitung dieser Aufgabe erfolgte über zwei Teilstudien. Die erste Teilstudie beinhaltete die Ableitung zeitgeistlicher Phasen. Diese wurden über die Ebene historischer Ereignisse sowie über Umfragewerte ermittelt. Innerhalb der zweiten Teilstudie erfolgte eine inhaltsanalytische Erfassung der Presseberichterstattung. Hierzu wurde der Framing-Ansatz als methodisches Konstrukt herangezogen. Es erfolgte eine Ableitung eines themenspezifischen Frame-Modells sowie einer Methode zur quantitativen Erfassung von inhaltlichen Veränderungen. Letzteres kam in der vorliegenden Forschungsarbeit nicht mehr zum Einsatz. Eine Ableitung der Phasen erfolgte daher auf qualitativem Wege. Die abschließende Gegenüberstellung der Phasen des Zeitgeistes sowie der Phasen der Presseberichterstattung ließ die Schlussfolgerung zu, dass der erhobene Zeitgeist in einer Zusammenhangsbeziehung mit der in der Presse präsentierten Deutung des UFO-Phänomens steht. Die Richtung dieser Beziehung konnte anhand der vorliegenden Daten jedoch nicht bestimmt werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/623860465paeht.txt
Wand, Katja
Kinderaugen versus Kinderohren: der Einfluss von Bildern auf die Hörspielrezeption bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren, 2010. - 130 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Innerhalb dieser Arbeit wird die Wirkung von Bild und Ton auf Kinder zwischen drei und sechs Jahren untersucht, indem eine umfangreiche Analyse der kindlichen Informationsverarbeitung im Theorieteil erfolgt. Daraus wird das segmentative Modell des Bild- und Tonverständnisses bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren entwickelt und es werden entsprechend der Theorie Hypothesen aufgestellt. Um das theoretische Zusammenspiel beider Modalitäten empirisch zu untersuchen, wird eine qualitative Studie im Feld durchgeführt. Zwölf Kinder einer Kindergartengruppe werden zufällig in zwei Experimentalbedingungen eingeteilt. Während eine Gruppe ein Hörspiel rezipiert, sieht die andere Gruppe die passenden Illustrationen zum Hörspiel innerhalb einer räumlich-integrierten Bildpräsentation. Es wird untersucht, welche Inhalte erinnert werden, unter Einbezug externer Einflüsse.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/623712059wand.txt
Klöppel, Catharina
Organisationskommunikation: eine qualitative Analyse der Kommunikationsprozesse im Bereich Projektmanagement am Beispiel eines internationalen IT Unternehmens, 2010. - 106 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2010

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Erhebung von Einflussfaktoren, die sich auf die Kommunikationsprozesse von im Unternehmenskontext agierenden Eventteams auswirken können. Darüber hinaus wird anhand entsprechender Empfehlungen dargestellt, wie Kommunikation innerhalb eines Teams organisiert werden muss. Basierend auf theoretischen Ansätzen aus der Organisationskommunikation beziehungsweise Grundlagen des Projektmanagements konnten exogene Variablen, die durch die Organisation bestimmt werden, sowie endogene Variablen, die sich innerhalb des Eventteams ergeben, identifiziert werden. Die ermittelten Variablen wurden dann auf ihren Einfluss auf die Kommunikationsprozesse in Eventteams geprüft. Dazu wurden zwei Eventteams eines internationalen IT Unternehmens untersucht. Mit Hilfe einer Methodenkombination aus teilnehmender Beobachtung, Dokumentenanalyse und sechs Leitfadeninterviews, konnten wichtige Einflussvariablen identifiziert werden. Die Auswertung ergab, dass sowohl die exogene Variable Organisationsstruktur sowie die endogenen Variablen Projektstruktur, Projektteamgröße, räumliche Distanz, Zeitdruck, Formalisierung der Kommunikation sowie der Projektleiter Einfluss auf die Kommunikationsprozesse innerhalb von Eventteams haben. Aus den gewonnen Erkenntnissen konnte für beide Eventteams entsprechende Kommunikationsempfehlungen ausgearbeitet werden. Die Erhebung sowie die Ausarbeitung zeigten, dass es neben den geprüften Variablen noch weitere Einflussfaktoren auf die Kommunikationsprozesse geben könnte, die jedoch nicht alle im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit überprüft werden konnten. Aus diesem Grund werden abschließend weitere Forschungsmöglichkeiten behandelt, die für zukünftige Forschungsarbeiten als Grundlage dienen sollen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/620105488kloep.txt
Policov, Elena
Public Relations for a European identity in Germany and Romania, 2009. - 99 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2009

Diese Arbeit geht der Frage nach, ob ausgewählte Institutionen in Rumänien und Deutschland die Absicht zur Förderung einer gemeinsamen europäischen Identität besitzen. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgezeigt, die die zwei Länder hinsichtlich Konzeptfindung und Durchführung von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit besitzen. Als theoretischer Hintergrund der Arbeit dienen die früheren Modelle der Öffentlichkeitsarbeit (Grunig & Hunt, 1984) und die Annahme des sozialkonstruktivistischen Ansatzes, welcher behauptet, dass Institutionen eine europäische Identität schaffen können. Die Ergebnisse der Analyse von Experteninterviews, Publikationen und institutionellen Internetseiten bestätigen, dass europäische Institutionen in Deutschland und Rumänien eine europäische Identität fördern wollen. Gleichzeitig zeigt die Arbeit, dass die Besonderheiten der Zielgruppen und die unterschiedlichen Auffassungen einer europäischen Identität, die PR-Aktivitäten der deutschen und rumänischen Institutionen beeinflussen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/617559473polic.txt
Niebergall, Julia
Corporate Social Responsibility erfolgreich kommunizieren : der Einfluss von direkten Zielgruppenwirkungen auf das Unternehmensimage, 2009. - 77 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Bachelor-Thesis geht der Frage nach, inwieweit direkte Zielgruppenwirkungen von Nachhaltigkeitskommunikation einen Einfluss auf die indirekte Zielgruppenwirkung Unternehmensimage haben. Als direkte Zielgruppenwirkungen werden die Konstrukte Wahrgenommene Intensität, persönliche Thematische Relevanz und Glaubwürdigkeit des wahrgenommenen gesellschaftlichen Engagements, sowie Alleinstellung (Differenzierung) gegenüber anderen Unternehmen derselben Branche untersucht. Als Fallbeispiel dient der Outdoor-Hersteller VAUDE, der eine Vielzahl sozialer und ökologischer Maßnahmen realisiert. Innerhalb der Arbeit wird zunächst Nachhaltigkeit als gesellschaftlicher Trend und als unternehmerisches Gesamtkonzept thematisiert, gefolgt von der theoretischen Untermauerung der Studie durch die Vier-Ebenen-Systematik der PR-Evaluation der DPRG. Methodisch wurde 2009 in einer Feldzeit von sechzehn Tagen eine schriftliche Erhebung in Form eines Onlinefragebogens mittels selbstselektiver Stichprobe mit n=130 (23 % weibliche und 77 % männliche Befragte) durchgeführt. Hypothesenkonform zeigte sich ein starker positiver Zusammenhang zwischen den unabhängigen Variablen und der abhängigen. Die tatsächlichen Einflussgrößen der jeweiligen Prädiktoren auf das Image konnten infolge von Multikollinearitäts-effekten jedoch nicht identifiziert werden. Abschließend wurden auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse Handlungsempfehlungen für die Kommunikation von Nachhaltigkeit formuliert.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/617269068niebe.txt
Porten-Chee, Pablo
Vernetztes Wählen? : eine explorative Untersuchung zum Einfluss der individuellen politischen Internetnutzung auf die Wahlentscheidung bei der Europawahl 2009 in Deutschland, 2009. - 148 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit , 2009

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkung der individuellen politischen Internetnutzung auf das Wählerverhalten bei der Europawahl 2009 in Deutschland. Dafür setzt sie sich zunächst mit den etablierten politikwissenschaftlichen Theorien des Wählerverhaltens und den empirischen Erkenntnissen in Bezug auf das deutsche Elektorat auseinander. Ausgehend von der Definition politischer Kommunikation nach Emmer (2005) behandelt die Arbeit mögliche Wirkungen massenmedialer und interpersonaler Kommunikation auf die Bewertung von politischen Themen und Parteien. Anschließend werden relevante Ausprägungen politischer Kommunikation im Internet (politische Online-Kommunikation) beschrieben und mit den Wirkungsannahmen in Zusammenhang gesetzt und diskutiert. In Folge eines Defizits der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der wahlbeeinflussenden Wirkung politischer Online-Kommunikation und der großen Menge politikwissenschaftlicher Erklärungsgrößen schlägt der Autor vor, die mögliche Wirkung auf das Wählerverhalten, statistisch durch einen explorativen Untersuchungsansatz zu messen und anschließend mit den gefundenen kommunikationswissenschaftlichen Wirkungsannahmen zu plausibilisieren. Dazu wird ein Untersuchungsmodell konzipiert, das direkte und indirekte Effekte politischer Online-Kommunikation auf das Wählerverhalten mittels Regressionsanalysen messbar macht und dabei die herkömmliche politische Kommunikation und soziologische (Lazarsfeld, Berelson & Gaudet 1969) wie sozialpsychologische (Campbell et al. 1960) Merkmale der Wähler berücksichtigt. Als Datenbasis dient die Panelbefragung der langfristigen Studie Politische Online-Kommunikation der TU Ilmenau, welche im Jahr 2009 im Anschluss an die Europawahl durchgeführt wurde. Statistische Effekte lassen nach Ansicht des Autors die Behauptung zu, dass der Besuch von Parteiwebsites und politische Gespräche im Netz indirekte bzw. direkte positive Effekte auf die Wahl von Bündnis 90/Die Grünen gehabt haben könnten. Weiter könnte interpersonale Kommunikation im Netz einen konvertierenden Charakter besessen und zur Wechselwahl stimuliert haben. Diese Beobachtungen sind zwar im Verhältnis zur Erklärungskraft der individuellen Parteiidentifikation für das Wählerverhalten als sehr gering zu erachten, durch die repräsentative Qualität der Befragungsdaten als Hypothesen anschließender Forschung dennoch plausibel.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/616060114porte.txt
Hallenberger, Christina
Qualitätserwartungen an die ARD Mediathek - eine vergleichende Betrachtung aus der Perspektive verschiedener Generationen, 2009. - 49 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die Online-Einführung der ARD Mediathek löste eine einschlägige medienpolitische Diskussion aus, die zwar die kritischen Standpunkte privater Medienkonzerne und der Medienpolitik darstellte, jedoch die Erwartungen der Internetnutzer nicht berücksichtigte. Ziel der vorliegenden Arbeit war es deshalb, im Hinblick auf den medienpolitischen Disput, aus der Perspektive verschiedener Generationen relevante Qualitätskriterien aufzudecken, die für eine regelmäßige Nutzung der ARD Mediathek erfüllt sein sollten. Auf Grundlage der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl standen hierbei sowohl die Qualitätserwartungen jüngerer als auch älterer Rezipienten im Vordergrund. Anhand von zwei explorativen Gruppendiskussionen konnten Erwartungen und Wahrnehmungen der Probanden gegenübergestellt werden. Dabei ließen sich zentrale Qualitätserwartungen feststellen, die gleichermaßen für jüngere und ältere Probanden relevant sind, wie z.B. langfristige Archivierung von Inhalten und Übersichtlichkeit. Die konkrete Ausgestaltung der Dimensionen unterscheidet sich jedoch häufig in Abhängigkeit vom Alter. Die wesentlichen Qualitätserwartungen beziehen sich auf die vielseitigen Möglichkeiten des Internets und bilden teilweise einen Gegenpol zu vorherrschenden Meinungen und Regelungen in der Medienpolitik.


Corswandt, Lukas
Brand Entertainment : Unterhaltung durch die Marke, 2009. - 160 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Werbeform Brand Entertainment. Im Fokus steht dabei die Frage, für welche Marken und Produkte und in welcher Art Brand Entertainment eine geeignete Kommunikationsstrategie darstellen kann. Nach der Vorstellung der Werbeform werden Modelle aus der Werbewirkungsforschung und Unterhaltungstheorie dargelegt. Das Modell der Werbewirkungspfade und die triadisch-dynamische Unterhaltungstheorie werden zunächst unabhängig voneinander betrachtet und anschließend auf Parallelen und Schnittstellen analysiert. Darauf folgt die empirische Erhebung, die durch Experteninterviews mit Vertretern aus Media- und Werbeagenturen realisiert wurde. Die Untersuchung zeigt, dass Brand Entertainment grundsätzlich keine Marken oder Produkte ausschließt. Eigenschaften wie ein hohes Interesse der Rezipienten an der Marke oder dem Produkt und Werte wie eine hohe Attraktivität und Emotionalität wirken sich jedoch positiv auf deren Eignung für diese Werbeform aus. Brand Entertainment kann bei Rezipienten hohes Involvement erzielen und viele Formate und Darstellungsformen unterhalterischen Charakters nutzen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den digitalen Medien, die einen flexiblen Umgang mit Inhalten ermöglichen. Wichtig ist die qualitativ hochwertige Umsetzung von Brand Entertainment Konzepten sowie eine thematische Relevanz für die Rezipienten. Die Arbeit schließt mit dem Entwurf eines Wirkungsmodells für Brand Entertainment ab, das aus den theoretischen und empirischen Erkenntnissen entwickelt wird.


Domogalla, Christopher
Atmosphäre als Qualität in digitalen Spielen - Shooter und Rollenspiele im Vergleich, 2009. - 62 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Unterhaltung gewinnt auch im modernen 21. Jahrhundert noch zunehmend an Bedeutung. Einer der wachstumsstärksten Wirtschaftszweige in der Unterhaltungsindustrie sind Computer- und Videospiele. Der Markt wird von den zahlreichen Neuveröffentlichungen nahezu überschwemmt, wobei die Qualität der Produkte eher selten den Anforderungen der Kunden entspricht. Christina Schumann, wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU-Ilmenau, hat bei den Voruntersuchungen zu ihrer Dissertation bereits die Atmosphäre von digitalen Spielen als einen der entscheidendsten Faktoren für den Erfolg beim Rezipienten identifiziert. Die vorliegende Arbeit untersucht deshalb die Erwartungen der Rezipienten speziell an die Atmosphäre von Computer- und Videospielen. Diese Untersuchung basiert auf der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl von Jens Wolling, wie auch Schumanns Voruntersuchungen. Der theoretische Ansatz beruht auf der Annahme, dass von den Rezipienten subjektiv wahrgenommene Eigenschaften, hier Qualitäten genannt, die Mediennutzung beeinflussen können. Für die Studie wurden die Spieleklassen Shooter und Rollenspiele exemplarisch ausgewählt und mit Hilfe von Leitfadeninterviews untersucht. Dazu wurden erfahrene Spieler gezielt ausgewählt und zum Zustandekommen der Atmosphäre in jeweils einer Klasse befragt. Die 21 vordefinierten Qualitäten wurden anhand der von den Probanden gemachten Aussagen klassenspezifisch ausgewertet und analysiert. Als Ergebnis wurden unterschiedliche Einflüsse der einzelnen Qualitäten auf Shooter und Rollenspiele festgestellt. Einige Qualitäten hatten jedoch auch gleich viele, beziehungsweise gleich wenige Auswirkungen auf die Atmosphäre.


Schulz, Daniel
Die Berichterstattung über die öffentliche Kulturförderung in der Bundesrepublik Deutschland in ausgewählten überregionalen Zeitungen - eine empirische Untersuchung unter Hinzuziehung des Frame-Konzepts am Beispiel der Theaterförderung, 2009. - 88 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht empirisch die Berichterstattung über die öffentliche Kulturförderung am Beispiel der Theater auf der Grundlage des Framing-Ansatzes in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung. Für die Untersuchung wurden vier Zeiträume (1995, 1999, 2003 und 2006) herangezogen. Unter Anwendung der von Jörg Matthes vorgeschlagenen Verfahrensweise für die empirische Erfassung von Frame-Elementen wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Beiträgen in den genannten Zeitungen zur Förderung der Theater durchgeführt. Die in der Berichterstattung vorkommenden Frames wurden mit Hilfe einer Kreuztabellierung der den Frame-Elementen zugewiesenen Variablen identifiziert. Die erzielten Ergebnisse beruhen auf einer Stichprobe, die alle relevanten Artikel zur Theaterförderung in den Untersuchungszeiträumen umfasst. Ausgehend von der Tatsache, dass sich die beiden für die Studie herangezogenen Zeitungen in ihrer redaktionellen Linie bzw. Tendenz unterscheiden, wurde vermutet, dass sich deshalb die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung zu ermittelnden Frames voneinander unterscheiden. Dies bestätigte sich so nicht.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/614589827schul.txt
Erbe, Hartmut
Die grüne Seele der Gelben Engel : die Umweltkommunikation des ADAC in der Motorwelt, 2009. - 98 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Umweltkommunikation des ADAC in der verbandseigenen Zeitschrift Motorwelt, welche die auflagenstärkste Zeitschrift Europas ist. Innerhalb der letzten 20 Jahre fokussierten sich das Problembewusstsein der Bevölkerung und die Aufmerksamkeit der Massenmedien mit wechselnder Intensität auf die Gefahren der fortschreitenden Zerstörung der natürlichen Umwelt. In der daraus erwachsenden gesellschaftlichen Debatte wurde das Automobil schnell als einer der Hauptumweltsünder identifiziert und so stand auch der ADAC als bekannter Lobbyist der Automobilindustrie in der Kritik. Ziel dieser Diplomarbeit war es herauszufinden, wie sich der ADAC mithilfe der Motorwelt in diesem Thema positioniert und welche Strategien und Positionen er im Interessenkonflikt zwischen Autofahrern und Umweltschutz vertrat. Unter Anwendung des Framing-Ansatzes wurde eine inhaltsanalytische Untersuchung der Motorwelt vorgenommen. Der Untersuchungszeitraum umfasste eine Vollerhebung der Jahre 1990 bis 2008. Als Ergebnis konnten fünf Frames identifiziert, beschrieben und ihre Entwicklung im Erhebungszeitraum nachgezeichnet werden. Die Frames ließen bei verschiedenen Themenfeldern innerhalb der Umweltdebatte auf unterschiedliche Problembewertungen und Lösungsstrategien schließen. Einige Frames zeigen ein klares Bekenntnis zu Lobbyinteressen und können als umweltpolitisch problematisch angesehen werden, bei anderen Frames agiert der ADAC ökologisch vorbildlich. Ebenso ließen sich Parallelen zur Entwicklung der Umweltkommunikation anderer deutscher Medien in den letzten zwei Jahrzehnten abbilden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/614445906erbe.txt
Bethge, Fabian
Gründe für die Nutzung von NGO-Internetpräsenzen, 2009. - 82 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Studie untersucht anhand des Uses-and-Gratifications-Approach die Motive zur Nutzung von Internetpräsenzen von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs). Anhand von Ergebnissen der Partizipationsforschung, Erkenntnissen über NGOs und ihre Kommunikation und theoretischen Ansätzen über die Kommunikation im Internet wurden Hypothesen über die Motive zur Nutzung von NGO-Internetpräsenzen gebildet. Dabei wurden logische Verbindungen zwischen möglichen Gratifikationen und psychologischen menschlichen Grundbedürfnissen gezogen. Anschließend wurden die Hypothesen in einem Fragebogen getestet. Die Gesamtnutzung von NGO-Internetpräsenzen wurde positiv vom Motiv der Theoriebildung über den Lauf der Welt (Attribution-Motiv) und negativ vom Motiv, sich vor anderen rechtfertigen zu können (Objectification-Motiv) beeinflusst. Die rezeptive Kommunikation wurde nur vom Attribution-Motiv positiv beeinflusst und die interpersonale Kommunikation vom Motiv, gesellschaftliche Benachteiligungen zu überwinden (Deprivations-Motiv). Die expressive Kommunikation wurde durch keines der erwarteten Motive signifikant beeinflusst.


Mohr, Stephanie
Silver Surfer und deren Nutzung von zielgruppenspezifischen Internet-Angeboten : eine quantitative Analyse der Nutzung von altersspezifischen Online-Plattformen, 2009. - 134 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Nutzung des Internets ist in den letzten Jahren hinreichend unter dem theoretischen Dach des Uses-and-Gratifications-Ansatzes untersucht worden. Jedoch haben sich dabei nur wenige Studien mit der anteilig immer größer werdenden, älteren Nutzerschaft beschäftigt. - Die vorliegende Studie widmet sich den sogenannten Silver Surfern und deren Nutzung von Internetangeboten, die für ihre Altersgruppe ausgelegt sind. Mittels einer online durchgeführten quantitativen Befragung wurden die Silver Surfer zu ihrer Nutzungsmotivation, -intensität sowie ihrem Nutzungsverhalten befragt. Dabei hat sich ergeben, dass Silver Surfer eben solche Plattformen aus Gründen der Information und Weiterbildung, zur sozialen Unterstützung und zum Vergleich, zum Zeitvertreib, aber auch zur bequemen Kontaktknüpfung nutzen. Vor allem die erhöhte Plattformnutzung und auch die Existenz eines virtuellen Netzwerkes lassen auf die Ersatz- und Kompensationsfunktion für soziale Unterstützung und Vergleich schließen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/613185692mohr.txt
Pichert, Stefan
Internet Governance: die Regulierung des Internets und ICANN 3.0, 2009. - 121 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Das Internet ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Werkzeuge für die Gesellschaft geworden. Die Probleme, die mit der Ausbreitung des Internets in der Gesellschaft zusammenhängen, wie Urheberrechtsverletzungen, SPAM oder frei verfügbare pornographische Inhalte, sind nur schwer durch die nationale Gesetzgebung zu kontrollieren. Dies zeigt die Bedeutung von Internet Governance als Prozess, in dem Regelungen nicht nur auf nationalstaatlicher, sondern auf multilateraler Ebene getroffen werden können. Diese Arbeit zeigt, was Internet Governance leistet und wie sie sich entwickelt hat. Anhand einer Literaturrecherche wird diese Entwicklung dargestellt und ein Governance Begriff definiert, mithilfe dessen die Entwicklung von Internet Governance bewertet wird. Dazu wurden noch die beteiligten Akteure hinsichtlich ihrer Aufgabe, Struktur, Finanzierung und Partizipationsmöglichkeiten untersucht. Auch die aktuellen Geschehnisse um das Auslaufen des Joint Project Agreement zwischen der ICANN und der US-Regierung werden dargestellt und analysiert. Zuletzt wird auf die Regulierung des Internets in der BRD eingegangen, diese wird vor allem anhand der Gesetzgebung des Staates untersucht. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Internet Governance sich seit der Einführung des ARPANETs einem stetigen Wandel unterzogen hat, dass die aktuellen Arrangements die von Internet Governance betroffenen Akteure nicht ausreichend involvieren und dass Institutionen wie die ICANN noch immer zu stark auf Interessen aus den USA zentriert sind. Als Lösung dieser Probleme wird die Transformation der ICANN in eine private, von einzelnen Regierungen unabhängige Organisation erörtert, um künftig auch Gremien wie das Internet Governance Forum direkter in Internet Governance Prozesse zu integrieren.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/612599264piche.txt
Kussack, Denise
Die Integration von Lernsoftware im Schulunterricht in Thüringen, 2009. - 162 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit thematisiert die Nutzung von Lernsoftware im Schulunterricht aus Lehrerperspektive in allgemein bildenden Schulen in Thüringen. Die theoretischen Grundlagen für das Analysemodell stellen der Uses and Gratifacions Approach, die Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl sowie die Rational Choice Theorie dar. Untersucht wurde, welchen Einfluss die Nutzungsmotive, die Qualitätserwartungen sowie objektive und subjektive Restriktionen auf den Einsatz der Lernsoftware im Unterricht hatten. Dazu wurde im Mai 2009 eine Befragung unter Lehrkräften der verschiedenen Schulformen im Schulamtsbereich Rudolstadt durchgeführt (n=167). Die quantitative Analyse zeigte, dass die Habitualisierung, die Schulformen sowie eine geeignete Unterrichtsstruktur die Nutzung stark beeinflussten. Lehrkräfte erwarteten von einer Lernsoftware einen hohen Informationsanteil und hohe Einflussnahme des Schülers auf das Programm; weitere Erwartungen variierten je nach untersuchter Nutzergruppe. Die Schaffung von Lernanreizen stellte kein Nutzungsmotiv dar, sondern nur die Vermittlung von Wissen. Die ermittelten Einflussfaktoren geben eine grundlegende Übersicht zu den Nutzungsmotiven, Qualitätserwartungen und Restriktionen, bedürfen aber weiterer spezifischer Untersuchungen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/61056319Xkussa.txt
Dan, Viorela
Framing the aid : Deutungsmacht im Politikfeld der humanitären Hilfe als PR-Erfolg oder unerwünschter Einfluss, 2009. - 138 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Wettbewerb zwischen staatlichen und humanitären Akteuren um Deutungsmacht über das Spannungsverhältnis zwischen ISAF-Soldaten unter deutscher Führung und deutschen Hilfsorganisationen. Neben der Erkennung der Deutungsmuster der Akteure mithilfe des Framing-Ansatzes, ist diese Arbeit auf die Analyse der Wirkung politischer Öffentlichkeitsarbeit auf Medientexte gerichtet. Dazu wurde für den Zeitraum 22.09.2002 - 18.09.2005 einerseits das PR-Material der Bundesregierung und ausgesuchter Hilfsorganisationen (n=31), andererseits die Berichterstattung der vier größten überregionalen Tageszeitungen (n=50) einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen. - Es zeigte sich ein starker Antagonismus zwischen den Frames der Akteure und eine hohe inhaltliche Übereinstimmung zwischen den Frames desselben Akteurs im PR-Material und in der Presse. Der Frame der Bundesregierung konnte öfter in die Berichterstattung durchdringen als der der NGOs, und auch die Determinationsquote fiel bei der Regierung hoher aus. Die beobachtete Wirkung auf die Medientexte gilt aufgrund mittelstarker Determination als PR-Erfolg und nicht als unerwünschter Einfluss.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/610376896dan.txt
Kokott, Sandra
Medieneigenschaften und Mediennutzungsmotive : eine empirische Überprüfung der Verbindung des Uses-and-Gratifications-Ansatzes mit der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl anhand studentischer Medienangebote, 2009. - 123 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigte sich mit der Verbindung von zwei Theorien aus dem Bereich der Mediennutzungsforschung. - Dabei wurde der Uses and Gratifications-Ansatz mit der Theorie der Subjektiven Qualitätsauswahl von Wolling verbunden, die sich mit dem Einfluss von Qualitäten in Form von Medieneigenschaften auf die Mediennutzung beschäftigt. Am Beispiel der studentischen Medien hsf und sPiTV der TU Ilmenau wurde geprüft, ob Mediennutzungsmotive und Medieneigenschaften im Zusammenhang stehen. - Aus diesem Grund wurde eine schriftliche Befragung von 468 Studierenden durchgeführt und 140 relevante Fälle für die Analyse der Hypothesen gewonnen. - Dabei zeigte sich, dass die in einem Modell der Mediennutzung getesteten Gratifikationen und Merkmale für sPiTV einen Anteil an der Gesamtvarianz von 34 Prozent besaßen und bei hsf einen etwas höheren Anteil von 39 Prozent. Die soziodemografischen Daten hatten nur einen geringen Einfluss in diesem Modell. - Insgesamt konnte nachgewiesen werden, dass vermutete Zusammenhänge zwischen den Gratifikationen und Eigenschaften bestanden, diese jedoch sehr schwach waren.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/610119605kokot.txt
Hack, Timmy
Die Diffusion von Online-Videos im Rahmen viraler Kommunikation, 2009. - 67 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Identifizierung von einflussnehmenden Variablen auf die Weiterleitung von Online-Videos, als Grundlage der diffusionsartigen Verbreitung viraler Videos im Internet. Die theoretische Einordnung des Weiterleitungsvorgangs erfolgte in diesem Zuge in das theoretische Grundgerüst der Nachrichtendiffusionsforschung. Geprüft wurde, ob und in welchem Maße die aus der Theorie postulierten Konstrukte, Meinungsführerschaft, subjektiver Nachrichtenwert, aktive Nutzung des Social Web und die Anzahl sozialer Online-Beziehungen, auf die Weiterleitungsanzahl von Online-Videos anwendbar sind. Dazu wurde im Jahr 2009 eine selbstselektierte Stichprobe von n=444 Nutzern des Deutschen Videoportals MyVideo mittels einer quantitativen Online-Befragung befragt. Es zeigte sich, dass die Weiterleitungsanzahl durch häufige und lang andauernde Videoportalnutzung, durch eine angenehme, emotionale Gefühlsaktivierung und vor allem durch die individuelle Persönlichkeitsstärke positiv beeinflusst wird und als situative, persönliche Empfehlung über interaktive Medien verläuft. Die gewonnenen Ergebnisse untermauern den strategischen Charakter viraler Kommunikationsmaßnahmen und die Relevanz der verstärkten Untersuchung von emotionalen Inhalten in Online-Videos.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/609917226hack.txt
Brandstetter, Sebastian
Meinung 2.0? : aus welchen Motiven nutzen Internetuser Rezensionen auf Social-Commerce-Plattformen im Internet?, 2009. - 56 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Studie handelt von Nutzungsmotiven für Kundenrezensionen auf Preisvergleichen und Shoppingcommunities im Internet. Auf Basis des Uses & Gratifications-Ansatzes und unter Zuhilfenahme voriger Gratifikationsstudien und Motiven aus dem Marketingkonzept der Mundpropaganda wurden dazu vier Motivkataloge entwickelt und Motive für das Verfassen und Rezipieren von Rezensionen auf zwei verschiedenen Angebotstypen abgefragt. Ein quantitativer Online-Fragebogen wurde hierzu in Internetforen veröffentlicht (N=475, nichtrepräsentativ). - Es zeigte sich, dass das Verfassen von Rezensionen hauptsächlich durch Altruismus, Gemeinschafsgefühl, den Abbau positiver Spannungen sowie der Einflussnahme auf Unternehmen erklärt werden konnte, während die Motive für das Lesen von Rezensionen von Risikoreduzierung für den Kauf von Produkten sowie dem Informationsbedürfnis erklärt wurden. Die gewonnenen Erkenntnisse decken sich mit Merkmalen des Web 2.0 und untermauern die für Unternehmen hohe Relevanz von Kundenäußerungen im Internet.


Kohl, Claudia
Die Klimaberichterstattung - Qualität und Effekte : eine quantitative Analyse aus der Publikumsperspektive, 2009. - 153 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Der Klimaschutz gilt als eine der größten globalen Herausforderungen für die Menschheit. Verschiedene gesellschaftliche Teilsysteme wie Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft haben dabei Einfluss auf den Problemlösungsprozess. Aber auch den Medien kommt in diesem Kontext eine wichtige Rolle zu. In dieser Arbeit wurde daher der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die Klimaberichterstattung auf das Klimabewusstsein der Rezipienten hat. Für die Aufarbeitung des Themas wurde auf die Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl sowie auf den Third-Person Effekt zurückgegriffen. Anhand eines Vergleichs zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern wurde untersucht, inwiefern ein Zusammenhang zwischen den Qualitätsurteilen des Publikums und der Nutzung bzw. Selektion von Medieninhalten zum Thema Klimawandel existiert. Außerdem wurde betrachtet, ob Wahrnehmungsdifferenzen in Bezug auf die Wirkungen der Klimaberichterstattung auf das eigene Klimabewusstsein und das anderer Personen bestehen und welche Konsequenzen sich daraus für das Alltagshandeln der Mediennutzer ergeben. Als Analyseinstrument für die empirische Prüfung der Beziehungen diente eine schriftliche Befragung, die im Frühjahr 2009 mit N=156 Teilnehmern durchgeführt wurde. Hinsichtlich der Forschungsergebnisse gelang es lediglich einen Einfluss der Qualitätsurteile auf die Nutzung von Klimaberichterstattung auf öffentlich-rechtlichen Kanälen nachzuweisen. Ferner konnte sowohl ein Third- als auch ein First-Person Effekt aufgedeckt werden. Allerdings offenbarte sich kein Bezug zum klimafreundlichen Verhalten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/609256300kohl.txt
Hebenstreit, Julia
Der Hype um Heidi - Qualitätskriterien der Castingshow "Germany's Next Topmodel" aus Rezipientensicht, 2009. - 71 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Studie befasst sich mit den rezipientenorientierten Qualitätskriterien der Castingshow "Germany's Next Topmodel". Auf Grundlage der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl wurde untersucht, welche Qualitätsmerkmale zur Beurteilung der Castingshow aus Sicht der Rezipienten relevant sind. Die Identifizierung der Merkmale erfolgte durch zwei geschlechtergetrennte Gruppendiskussionen. Im Rahmen der Diskussionsverfahren galt es die Erwartungen an eine Castingshow sowie die wahrgenommenen Eigenschaften des Formates "Germany's Next Topmodel" zu thematisieren. Es zeigte sich, dass vor allem Authentizität ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die untersuchte Castingshow darstellt. Gravierende Unterschiede zwischen den Erwartungshaltungen der beiden Geschlechtergruppen konnten vor allem hinsichtlich der Möglichkeit der Partizipation am Selektionsprozess der Castingshow herausgestellt werden. Ferner zeigte sich, dass neben den Qualitätserwartungen und Qualitätswahrnehmungen der situative Aspekt, d.h. in welchem Kontext das Format rezipiert wird, einen wesentlichen Beitrag zur Erklärung der Nutzung liefern kann. Trotz der eingeschränkten Aussagekraft dieser Arbeit bietet sie dennoch erste Einblicke in die Rezipientensicht auf Castingshows und somit eine gute Grundlage für weiterführende Forschung.


Mohr, Friederike
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (?!) - Einsatz eines Bildersets von Emotionen zur Nonverbalen Imagemessung (NVI) in der qualitativen Marktforschung, 2009. - 64 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einsatz eines Bildersets von Emotionen zur Nonverbalen Imagemessung (NVI) in der qualitativen Marktforschung. Unter Berücksichtigung grundlegender Annahmen und Erkenntnisse der NVI, emotionstheoretischen Grundlagen sowie eines qualitativ orientierten Zugangs zu Emotionen, wird der Frage nachgegangen, wie sich die mit einem Image verbunden Emotionen anhand eines Bildersets qualitativ untersuchen lassen. Dabei erwies sich die Emotionstypologie nach Robert Plutchik als geeignete theoretische Erhebungsgrundlage und wurde als zugrunde gelegtes Emotionsverständnis herangezogen. Als spezifisches Einsatzgebiet eines Bildersets zur NVI zeigte sich wiederum die psychologische Marktforschung als äußerst zweckmäßig. Basierend auf entsprechenden Forschungsmethoden und indirekten psychologischen Befragungstechniken resultiert ein Leitfaden für den Einsatz eines Bildersets von Emotionen zur NVI am Beispiel des Marken-Images. Um einer umfassenden Analyse der gegenüber einem Marken-Image empfunden Emotionen entsprechend des Forschungsinteresses gerecht zu werden, kommen dabei insbesondere assoziative, projektive und kreative Verfahren im Rahmen von Gruppenexplorationen zur Anwendung. Als Ergebnis liegt ein Leitfaden für qualitative Forschungsdesigns vor, der in der Lage ist, die zentralen Merkmalsausprägungen und Determinanten von Emotionen in Zusammenhang mit Marken auf eine neue Art und Weise zu untersuchen und der konventionellen, ausschließlich verbalen Erhebungsmethode überlegen ist. Auf diese Weise werden wichtige Optionen für die Ergänzung des bisherigen quantitativen Methodeninventars zur NVI aufgezeigt.


Wahl, Verena
Who's Got Game? : eine empirische Analyse der Wirkung von In-Game Advertising unter besonderer Berücksichtigung der (In)Kongruenz von Spiel- und Werbeinhalt, 2009. - 152 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit dem Zusammenwirken von Werbung und Computerspielen. Im Zentrum steht dabei ein Modell, das die (In)Kongruenz von Werbebotschaften und deren Umfeld thematisiert. Dieses fand bislang hauptsächlich bei der intramedialen Analyse von Werbeformaten Verwendung, wurde für diese Studie jedoch auf den intermedialen Zusammenhang von Werbung und Computerspielen übertragen und erweitert. Anhand eines Online Experiments mit n = 132 Teilnehmern in drei Experimentalgruppen wurde untersucht, inwieweit die Relevanz von Werbebotschaften als zentrales Element des Modells Einfluss auf die Wahrnehmung und Einstellungen in Bezug auf die Werbung sowie das vorhandene Spielszenario nahm. Dazu wurden den Probanden themarelevante, technikrelevante und irrelevante Produkte präsentiert, die als Webebanner in eine Spielumgebung des Computerspiels Counter-Strike integriert waren. Es zeigte sich, dass die Werbung in allen Experimentalgruppen von der Mehrzahl der Versuchsteilnehmer wahrgenommen wurde. Weiterhin traten in den Gruppen signifikante Unterschiede bezüglich des Produktinteresses und der Kaufwahrscheinlichkeit der Produkte auf. Im Hinblick auf die Wahrnehmung der Werbebotschaften sowie die Einstellungen zur Werbung und zum Spielszenario waren jedoch keine signifikanten Gruppenunterschiede erkennbar. Dies kann eventuell auf die Operationalisierung der unabhängigen Variablen zurückzuführen sein.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/608954128wahl.txt
Bohn, Alexander
"It's not who you are - it's who you know" : eine vergleichende Analyse der Nutzung und der sozialen Konstruktion der Social Network Sites StudiVZ und Xing, 2009. - 99 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Arbeit untersucht die Nutzungsabsichten und die Nutzungsziele, die zur Mitgliedschaft in Social Network Sites führen. Dabei wird der Schwerpunkt auf Unterschiede zwischen studiVZ-Nutzer und Xing-Nutzer gelegt. Als theoretische Basis der Arbeit wurde die "Theorie der Praxis" Pierre Bourdieus mit dem Social Construction of Technology Ansatz verknüpft. Die auf Grundlage dieses Modells getroffenen Annahmen und Hypothesen wurden einer empirischen Prüfung unterzogen. Hierzu wurden Nutzer der Social Network Sites Xing und studiVZ mittels Onlineerhebung zu ihren Nutzungsgewohnheiten und Nutzungsmotiven befragt. Die Ergebnisse der Studie mit N=577 Teilnehmern legen nahe, dass Social Network Sites zur Unterstützung der Kontaktpflege eingesetzt werden. Xing-Nutzer sind dabei mehr auf geschäftliche Kontakte ausgerichtet, studiVZ-Nutzer auf private Kontakte.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/608952583bohn.txt
Hagen, Benjamin
Reputation Management in der Videospielbranche in Zeiten einer erhöhten medialen und öffentlichen Aufmerksamkeit, 2009. - 59 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Reputation Management in der Videospielbranche. Auf Grundlage theoretischer Betrachtungen des Konstrukts Reputation sowie damit verbundener Begriffe aus wirtschafts- und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive wurde untersucht welche Reputation sich die Videospielbranche selbst zuschreibt und welche Maßnahmen des Reputation Managements implementiert sind, um erfolgreich an der Reputation zu arbeiten. Hierfür wurden fünf qualitative leitfadengestütze Experteninterviews mit Unternehmens- und Branchenvertretern durchgeführt. Es zeigte sich, dass der Branche eine gute, wenn auch ausbaufähige Reputation zugeschrieben wird. Die implementierten Maßnahmen des Reputation Managements differieren nicht in nennenswerter Weise zwischen den einzelnen Unternehmen und manifestieren sich vor allem in politischer Aufklärungsarbeit über diverse Veranstaltungen, in Maßnahmen zur Stärkung des Jugendschutzes und der Medienkompetenz sowie in persönlichem interdiziplinärem Austausch mit den relevanten Anspruchsgruppen. Trotz Einschränkungen der Aussagekraft dieser Arbeit, lässt sich dennoch festhalten, dass Reputation in der Videospielbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt und auch die richtige Richtung eingeschlagen wurde, um sie erfolgreich zu managen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/607839627hagen.txt
Ratzlaff, Christine
Verbandskommunikation der Mobilfunkindustrie am Beispiel des Informationszentrum Mobilfunk e.V., 2009. - 94 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Verbandskommunikation im Kontext der Risikokommunikation. Mittels der Theorie des Framings wird anhand der Medienberichterstattung analysiert, inwieweit es dem Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) gelingt eigene Frames in der Medienberichterstattung zu etablieren. Zur Untersuchung der vermittelten Frames wurde der deduktive Ansatz gewählt. Im Rahmen dessen wurden vordefinierte Frames untersucht. Die Medienberichterstattung und die IZMF-Kommunikation wurden mittels des Instrumentes der quantitativen Inhaltsanalyse analysiert. Insgesamt wurden im Rahmen der Medienberichterstattung das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", die überregionale Tageszeitung "Frankfurter Allgemeine Zeitung" sowie die regionalen Tageszeitungen "Stuttgarter Zeitung" und "Märkische Allgemeine" in einem Zeitraum vom 01.01.2002 bis zum 31.12.2008 betrachtet. Der Fortschrittsframe Popularisierung konnte dabei sowohl in der Kommunikation des IZMF als auch in der Medienberichterstattung ermittelt werden. Das Ergebnis sollte in weiterführenden Studien über den deduktiven Ansatz hinaus untersucht werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/605613397ratzl.txt
Schmidt, Andreas
Diskurspraktiken der journalistischen Weblog-Nutzung - eine qualitative Untersuchung am Beispiel des Weblog-Diskurses über die internationale Finanzkrise 2008, 2009. - 100 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

In der vorliegenden Arbeit findet eine Auseinandersetzung mit der journalistischen Weblog-Nutzung statt. Während der Untersuchung wurden die Diskurspraktiken analysiert, die mit den weblog-spezifischen Möglichkeiten der Medialität, Textualität und kommunikativen Funktionalität einhergehen. Aufgrund einer fehlenden geschlossenen Theorie fand die Annäherung an die untersuchungsrelevanten Aspekte mittels verschiedener theoretischer Grundlagen statt. Zu diesen gehören der Forschungsstand zur Weblog-Nutzung, die theoretische Betrachtung von Medialität, Textualität sowie kommunikativem Austausch und die Diskurstheorie nach Foucault. In der qualitativen Studie wurden 30 laien-journalistischeWeblog-Einträge und 28 Weblog-Einträge von professionellen Journalisten zum Diskursthema internationale Finanzkrise analysiert. Als Methode ist die strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring unter partiell diskursanalytischer Perspektive zum Einsatz gekommen. Das Ergebnis der Analyse bilden Nutzungstypen, welche die vielfältigen Diskurspraktiken charakterisieren. Aufgrund der aufgedeckten Unterschiede konnten laien-journalistische Blogger und professionelle Journalisten als heterogene Gruppen identifiziert werden. Neben den neuen Erkenntnissen liefert das entwickelte Analyseinstrumentarium eine Grundlage für die weitere wissenschaftliche Untersuchung von Diskursen in Weblogs.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/605167958schmi.txt
Hanf, Annelie
Der Einfluss der Politik auf die kritische Medienberichterstattung - Indexing am Beispiel der Debatte um den anthropogenen Klimawandel, 2009. - 239 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Analyse der medialen Berichterstattung zum Thema Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik auf Grundlage der von Lance W. Bennett entwickelten Indexing-Theorie. Demnach passen die Massenmedien ihre publizierten Positionen an der jeweiligen Meinungsverteilung in der politischen Elite an. Ziel dieser Arbeit ist es, diese auf Basis von Kriegsberichterstattung entworfene Theorie auf ein anderes, neues Gebiet anzuwenden und damit eine Lücke in der Erforschung der Indexing-Theorie zu schließen. Der Schwerpunkt dieser Diplomarbeit liegt auf der empirischen Analyse der Meinungsverteilung im Parlament / Kongress zum Thema Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik und inwieweit durch dieses Spektrum eine Beeinflussung der Zeitungsberichterstattung zu erkennen ist. Aufgrund der unterschiedlichen Prioritäten in nationaler und internationaler Klimapolitik, wurden die beiden Staaten Deutschland und USA als geeignete Vergleichsobjekte herangezogen. Anhand einer inhaltlichen Analyse von Kommentarartikeln in überregionalen Tageszeitungen, soll untersucht werden, inwieweit sich die Printmedien in ihrer Berichterstattung an einem politischen Meinungsspektrum orientieren. Nachdem die Meinungsbilder der Parteien in Deutschland und den USA zum Untersuchungszeitpunkt anhand einer inhaltlichen Analyse von Pressemitteilungen und Kongressreden erstellt wurden, kam es zudem zu einer Meinungsanalyse von ausgewählten NGOs. Dies diente zur Darstellung eines umfassenderen Meinungsbildes zu Klimawandel und Klimapolitik, welches sich nicht nur auf eine politische Sichtweise konzentriert. Nach der inhaltlichen Untersuchung von 125 Kommentarartikeln in vier Tagszeitungen ergab sich, dass die Annahmen der Indexing-Theorie sowie ihrer Erweiterung nach Jonathan Mermin auch für die mediale Berichterstattung zum Thema Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik zutreffen sind. Aufgrund der konsensuellen Haltung der Parteien in beiden Ländern und einer Orientierung der Medien an diesem Meinungsspektrum, zeigt sich ein deutliches Übergewicht an unterstützenden gegenüber kritischen Aussagen zur Thematik. Kritik war kaum in der Debatte über die Richtigkeit beziehungsweise Legitimation von Klimaschutz und Klimapolitik, sondern hauptsächlich in der Diskussion über Strategien und Leistung der politischen Elite vorzufinden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/602078989hanf.txt
Fleischer, Anna
Die Darstellung der demographischen Entwicklung Deutschlands in der überregionalen Presse, 2009. - 122 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Darstellung des demographischen Wandels in der deutschen Presse anhand von vier überregionalen Printmedien und ihre Veränderung in drei Jahren mithilfe des Framing-Ansatzes. Die theoretische Untersuchung beleuchtet Öffentlichkeit mit ihren Funktionen und Prinzipien, welche von Medien hergestellt wird sowie die öffentliche Meinung als herrschende Meinung, welche Druck auf die Politik ausübt. Weiterhin wird das Forschungsgebiet der Demographie dargestellt, welches Gegenstand der Untersuchung ist. Es wird insbesondere die jetzige Situation in Deutschland geschildert, der Nutzen von Demographie verdeutlicht und Ergebnisse einer Bevölkerungsbefragung zum Thema vorgestellt. Als kommunikationstheoretische Grundlage dient der Framing-Ansatz, insbesondere die Identifikation von Medien-Frames mithilfe einer Inhaltsanalyse. Es werden induktive und deduktive Verfahren sowie qualitative und quantitative Elemente verknüpft um Medien-Frames empirisch zu identifizieren und um die Basis-Frames nach Dahinden zu überprüfen. Die Ergebnisse zeigen keine deutlich ausgeprägten Frames, jedoch lassen sich Unterschiede in der Darstellung der verschiedenen Jahre feststellen. Die Basis-Frames konnten mithilfe der gewählten Methode nicht eindeutig zugeordnet werden. Der Vergleich der Berichterstattung zum demographischen Wandel mit den Ergebnissen der Bevölkerungsbefragung lässt auf eine öffentliche Meinung zum Thema schließen, die sich bereits in der deutschen Familienpolitik durchgesetzt hat.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/601886313fleis.txt
Reiche, Sebastian
Medien und Tourismus: eine Inhaltsanalyse zur Medienberichterstattung über die Destination Thüringer Wald, 2009. - 146 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Medienberichterstattung über die Tourismusregion Thüringer Wald. Dabei wurde der Fragestellung nachgegangen, wie die Destination Thüringer Wald und dessen Trägerorganisation, der Regionalverbund Thüringer Wald e.V., in der Berichterstattung regionaler Medien dargestellt wird und welche Nachrichtenfaktoren dabei zum Tragen kommen. Dabei war zum einen der praktische Einfluss medialer Berichterstattung auf die Entwicklung einer Tourismusregion sowie auf die Öffentlichkeitsarbeit einer Tourismusorganisation von Bedeutung, zum anderen das Auftreten von Nachrichtenfaktoren in der regionalen und lokalen Medienberichterstattung. Anhand des Finalmodells der Nachrichtenwerttheorie und des überarbeiteten Nachrichtenfaktorenkatalogs nach Winfried Schulz wurde der Untersuchungsgegenstand, die Destination Thüringer Wald, mit Hilfe des Analyseinstrumentes der Inhaltsanalyse hinsichtlich der Forschungsfrage untersucht. Als Stichprobe wurde die Berichterstattung der regionalen Tageszeitungen "Freies Wort" und "Thüringer Allgemeine" zum Tourismus im Thüringer Wald in der Zeit von Januar bis November 2008 gewählt. Die Arbeit zeigte neben den unterschiedlichen Schwerpunkten der Ereignis-, Themen- und Akteursstrukturen der beiden Tageszeitungen vor allem hinsichtlich der Nachrichtenfaktoren das interessante Ergebnis, dass diese in der regionalen Medienberichterstattung einer einheitlichen Rangfolge darstellbar sind. Aufgrund unterschiedlicher Ereignis- und Akteursstrukturen wurden zwar Unterschiede in den Ausprägung der Nachrichtenfaktoren sichtbar, jedoch wurde die einheitliche Rangfolge davon nicht berührt. Die dadurch mögliche Ausrichtung der Öffentlichkeits- und Pressearbeit einer Tourismusorganisation anhand spezifischer Nachrichtenfaktoren kann insbesondere hinsichtlich des Ereignismanagements und der Themensetzung für das Destinationsmarketing von Bedeutung sein.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/601730976reich.txt
Steinke, Jan
Entertainment bei Sportveranstaltungen, 2009. - 100 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

In der heutigen Zeit bieten Sportveranstaltungen ihren Besuchern nicht mehr nur den sportlichen Wettkampf zum Zuschauen, sondern immer häufiger werden vielfältige Unterhaltungsangebote als Rahmenprogramm präsentiert. Dabei reichen die Angebote von Musikeinspielungen über Cheerleader und Lichtshows bis hin zu Feuerwerken und musikalischen Live-Auftritten von Künstlern. In dieser Diplomarbeit wurde der Frage nachgegangen, welche Erwartungen die Besucher einer Sportveranstaltung an ein unterhaltendes Rahmenprogramm haben, für welche Unterhaltungsangebote sie sich interessieren und wie sie sich darüber informieren. Anhand der theoretischen und empirischen Analyse der Zuschauermotivationen bei Sportveranstaltungen, der Unterhaltungsangebote bei diesen und der Nutzung von Informationsquellen um sich zu informieren, konnten Tendenzen bei den Erwartungen und Interessen aufgezeigt werden. So ergab die Online-Befragung der Besucher von Sportveranstaltungen, dass die am stärksten ausgeprägte Erwartung an ein unterhaltendes Rahmenprogramm ist, "an diesen Spaß zu haben". Das größte Interesse gilt den musikalischen Unterhaltungsangeboten. Für die Information über bevorstehende Sportveranstaltungen mit unterhaltendem Rahmenprogramm ist eine häufige Nutzung von Tageszeitungen und dem Internet zu erwarten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/601188594stein.txt
Aue, Carolin
Schülerinnen, Medien, Schönheit - eine qualitative Untersuchung zum Einfluss medial vermittelter Schönheitsbilder auf die Selbsteinschätzung des eigenen Äußeren weiblicher Jugendlicher, 2009. - 112 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit der Thematik des Einflusses von im Fernsehen präsentierten Schönheitsbildern auf weibliche Jugendliche. Bislang fokussierten wissenschaftliche Untersuchungen lediglich die Folgen, welche aus einem Vergleich mit attraktiven Idealen aus Printmedien und TV-Werbung resultierten. Aus diesem Grund erforscht das gegenwärtige Untersuchungsprojekt die Art und Weise des Vergleichsprozesses, wobei qualitative Leitfadeninterviews zur Ergebnisgenerierung dienen. Theoretische Grundlage bildet die Theorie des sozialen Vergleichs nach Leon Festinger. Es konnte untersucht werden, wie sich 13- bis 16-jährige Teenager mit Darstellerinnen im Fernsehen vergleichen. Dabei war es möglich, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mädchen, die sich äußerlich als schön beurteilten und weiblichen Jugendlichen, die sich als nicht schön einschätzten, aufzuzeigen. Ferner wurden die persönliche Definition von Schönheit, die Beurteilung des im TV vermittelten Schönheitsbildes sowie dessen präferierte Veränderung untersucht. Mittels Online-Fragebogen fand die Selektion acht zu befragender Fälle statt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Weise des Vergleichsprozesses insbesondere bei Teenagern, die mit ihrem Äußeren eher nicht zufrieden sind, einige Besonderheiten aufweist. Die Schönheitsideale werden generell als unerreichbar wahrgenommen. Aber auch die Mädchen, die ihr Aussehen positiv evaluieren, offenbaren aufschlussreiche Merkmale im sozialen Vergleich mit Frauen im Fernsehen. Für sie sind jene Schönheitsbilder eine Inspiration, eigene äußerliche Eigenschaften zu verbessern. Ähnlichkeiten beider Gruppierungen sind insbesondere bei der Abwertung des Vergleichsstandards sowie den verwendeten Merkmalsdimensionen zu erkennen. Das Fernsehprogramm sollte, laut den erhobenen Erkenntnissen, ein heterogenes Bild des weiblichen Geschlechts zeigen, welches sich durch unterschiedliche Altersklassen sowie Körpermaße und einem differenzierten Schönheitsbild auszeichnet.


Rosenbaum, Julia
Future Talks - eine binationale Delphi-Befragung zur Entwicklung des digitalen Musikvertriebs, 2009. - 212 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Ziel der vorliegenden Arbeit war die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Zehnjahresprognose über die Entwicklungspotenziale und Trends des internationalen digitalen Musikvertriebs sowie dessen Auswirkung auf die Musikindustrie. Hierzu wurden zunächst der Status quo des digitalen Musikvertriebs abgebildet und der bisherige Diffusionsprozess der Innovation digitaler Musikvertrieb anhand des Innovations-Entwicklungsprozesses der Diffusionstheorie von Rogers (2003) theoretisch reflektiert. Die wissenschaftliche Vorausschau geschah unter Anwendung der Delphi-Technik, einer besonderen Form der Experteninterviews. Die Stichprobe (n = 49) der Delphi-Befragung in zwei Runden umfasste Experten aus der Musikindustrie in Deutschland und in Südafrika. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Zukunft der Musikindustrie im digitalen Musikvertrieb liegen wird. Er wird im Jahr 2018 das überlegene Vertriebsmodell auf dem internationalen Musikmarkt darstellen, den traditionellen, an ein spezifisches Medium gebundenen Tonträgerhandel ersetzen und strukturelle Veränderungen der Wertschöpfungskette der Musikindustrie nach sich ziehen. - Schlüsselworte: Delphi-Technik, Delphi-Befragung, Deutschland, Diffusionstheorie, Digitaler Musikvertrieb, Innovation, Innovations-Entwicklungsprozess, Musikindustrie, Prognose, Südafrika


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/60113060Xrosen.txt
Fensch, Sandra
Pädagogisch wertvolle Elemente in Serious Games : eine qualitative Evaluation von "Luka und der verborgene Schatz" unter lerntheoretischen Gesichtspunkten, 2009. - 154 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit pädagogisch wertvollen Elementen in Computerspielen für Kinder. Dabei wurde sich einem konkreten Spiel mit dem Namen "Luka und der verborgene Schatz" aus lerntheoretischer Sicht genähert. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein klassisches Lernspiel, sondern um ein Abenteuerspiel, das auf spielerische Weise Informationen zur Thematik Alkohol- und Drogenkonsum bei Kindern und Jugendlichen transportieren soll. Besondere Beachtung fand dabei die sozial-kognitive Lerntheorie, aus welcher Elemente zur Beurteilung des Spiels verwendet wurden. Im Vordergrund der Forschung stand das Bestreben, Aussagen über die Qualität der im Spiel vorkommenden Modelle, wie Figuren und Handlungen, und damit Vermutungen über die Wahrscheinlichkeit von deren Nachahmung durch die rezipierenden Kinder treffen zu können. Dazu wurde das Spiel und seine Begleitmaterialien inhaltsanalytisch untersucht. Um Gedanken und Meinungen der Zielgruppe einzufangen, wurde außerdem ein Spielexperiment mit einer 6. Klasse eines Gymnasiums durchgeführt. Die Probanden konnten sich im Anschluss an das Spielexperiment in zwei Gruppendiskussionen zum Spiel äußern. Die im Rahmen dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen vielmehr als Hilfestellung zur Bewertung eines konkreten Computerspiels dienen bzw. eine Anregung für zukünftige Forschungsarbeiten sein.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/599908645fensc.txt
Kowal, Maria-Christin
Vorbildliche Konfliktlösung in Hörspielen? : eine Inhaltsanalyse der Gewaltdarstellungen in der Serie TKKG, 2009. - 177 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Darstellung von Gewalt in der Kinderhörspielserie TKKG. Aufbauend auf der theoretischen Basis der Sozial-kognitiven Lerntheorie von Bandura und empirischen Grundlagen aus der Medienwissenschaft wurden relevante Forschungsfelder gebildet. Zum einen fand dabei die Untersuchung einer zeitlichen Entwicklung von Gewalt bis zum Jahr 2008 statt. Zum anderen wurden Faktoren, die das Lernen von Gewalt durch Medienmodelle fördern und hemmen, extrahiert. Die Untersuchung erfolgte mittels einer Inhaltsanalyse anhand einer gezielten Stichprobenauswahl (jede dritte Episode), sodass insgesamt 53 Episoden der Serie TKKG kodiert wurden. Als Kodiereinheit wurden dabei 482 Gewaltsequenzen identifiziert. Die Ergebnisse zeigten, dass im Zeitverlauf seit der ersten Episode kein deutlicher quantitativer oder qualitativer Rückgang von Gewalt zu verzeichnen war. Durch die Analyse konnten verschiedene Einflussfaktoren gefunden werden, die das Lernen von Gewalthandlungen vom Täter oder Opfer sowohl hemmen als auch begünstigen. Auf rein theoretischer Basis konnte die Erkenntnis gewonnen werden, dass Hörspielrezipienten Gewalt mit höherer Wahrscheinlichkeit durch eine täterzentrierte Sichtweise erlernen. Opfer präsentierten insgesamt ein eher defensives und das Gewaltlernen hemmendes Verhalten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/598732012kowal.txt
Fleischmann, Karla
Die Darstellung von internationalen politischen Konflikten am Beispiel von China und Tibet - eine Framing-Studie, 2009. - 86 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Berichterstattung über die Tibet-Problematik anhand des Framing-Ansatzes. Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Interpretationsrahmen der Öffentlichkeit bereitgestellt werden, um den Tibet-Konflikt einzuordnen. Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 2008 wird die Berichterstattung über die Tibet-Problematik in den Tageszeitungen Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung analysiert. Hierzu wird ein Vergleich zwischen je einem Ereignis aus den Jahren 2001, 2007 und 2008 gezogen, wobei die Untersuchungszeiträume auf je drei Monate festgesetzt sind. Neben der Identifikation von Frames und deren näheren Beschreibung wird anhand eines Vergleichs der ermittelten Frames geprüft, ob und wie sich die gefundenen Frames zwischen den einzelnen Untersuchungszeiträumen unterscheiden und welche Ursachen es dafür gibt. Zusätzlich wird ermittelt, welche Themenbereiche in der Berichterstattung berücksichtigt werden und welche Akteure von zentraler Bedeutung sind. Dazu wurde eine Stichprobe von 268 Artikeln über die Tibet-Problematik einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Mittels einer Faktorenanalyse wurden sechs Frames identifiziert, von denen sich lediglich der Frame "Menschenrechte" über alle Untersuchungszeiträume hinweg zeigt. Dies bestätigt, dass der gesamten Berichterstattung über die Tibet-Problematik das Thema Menschenrechte zugrunde gelegt ist und eine bedeutende Rolle spielt. Insgesamt sind die einzelnen Frames an bestimmte Ereignisse gekoppelt, bei denen sie stärker hervortreten und somit zeitlich und inhaltlich mit zeitgeschichtlichen Ereignissen in Zusammenhang stehen. Hinsichtlich der Akteure wurden bis zu drei Akteure berücksichtigt. In allen drei Untersuchungszeiträumen tritt der Journalist am häufigsten als Hauptakteur auf. Betrachtet man den zweiten und dritten Hauptakteur, so sind diese eng an das jeweilige Ereignis der Untersuchungszeiträume gebunden. Dadurch wurde den betroffenen Parteien ermöglicht, auch ihre Sicht der Dinge darzustellen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/596231121fleis.txt
Brunner, Nikolai
Erfolgsfaktoren für die Zitierung wissenschaftlicher Zeitschriftenartikel : eine inhaltsanalytische Untersuchung, 2009. - 67 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Bachelor-Arbeit, 2009

In der vorliegenden explorativen Arbeit wird eine Inhaltsanalyse von Artikeln (N = 78) des Jahrgangs 2004 dreier kommunikationswissenschaftlicher Zeitschriften hinsichtlich verschiedener Darstellungsmerkmale durchgeführt. In einer Regressionsrechnung werden die ermittelten Darstellungsmerkmale (UVs) verwendet, um die Häufigkeit zu erklären, mit der die Artikel später zitiert wurden (Zitierungshäufigkeit, AV). Als theoretischer Hintergrund dienen der Sozialkonstruktivismus und die Rational-Action-Theory, die die Vermutung nahelegen, daß eine Darstellungsweise, die den zitierenden AutorInnen Zeit spart und so die Konstruktion von Wissen im Wissenschaftssystem erleichtert, die Zitierungshäufigkeit erhöht. Als Ergebnis zeigen sich für empirische und argumentative Artikel unterschiedliche Einflüsse von Darstellungsaspekten auf die Zitierungshäufigkeit.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/595810462brunn.txt
Hartlich, Bettina
Die Bedeutung des Internets für die interne und externe Kommunikation von NGOs, 2009. - 79 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Bedeutung des Internets für die interne und externe Kommunikation von Non-Governmental Organisations (NGO). Neben der Darstellung der wesentlichen Funktionen, Ziele und Ressourcen wird unter Verwendung der Theorie der integrierten Unternehmenskommunikation nach Zerfaß die Rolle der NGOs im Spannungsfeld moderner Internetkommunikation umrissen. Mittels einer qualitativ angelegten Methoden-Triangulation wurden Führungskräfte internationaler NGOs im Umfeld eines Workshops zu Potenzialen, Herausforderungen, Trends und Schwerpunkten der organisationalen Internetkommunikation befragt. Es zeigt sich, dass Partizipation, Zusammenarbeit und Koordination als Kernelemente zukünftiger Kommunikationsprozesse betrachtet werden. Der Austausch von internem und externem Wissen und Fähigkeiten wird betont. Durch die steigende Bedeutung der Internetkommunikation erwarten die Entscheidungsträger wesentliche Veränderungen der Organisationsstrukturen, um die gesellschaftliche Relevanz von NGOs längerfristig sichern zu können.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/594153093hartl.txt
Karbe, Tobias
Die Rolle der Medien für die Einstellung der Bürger zur Europäischen Union : eine Sekundäranalyse des Eurobarometers, 2009. - 89 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob eine spezielle Mediennutzung eine bestimmte Einstellung zur Europäischen Union zur Folge hat. Das Forschungsinstrument bildet eine Sekundäranalyse des Eurobarometers. Dabei handelt es sich um eine Meinungsumfrage, die von der Europäischen Kommission regelmäßig in allen EU-Ländern durchgeführt wird. Mit Hilfe internationaler Medieninhaltsanalysen zur Präsenz EU-relevanter Themen in den Nachrichten, konnten Hypothesen zu den Wirkungen einer bestimmten Mediennutzung auf die Einstellung der Rezipienten zur EU aufgestellt werden. Dazu gehören die Annahmen, dass eine regelmäßige Nutzung von Nachrichten bei öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosendern sowie das regelmäßige Lesen mindestens einer Qualitätszeitung, zu einer positiven Einstellung gegenüber der EU führen. Außerdem wird auch die Internetnutzung betrachtet und auf Grundlage einer Mobilisierungshypothese ein positiver Effekt bei der regelmäßigen Internetnutzung auf die Einstellung vermutet. Zusätzlich wird das Elaboration-Likelihood-Modell, ein Modell zur Vorhersage von Einstellungsänderungen aufgrund kognitiver Informationsverarbeitung, geprüft. Es bietet damit einen psychologischen Aspekt bei der Erklärung von Medienwirkungen auf die Einstellung. Mit Hilfe der aufgestellten Mediensystemmodelle in Europa von Hallin und Mancini wird anschließend versucht, Unterschiede bei den Medienwirkungen in den acht untersuchten Ländern durch ihre Mediensysteme zu erklären. Bei der Kontrolle von intervenierenden Einflussfaktoren stellte sich das Wissen über die EU und ihren Institutionen als wichtige Determinante der Einstellung heraus. Aus diesem Grund wurde nicht nur die direkte Beeinflussung der Medien auf die Einstellung getestet, sondern weiterführend die indirekte Beeinflussung durch die Wissensvermittlung. Es stellte sich heraus, dass lediglich das Lesen von Qualitätszeitungen in vier Ländern einen direkten positiven Effekt auf die Einstellung besitzt. Die Nutzung von Nachrichten im Radio und Fernsehen bei öffentlich-rechtlichen Sendern brachte keine signifikanten Ergebnisse. Die Internetnutzung spielte nur in Irland und Polen eine Rolle bei der Einstellungsbestimmung. Die Ergebnisse zur indirekten Wirkung der Mediennutzung brachten hingegen deutlichere Ergebnisse. Grundsätzlich ist bei einer regelmäßigen Nachrichtennutzung, unabhängig von der Medienart, eine Wissensvermittlung über die EU vorhanden. Darin manifestiert sich die wichtigste Rolle der Medien bei der Einstellungsbildung. Denn gleichzeitig konnte festgestellt werden, dass das Wissen über die EU und das bekundete Interesse an der EU die ausgeprägtesten Einflüsse auf eine Zustimmung zur Europäischen Union haben.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/594007984karbe.txt
Elster, Ludwig
Determinanten der Formatentscheidung beim Kauf von Musik, 2009. - 84 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Diplomarbeit untersucht, welche Formateigenschaften dazu führen, dass sich Konsumenten beim Hören und Kaufen von Musik für Audio-CDs beziehungsweise für mp3s entscheiden. Grundlage der Forschung ist die Theorie des geplanten Verhaltens von Icek Ajzen. Dem Modell zufolge wird das Verhalten eines Menschen - beispielsweise seine Entscheidung für das eine oder andere Musikformat - von Einstellungen gegenüber dem Verhalten, sozialem Druck und der Kontrolle über die Handlung bestimmt. Die Eigenschaften der Formate werden deshalb im Kontext dieser Einflussvariablen betrachtet und ihre Wirkung untersucht. - Zur Beantwortung der Frage wurde eine zweistufige Untersuchungsmethode gewählt. Zunächst wurde durch fünf Face-to-Face-Interviews im Sommer 2008 ein Überblick über mögliche Einflussfaktoren gewonnen. Die daraus gefilterten Ergebnisse bildeten die Basis für eine Online-Befragung von Studierenden der Technischen Universität Ilmenau im November 2008 zu ihren Einstellungen und Gewohnheiten beim Hören von Musik. Hierbei standen die Art und Weise der Musiknutzung und des Kaufs sowie deren individuelle Einschätzung im Vordergrund. Aufgrund der Antworten der 598 Befragten wurden Wahrscheinlichkeitswerte für die Formatentscheidung ermittelt, die mit den Angaben zur vergangenen Medienwahl verglichen werden konnten. - Für die Einstellungen zu Nutzung und Kauf ergeben sich je nach Kontext der Handlungsaspekte verschiedene Formatpräferenzen. So wurde unter anderem danach unterschieden, ob Musik unterwegs oder zu Hause bzw. eher bewusst oder nebenbei genutzt wird. Insgesamt wurde die mp3 dabei etwas besser bewertet. Ein Zusammenhang zwischen den sich aus den Einstellungen ergebenden Nutzungsund Kaufwahrscheinlichkeiten und der Formatwahl in der Vergangenheit lässt sich hingegen nur für die CD feststellen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/592809544elste.txt
Röseler, Elena
Wie kann man die 60plus für das Internet begeistern? : eine empirische Untersuchung zur Internetakzeptanz der älteren Generation, 2009. - 135 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Angesichts der raschen Digitalisierung unserer Gesellschaft und der damit verbundenen Bedeutung und Verbreitung der Kommunikationstechnologien, ist bis jetzt oft die Zurückhaltung der älteren Menschen in der Internetnutzung thematisiert worden. Mögliche Nachteile für diese Gruppen wurden als Grund herangezogen, warum die ältere Generation den Schritt ins globale Netz machen sollte. Angeregt von diesem Wunsch hatte die vorliegende Arbeit zum Ziel, eine Antwort auf die Frage zu geben, wie die über 60-Jährigen von der Internetnutzung überzeugt werden können. Unter Berücksichtigung natürlicher Handlungsbarrieren und ihrer Rolle für die Nutzen- und Einfachheitswahrnehmungen zum Internet, sollten wichtige Faktoren identifiziert werden, die als hemmend oder begünstigend für diese Entscheidung erscheinen und mögliche Lösungswege abgeleitet werden. Die Ergebnisse der Arbeit belegen, dass die wahrgenommenen persönlichen Vorteile der Internetnutzung nicht selbstverständlich sind. Sie müssen unter dem individuellen Kosten-Nutzen-Aufwand betrachtet werden. Für Personen, die das Internet nicht nutzen, zeigt sich der Aufwand beim Einstieg in das Internet deutlich höher, als die Profite die sie sich davon erhoffen. Hierbei spielen vor allem Einflüsse eine Rolle, die nicht oder nur wenig von außen gesteuert werden können.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/592383776roese.txt
Süße, Juliane
Einflussfaktoren auf die externe Unternehmenskommunikation Thüringer Unternehmen in Russland, 2009. - 87 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Russland ist aus Sicht Deutschlands der dynamischste Außenhandelsmarkt. Für den Erfolg der Auslandsaktivitäten ist dabei die Unternehmenskommunikation von wesentlicher Bedeutung. Um die optimale Ausgestaltung der Unternehmenskommunikation in Russland herauszufinden, werden in dieser Arbeit Einflussfaktoren externer Unternehmenskommunikation in Russland am Beispiel Thüringer Unternehmen untersucht sowie der aktuelle Stand dieser herausgearbeitet. Nach der Darstellung des wirtschaftlichen Potentials Russlands für Deutschland bzw. Thüringen werden grundlegende Begriffe der Unternehmenskommunikation vorgestellt und darauf aufbauend der Forschungsstand zu internationaler Unternehmenskommunikation aufgearbeitet. Hier sind insbesondere Ansätze von Bedeutung, die von Einflussfaktoren auf die Unternehmenskommunikation ausgehen. Aus den vorgestellten Ansätzen werden die Annahmen in einem Modell zusammengefasst, welches als Grundlage für die empirische Studie herangezogen wird. Die Inhaltsanalyse von sechs leitfadengestützten Experteninterviews mit Vertretern Thüringer Unternehmen ergibt, dass russlandspezifische Einflussfaktoren auf die Unternehmenskommunikation von Unternehmen niedrigerer Marktbearbeitungsstufen kaum beachtet werden. Jedoch zeigt sich auch die Tendenz, dass mit zunehmender Marktbearbeitungsstufe länderspezifische Einflussfaktoren relevanter werden. Insgesamt wird ersichtlich, dass die Unternehmenskommunikation Thüringer Unternehmen in Russland großes Potential zur Optimierung aufweist. Welche Einflussfaktoren dabei zukünftig von besonderer Bedeutung sind, ist in folgenden Untersuchungen zu klären, wofür in dieser Arbeit Hypothesen erarbeitet werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/590377272suess.txt
Albert, Heike
Erfolgsfaktoren von Webkampagnen : eine empirische Analyse am Beispiel von weg-mit-kevin.de, 2009. - 100 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2009

Die Protestaktion gegen das neue Gesicht auf der Kinder Schokolade von Ferrero war im Dezember 2005 Gegenstand der Medienberichterstattung. Das Ziel der Untersuchung bestand darin, die Faktoren zu identifizieren, welche das Interesse der Medien an diesem Ereignis hervorgerufen haben. - Als theoretische Grundlagen wurden dazu die Nachrichtenwerttheorie, der Camp-Ansatz sowie Arbeiten zur Beziehung von Weblogs und Journalisten herangezogen. Als Untersuchungsmethode fand die quantitative Inhaltsanalyse Anwendung. Es wurde ein Codebuch mit fünfzehn ereignisprägender Faktoren entwickelt. Diese Faktoren wurden für unterschiedliche Untersuchungsobjekte erhoben. - Im Ergebnis konnten acht ereignisprägende Faktoren identifiziert werden, allerdings beeinflussten sie die Nachrichtenauswahl nicht im gleichen Umfang. Für die Faktoren Prominenz, Leidenschaft, Nostalgie und Ethnozentrismus konnte eine relativ große Bedeutung im Prozess der journalistischen Selektion nachgewiesen werden. Die Faktoren Konflikt, Kitsch, Personalisierung und Außergewöhnlichkeit prägten die Medienbeiträge in einem geringeren Umfang. Deutlich wurde bei der Auswertung außerdem, dass sowohl klassische Nachrichtenfaktoren, als auch Camp-Faktoren die Berichterstattung beeinflusst haben. Damit konnte belegt werden, dass grundsätzlich nicht nur sachlich-objektiven Faktoren, sondern auch emotionale Aspekte in der journalistische Selektionsentscheidung von Bedeutung sein können, allerdings in einem leicht geringeren Umfang. Allerdings wurde auch festgestellt, dass mit Zunahme der Intensität der klassischen Nachrichtenfaktoren die Camp-Faktoren nur noch eine untergeordnete Rolle bei der Beitragsauswahl spielten. Beim Vergleich der Webkampagne als Ereignis und den Medienbeiträgen wurde festgestellt, dass die Faktoren, welche die Webkampagne als Ereignis charakterisierten, grundsätzlich ebenfalls in den Medienbeiträgen von Bedeutung waren. Allerdings wurden die Faktoren in den Medienbeiträgen insgesamt weniger intensiv betont. Die Ereignismerkmale in den Weblogs waren insgesamt geringer ausgeprägt als die Beitragsmerkmale in den Medienberichten. Eine direkte Übernahme des Themas aus den Weblogs in die Medien konnte daher nicht festgestellt werden. Ebenso wenig konnte ein direkter Zusammenhang zwischen der Bedeutungszunahme des Themas in den Weblogs und der Registrierung dieses Themas als Nachricht nachgewiesen werden. Allerdings scheint die Veröffentlichung von Medienbeiträgen zu dem Thema einen Verstärkungseffekt für die Weblog-Kommunikation zur Folge gehabt zu haben. Insgesamt konnten aus diesen Ergebnissen nur Vermutungen abgeleitet werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/590376527alber.txt
Wiratmojo, Yoseph Bambang
The internationalization of the german´s higher education system : a qualitative content analysis on implementation of the Bologna process of master degree program´s curricula in media and communication studies, 2009. - 94 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2009

Die Internationalisierung des Ausbildungssystems in der deutschen Medien- und Kommunikationswissenschaft durch den Bologna-Prozess befindet sich immer noch in der Entwicklung. Alle ausbildenden Institute, welche im Rahmen dieser Studie befragt wurden, sind der Meinung, dass die internationale Mobilität der Studierenden im Sinne des Bologna-Prozesses die wichtigste Variable ist, welche die internationale Zusammenarbeit mit anderen Universitäten bestimmt. Die Erhöhung der Anzahl von Lehrveranstaltungen in englischer Sprache erhielt diesbezüglich auch das Hauptinteresse, um mehr internationale Studierende für ein Studium in Deutschland zu interessieren. Die Implementierung der neuen Lehrpläne in den Bachelor- und Masterstudiengänge wurden hingegen als transparenter und eindeutiger in der Stuktur und im Inhalt betrachtet, als es bei den vorhergehenden Diplom- und Magisterlehrplänen der Fall war. Nichtsdestotrotz trat mit dem kompatiblen und vergleichbaren Qualifikationsprinzip von Bachelor und Master auch das Dilemma auf, dass bei einigen Medien- und Kommunikationsstudiengängen Anpassungen am Inhalt hinsichtlich des veränderten Arbeitsaufwands und der Studienperiode vorgenommen werden mussten. Außerdem führte die Bachelor- und Masterstruktur zu Befürchtungen, dass es die Bachelorabsolventen vorziehen würden, lieber in der Wirtschaft zu bleiben als zum Campus zurückzukehren, um einen höheren Abschluss anzustreben. - Diese Forschung basierte auf Inhaltsanalysen der Lehrplandokumente und auf persönlichen Befragungen jeweils eines Repräsentanten von Hochschulen in den Medien- und Kommunikationwissenschaften von vier Universitäten


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/590226002wirat.txt
Pommer, Cristina-Irina
The public debate on climate change in Romania, 2008. - 80 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2008

Diese Masterarbeit stellt die Ergebnisse einer Inhaltsanalyse dar, die an den vier wichtigsten Rumänischen Zeitungen durchgeführt wurde. Der Analysezeitraum erstreckte sich von Januar 2006 bis Juni 2006, repräsentierend für die Zeit vor dem EU-Beitritt, sowie von Januar 2008 bis Juni 2008, als Zeitraum nach dem Beitritt. Ziel war es, herauszufinden, wie Klimawandel in diesem Land geframed wird, und ob Rumäniens EU-Beitritt im Januar 2007 einen Einfluss darauf hatte. - Außerdem stellt diese Forschungsarbeit theoretische Grundlagen der Medienberichterstattung des Klimawandels und aus der Framing Theorie zur Verfügung. - Die in der Arbeit erhaltenen Frames beschreiben die öffentliche Diskussion zum Klimawandel. Es wurde gezeigt, dass der Beitritt zur EU einen großen Einfluss auf die Ergebnisse hatte, jedoch nicht als alleiniger Einfluss auftaucht.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/589991493pomme.txt
Landwehr, Bernd
Die mediale Darstellung der Klassik Stiftung Weimar : Analyse der medialen Darstellung der Klassik Stiftung Weimar im Zusammenhang mir der Wiedereröffnung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, 2008. - 82 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Inhalt der Arbeit ist die Analyse der Berichtserstattung über die Klassik Stiftung Weimar. - Im einführenden Teil wird kurz die Klassik Stiftung Weimar und Kunstsammlungen und das UNESCO Weltkulturerbe Ensemble klassisches Weimar vorgestellt und die globale kulturelle Bedeutung und die spezielle Bedeutung für die Region thematisiert. Bei der Behandlung der für die Aufgabenstellung relevanten theoretischen Grundlagen werden die Theorie der Kulturberichterstattung und das Framing-Konzept detailliert dargestellt. Dabei werden Stärken und Schwächen des Framing-Konzepts, die theoretischen Grundlagen, der Einsatz des Konzepts in der Kommunikationswissenschaft mit den Ansätzen wirkungszentriert, öffentlichkeits-bewusstseinszentriert und kommunikationszentriert kurz skizziert. Da bei der Analyse auch die Anwendbarkeit der Basisframes des Kommunikationswissenschaftlers Urs Dahinden untersucht wird, wird auf die Arbeit von Dahinden näher eingegangen. - Im Hauptteil der Arbeit wird zunächst das methodische Vorgehen bei der Analyse, die Validierung der Reliabilität und die immer weiter fortschreitende Komprimierung der erkannten Muster und schließlich dann das Ergebnis der Analyse beschrieben. Mittels des Framing-Ansatzes wird die Berichterstattung in einem Untersuchungszeitraum vier Wochen vor bis zwei Wochen nach der Wiedereröffnung der durch einen Brand stark beschädigten Herzogin Anna Amalia Bibliothek untersucht. In der Arbeit wurde die Kulturberichtserstattung von vier regionalen (Thüringer Allgemeine, Thüringer Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung, Freies Wort) und sieben überregionalen Printmedien (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Die Welt, Bild, Tagesspiegel, Der Spiegel) untersucht. Insgesamt wurden 237 Artikel mittels quantitativer Inhaltsanalyse untersucht. - Die Artikel wurden dabei nach verschiedenen inhaltlichen und formalen Kriterien ausgewertet. Die Darstellungen der Auswertungsergebnisse zeigen sowohl inhaltlich verwertbare Zusammenhänge als auch Resultate, die für die vorliegende Arbeit nicht direkt verwertbar sind, wo sich aber ggf. weiter führende Untersuchungen in andere Richtungen lohnen könnten. Schwerpunkt der Analyse ist Identifizierung von Frames in der Berichterstattung der Medien im Betrachtungszeitraum. Bei der Codierung an Hand der erstellten Codierlinien konnten zunächst 52 Cluster erkannt werden. In einem mehrstufigen Verfahren der Komprimierung wurden diese Cluster verdichtet. Die Arbeit identifizierte dabei fünf Frames, die auf unterschiedliche Themen der Berichterstattung bezogen sind. Im Weiteren deckt die Arbeit eine Verknüpfung der Kulturberichterstattung im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit anderen Themen, vor allem wirtschaftlichen Aspekten auf.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/589821628landw.txt
Müller, Lena
Das Informationsverhalten von Diabetespatienten, 2008. - 106 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Frühere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass Patienten bezüglich ihrer Erkrankung verschiedene Informationsbedürfnisse haben. Zur Befriedigung dieser Bedürfnisse nutzen sie sowohl Medien als auch nicht-mediale Quellen. Ziel dieser qualitativen Studie war auf Grundlage des Uses and Gratifikation Ansatzes die Informationsbedürfnisse von Diabetikern zu eruieren und zu kategorisieren. Zudem sollte gezeigt werden, wie verschiedene mediale und nicht-mediale Quellen von Diabetikern bei ihrer Informationssuche bewertet und genutzt werden. Dabei sollten sowohl das Erwartungs-/ Bewertungsmodell überprüft als auch ein Zusammenhang zwischen den von den befragten Diabetespatienten gesuchten und erhaltenen Gratifikationen hergestellt werden. Es wurden acht Leitfadeninterviews und zwei Focus Groups mit insgesamt 16 Diabetikern durchgeführt und digital aufgezeichnet. Die Transkriptionen dieser Interviews wurden mit Hilfe von qualitativen Inhaltsanalysen analysiert. Dabei zeigte sich, dass alle Informationsbedürfnisse der befragten Diabetespatienten den Bereichen Autonomie, Sicherheit und kognitive Stimulans zugeordnet werden können. Darüber hinaus sind Zusammenhänge zwischen den soziodemographischen Merkmalen der Befragten und den von ihnen erläuterten Bedürfnissen erkennbar. Es konnte außerdem gezeigt werden, dass die von den Befragten am meisten genutzten Medien Zeitschriften, Infor-mationsbroschüren, Bücher, das Internet und das Fernsehen sind, wenn es um Informationen bezüglich ihrer Erkrankung geht. Andere genutzte Quellen sind Ärzte, Schulungen, Vorträge und Bekannte. Dabei nutzen Typ 2 Diabetiker vorwiegend Zeitschriften und Informationsbroschüren, wohingegen Typ 1 Diabetiker sich mehr in Büchern und im Internet über ihre Erkrankung informieren. Außerdem wird erkennbar, dass Diabetiker, die insbesondere Bedürfnisse aus dem Bereich Sicherheit haben, Informationen aus Zeitschriften und dem Fernsehen bevorzugen. Die befragten Diabetiker, bei welchen bei der Informationssuche die Bedürfnisse aus dem Bereich der kognitiven Stimulans überwiegen, nutzen dagegen vor allem Bücher und das Internet bei ihrer Informationssuche.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/58972553Xmuell.txt
Kaczmarczyk, Isabelle
Internetradios - Motive der Nutzung : eine empirische Untersuchung im Rahmen der Uses & Gratifications-Forschung, 2008. - 111 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

In der vorliegenden Arbeit wurden die Nutzungsmotive der Internetradionutzung untersucht. Dabei bot der Uses & Gratifications-Ansatz den theoretischen Rahmen, der mit weiteren theoretischen Konstrukten ergänzt wurde. Die empirische Untersuchung umfasste zwei Nutzerbefragungen, die im Internet durchgeführt wurden. Dabei wurden Nutzer zweier unterschiedlicher Internetradioarten befragt und verglichen. Bei beiden Befragungen wurden vor allem affektive Bedürfnisse wie Unterhaltung, Spaß und Erholung als Nutzungsmotive gefunden. Daneben scheinen Musik und wenig Werbung den Einschaltimpuls ebenfalls zu fördern. Interaktive Möglichkeiten wurden nicht in dem Maße geschätzt, wie vorher vermutet. Die Informationssuche war im Schnitt ein eher unwichtiges Motiv zum Einschalten, jedoch polarisierte diese, so dass sie für einen Teil der Befragten von Bedeutung war. Auch wurden keine aussagekräftigen Unterschiede zwischen den beiden Nutzergruppen gefunden, was mit den kleinen Stichproben und homogenen Gruppen zusammenhängen könnte. Ein interessantes Ergebnis war die mobile Nutzung von Internetradios, die einige Nutzer angaben. Aufgrund des Auswahlverfahrens konnten keine repräsentativen Ergebnisse generiert werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/58902616Xkaczm.txt
Krumpholz, Antje
Das Thema 'Klimawandel' in der Berichterstattung der Medien und in der Wahrnehmung der Bevölkerung : eine inhaltsanalytische Studie von Zeitschriften und Wochenzeitungen, 2008. - 225 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Medien die Berichterstattung über den Klimawandel framen und ob deren Rezipienten diese Frames übernehmen. Mit Hilfe einer Inhaltsanalyse von 225 Artikeln der Nachrichtenmagazine ,DER SPIEGEL', ,DER FOCUS' und der Wochenzeitung ,DIE ZEIT' im Zeitraum von Februar bis Mai 2007 konnten faktorenanalytisch sieben Medienframes identifiziert sowie die Wahrnehmung des Themas erforscht werden. Ein zweites methodisches Standbein bildete eine Telefonbefragung zur politischen Online-Kommunikation mit 1415 Probanden die zwischen Mai und August 2007 unter anderem zum Thema Klimawandel interviewt wurden. Daraus konnten mit Hilfe des Kategoriensystems der Inhaltsanalyse Publikumsframes abgeleitet und die Wahrnehmung des Themas erforscht werden. Die untersuchten Medien- und Publikumsframes stimmten in ihren ,Lösungsvorschlägen' überein und ließen Rückschlüsse auf einen Transfer zwischen beiden Seiten zu. Der Klimawandel selbst wurde von den Medien und Rezipienten in den Strukturen ,Meinungen zum Klimawandel' und ,Lösungswege zum Klimaschutz' wahrgenommen. Unterschiede zwischen beiden Seiten zeigten sich in der Relevanz der analysierten Dimensionen. Signifikante Einflüsse des Leseverhaltens der Probanden auf die Zustimmung der Wahrnehmungsstrukturen im Klimawandel konnten nicht bestätigt werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/579548309krump.txt
Steinicke, Ingmar
Wissen und Wissensmanagement in online Gemeinschaften : eine qualitative Inhaltsanalyse von Mechanismen zur Sicherung der Validität von Wissen in wissensverwaltenden online Gemeinschaften, 2008. - 98 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Masterarbeit, 2008

In dieser Arbeit wurden fünf deutschsprachige wissensverwaltende online Gemeinschaften exemplarisch untersucht: Ciao.de, Fowid, Lycos IQ, Wikipedia und Yahoo! Clever. Der Schwerpunkt der durchgeführten qualitativen Inhaltsanalyse lag dabei auf der Klärung der Frage, wie die Validität sichergestellt wird. Dazu wurden Mechanismen, welche die Validität des eingebrachten Wissens sichern und das Vertrauen in ihr stärken sollen, untersucht, miteinander verglichen und abschließend diskutiert. - Im theoretischen Rahmen wurde zunächst eine Dimensionierung von Wissen vorgenommen, welche verschiedene Eigenschaften von Wissen zusammenfasst, um zu einem integrativen Wissensbegriff zu gelangen. Wissen hat demnach einen Gegenstand, eine Quelle, einen eingeräumten und einen tatsächlichen Wahrheitsgehalt, sowie eine Gültigkeit und eine Verbreitung, welche sich in drei Komponenten (objektiv, sozial und subjektiv) gliedern. Anhand dieser Dimensionierung wurden die Ausprägungen des Wissens in online Gemeinschaften erörtert. Andere Dimensionen von Wissen sind zwar ebenso möglich, für den Untersuchungsgegenstand jedoch nicht relevant gewesen. Basierend auf diesen Überlegungen wurde die Bedeutung von Mechanismen dargelegt, welche die Aktivitäten eines Mitglieds in der Gemeinschaft auflisten und für andere Mitglieder einsehbar machen. Durch sie sollen die Mitglieder jeweils eine Reputation erhalten, welche die Einschätzung der Glaubwürdigkeit bzw. Validität des eingebrachten Wissens und die Integrität und Gutmütigkeit des Mitglieds solider macht, so dass kein blindes Vertrauen verschenkt werden muss. Für die Analyse wurde deshalb ein Kategoriensystem entwickelt, welches insbesondere die Funktionsweise, Transparenz und Missbrauchsrisiken der verwendeten Reputationssysteme und die Interaktionsmöglichkeiten der Mitglieder untereinander festhält. - Da Wissen personengebunden ist und in erster Linie durch Kommunikationsprozesse verbreitet wird, ist es wichtig, relevantes Wissen zuverlässig in Informationen zu übertragen, so dass andere Menschen Zugang zu diesen Informationen haben und ihrerseits valides Wissen daraus schöpfen können. Die untersuchten Gemeinschaften versuchen einen Teil dafür beizutragen und zeigen teilweise innovative und durchdachte Validitätssicherungsmechanismen. Wie die Analyse und Diskussion der Mechanismen zeigte, besteht in vielen Detailproblemen allerdings noch Verbesserungsbedarf.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/578862794stein.txt
Klos, Christina
Der Newsletter als Instrument der Online-PR : Wirksamkeit der E-Newsletterkommunikation von Nonprofit-Organisationen, 2008. - 145 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Immer mehr Unternehmen und Organisationen nutzen elektronische Newsletter als Instrument der Public Relations für die Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen. Die Wirkungen von Newslettern auf deren Abonnenten sind allerdings noch weitestgehend unerforscht. - Deshalb beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Analyse der Wirkungen auf Einstellungen, Emotionen und Verhaltensweisen der Rezipienten und fokussiert dabei die Newsletterkommunikation von Nonprofit-Organisationen mit ihren Unterstützern und Interessenten. Dabei stehen vor allem die Wirkungen auf das für die Nonprofit-Organisationen bedeutsame prosoziale Verhalten der Unterstützer im Vordergrund. - Das theoretische Fundament der Arbeit bildet ein Wirkungsmodell, welches auf einem einfachen Stimulus-Organismus-Response-Modell beruht, aber um einige Aspekte des Nutzenansatzes erweitert wurde. Zur Erklärung des prosozialen Verhaltens der Newsletterrezipienten werden die Theorie der situativen Teilöffentlichkeiten (Grunig/Hunt 1984) und die Theorie der Schutzmotivation (Rogers 1975, 1983) herangezogen. - Mit Hilfe eines Feldexperiments konnte am Beispiel der Newsletterrezipienten der Whale and Dolphin Conservation Society, WDCS, gezeigt werden, dass sich vor allem die Darstellung der Effektivität, der Selbstwirksamkeit und der geringen Reaktionskosten des prosozialen Verhaltens im Newsletter positiv auf dessen Durchführung auswirkt. Demnach lassen sich also durch den gezielten Einsatz bestimmter Stimuli in der Kommunikation Unterstützer mobilisieren, womit folglich das Leistungspotenzial von Nonprofit-Organisationen erhalten bzw. erhöht werden kann. Um diese Ziele mittels effektiver Öffentlichkeitsarbeit besser erreichen zu können, formuliert die vorliegende Arbeit für Nonprofit-Organisationen diverse praxisorientierte Handlungsempfehlungen zur Verbesserung ihrer Newsletterkommunikation.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/578789035klos.txt
Grobe, Christin
Zwischen Ignorieren und Dramatisieren : die mediale Aufbereitung des Klimaberichts der Vereinten Nationen in ausgewählten deutschen Printmedien seit den 90er Jahren bis heute, 2008. - 177 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Nie zuvor war der Klimawandel in den Medien dermaßen präsent, wie Anfang des Jahres 2007. Auslöser war der vierte UN-Klimabericht. Die Untersuchung hinterfragt, inwieweit die erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Eigenschaften der UN-Klimaberichte und die dazu betriebene Pressearbeit durch die Verwendung von formalen Merkmalen und Aufmerksamkeitskriterien zurückzuführen ist. Zur Überprüfung der journalistischen Publikationsentscheidung wurden die Nachrichtwert-Theorie und ergänzend der Framing-Ansatz zugrunde gelegt. Ausgerichtet an den 1995, 2001 und 2007 veröffentlichten UN-Klimaberichten wurde eine disproportionale Stichprobe von 253 Zeitungsartikeln der BILD, SZ und FAZ sowie 47 Pressemitteilungen des Bundesumwelt- und Bundesforschungsministeriums einer Input-Output-Analyse unterzogen und die Klimaberichte qualitativ analysiert. Die Ergebnisse belegen eine quantitative und qualitative Weiterentwicklung der Klimaberichte und eine Intensivierung der Pressearbeit. 2007 begünstigten vornehmlich Pressemitteilungen mit Angstgefühlen, vielen Klimafolgen und einer zentralen Rolle des IPCC mediale Resonanz. Einhergehend mit einer zunehmenden Boulevardisierung und Emotionalisierung rahmte die BILD den Klimawandel 2007 am häufigsten als Katastrophen-Szenario. Die Grundannahme der Nachrichtenwert-Theorie fand jedoch keine Bestätigung, da sich der mediale Beachtungsgrad weitgehend unabhängig von Nachrichtenfaktoren in den Pressemitteilungen zugewiesen wurde.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/578774070grobe.txt
Restorff, Bianca
Unternehmenskommunikation von Pharmaunternehmen im Internet im internationalen Vergleich : eine Studie über ausgewählte Unternehmen in Deutschland und den USA unter Berücksichtigung von Direct-To-Consumer Advertising, 2008. - 180 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Unternehmenskommunikation pharmazeutischer Unternehmen in den USA und Deutschland im Internet. Bezugnehmend auf unterschiedliche gesetzliche Regelungen zur Kommunikationspolitik sowie abweichende wirtschaftliche, soziale und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen der deutschen und US-amerikanischen Pharmaindustrie, fragt die Arbeit danach, wie sich diese unterschiedlichen Voraussetzungen auf die Kommunikation eines Unternehmens auswirken. Zudem wurde die Ausrichtung der Kommunikation auf die Anspruchsgruppen Patient und Medienvertreter sowie die Dialogorientierung vergleichend analysiert. Den theoretischen Bezugsrahmen bilden die Ansätze der Public Relations und Unternehmenskommunikation von Zerfaß und Grunig et al. Weiterhin wurde in der vorliegenden Arbeit auf das Konzept des Stakeholder Managements und der "Five Principles of Dialogic Relationship Building" von Kent und Taylor zurückgegriffen. In Ergänzung des theoretischen Rahmens erfolgte eine Ausarbeitung zu den Besonderheiten und Rahmenbedingungen der pharmazeutischen Industrie. Auf Basis der theoretischen Vorarbeiten wurden 96 Corporate Websites pharmazeutischer Unternehmen in den USA und Deutschland inhaltsanalytisch untersucht. Ergänzend dazu wurde, um die Dialogorientierung der Unternehmen zu überprüfen, ein E-Mail-Response-Test, durchgeführt. Es ließen sich Unterschiede innerhalb der Kommunikation der Unternehmen beider Länder identifizieren. Diese betrafen insbesondere die inhaltliche Ausrichtung der Websites und den Einsatz multimedialer Elemente. Weiterhin konnte ein unterschiedlicher Umfang der Dialogorientierung der Corporate Websites festgestellt werden. Auf Basis der Ergebnisse konnte zudem die Unternehmenskommunikation von Pharmaunternehmen in Deutschland und den USA umfassend beschrieben werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/578414236resto.txt
Vetter, Anne
Wirtschaft als Politikum - die Darstellung von Wirtschaft im Politik- und Wirtschaftsteil deutscher Tageszeitungen : ein Vergleich, 2008. - 66 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Wirtschaft im Politik- und Wirtschaftsteil der überregionalen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung und Darmstädter Echo. Theoretische Grundlage bildet das Finalmodell der Nachrichtenwert-Theorie. Untersucht wurde u.a., ob Nachrichtenfaktoren im Politikteil stärker ausgeprägt sind als im Wirtschaftsteil. Dahinter stand die Annahme, dass Journalisten einem Ereignis Nachrichtenfaktoren zuschreiben, um dessen Veröffentlichung zu legitimieren. Eine Zufallsstichprobe von 200 Artikeln pro Zeitung wurde einer Inhaltsanalyse unterzogen. Eine Zuschreibung von Nachrichtenfaktoren kann ausgeschlossen werden. Es tritt häufiger der Fall ein, dass Nachrichtenfaktoren im Wirtschaftsressort stärker ausgeprägt sind als im Politikressort. Der Ansatz der Nachrichtenfaktoren wurde mit Erkenntnissen aus der Wirtschaftsberichterstattung verbunden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/577868403vette.txt
Schübel, Susanne
Können Frames die Einstellung zu mineralischen Düngemitteln beeinflussen? : eine Stude mit experimantellem Teil zur Framing-Theorie, 2008. - 141 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob über das gezielte Framen von Medieninhalten die Einstellung von Rezipienten gegenüber dem Produkt mineralische Düngemittel verändert werden kann. - Als externer Betreuer dieser Arbeit fungiert der Industrieverband Agrar e.V. - Um die eingangs vorgestellte Problematik diskutieren zu können, wird zuerst auf die Forschungsrelevanz eingegangen, um den Untersuchungsfokus klar zu definieren. Weiterhin werden dann die Begriffe mineralische Düngung, "Frame" und "Framing" sowie "Einstellung und Framing-Effekte" definiert. Mit Hilfe der Darstellung des aktuellen Forschungsstandes werden die Begriffe voneinander abgegrenzt und in Relation gesetzt. - Ziel der Arbeit ist der Nachweis einer Medienwirkung. Dies erfolgt mit Hilfe eines Online-Fragebogens, welcher einen experimentellen Teil enthält. So beantworten alle Probanden zunächst Fragen zu ihrer persönlichen Wahrnehmung, wie wichtig mineralische Düngemittel im Rahmen zweier verschiedener Themen für die Gesellschaft sind. Darüber hinaus wird die Einstellung, die sie zu dem Produkt mineralische Düngemittel haben, erfragt. Daraufhin sollen die Teilnehmer mit Hilfe eines speziellen Medieninhaltes sensibilisiert werden und den Fragebogen abermals ausfüllen. Als Zielgruppe entschied sich die Autorin für Studenten der Angewandten Medienwissenschaft der Technischen Universität Ilmenau. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. - Zunächst werden die Ergebnisse vorgestellt und Eckdaten des Forschungsverlaufs skizziert. Daraufhin erfolgen die Unterteilung der Stichprobe in Testgruppen und die Auswertung der Hypothesen. Im nächsten Schritt wird ein Fazit gezogen, und es werden Interpretationsansätze für die Ergebnisse im Rahmen der theoretischen Betrachtungen gesucht. Mit Hilfe der so ermittelten Ergebnisse wird die eingangs gestellte Forschungsfrage beantwortet. Zudem werden Handlungsempfehlungen für den Verband entwickelt. Im Abschluss dieser Diplomarbeit wird ein Ausblick auf weiterführende Forschungsideen und Auswertungsmöglichkeiten des vorliegenden Materials gegeben. Ein Fazit fasst die ermittelten Ergebnisse und daraus gewonnen Erkenntnisse zusammen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/577865382schue.txt
Krüger, Bastian
Werbeerfolgsmessung im Internet : eine Untersuchung zur Werbewirkung von Microsites, 2008. - 142 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Werbeerfolgsmessung im Internet. Ausgehend von der Theorie der Werbewirkungsforschung, gibt sie einen Überblick über Methoden und Vorgehensweisen der Werbeerfolgsmessung in klassischen Medien sowie im Internet und untersucht darauf aufbauend die Werbewirkung von Microsites. Die theoretische Grundlage der Untersuchung bildete das Stimulus-Organism-Response-Modell. Die Stimulus-Response-Beziehung wurde mittels einer Messung untersucht. Da das nicht beobachtbare Verhalten der Microsite-Besucher mit einer Messung nicht festgehalten werden konnte, dienten Erkenntnisse aus den Ergebnissen älterer Experimente der klassischen Medienforschung, welche Wirkungen wie Aktivierung, Aufmerksamkeit, Interesse, positive Einstellungen etc. als psychische Reaktionen auf den Einsatz von verschiedenen Stimuli in der Werbung festgestellt hatten, als Verknüpfung der messbaren ökonomischen Größen und den hier indirekt über das Verhalten ablesbaren psychischen Prozesse. Geprüft wurde, ob sich Erkenntnisse und Ergebnisse (textuelle und grafische Gestaltungstechniken) der klassischen Medienwirkungsforschung auf das Internet übertragen lassen, speziell auf sachlich und informativ aufbereitete Microsites mit dem Themenschwerpunkt Finanzanalgen und ob sie dort einen Einfluss auf die direkte Handlung von Microsite-Besuchern haben. Dazu wurde im Zeitraum vom 06. September 2007 bis zum 05. Januar 2008 eine reale Feldbeobachtung mit einer Kampagne für eine Kapitalanlage aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien auf 121 verschiedenen Websites durchgeführt und einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Als Erhebungsinstrument fungierten insgesamt 26 Microsites, unterteilt in 13 Paare. Ein Paar besteht aus zwei Seiten, welche sich in einem inhaltlichen und/oder grafischen Gestaltungselement unterscheiden. Einzelne Gestaltungselemente verknüpften textuelle und grafische Inhalte miteinander. Damit ergaben sich 13 voneinander unabhängige Untersuchungseinheiten. Die Auslieferung aller Varianten erfolgte parallel. Die einzelnen Seiten wurden mittels eines Scripts aufgerufen, welches nach einem Klick auf einen Textlink oder ein Bild zufällig eine der 26 Varianten auswählt. - Es zeigte sich, dass einzelne Gestaltungselemente einen direkten Einfluss auf die Hand-lung von Microsite-Besuchern hatten. Die Ergebnisse können aber nur als Tendenzen angesehen werden, da bestehende Unterschiede teils sehr gering waren. Die beobachteten Lead-Raten zeichneten sich im Zeitverlauf oftmals durch eine hohe Volatilität aus, was eine eindeutige Interpretation der Ergebnisse erschwert. Weiterhin konnte dargestellt werden, dass die Bewerbung eines Kapitalanlageproduktes auf zielgerichtet finanzaffiner Reichweite eine bessere Wirkung erzielt, als bei Websites mit Fokus auf andere Themengebiete. Der Einsatz grafischer Gestaltungstechniken erzielte im Test eine im Durchschnitt höhere Wirkung als textuelle Gestaltungselemente. Gerade im Hinblick auf erklärungsbedürftige Produkte der Werbung ist dieser Befund überraschend, da diese meist mit sachlichen Informationen beworben werden und emotionale Komponenten wie Grafiken etc. nur ergänzend Verwendung finden. Männer trugen sich auf den Microsites im Verhältnis zur demographischen Verteilung der betrachteten Websites überproportional oft ein. - Im Hinblick auf bestehende Wirkungszusammenhänge ist zukünftig die Wirkung der Kombination verschiedener Gestaltungselemente zu betrachten, welche eine durchaus große Hebelwirkung erzielen könnte. Werbewirkung ist und bleibt, trotz der technischen Möglichkeiten des Internets, schwer erfass- und messbar. Gerade externe Einflussfaktoren wirken sich stark auf gemessene Ergebnisse aus und können, je nach Umfang und Aufbau einer Studie, kaum ausgeblendet werden. Wichtig ist deshalb, auch aufgrund der kostengünstigen Messverfahren im Internet, die Wirkungszusammenhänge einzelner Teilbereiche zu überprüfen und damit Einflüsse von Außen abzugrenzen. Desweiteren müssen weitere Untersuchungen die Übertragbarkeit bereits erhaltener Ergebnisse auf andere Bereiche der Werbung hin überprüfen. Gerade der Aspekt der Überprüfung und des Testens ist essentiell für die Verifikation von Ergebnissen. Sowohl die Theorie als auch die Praxis zeigen, dass es kaum möglich ist, allumfassende Aussagen zu treffen. Daher muss eine Verallgemeinerung von Ergebnissen vorher immer kritisch geprüft werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/575570296krueg.txt
Wächtler, Simone
ICQ, SMS oder doch Face-to-Face? : Zielgruppenansprache in Zeiten eines sich rasant ändernden Kommunikationsverhaltens und dessen Auswirkungen auf den Kommunikations-Mix. Ein Maßnahmenkatalog für die TUNING WORLD BODENSEE, 2008. - 107 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

In der vorliegenden Diplomarbeit wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen das sich ändernde Kommunikationsverhalten junger Menschen auf die unternehmerische Zielgruppenansprache haben kann. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Mundpropaganda gelegt. Die Hypothese des Two-Step-Flow of Communication und das Konzept des sozialen Netzwerkes bilden hierzu die kommunikationstheoretischen Grundlagen. Am Beispiel der Messe TUNING WORLD BODENSEE (TWB) der Messe Friedrichshafen wurde geprüft, mittels welcher Kommunikationskanäle die Besucherzielgruppe der 16- bis 30-Jährigen erreicht werden kann. Dazu wurden die registrierten Besucher der TWB durch einen Online-Fragebogen zu ihrem Mediennutzungs-, Kommunikations- und Informationsverhalten befragt um darauf aufbauend Optimierungsvorschläge für den Kommunikations-Mix der TWB formulieren zu können. Es zeigte sich, dass interpersonale Kommunikation, die Massenmedien und das Internet die wichtigsten Informationsquellen darstellen und Handy als auch Internet, die von den 434 teilnehmenden 16- bis 30-Jährigen am häufigsten genutzten Kommunikationskanäle sind. Nicht nur die Messe Friedrichshafen, sondern Unternehmen im Allgemeinen können von dieser Entwicklung des Kommunikationsverhaltens für ihre Marketingpraxis profitieren.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/57556363Xwaech.txt
Gregor, Nico
Virtuelle Welten im Vergleich : eine Analyse rezipientenorientierter Qualitätskriterien für Massive(ly) Multiplayer Online Role-Playing Games am Beispiel "World of Warcraft" und "Guild Wars", 2008. - 102 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Das Internet befindet sich im Wandel. Dieses Massenmedium wird nicht nur für den weltweiten Informationsaustausch, sondern immer mehr auch für Unterhaltungszwecke eingesetzt. In der heutigen Zeit gewinnen im Bereich der Unterhaltungsmedien so genannte Massive Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPGs), die als eine neue Form der digitalen Spiele bezeichnet werden können, immer mehr an Bedeutung. Inzwischen finden sich weltweit Millionen von Spielern in diesen Online-Umgebungen zusammen. - Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen rezipientenorientierten Qualitätskriterien von MMORPGs und der Nutzung dieser Spiele. Dieser Zusammenhang basiert auf der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl von Jens Wolling. Der theoretische Ansatz kann als Weiterentwicklung des Nutzen- und Belohnungsansatzes begriffen werden und basiert auf der Annahme, dass subjektive Qualitätsbewertungen der Rezipienten die Auswahl und Nutzung von Medien beeinflussen. - Die Studie basiert auf dem Vergleich von zwei der weltweit größten MMORPGs: World of Warcraft (WoW) und Guild Wars (GW). In einem ersten Schritt wurde eine explorative Vorstudie in Form von Interviews durchgeführt. Es sollte geprüft werden, welche Qualitätsmerkmale aus Rezipientensicht zur Qualitätsbeurteilung der MMORPGs WoW und GW relevant sind. Ferner konnten im März 2008 insgesamt 1814 Teilnehmer für eine Onlinebefragung gewonnen werden. - In den Ergebnissen erwiesen sich entgegen den Vermutungen die subjektiven Qualitätsmerkmale lediglich als schwache Einflussgrößen auf die jeweilige Nutzung der Spiele. Im Gegensatz dazu konnten andere signifikante Faktoren nachgewiesen werden. Dazu zählte einerseits die gewohnheitsbedingte Nutzung von Computer- und Videospielen, andererseits zeichnete sich eine gute Freizeitsituation als wesentliche Einflussvariable ab. Es ist nicht auszuschließen, dass anderen Qualitätsmerkmalen aus Sicht der Spieler ein signifikanter Einfluss nachgewiesen werden kann. Ziel zukünftiger Studien sollte daher sein, diese durch weiterführende Forschungsarbeit zu identifizieren.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/572596596grego.txt
Ehni, Tobias
Warum Wikipedia? : Empirische Studie zur Erklärung der Lesenutzung der Online-Enzyklopädie Wikipedia, 2008. - 126 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Erklärung der Lesenutzung der freien Enzyklopädie Wikipedia. - Der Uses-and-Gratifications-Ansatz bildet dabei den theoretischen Ausgangspunkt. - Die diesem Ansatz untergeordnete Gegenüberstellung von Inhalts- und Prozessgratifikationen zur Unterscheidung von Informations- und Unterhaltungsmotiven wurde im Lichte neuerer motivationspsychologischer Annahmen reinterpretiert und theoretisch fundiert, sowie im Rahmen einer teils hypothesenprüfenden, teils explorativen quantitativen Studie fruchtbar gemacht. - Hierzu wurde im Frühjahr 2008 eine Online-Befragung unter Studierenden der Technischen Universität Ilmenau durchgeführt (N = 600, Selbstselektionsstichprobe). - Wikipedia erwies sich als vielseitiges WWW-Angebot, das außer zum Nachschlagen auch zur Unterhaltung, zum Entdecken und aufgrund seiner Alltagsrelevanz genutzt wird. - Der Uses-and-Gratifications-Ansatz erwies sich im Vergleich zum ebenfalls erhobenen Flowerleben als überlegenes Erklärungskonzept, wobei die Motivdimension Unterhaltung das größte Gewicht besaß. - Dennoch ermöglichten selbst beide Konzepte keine umfassende Erklärung. - Es werden daher lohnende Anknüpfungspunkte für weitere Studien aufgezeigt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/571556310ehni.txt
Engler, Kati
Studentische Selbstdarstellung im Internet : eine Analyse zum Selbstdarstellungsverhalten von Studenten auf Social Networking Plattformen, 2008. - 106 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Selbstdarstellungsverhalten von Studenten im Internet, insbesondere auf Social Networking Plattformen. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie stellen sich Studenten auf ihren Social Networking Profilen dar? Und welche Einflüsse führen zur Wahl einer bestimmten Selbstdarstellungs-strategie? Um diese Frage beantworten zu können, wurden aus verschiedenen Theorien Hypothesen gebildet, die dann empirisch überprüft wurden. Untersucht wurde, ob sich, die aus den verschiedenen Theorien postulierten Selbstdarstellungstrategien auf den Profilen von Social Networking Plattformen nachweisen lassen. Dazu wurde im Jahr 2008 eine Online-Fragebogenumfrage mit n=590 Teilnehmern durchgeführt (58% männlich, 42% weiblich). Der Fragebogen richtete sich an die Studenten der Technischen Universität Ilmenau, insbesondere an jene, die sich ein eigenes Profil auf dem Studentenportal Ilmenau (dem sPi) eingerichtet hatten. 82% der Befragten gaben an, sich deshalb ein Profil eingerichtet zu haben, um sich darüber zu informieren zu können, was an der Technischen Universität los ist. 64% besitzen ein Profil, weil ihre Kommilitonen auch im sPi sind. Bezüglich der Darstellungsinhalte auf den Profilen gaben 63% der Befragten an, gar keine Texte zu veröffentlichen. Wenn Texte veröffentlicht wurden, dann am häufigsten über Meinungen, Einstellungen oder persönliche Gedanken (21%). Des Weiteren gaben 30% der Befragten an, gar keine Bilder auf ihrem Profil zu veröffentlichen. Wenn Bilder gezeigt werden, dann am häufigsten mit der eigene n Person (39%) und Freunde und Kommilitonen (35%) als Gegenstand. - Die dieser Arbeit zugrunde liegende Theorie (unter anderem) stammt von Sherry Turkle. Sie geht davon aus, dass Selbtsdarstellungen im Internet nicht der realen Identität entsprechen, sondern neue und experimentelle Selbstentwürfe sind. Hätte Turkle recht mit ihrer These, dann müsste sich dies auch auf Social Networking Plattformen nachweisen lassen. Immerhin haben hier die Nutzer die Möglichkeit, sich ihre Profile nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen einzurichten. Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchung konnte jedoch belegt werden, dass hauptsächlich die reale und authentische Darstellung der eigenen Person im Mittelpunkt der Selbstdarstellung steht. So gab die überwiegende Mehrheit der Befragten (81%) an, sich möglichst authentisch und real darzustellen. Das Spiel mit der Identität traf nur auf 9% der Befragten zu. Dieser Befund lässt sich über die Erhebung der Einstellungen der Befragten verstärken. Die Mehrheit von 83,8% findet es gut, wenn man sich im Internet authentisch darstellt und nur 28,5% der Befragten finden das Experimentelle reizvoll. Des Weiteren glauben nur nur 21% der Befragten, dass viele in andere Rollen schlüpfen. Die sPi-Mitglieder tendieren also dazu, sich möglichst authentisch zu darzurstellen und untermauern die eigene Selbstdarstellungsstrategie mit Hilfe ihrer Einstellungen und Meinungen zum Selbstdarstellungsverhalten anderen Mitglieder. Damit kann die These Turkle’s zumindest für Social Networking Plattformen ausgegrenzt bzw. zurückgewiesen werden. Auch die Theorie der Selbsterhöhung von Leary ließ sich in dem Selbstdarstellungsverhalten der Befragten nicht eindeutig nachweisen. Nur 32% gaben an, das für sie die Aussage "Ich versuche meine Vorzüge hervorzuheben" zutrifft. Die Begründung für die überwiegend authentische Darstellung (zumindest auf Social Networking Plattformen) der Mitglieder wurde anfangs in der Tatsache vermutet, dass sich die meisten Mitglieder der Plattform auch in der Realität kennen. 86% der Befragten bestätigten dies und gaben an, dass sie alle Kontakte, die sie im sPi kennen haben auch in der Realität kennen. Lediglich 11,3% gaben an, zumindest 1-3 Kontakte ausschließlich im sPi zu kennen und nur 1,9 % der Befragten kennen mehr als 4 Personen nur über das sPi. Des Weiteren wurde angegommen, dass auch die Zahl der Kontakte in der Buddieliste einen Einfluss auf die Wahl der Selbstdarstellungstrategie haben könnte. Beide Thesen ließen sich jedoch nicht bestätigen. Sie könnten in einer weiteren Untersuchung überarbeitet und erneut getestet werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/571369952engle.txt
Urbanczyk, Amélie
Der Videojournalist : beeinflussende Faktoren der Arbeit und deren Auswirkung auf die journalistische Arbeitsweise, 2008. - 209 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Studie ist eine ethnografische Annäherung an Videojournalisten innerhalb ihrer alltäglichen Alltagspraxis. Im Fokus stehen Einflussfaktoren, die dazu beitragen, das journalistische Berufsverhalten zu identifizieren und empirisch zu bewerten. Diesem Vorgehen liegt die Annahme zugrunde, dass Videojournalisten zwar autonom, aber nicht autark arbeiten: sie dementsprechend eingebunden sind in kontextuelle Gegebenheiten, welche die Arbeit der Videojournalisten in hohem Maße bestimmen. Geprüft wurde, ob und in welchem Maß, die von der Theorie postulierten Sphären und deren Einflussfaktoren einzeln nachweisbar sind. Dazu wurden innerhalb eines Zeitraums von acht Tagen, Videojournalisten des Mitteldeutschen Rundfunks begeleitet und passiv beobachtet. Ergänzt wurde das qualitative Verfahren der Beobachtung durch das Hinzuziehen von Leitfadeninterviews (n=7). - Es zeigte sich, dass Videojournalisten von einer Vielzahl Faktoren und Kommunikationsprozessen beeinflusst werden. Die Resultate ihrer Arbeit sind Gemeinschaftsproduktionen, die durch Koordination, Organisation, Kooperation und Orientierung entstehen. Der gesamte Produktionsprozess kann in einem Produktionskontext verortet werden. Dieser umschreibt, wie subjektive, situative, professionsspezifische, institutionelle sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Gegebenheiten die Fabrikation medialer Produkte beeinflussen und sich auf die inhaltliche und formale Gestaltung dieser auswirkt. Mit der vorliegenden Untersuchung konnte nur ein kleiner Teil des weiten Forschungsfeldes Videojournalismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bzw. Videojournalismus im Allgemeinen erhoben werden. Für die Zukunft besteht in jedem Fall weiterer Forschungsbedarf.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/56842879Xurban.txt
Mayer, Anja
Die Vielfaltssicherung im privaten Fernsehen in Deutschland und Spanien im Vergleich, 2008. - 72 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Auf Basis des EU-Rechts werden als Ziel dieser Arbeit die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Vielfaltssicherung im Sektor des privaten Fernsehens des deutschen und spanischen Mediensystems anhand eines Vergleichs der jeweiligen nationalen gesetzlichen Vorgaben erarbeitet. Dazu werden, nach einleitender Abgrenzung des Vielfaltsbegriffs beziehungsweise der Forderung nach Vielfalt, die Regelungen des EU-Rechts erörtert, die zu einer Vielfaltssicherung beitragen können. Daraufhin erfolgt eine nähere Betrachtung der nationalen wettbewerbs- und rundfunkrechtlichen Vorgaben Deutschlands, die auf die Sicherung der Vielfalt im privaten Fernsehen Anwendung finden. Im Anschluss wird das spanische Wettbewerbs- und Rundfunkrecht auf vielfaltssichernde Normen untersucht und mit einem Überblick über die größten privaten Fernsehveranstalter und ihre Verflechtungen ergänzt. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der spanischen und deutschen Vorgaben bezüglich der Vielfaltssicherung im privaten Fernsehen. Ein Ausblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Harmonisierung der Medienregulierung durch die EU sowie ein Rückblick auf die Einordnung von Mediensystemen schließen diese Arbeit ab.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/567084841mayer.txt
Berner, Jörg
Fußball erster Klasse - ein Qualitätsvergleich zwischen Premiere, Arena und der ARD, 2008. - 95 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit der Qualität der zusammenfassenden Kurzberichterstattung über die deutsche Fußball-Bundesliga in der ARD, bei Arena und bei Premiere. Da die entsprechenden Sendungen sowohl Informations- als auch Unterhaltungsfunktionen in sich vereinen, kombiniert die Analyse das von Heribert Schatz und Winfried Schulz entwickelte, normative Konzept zur Bestimmung der Informationsqualität mit Kategorien der Unterhaltsamkeit aus der Arbeit von Josef Klein. Ein besonderes Augenmerk liegt außerdem auf der Qualitätsperspektive der Rezipienten und deren Erwartungen. - Die zum Teil allgemein formulierten Indikatoren dieser Konzepte wurden dabei auf den Sachverhalt der Fußball-Zusammenfassungen angepasst und im Anschluss durch eine Inhaltsanalyse erfasst. Die Untersuchung wurde an den jeweiligen Sendungen von sechs Spieltagen zum Saisonende 2006/2007 durchgeführt. - Die Analyse ergab, dass die Premiere-Sendung alle Spiele, alle Tore den normativen Ansprüche an die Informationsqualität am besten entspricht, während die ARD-Sportschau bei den Kriterien der Unterhaltsamkeit das beste Ergebnis erreicht. Die Zuschauererwartungen erfüllt Premiere etwas besser als die ARD und Arena, während die in diesem Zusammenhang ermittelte hohe Wahrnehmungsadäquanz dafür spricht, dass die Erfüllungsunterschiede von den Rezipienten zu einem großen Anteil wahrgenommen und entsprechend positiv bewertet werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/563570008berne.txt
Yordanova, Lyuba
Inhaltliche Qualität von etablierten und alternativen Online-Medien : eine vergleichende Analyse von Online-Medien in Deutschland, den USA und Bulgarien, 2008. - 125 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Studie befasst sich mit der inhaltlichen Qualität von etablierten und alternativen Online-Medien aus Deutschland, den USA und Bulgarien. Die Qualitätstheorie, bislang vor allem auf Fernsehinhalten angewendet, wurde auf drei spezifische Formen der Online-Kommunikation bezogen. Geprüft wurde, in welchem Maße die Qualitätsdimensionen Vielfalt und Professionalität von Ablegern klassischer Medien im Internet, Webportal-Betreibern sowie Bloggern beachtet werden. Die drei Medienformate wurden diesbezüglich gegenübergestellt und mit einander verglichen. Weiteren Gegenstand der Untersuchung bildeten die Charakteristika der Online-Inhalte aus Ländern mit unterschiedlichem Entwicklungsgrad, die ebenfalls gegeneinander abgewogen wurden. Dazu wurde eine Stichprobe von 425 Artikeln über den Nahostkonflikt 2007 einer quantitativen Inhaltsanalyse unterzogen. Die Online-Berichterstattung wies insgesamt einen befriedigenden Grad an Qualität auf. Es zeigte sich, dass etablierte Online-Medien und Web-Portale ihre Nachrichten sehr faktenorientiert und nah am konkreten Fall präsentieren. Dabei verzichten sie auf eigene Meinungsäußerungen und achten auf Ausgewogenheit und Vollständigkeit der Berichterstattung. Im Vergleich dazu stellen Weblogs die aktuellen Informationen aus einer übergeordneten Perspektive dar und ergänzen diese durch zusätzliche Details und Hintergründe. Blog-Leser bekommen Interpretationen und Analysen der Geschehnisse, die jedoch oft persönliche Positionen der Autoren enthalten. Es traten keine eindeutigen Länderunterschiede auf. Das deutet darauf hin, dass die unterschiedlichen Technikentwicklungsstufen weniger Einfluss auf die Inhalte der Online-Medien haben. Alle Online-Medienformate zeigten sich als bedeutende Informationsquellen, die die traditionellen Massenmedien ergänzen können.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/560240708yorda.txt
Strauß, Steffen
Demokratische Potentiale von politischen Online-Communities : eine vergleichende empirische Studie, 2008. - 115 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Mit dem Internet wird seit langem die Hoffnung auf politische Deliberation der Bürger verbunden. Dabei stehen besonders politische Online-Communites und Foren im Mittelpunkt der demokratietheoretischen Betrachtungen zu den Potentialen der neuen Medien. Ausgehend von der Mobilisierungsthese wird dem Internet dabei eine aktivierende Wirkung unterstellt. Ebenso wird vermutet, dass es durch die Möglichkeit der vereinfachten Vernetzung von politisch interessierten Menschen durch Online-Medien zur Bildung von gemeinsamem Sozialkapital kommt. Diese, in Netzwerken gegenseitigen Vertrauens und gemeinsamer Normen und Werten gebildete Ressource wird als demokratieförderlich erachtet. In dieser Diplomarbeit wurden drei politische Online-Communities auf Sozialkapital hin untersucht und dessen Zusammenhang mit der politischen Aktivität der Nutzer geprüft. Folgende zentrale Befunde sind dabei festzuhalten. Weil in den Communities durch Interaktion Vertrauen entsteht, reziproke Handlungen stattfinden und die Nutzer ihre persönlichen Kontaktnetzwerke erweitern, wird Sozialkapital gebildet. Es konnte gezeigt werden, dass das Sozialkapital in einem positiven Kausalzusammenhang mit der Demokratiezufriedenheit und dem Vertrauen in politische Institutionen steht. Die Nutzer der untersuchten politischen Communities waren überdurchschnittlich aktiv im Bereich der politischen Partizipationskommunikation. Ein Kausalzusammenhang des Sozialkapitals mit der politischen Aktivität konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Der Hoffnung auf eine gesamtgesellschaftliche politische Beteiligung durch Online-Communities musste ebenso eine Absage erteilt werden. In diesen Gemeinschaften zeigten sich die Symptome des digitalen Grabens vielmehr besonders deutlich. Die Nutzerschaft war überdurchschnittlich hoch gebildet, jung und fast ausschließlich männlich. Die erhobenen Daten sprachen gegen die Mobilisierungsthese. Es zeigten sich eher deutliche Hinweise auf die Verstärkungsthese, nach der sich bereits politisch Aktive durch die im Internet hinzugekommenen Partizipationsmöglichkeiten noch intensiver beteiligen. Die demokratischen Potentiale von politischen Online-Communities zeigten sich in den erweiterten politischen Informationsmöglichkeiten für die Nutzer. Ebenso dienen sie der Organisation von politisch Interessierten zu gemeinsamen Projekten bei gleichzeitiger Akkumulierung von gemeinschaftlichem Sozialkapital. Eine stärkere Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungsprozessen, allerdings im Rahmen von verfassungsmäßigen Einschränkungen, besteht in der potentiell möglichen Beratung von politischen Institutionen durch in Online-Diskussionen erstellte Bürgergutachten. Um diese Potentiale zu nutzen, müssen Community-Betreiber jedoch verstärkt in das Marketing der Plattformen investieren. Der Bedarf an erweiterten Kontaktmöglichkeiten ("social networking tools") und zeitgemäßen technischen Community-Umgebungen muss gedeckt werden, um alte Nutzer weiterhin zu binden und um neue Nutzer zu gewinnen. Demokratietheoretisch wäre die so sichergestellte Existenz politischer Partizipationsmöglichkeiten im Internet ein hoher Gewinn.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/559899378strau.txt
Schmolinsky, Anja
Politiker im Netz : eine Befragung zu den Einflussfaktoren auf die Nutzungsentscheidung, den Nutzungsmotiven und den erhaltenen Gratifikationen privater Internetpräsenzen, 2008. - 147 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Nutzung von Internetpräsenzen durch Landtagsabgeordnete. Aufbauend auf soziologische Erklärungsansätze, die Rational Choice Theorie und den Uses-and-Gratifications-Ansatz, wurden Abgeordnete bezüglich ihrer Online-Kommunikation untersucht. Geprüft wurde, welche Faktoren die Nutzungsentscheidung der Parlamentarier für bzw. gegen einen eigenen Internetauftritt beeinflussen, welche Nutzungsmotive sie verfolgen und welche Gratifikationen sie dadurch erhalten. Dazu wurde im Oktober 2007 eine disproportional geschichtete Stichprobe von n=150 Abgeordneten aller deutschen Landtage, die einer Fraktion der CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP oder Die Linke. angehören, einer Befragung unterzogen. Es zeigte sich, dass die Kommunikationsarbeit zu den Wählern das Hauptnutzungsmotiv darstellt und sich für die Politiker aus den Internetpräsenzen in erster Linie Vorteile für eine verbesserte Selbstdarstellung ergeben. Zukünftige Forschungen können weiterführend eine bestmögliche Umsetzung von Nutzungsmotiven durch Internetseiten sowie die Erreichbarkeit bestimmter Gratifikationen durch spezielle Inhaltsangebote thematisieren.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/559600496schmo.txt
Westhoff, Jörn
Gestaltungskriterien von Webseiten für Fußballvereine : eine vergleichende Studie der Web-Präsenz von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04, 2008. - 105 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Ziel der Arbeit ist es, die Qualität der Webseiten von Fußballvereinen unter Berücksichtigung der Gestaltungskriterien nach Usability-Ansätzen und dem so genannten klassischen Webdesign zu bewerten. In dieser Arbeit sollen beide Theorien genauer untersucht und deren Anwendung anhand der Seiten von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 überprüft werden. Ferner soll die Frage Beantwortung finden, ob beide Ansätze unvereinbar und die Standpunkte beider Seiten haltbar sind. - Doch Fußball ist mehr als nur Sport und hat mit der Zeit auch eine erhebliche soziale Komponente entwickelt. Im Weiteren soll die Arbeit versuchen, soziokulturelle Perspektiven des professionellen Fußballs zu diskutieren, und darauf aufbauend die Qualität der Webseiten im Hinblick als potenzielles neues Hauptmedium für die Fußballgemeinschaft zu untersuchen. Hier soll erforscht werden, wie moderne Fußballvereine mit dem Medium Internet umgehen um Fans zu gewinnen oder zu binden und ob Webseiten das Potential haben, bestehende Medien zu ersetzen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/558523749westh.txt
Ledderboge, Olaf
Auswirkungen des Wertewandels auf die politische Kommunikation im Internetzeitalter, 2008. - 106 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die Arbeit thematisiert die Auswirkungen von Wertorientierungen auf das politische Kommunikations- und Beteiligungsverhalten der Menschen. Anlass sind Befunde aus anderen Studien: Trotz sichtbaren politischen Interesses und eines deutlichen Beteiligungspotenzials werden von einem Teil der Bevölkerung kaum noch traditionelle Bindungen zur Politik aufgebaut. Die Art und Weise dieses Verhaltenswandels lässt den Einfluss von Wertorientierungen plausibel erscheinen. - Auf Grundlage einer generellen Diskussion von Wertewandelkonzepten wird eine Argumentation entwickelt, inwiefern Wertorientierungen die politische Kommunikation im Internetzeitalter beeinflussen könnten. Im Zentrum der Betrachtungen stehen dabei ein an R. Inglehart angelehnter Postmaterialismus-Ansatz und das Wertekonzept von H. Klages. Die Prüfung der Annahmen wird durch eine Sekundäranalyse von aktuellen Querschnittsdaten der Panelstudie "PolitischeOnline-Kommunikation ermöglicht. Die Analyse überprüft einen generellen Einfluss der herangezogenen Wertekonzepte auf die rezeptiven, interpersonalen und partizipativen Aspekte politischer Kommunikation. Berücksichtigt werden, neben den herkömmlichen Kommunikationshandlungen, auch eine Vielzahl von Aktivitäten der politischen Online-Kommunikation. Im Ergebnis werden deutliche Belege vorgetragen, dass insbesondere die Konzentration auf das Repertoire der Online-Kommunikation durch Wertorientierungen begründbar wird. In einer erweiterten Betrachtung wird der Zusammenhang von starken hedonistisch-materialistischen Orientierungen und dem Kommunikationsverhalten getestet. - Die theoretischen Grundannahmen zum Postmaterialismusansatz können im Rahmen der Arbeit bestätigt werden: Postmaterialistische Orientierungen begünstigen in der Tendenz die Einbindung in der Breite der Kommunikationsprozesse des politischen Systems. - Die Befunde zur hedonistischen Werteorientierung bestätigen dagegen das Gegenteil. Ein eingeschränktes und durch Desinteresse an etablierten politischen Strukturen gekennzeichnetes Kommunikationsverhalten hängt vor allem mit hedonistischen Wertorientierungen zusammen. - Menschen mit der Betonung dieser Wertorientierung konzentrieren ihre kommunikativen Aktivitäten vor allem auf den Online-Aspekt politischer Kommunikation. Dadurch findet eine nicht unbedeutende Abkopplung von dem bisher immer noch auf traditionellen Kommunikationswegen und Partizipationsmustern beruhenden politischen Vermittlungsprozess statt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/557889189ledde.txt
Weißler, Luise
Mozart im Zeichentrickformat : was Kinder bei der Rezeption von Little Amadeus über Mozart und das Leben im 18. Jahrhundert lernen können, 2008. - 142 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2008

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, inwieweit die Kinderzeichentrickserie Little Amadeus als Lernangebot für Kinder über Mozart und das Leben im 18. Jahrhundert geeignet ist. Zur Beantwortung dieser Frage wird sich zunächst dem menschlichen Lernprozess zugewandt. Im Theorieteil der Arbeit werden Faktoren erarbeitet, die speziell den kindlichen Wissenserwerbsprozess beeinflussen. Diese werden anschließend in Bezug auf das Medium Fernsehen betrachtet und Besonderheiten herausgestellt. Im Empirieteil der Arbeit werden in einem ersten inhaltsanalytischen Schritt die Lerninhalte einer Serienfolge von Little Amadeus aufgedeckt, um danach eine direkte Überprüfung der Wissenserwerbsmöglichkeiten von Kindern mit der Serie durchführen zu können. - Die empirische Erhebung erfolgte in Form einer schriftlichen Befragung innerhalb eines dreistufigen Quasi-Experiments mit Kindern der dritten und vierten Klasse an einer Grundschule. Insgesamt nahmen N=82 Kinder an allen drei Testphasen teil. Die Ergebnisse der durchgeführten Studie zeigen, dass die Zeichentrickserie als Lernangebot für Kinder geeignet ist, da die Befragten ihr Wissen über Mozart und das Leben im 18. Jahrhundert mithilfe einer Serienfolge signifikant steigern konnten. Zudem bleibt das erworbene Wissen bei der Mehrheit der Kinder mittelfristig erhalten. Jüngere und wenig interessierte Kinder konnten einen größeren Lernerfolg mit der Sendung erzielen als ältere oder stark interessierte. Eine medial umgesetzte Behaltensinstruktion half vor allem jüngeren Kindern. Aber auch in Bezug auf die Lerninhalte über Mozart profitierten die Kinder von einer Instruktion, die den Fernseher als schweres Lernmedium einschätzten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/556802063weiss.txt
Adrion, Stephan
Monitoring und corporate sound : die Entwicklung eines prozessbegleitenden Messinstrumentes für Soundlogos im Sound-Branding-Prozess der MetaDesign AG, 2007. - 105 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Optimierung des Sound- Branding-Prozesses der Agentur MetaDesign bei der Entwicklung eines markenädaquaten Soundlogos. Es wurde ein prozessbegleitendes, zweistufiges Messinstrument für Soundlogos entwickelt. Als erste Stufe wurde das Experten Tool in Form eines schriftlichen, teilstandardisierten Fragebogens in der Phase MetaStrategy® eingeführt, welches den Prozess der Bewertung und Selektion von musikalischen Motiven und Themen seitens der Experten von MetaDesign optimiert (Delphi-Methode). In der Phase MetaDevelopment® wurde das Zielgruppen Tool als zweite Stufe in Form eines teil-standardisierten Online-Fragebogens mit neun Fragenmodulen implementiert. Es stellt ein im Prozessverlauf vorgezogenes Monitoring Tool dar, mit dem Soundlogos vor dem tatsächlichen Einsatz in der Markenkommunikation, anhand bestimmter Kriterien dahingehend evaluiert werden können, inwieweit die erwarteten (Marken-)Assoziationen in der Markenzielgruppe bestätigt werden können. Die Subjektivität, die trotz des strategisch ausgerichteten Sound-Branding-Prozesses immer bei Auswahl- oder Konzeptionsentscheidungen eine Rolle spielt, konnte durch das prozessbegleitende Messinstrument mit seinen zielgerichteten Methoden und Bewertungskriterien minimiert werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/557293855adrio.txt
John, Andreas
Framing von Jugendgewalt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung : eine quantitative Inhaltsanalyse vom 01.01.1995 bis 31.12.2006, 2007. - 100 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Strukturen in der Berichterstattung über Jugendgewalt in Tageszeitungen. Bisherige Studien über Gewalt und Jugendgewalt gingen von einer Gewalt-Identität aus. In dieser Diplomarbeit wird Gewalt als Konstrukt betrachtet, das anzeigt wer außerhalb sozialer Norm steht. Mit Hilfe der Framing-Theorie von Medieninhalten wurden aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung Artikel auf Ursachen, Lösungen und Bewertungen von Jugendgewalt untersucht. Dazu wurde für den Zeitraum vom 01.01.1995 bis 31.12.2006 eine Stichprobe von 380 Artikeln zufällig gezogen und per quantitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Es sollte untersucht werden inwiefern sich Frames identifizieren ließen. Dabei konnten 8 Frames unterschiedlicher Bedeutsamkeit identifiziert werden, deren Lösungen asymmetrisch zu den Ursachen waren. Als häufigste Lösungen wurden Strafen, Sozialarbeit und Wertveränderung angegeben. Jugendgewalt wurde als Problem kommuniziert und instrumentalisiert. Die Arbeit kann als Basis für darauf aufbauende Medienwirkungsforschungen und Frame-Untersuchungen in Wochenzeitungen dienen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/556475798john.txt
Helm, Juliane
Zwischen Qualitätsanspruch und Quotendruck - die Darstellung von Tieren im deutschen Fernsehen : eine quantitative Inhaltsanalyse von Tierformaten, 2007. - 134 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Arbeit beschäftigt sich mit Tierformaten des deutschen Fernsehens und deren Untersuchung und Bewertung hinsichtlich ihrer Qualität. Hauptaugenmerk liegt auf einer Auswertung vor dem Hintergrund öffentlich-rechtlicher und privater Sendungen sowie verschiedener Genres. Intention der Autorin ist die Thematisierung der existierenden Diskrepanz zwischen unterhaltungsorientierten Entwicklungen der Fernsehlandschaft einerseits und dem Anspruch an die qualitative Vermittlung von Informationen über Tiere andererseits. Theoretische Basis bilden neben Nachhaltigkeitskommunikation und Qualitätsforschung auch Infotainment, Boulevardisierung und die Konvergenzthese. Im Zuge der Arbeit werden folgende Forschungsfragen beantwortet: - 1.Wie unterscheidet sich die Qualität öffentlich-rechtlicher und privater Tierformate? - 2.Welche Rolle spielen unterhaltende Elemente, speziell die Mittel Vermenschlichung, Stereotypisierung und Emotionalisierung in Tierformaten mit Informationsanspruch? - Aus dem theoretischen Gerüst wird im empirischen Teil ein Qualitätskonzept in Form eines, auf vier Dimensionen basierenden Codebuchs basierend auf vier Dimensionen abgeleitet und mittels quantitativer Inhaltsanalyse in ausgewählten Sendungen gemessen. Wesentliche Ergebnisse sind die niedrige Qualität der öffentlich-rechtlichen Formate sowie eine ausgeprägte Unterhaltungsorientierung aller untersuchten Genres.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/546125891helm.txt
Kegler, Katrin
Abbildung von Kriminalität in Tageszeitungen - inhaltsanalytische Untersuchung der Einhaltung journalistischer Ethik in der Kriminalitätsberichterstattung, 2007. - 94 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

In der vorliegenden Diplomarbeit wurde die Kriminalitätsberichterstattung in überregionalen Tageszeitungen untersucht. Zwei Tageszeitungen wurden mittels der Inhaltsanalyse auf Einhaltung journalistischer Normen in der Kriminalitätsberichterstattung analysiert. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich bei beiden Zeitungen über die Jahre 1996, 2002 und 2004. Untersucht wurden jeweils drei zufällig gezogene Wochen pro Jahr. Von 143 untersuchten Artikeln entfielen auf DIE WELT 59 Artikel und 84 Artikel auf die Süddeutsche Zeitung. Es wurde festgestellt, dass in allen untersuchten Zeitungen über das Thema Kriminalität berichtet wurde. Bei beiden Zeitungen sind Gewaltverbrechen überproportional vertreten. Weiterhin zeigte sich, dass Artikel über Kriminalität vorwiegend im Regional- und Lokalteil zu finden sind und häufig grafisch hervorgehoben wurden. Bei beiden Zeitungen sind ethische Übertretungen festzustellen. Die Verletzung journalistischen Normen war aber nicht gravierend. Nicht bestätigt werden konnte, dass die Kriminalitätsberichterstattung über die drei Jahre angestiegen sein könnte. Entgegen der Erwartungen hat die Süddeutsche Zeitung mehr ethische Übertretungen begangen als Die WELT. - Zusammenfassend ist zu sagen, dass trotz geringer Normenverletzung, ethische Berichterstattung gewährleistet sein muss. Denn anspruchsvoller Journalismus trägt eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber und kann sich daher nicht außerhalb ihrer Normen bewegen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/545799309kegle.txt
Rhein, Stefan
Inter-Media-Agenda-Setting und intermediärer Meinungsfluss in der Charakterisierung der Kanzlerkandidaten 2005 : Inhaltsanalyse von sechs Printmedien, 2007. - 103 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

In der vorliegenden Untersuchung sind mit dem Spiegel, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Bildzeitung drei potenzielle Vorreiter- und Meinungsführermedien drei Regionalmedien (Hamburger Abendblatt, Leipziger Volkszeitung und Freies Wort) gegenübergestellt worden. Dabei sollte geprüft werden, ob sich die Regionalmedien in ihrer Themen- und Meinungsfindung an den drei vorgenannten Medien orientierten. Über den Zeitraum von zwei Wochen sind alle Aussagen, die in den Medien zu den Spitzenkandidaten der SPD und der CDU/CSU gemacht worden waren, berücksichtigt worden. Für zehn Themen und je Kandidat drei Eigenschaften wurde dann überprüft, ob für die Thesen vom Inter-Media-Agenda-Setting und Intermediärem Meinungsfluss Anhaltspunkte gefunden werden konnten. - Es stellte sich heraus, dass kaum Belege für die Thesen existierten. In Einzelfällen war die Berichterstattung der sonstigen Medien auf die Prestigemedien zurückzuführen, ein Unterschied bei Themendominanz und Deutungshoheit war hierbei nicht auffällig. Berücksichtigt man zudem, wie viele Möglichkeiten es potenziell bei den zehn Inter-Media-Agenda-Setting- und sechs Intermediärer-Meinungsfluss-Analysen von je drei Prestige- und drei sonstigen Medien gegeben hätte, Inter-Media-Agenda-Setting-Effekte und Effekte des Intermediären Meinungsflusses festzustellen, so muss doch davon ausgegangen werden, dass den beiden Thesen im Rahmen dieser Arbeit nicht zugestimmt werden kann. Thesen von starkem Inter-Media-Agenda-Setting und Intermediären Meinungsfluss hätten innerhalb dieser zwei Wochen zu eindeutigeren Ergebnissen führen müssen. Am ehesten ist es noch erlaubt festzuhalten, dass die Bildzeitung im Bereich Boulevardthemen teilweise als Trendsetter fungiert. - Wahrscheinlich haben anderen Faktoren, die neben der reflexiven Koorientierung auf die Bestimmung von Themen und Meinungen wirken, beispielsweise Nachrichtenfaktoren und die publizistische Linie des Blattes, eine so große Bedeutung, dass die Wirkung der Prestigemedien auf die sonstigen Medien im Vergleich dazu nur gering ausfällt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/543785777rhein.txt
Lawin, Andrea
Wie online sind Parteimitglieder? : eine WWW-Befragung unter Thüringer Parteimitgliedern, 2007. - 117 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Internets für die Information und Kommunikation von Parteimitgliedern. Komponenten des Uses-and-Gratification-Ansatzes und der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl wurden im Hinblick auf die Nutzung der Online-Angebote der Parteien angewendet. Untersucht wurde, welche Online-Angebote die Parteimitgliedern wahrnehmen. Neben deskriptiven Nutzungsdaten wurden die mit der Nutzung der Online-Angebote verbundenen Gratifikationen und Qualitätsmerkmale der Internetauftritte der Parteien untersucht. Dazu wurde vom 15. März bis 25. April 2007 eine WWW-Befragung unter Parteimitgliedern Thüringens durchgeführt, aus der eine Selbstselektionsstichprobe von n=292 hervorging. Es zeigte sich, dass die Parteimitglieder ihre Online-Aktivitäten auf die passive Nutzung des WWW konzentrieren. E-Mail und Intranet werden außerdem in einem nennenswerten Maße genutzt. Mit der Nutzung der verschiedenen Online-Angebote verbinden die Parteimitglieder überwiegend informationsorientierte Gratifikationen. Die momentane Nutzung des Internets im Rahmen parteipolitischer Information und Kommunikation spiegelt die Potentiale nicht wieder.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/543702685lawin.txt
Kappler, Anne
Zwischen Kunst und Kommerz - die Auswahlkriterien deutscher Filmförderungseinrichtungen : eine medienwissenschaftliche Betrachtung der Ziele und Auswahlkriterien deutscher Filmförderung, 2007. - 153 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Der steigende Marktanteil und die Präsenz deutscher Film auf europäischen und internationalen Filmfestivals scheinen einen Aufwärtstrend der Filmbranche in Deutschland anzudeuten. Dennoch konstatieren wirtschaftliche und wissenschaftliche Untersuchungen den Filmschaffenden eine finanzwirtschaftlich starke Abhängigkeit von staatlichen Subventionsmaßnahmen, ohne die dieser Wirtschaftsfaktor gar nicht existieren würde. - Gemäß seinem Doppelcharakter als Wirtschafts- und Kulturgut steht der Film in einem Spannungsverhältnis der beteiligten medienpolitischen Akteure, zu denen auch die Filmförderungseinrichtungen zählen. Deren Fördermittel generieren sich aus den Regierungshaushalten, Filmabgaben der Kino- und Videobetreiber und Rundfunkgebühren und damit indirekt aus den Geldern der Konsumenten und Steuerzahler. - Auf den theoretischen Vorüberlegungen der Principal-Agent-Theorie und der Filmbewertung aufbauend, wird zunächst eine qualitative Inhaltsanalyse der Filmförderungsrichtlinien durchgeführt. Die Erkenntnisse werden durch Experteninterviews mit acht ausgewählten Filmförderungeinrichtungen vertieft und erweitert, die anschließend ebenfalls einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen werden. - Die gewonnenen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die deutsche Filmförderlandschaft wirkt aus einer formalen Betrachtung heraus sehr heterogen, was sich in den unterschiedlichen Fördervolumina und den verschiedenen Rechtsformen widerspiegelt. - Das Verhältnis der Auswahlkriterien zeigt ein finanzielles Ungleichgewicht zwischen kulturellen und wirtschaftlichen Filmförderbereichen. Die unterschiedlichen Beschreibungen des Qualitätsbegriffs verdeutlichen die bereits vermutete Subjektivität und Vieldimensionalität von Filmqualität. Darüber hinaus lässt sich eine klare Dominanz der standortpolitischen Interessen bei der Förderauswahl konstatieren. - Der gewonnene Eindruck des starken Einflusses der jeweiligen Landesregierungen auf die Fördereinrichtungen wird durch die Aussagen Experten noch verstärkt und stimmt gerade vor dem Hintergrund der geforderten Staatsferne bedenklich.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/540204692kappl.txt
Wünschel, Hannah
Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation in der Konflikttransformation : Friedenskommunikation am Beispiel einer Friedenszone im Süden der Philippinen, 2007. - 110 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Einleitung: Die bisherige Auseinandersetzung der Medien- und Kommunikationswissenschaft mit Kriegen und Konflikten fokussiert auf die Beschreibung und Bewertung der Berichterstattung über diese Ereignisse. Dabei geht es in der Regel um die Rolle des Journalismus als Einflussfaktor auf das vermittelte Konfliktbild, die Konfliktparteien und den Fortgang des Konfliktes selbst. In der vorliegenden Arbeit steht jedoch nicht die Kommunikation über einen Konflikt, sondern die Kommunikation innerhalb eines Konfliktes im Mittelpunkt. Konkret werden dazu die Möglichkeiten und Grenzen von Kommunikation im Rahmen der Konflikttransformation ethnopolitischer Konflikte betrachtet. - Methodik und Theorie: Im Kern dieser Arbeit werden die kommunikativen Maßnahmen einer Friedenszone im Süden der Philippinen im Rahmen einer Fallstudie beschrieben und analysiert. Hierzu wurden zunächst publizierte und interne Dokumente von NGOs, Tagungsberichte, wissenschaftliche Aufsätze und internationale Forschungsberichte ausgewertet. Darüber hinaus konnten weitere Detailinformationen mit Hilfe von Experteninterviews gewonnen werden. Um die so erfassten Maßnahmen bezüglich ihres Beitrages zur Konflikttransformation bewerten und analysieren zu können, wurde ein Analysewerkzeug entwickelt, welches die spezielle Problematik ethnopolitischer Konflikte mit den besonderen Anforderungen an die Konflikttransformation verbindet. Die so identifizierten Kategoriensysteme ermöglichen eine Analyse auf thematischer, systemischer, zeitlicher und gesellschaftlicher Ebene. Sie basieren auf Senghaas' "Zivilisatorischem Hexagon", Lederachs "Integrated Framework for Peacebuilding" und Habermas' Lebensweltkonzept. Die Autorin beschränkte sich dabei auf die Erfassung der Möglichkeiten und Grenzen kommunikativer Maßnahmen. Eine Bewertung hinsichtlich deren individueller Effektivität konnte im Rahmen dieser Arbeit nicht geleistet werden. - Ergebnisse: Die Fallstudie zeigt, dass Maßnahmen, die hauptsächlich oder ausschließlich auf Kommunikation beruhen, einen großen Anteil an den Aktivitäten der Friedenszone ausmachen. Während der Gründungsvorbereitung wurden die Bewohner im Rahmen von Consultations nach ihren Problemen und Wunschvorstellungen für ein Leben nach dem Krieg befragt. Gleichzeitig wurden die Konfliktparteien in Verhandlungen zu einer öffentlichen Anerkennung der Friedenszone als gewaltfreiem Raum bewogen. Die Declaration Workshops dienten anschließend dazu, ein Manifest der Friedenszone als gemeinsame Grundlage für das Zusammenleben der Menschen zu entwerfen. Die Gründung der Friedenszone vollzog sich durch die feierliche Deklaration des Manifests als symbolischem Akt, bei dem die Konfliktparteien öffentlich ihre Zustimmung und Unterstützung bekundeten und den Bewohnern somit versicherten, die Friedenszone und ihre Bestimmungen zu achten. Weitere wichtige Aktivitäten, die in der bestehenden Friedenszone kontinuierlich und bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt stattfinden sind das Leadership Training, während dessen der lokalen Führung demokratisches Grundverständnis und administrative Kenntnisse vermittelt werden, das Culture of Peace Seminar, welches den Bewohnern ein Verständnis der Konflikthintergründe und erste Schritte zur Versöhnung vermittelt sowie der interreligiöse Dialog, der durch Workshops mit lokalen Religionsführern Vorurteile bekämpft und interreligiöse Gemeinsamkeiten unterstreicht. Im Rahmen der Festigung der Friedenszone werden alternative Konfliktlösungsmechanismen implementiert (Restorative Justice), die Einhaltung der Waffenstillstandsabkommen überwacht (Waffenstillstandsüberwachung) sowie Kontakte zu anderen Friedenszonen, GOs und NGOs geknüpft (Networking). Darüber hinaus leistet Kommunikation einen Beitrag zur Umsetzung materieller Projekte, vor allem während der Etablierung der Friedenszone, da durch Streitschlichtung und kontinuierliche dialogische Begleitung der Projekte der Entstehung neuer Konfliktherde vorgebeugt wird. Die Analyse dieser Maßnahmen zeigt, dass die Friedenszone ein Subsystem bildet, das im lokalen Kontext eine Adressierung jener Probleme ermöglicht, deren Ursachen zwar auf systemischer (gesamtgesellschaftlicher) Ebene liegen, die dort jedoch bisher nicht gelöst werden können. Dabei werden, bezogen auf die Friedenszone, alle Ebenen der Gesellschaft (Top Leadership, Middle Range Leadership und Grassroots) einbezogen. Dies ermöglicht im Kontext des Subsystems sowohl eine Ansprache der konkreten Probleme als auch der belasteten zwischenmenschlichen Beziehungen. Dabei werden nicht nur, wie im Rahmen akuter Konfliktintervention üblich, kurzfristige Lösungen gesucht, sondern auch mittel- und langfristige Anschlusshandlungen und -projekte geplant und umgesetzt. Betrachtet man die Maßnahmen unter thematischer Perspektive wird den Bewohnern auf diese Art und Weise eine konstruktive politische Konfliktkultur vermittelt. Es werden funktionierende Möglichkeiten zur demokratischen Beteiligung geschaffen und es entsteht ein Gefühl der zunehmenden sozialen Gerechtigkeit verbunden mit der Schaffung von Interdependenzen zwischen den ehemals verfeindeten Angehörigen der Konfliktparteien. Angesprochen und in Ansätzen bearbeitet wird durch die Maßnahmen darüber hinaus die Problematik der Entprivatisierung von Gewalt sowie der Kontrolle des Gewaltmonopols. Gerade diese letzten beiden Aspekte sind aufgrund der Doppelrolle des philippinischen Staates als legitimer Inhaber des Gewaltmonopols und involvierter Konfliktpartei mit bedingt funktionierenden Kommandostrukturen, schwierig umzusetzen. Entscheidend ist darüber hinaus, dass die Friedenszone mittels der darin stattfindenden kommunikativen Maßnahmen die Basis für die Entstehung einer gemeinsamen Lebenswelt in der vormals säkularen Gesellschaft legt. - Fazit: Das Potential von Kommunikation im Rahmen der Konflikttransformation liegt demnach vor allem darin, die Einstellungen der Konfliktparteien zueinander und ihre Erwartungen bezüglich einer Lösung des Konfliktes positiv zu beeinflussen. Grenzen zeigen sich vor allem bei der Beseitigung von Konfliktursachen auf systemischer Ebene (Landverteilung, Ressourcenausbeutung etc.) sowie in der Behebung existenzieller Mangelsituationen (Ernährungssicherung, Häuserbau, etc.). Die Analyse zeigt zudem, dass kommunikative Maßnahmen bisher nahezu ausschließlich interpersonal stattfinden. Das Potential medialer Kommunikation ist den Initiatoren und Verantwortungsträgern zwar bekannt, lässt sich bisher jedoch aufgrund administrativer, finanzieller und technischer Barrieren nicht nutzen.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/534243940wuens.txt
Keller, Barbara
Konzipieren in Theorie und Praxis, 2007. - 85 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Kampagnen gehören zum Alltag der Öffentlichkeitsarbeit von privaten Organisationen, Vereinen, staatlichen Institutionen etc. So gibt es unzählige Kampagnen, die jedes Jahr versuchen, mit kommunikativen Mitteln ihr Anliegen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Jede professionelle PR benötigt ein Konzept zur Lösung einer kommunikativen Aufgabe. Obwohl es eine Menge an Leitfäden gibt, die Anleitung zur Erstellung einer funktionierenden Konzeption geben, existiert bisher keine eindeutige und klare Definition eines PR-Konzepts. Schon seit den 1960er Jahren werden verschiedenste Modelle entworfen, um das Konzipieren zu vereinfachen. Ziel dieser Modelle ist es, einen Erfolg, der in der Zukunft eintreten soll, möglichst genau planbar zu machen. Die Arbeit beschäftigt sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von sechs verschiedenen Modellen woraus dann allgemeine Phasen von PR-Konzeptionsmodellen abgeleitet werden. Diese theoretische Basis wird weiterhin dazu benutzt um eine Kampagne des Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) zu analysieren. Daraus lassen sich zum einen Rückschlüsse auf die Anwendbarkeit der allgemeinen Phasen der PR-Konzeptionsmodelle ziehen und zum anderen die Relevanz des zu kommunizierenden Themas bei einer Konzeption analysieren. Im Fall der IZMF-Kampagne handelt es sich um Risiko-PR die sich mit dem Thema Mobilfunk und elektromagnetische Felder auseinandersetzt. Dem Verein wird durch die Analyse der Kampagne und durch die Erarbeitung spezieller Kommunikationsstrategien zur Mobilfunkthematik eine Empfehlung an die Hand gegeben, an der sich zukünftige Konzeptionen orientieren können. Abschließend entsteht ein Konzeptionsmodell, das speziell auf Thematik und Struktur des Vereins angepasst ist.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/534221300kelle.txt
Krug, Silvia
Lokales Fernsehen in Erfurt : eine empirische Untersuchung zur Beurteilung der Programmqualität aus Rezipientensicht unter Verwendung der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl, 2007. - 113 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Diplomarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, Stäken und Schwächen des Lokalsenders "plus.tv Erfurt" aufzudecken und den Programmgestaltern Handlungsoptionen zur Verbesserung der Programmqualität zu offerieren. Die Umsetzung erfolgte anhand des Analysemodells der Theorie der subjektiven Qualitätsauswahl. Die Grundlage zur Generierung der Qualitätskriterien stellten Merkmale des Lokaljournalismus sowie des Lokalfernsehens dar. Aus der Literatur wurden elf relevante Kriterien für die Untersuchung abgeleitet, die aus Sicht der Rezipienten als Qualitätserwartung an das Lokalfernsehen und als Qualitätswahrnehmung des realen Programms erhoben wurden. Aus der Diskrepanz wurde das Qualitätsurteil zur Bewertung des Programms gebildet. Die Forschungsfrage und Hypothesen widmeten sich der Frage: Lässt sich die Nutzung des lokalen Fernsehprogramms von "plus.tv Erfurt" mit dem Qualitätsurteil der Rezipienten erklären? Als Methode wurde die schriftliche Befragung gewählt, das Instrument war ein standardisierter Fragebogen. Die Stichprobenziehung erfolgte in Anlehnung an den "Random-Walk" als mehrstufiges Auswahlverfahren zur Bestimmung einer Zufallstichprobe. Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualitätserwartungen der Zuschauer über der wahrgenommenen Qualität des Programms von "plus.tv Erfurt" liegen. Besonders im Bereich der normativ-demokratischen Funktionserfüllung bestehen Defizite. Die von den Rezipienten erwünschte tiefgründige und kritische Berichterstattung über politische und wirtschaftliche Zusammenhänge wird in der Realität vernachlässigt. Darüber hinaus muss an der Bild- und Tonqualität gearbeitet werden. Positiv werden allgemein Ratgeber- und Servicethemen beurteilt, die zur Identität und Integra-tion der Bürger in der Stadt beitragen. Die Forschungsfrage kann aufgrund signifikanter Werte in der Hypothesenüberprüfung bejaht werden. Die Nutzungsintensität des Programms von "plus.tv Erfurt" lässt sich mit dem Qualitätsurteil der Rezipienten erklären. Grundsätzlich erweist sich das Analysemodell der subjektiven Qualitätsauswahl als geeignetes Instrument zur Untersuchung von Qualitätsmerkmalen des Lokalfernsehens. Darüber hinaus kann es in der Praxis auf andere Medien transformiert und angewandt werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/528498541krug.txt
Nolting, Tobias
Zwischen Aufklärung und Beeinflussung - PR-Anzeigen in der strategischen politischen Kommunikation, 2007. - 144 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Diplomarbeit macht deutlich, dass Anzeigenkampagnen ein durchaus probates Mittel zur Positionierung politischer Botschaften in Medien und Öffentlichkeit darstellen. Abseits reiner Wahlwerbung werden entsprechende Motive von diversen Auftraggebern eingesetzt, ebenso variieren die inhaltlichen und formalen Ausprägungen. Es stellt sich dabei zunächst die grundlegende Frage, welche Bedeutung PR-Anzeigen als Kommunikationsinstrument von Unternehmen und politischen Organisationen prinzipiell besitzen. Spezielles Augenmerk wird anschließend auf deren Einsatz im Zuge politischer Kommunikationsaktivitäten gerichtet. Ausgehend von der Annahme, dass derartige Anzeigen insbesondere zur Ansprache von Entscheidern und Multiplikatoren im politischen Umfeld eingesetzt werden, untersucht die Arbeit vorrangig, welchen Anteil politisch ausgerichtete PR-Anzeigen an der in den letzten 60 Jahren in den Nachrichtenmagazinen Spiegel und Focus abgedruckten Werbung ausmachen. Als Grundlage für die empirische Analyse wurde ausgehend von den theoretischen Überlegungen eine Terminologie entwickelt, die politische PR-Anzeigen (Issue Advertising) als diejenigen Inserate definiert, in denen erkennbar auf politische Entscheidungen Bezug genommen wird bzw. eine politisch relevante Angelegenheit explizit thematisiert wird. Das Spektrum reicht dabei von der Information/Aufklärung über öffentliche Fragen mit politisch-gesellschaftlicher Bedeutung bis hin zur versuchten Einflussnahme auf eine konkrete politische Entscheidung. Im Hinblick auf den Stellenwert politischer PR-Anzeigen ist zunächst festzuhalten, dass diese mit 2,5 Prozent des gesamten Anzeigenaufkommens einen durchaus nicht zu unterschätzenden Anteil an der Werbung in den Nachrichtenmagazinen Spiegel und Focus ausmachen. Es ist ferner deutlich geworden, dass politische PR-Anzeigen primär von wirtschaftlichen Akteuren zum Einsatz gebracht werden, gleichzeitig dominieren informationsorientierte Motive gegenüber anderen Intentionen mit Bezug auf politisch-gesellschaftliche Themen. Auffällig ist ein Aufschwung der politischen PR im Spiegel gegen Ende der 1980er Jahre, wo es zu einem deutlichen Anstieg auf teilweise über 4 Prozent kommt, anschließend beginnt der Anteil wieder leicht zu sinken, verharrt aber auf höherem Niveau. Für den Focus lässt sich feststellen, dass sich der Anteil des Issue Advertising nicht wesentlich von den Werten des Spiegel unterscheidet, mit Schwankungen bleibt der Anteil stabil bei zwei bis drei Prozent des gesamten Anzeigenvolumens. Anhaltspunkte für die Klassifikation eines mit Bezug auf die Gestaltungsmerkmale eigenständigen Anzeigentypus Politische PR-Anzeigen können die Ergebnisse allerdings nicht liefern.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/526748877nolti.txt
Jausen, Michaela
Meinungsbildung in der Blogosphäre : eine inhaltsanalytische Betrachtung der Kommunikationsstrukturen in einem liberalen Medium anhand der Social-Marketing-Kampagne "Du bist Deutschland", 2007. - 149 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Weblogkommunikation anhand der Social-Marketing-Kampagne Du bist Deutschland. Die Forschungsarbeit möchte die Aufmerksamkeit für die Blogosphäre schärfen, in dem sie versucht den Kommunikationsfluss zu einem kontroversen Thema darzustellen, den Einfluss der Blogosphäre auf Themendynamik empirisch aufzuzeigen und die Kommunikationsstrukturen unter den Weblogs zu visualisieren. Das zentrale Forschungsinteresse der vorliegenden Studie wird durch folgende Frage demonstriert: -Wie wird die Kampagne "Du bist Deutschland" in den Weblogs diskutiert, bilden sich Kommunikationsnetze und kristallisieren sich Meinungsführerblogs heraus? - Der Schwerpunkt liegt auf der Identifizierung von Meinungsführern und Netzwerkstrukturen in der Blogosphäre. Als Basis-Theorie dient die Multi-Step-Flow-Theorie (Eisenstein 1994, Branum 2001), die zum einen die interpersonelle Kommunikation und zum anderen die Identität der Meinungsführer in den Mittelpunkt stellt und sich somit für die Identifikation von Kommunikationsstrukturen eignet. Die Quantitative Online-Inhaltsanalyse wurde als Methode für die Untersuchung gewählt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Ansatz für die vorliegende Webloguntersuchung zweckmäßig war. Es ist ein Kommunikationsfluss als "Link-Lese-Pfad" nachweisbar und es haben sich Meinungsführer herauskristallisiert: Jens Scholz, Indiskretion Ehrensache, blogbar.de, Spreeblick. Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt, dass im untersuchten Zeitraum die Weblogs als Metamedium fungierten. Sie sorgten für Orientierung und Übersicht, indem sie die neuen Kommunikationspotentiale in reflexiver Weise selbst thematisierten und so als Informationsfilter wirkten. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Kommunikationsfluss in der Blogosphäre befindet sich in den Anfängen. Die Analyse der Blogosphäre ist aufgrund der Vielfalt der Online-Welt, der Vielzahl der Angebote und ihrer hohen Fluktuationsrate anspruchsvoll. Klassische kommunikations-wissenschaftliche und soziologische Konzepte helfen die Dynamik der Blogosphäre zu erfassen. Allerdings ist es auf Dauer schwierig etwas klassisch Bewährtes, mit etwas Neuem in Verbindung zu bringen. Aus diesem Grund wären neue Ansätze oder eine Theorienbildungen für die Online-Kommunikation eine Bereicherung für die Erforschung des Kommunikationsfeldes im Internet.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/526023759jause.txt
Ludwig, Karina
Das Hörbuch der Zukunft? : Online-Studie zur Nutzerakzeptanz des digitalen Hörbuchstandards DAISY (Digital Accessible Information System) , 2007. - 93 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Digital Accessible Information System (DAISY), einem Hörbuchstandard, der ursprünglich dafür entwicklelt wurde, Blinden und Sehbehinderten einen ähnlichen Zugang zu Literatur zu ermöglichen wie Sehenden. Der Fokus dieser Untersuchung liegt jedoch nicht auf den Produktionen und Nutzern der Blindenbibliotheken, sondern auf dem kommerziellen Hörbuchmarkt. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, wie DAISY von Hörbuchhörern akzeptiert wird und welche Determinanten diese Akzeptanz beeinflussen. Dafür wurden Erkenntnisse der absatzorientierten Akzeptanzforschung aufgegriffen und auf den Untersuchungsgegenstand übertragen. Das theoretische Modell wurde anschließend im Rahmen einer Online-Befragung an 1175 Hörbuchnutzern empirisch geprüft. Es zeigte sich, dass DAISY bei den Befragten noch relativ unbekannt ist, diese dem Standard aber recht positiv gegenüberstehen und DAISY-Hörbücher auch gerne ausprobieren möchten. Die stärksten Zusammenhänge mit der Akzeptanz wiesen die subjektive Bewertung der Wichtigkeit der DAISY-Funktionen, die Kommunizierbarkeit des Standards und die Bewertung der Abspielsoftware DAISY-Leser 2.0 auf. Zudem wurde DAISY für Hörbücher zur Information bzw. Bildung als relevanter wahrgenommen als für Hörbücher zur Unterhaltung bzw. Entspannung.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/524107998ludwi.txt
Kostis, Cortessa
Erstellung eines zielgruppenorientierten Kommunikationskonzeptes für Prozessveränderungen in der Fahrzeugentwicklung bei der BMW Group München, 2007. - 127 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Das Veränderungstempo in der Wirtschaft wird sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen. Infolgedessen werden die Ressourcen Zeit und Geld knapper, die Komplexität nimmt dramatisch zu. Der dabei aufkommende und stetig steigende Wettbewerbsdruck sowie die rasant fortschreitende Globalisierung zwingen die Sparte der Automobilindustrie sich an die abzeichnende Veränderungsgeschwindigkeit anzupassen. Automobilhersteller, die profitabel am Markt bestehen oder sogar wachsen wollen, müssen ein immer höheres Maß an Effizienz aufbringen. Sie sind dem ausgeprägten Zielkonflikt ausgesetzt, in kürzer werdenden Zyklen, unter starken Budgetrestriktionen, hochwertigere Fahrzeuge herstellen zu müssen. - Ein wesentlicher Schritt, mit dem diesem Zielkonflikt und der zu beherrschenden Komplexität entgegengetreten werden kann, ist eine konsequente prozessuale Ausrichtung der Entwicklung. Effektive interne Kommunikation der Veränderungen von Unternehmensprozessen hat in diesem Kontext enorme Bedeutung. Sie ist hilfreich, um interne Vernetzung zu verbessern und komplexe Informationen zielgerichtet weiterzuleiten. Des Weiteren treibt und beschleunigt die Kommunikation den notwendigen Wandel in einem Unternehmen.- Ausgehend von der sich ergebenden Problemstellung besteht das Ziel dieser Diplomarbeit darin, einen Beitrag zur Erstellung eines zielgruppenorientierten Kommunikationskonzeptes für Prozessveränderungen in der Fahrzeugentwicklung zu liefern. In diesem Zusammenhang sind theoriegestützte Empfehlungen für eine zielgruppenspezifische Kommunikation von (Prozess-) Veränderungen auszusprechen und mit Hilfe der erstellten Maßnahmen im Anschluss durchzuführen. Zur Erreichung des Ziels ist daher die Erarbeitung relevanter Grundlagen zu Themen der Unternehmenskommunikation und ihrer theoretischen Hintergründe, der Besonderheiten und Herausforderungen der Unternehmenskommunikation von (Prozess-) Veränderungen sowie der Erstellung eines Kommunikationskonzeptes erforderlich. - Die Zusammenstellung soll einerseits die Theorie beleuchten, andererseits als Basis zur anwendungsfallspezifischen Erstellung eines Kommunikationskonzeptes für Prozessveränderungen in der Fahrzeugentwicklung sowie zu deren Analyse und Auswertung dienen. Anhand der erhaltenen Auswertungsdaten werden abgeleitete Rückschlüsse und gegebenenfalls Änderungen für die konzeptionelle Vorgehensweise der weiteren internen Kommunikation von Prozessveränderungen ausgesprochen. Somit können Effektivität erhöht und Synergieeffekte im Bereich des internen Kommunikationsmanagements für eine zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und ebenso für effiziente Prozessanwendungen besser genutzt werden. - "Wenn Kommunikation eine Wirkung haben soll, dann muss sie auf die Wünsche und Interessen des Zuhörers ausgerichtet sein."


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/524044074kosti.txt
Dobrzewski, Andreas
"Bildung unterwegs?" : eine explorative Untersuchung zur Rezeption von Bildungsvideos in peruanischen Überlandbussen, 2006. - 120 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Interurban buses are the most common means of transport for long-distance travelling in Peru and are used by almost every population group. On the main routes, it is part of the service to entertain the passengers with movies. Therefore buses are equipped with video screens and speakers. Due to special geographic conditions and historical and political developments, there are severe social problems in Peru - one of which is the unequal access to education. This thesis examines to what extent audiovisual media in Peruvian interurban buses can be applied to transmit information and education. The reception of three entertaining educational videos that differ in content and form has been analyzed during bus travels in Peru. The results show that many passengers watched the videos attentively and absorbed the information, which means that applicability for the transmission of information is generally given. In addition to that, requirements to video composition for effective adoption in buses have been ascertained.


Grimm, Annett
Politische Online- und Offline-Kommunikation vor der Bundestagswahl 2002, 2006. - 75 S
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Etablierung des Internets in unserem Mediensystem um die Mitte der 90er Jahre brachte substanzielle Veränderungen im Informations- und Kommunikationsverhalten von Bürgern mit sich. Der Fachbereich "Politikwissenschaft und Medien" am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität führte deshalb eine statistische Erhebung durch, die mögliche, durch das Internet geförderte Veränderungen speziell im Bereich der individuellen politischen Kommunikation auf Bürgerebene untersuchte. Die Diplomarbeit bettet sich insofern in das von der "Deutschen Forschungsgemeinschaft" finanziell geförderte Projekt ein, inwieweit sie sich eines in diesem Rahmen erhobenen Datensatzes aus dem Jahr 2003 bedient. Zu Beginn wurden verschiedene Ziele formuliert. Erstens sollte eine Aussage über die wahlbezogenen politischen Aktivitäten von Bürgern getroffen, zweites mögliche Intensitätsunterschiede in deren genereller politischen Kommunikation und der Kommunikation vor einer Wahl herausgestellt und drittens speziell die Auswirkungen eines Internetzugangs auf die politischen Kommunikationsaktivitäten von Bürgern geprüft werden. Die theoretische Grundlage des Vorhabens bildete die Mobilisierungstheorie, die allgemein eine Zunahme individueller politischer Kommunikation durch Medien propagiert. Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung lassen sich wie folgt zusammenfassen: - 1.) Die analysierten Daten zeigen, dass politische Kommunikationsaktivitäten vor der Bundestagswahl 2002 in Form von Informations-, interpersonaler und Partizipationskommunikation statt fanden. - 2.) Bezüglich des Vergleichs genereller und wahlbezogener politische Aktivitäten wurde zunächst ein grundsätzlicher Anstieg der Zahl Aktiver bzw. eine Intensivierung einzelner Aktivitäten erwartet, da der Wahlkampf ohnehin als Phase verstärkter politischer Kommunikation gilt. Die Ergebnisse zeigten jedoch nur geringe Unterschiede zwischen genereller und wahlbezogener politischer Kommunikation. - 3.) Prüft man die Auswirkungen eines Internetzugangs auf die wahlbezogene politische Kommunikation, so lässt sich feststellen, dass das Internet, trotz seiner hohen Reichweite in der Bevölkerung, bisher nur bedingt über politischen Mobilisierungspotenzial verfügt und damit die elektronische Demokratie lediglich moderat fördert.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/517528177grimm.txt
Schmidt, Christian
Talk mit Qualität? : theoriegeleitete Erarbeitung eines Konzeptes zum Vergleich der Qualität politischer Talkshows mittels inhaltsanalytisch erfassbarer Indikatoren, 2006. - 151 S.
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

In einer zunehmend globalisierten Gesellschaft sind die Menschen verstärkt auf die Informationsvermittlung durch Massenmedien angewiesen, um am politischen Diskurs teilnehmen zu können. Die Auflösung der einstigen Dichotomie von Information und Unterhaltung führte in den letzten Jahren dazu, dass sich Politainment als neues Konzept zur unterhaltsamen Informationsvermittlung im Fernsehen herausbildete. Die wissenschaftliche Qualitätsdebatte hat sich auf diese neue Programmform noch nicht eingestellt. Ein Qualitätskonzept, welches sowohl Aspekte der Informationsvermittlung als auch der Unterhaltung berücksichtigt, fehlt bis heute. Durch die vorliegende Arbeit wird versucht, diese Lücke in Bezug auf politische Talkshows ansatzweise zu schließen. Ausgehend von der gesellschaftlichen Bedeutung der Massenmedien geht der Text zunächst auf das Politainment-Konzept ein und stellt im weiteren Verlauf den Forschungsgegenstand der politischen Talkshows näher vor. Durch die Integration der von Klein vorgeschlagenen Unterhaltsamkeitskategorien Abwechslung, Unbeschwertheit, Interessantheit und Eingängigkeit in das Qualitätskonzept nach Schatz und Schulz entsteht aufbauend auf diesem Fundament ein Qualitätskonzept für Sendungen des Politainments. Hierzu wurden die klassischen Qualitätsdimensionen Vielfalt, Relevanz und Professionalität durch eine weitere Extravaganz ergänzt und anschließend operationalisiert. Das auf diese Weise entstandene Kategoriensystem wurde abschließend in einer explorativen Untersuchung an jeweils einer Ausgabe der politischen Talkshows Sabine Christiansen, Berlin Mitte und 2+4 "Der n-tv Talk" getestet. Hierbei zeigte sich, dass die gefundenen Indikatoren bis auf zwei Ausnahmen erhoben werden konnten und einen qualitativen Vergleich unterschiedlicher Polittalks gestatten. Letztlich weist die Arbeit ein mögliches Vorgehen bei der Interpretation der Ergebnisse und potentielle Anknüpfungsstellen für weitere Forschungsvorhaben auf.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/514663553schmi.txt
Wollenschläger, Daniela
Lernziel: Medienkompetenz : eine empirische Analyse kompetenzfördernder Maßnahmen im Handlungsfeld Schule, 2006. - 111 S
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Ziel meiner Diplomarbeit war es, herauszufinden, in welchem Maße kompetenzfördernde Maßnahmen zur Vermittlung von Medienkompetenz in Thüringer Schulen angewendet werden. Dafür war es zunächst notwendig, hinführend zu der Begriffsexplikation von Medienkompetenz, den Begriff des Mediums, seine Bedeutung unter der pädagogischen Perspektive und verschiedene Kompetenzansätze darzustellen. Die Zusammenführung der Begrifflichkeiten zu dem Begriff der Medienkompetenz führte über die Erläuterung anerkannter Medienkompetenzkonzepte von Dieter Baacke, Gerhard Tulodziecki und Dieter Spanhel. Zu der Ausdifferenzierung von Tulodziecki und Spanhel habe ich ihre Modellversuche vorgestellt, die kompetenzfördernde Maßnahmen für die schulische Medienerziehung vorschlagen und ihre praktische Anwendbarkeit evaluieren. Die Auseinandersetzung mit den theoretischen und praktisch-evaluierten Dimensionen von Medienkompetenz führte zu dem Ergebnis, dass die Vermittlung von Medienkompetenz im Sinne einer umfassenden Medienbildung verstanden werden muss und sich auf alle Medien (Sprache und Literatur, visuelle Medien, audiovisuelle Medien, Massenmedien und neue elektronische, digitale Medien) beziehen muss. So wichtig wie die Debatte über die Bestimmungsgrößen der Medienkompetenz ist, so wichtig ist die Präzisierung von Maßnahmen, wie diese zu vermitteln ist. Dass zum heutigen Bildungsauftrag der Schule die Vermittlung von Medienkompetenz gehört, ist unumstritten und wird hinlänglich in einschlägigen Rahmenschriften und Empfehlungspapieren beschrieben. Um Medienkompetenz zu fördern und auszubilden, wird die Integration schulischer Medienerziehung und didaktischer Medienverwendung in der Schule gefordert. In diesem Zusammenhang kommen speziell auf die Lehrkräfte an deutschen Schulen vielfältige Aufgaben und Anforderungen zu, die Vermittlung von Medienkompetenz, in der Mehrschichtigkeit des Begriffes, in den Unterrichtsalltag zu integrieren. Von Lehrerinnen und Lehrer werden bei dieser Vermittlungsaufgabe ganz unterschiedliche Kenntnisse und Fertigkeiten gefordert. So zum Beispiel eine Einschätzung darüber, an welchen Punkt sie Schülerinnen und Schüler bei den Vermittlungsanstrengungen abholen können. Hierzu gehört auch die Auffassung darüber, was Medienkompetenz ausmacht und wo die Vermittlungsziele liegen. Und schließlich werden Kenntnisse im Umgang mit den Medien und deren angemessener Einsatz im Unterricht verlangt. Spanhel und Tulodziecki fassen diese Aspekte unter dem Begriff medienpädagogische Kompetenz als medienpädagogische Maßnahme zusammen. Zusammenfassend schlägt Tulodziecki weitere Maßregeln vor, die für die Vermittlung von Medienkompetenz förderlich sind: Dazu gehören eine hinreichende schulische Medienausstattung, didaktische Medienverwendung im Unterricht, Auseinandersetzung mit den Medienerfahrungen der Lernenden, produktive Medienarbeit sowie offene und projektorientierte Unterrichtsformen, die zeitliche und auch räumliche Grenzen auflösen können. Spanhel äußert sich zusammenfassend ähnlich und fordert ebenfalls eine medienpädagogische Kompetenz der Lehrkräfte, aktive Medienarbeit, die die Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler mit den schulischen Lerninhalten verbindet sowie einen kontinuierlichen und intensiven Medieneinsatz. Wiewohl Medienerziehung nicht vollständig an die Verfügbarkeit des gesamten Medienensembles gebunden ist, ist doch ohne hinreichende Medienausstattung eine angemessene und alle Dimensionen umfassende Förderung von Medienkompetenz nicht möglich. - Aus der theoriegeleiteten Analyse der Aspekte und Maßnahmen zur Vermittlung und Förderung von Medienkompetenz nach Gerhard Tulodziecki und Dieter Spanhel folgere ich: Wenn Mediennutzer lernen ihre eigene Argumentation sowie die eigenen Bedürfnisse zu überprüfen und zu hinterfragen, dann ist ein großer Schritt getan, ein medienkritisches Bewusstsein auszubilden. Aufgrund dessen kann man schon allein Medienkritik fördern, indem Lehrkräfte Schüler auffordern, darüber nachzudenken, warum sie sich dieses oder jenes gerne anschauen, Alternativen dem Schüler aufzeigen, so dass die Schüler angeregt werden, ihr Medienhandeln zu reflektieren. Zudem gilt es die Methode der kritischen Überprüfung zu fördern, so dass die aufgebauten Denkstrukturen und Bewertungsprozesse auch auf weitere Mediensituationen übertragbar werden und flexibel einsetzbar sind. Somit steht nicht nur Faktenwissen im Vordergrund, sondern eine Form von Methodenkompetenz hinsichtlich eines medienkritischen Handelns und Denkens. Wie kann nun konkret die Umsetzung einer medienkritischen Vermittlung aussehen? Nach Tulodziecki ist es notwendig, dass Lehrkräfte sich einen Überblick über außerschulisch erworbene Fähigkeiten und bereits vorhandenes Medienwissen sowie Interessen für medienbezogene Fragen der Heranwachsenden verschaffen. Denn wer sich für etwas interessiert, der ist häufig auch kompetenter in diesen Dingen und je mehr jemand über ein Medium weiß. Desto leichter fällt ihm die kritische Beurteilung. Zudem bedeutet der Erwerb von Wissen, dass man sich informieren muss. Informieren bedeutet verschiedene Medien abwechselnd zu konsultieren, unzuverlässige von zuverlässigen Quellen zu unterschieden und dementsprechend zu selektieren. Mit diesem Ansatz wird parallel eine interessen- und bedürfnisorientierte Mediennutzung gefördert. Werden etwa Schüler aufgefordert über ein bestimmtes Thema in verschiedenen Medien nachzuforschen, wird den Kindern und Jugendlichen quasi nebenbei gelehrt, welche Funktionen, etwa Information und Lernen sowie Unterhaltung und Kommunikationsaustausch, die jeweiligen Medien implizieren. Kinder und Jugendliche greifen aufgrund dieser medialen Erfahrungen auf die Medien zurück, welche am ehesten zur Bedürfnisbefriedigung beitragen. Erfolgreiche Arbeitsform zur Vermittlung von Medienkompetenzen ist eine Aufweichung des starren Fächerkanons, wie es Spanhel fordert, zugunsten integrierter Lernverfahren wie Projektunterricht. Nur dann wird es möglich, Medien vielfältig einzusetzen und zu thematisieren und vor allem produktiv und kreativ zu gestalten. Das eigene Produzieren macht die Strukturen von Medien am Besten transparent, da die Kompetenz, Medien, ihre Inhalte und Entwicklung beurteilen zu können, mit dem Wissen über Erfahrungen mit Produktionsbedingungen wächst. Obwohl in diesem Ansatz das eigene Medienprodukt im Vordergrund steht, wird trotzdem die medienkritische Fähigkeit, quasi nebenbei erlernt und steht nur für den Vermittler als Ziel im Vordergrund. Weiter sollten Kindern und Jugendlichen im spielerischen Umgang Kriterien vermittelt werden, die sie zur Beurteilung heranziehen. Man könnte sich zum Beispiel gemeinsam im Unterricht einen Film/ Video anschauen und im Nachhinein fragen, wie dem Schüler der Film gefallen hat. Dann fragt man nach spezifischen Kriterien, die die Kinder nicht angesprochen haben, etwa wie haben spezielle Szenen auf den Schüler gewirkt haben oder wie sie die Schauspieler fanden. Dadurch lernt das Kind unterschiedliche Maßstäbe für eine Bewertung heranzuziehen. Daneben gilt es mediale Tricks von Medien den Kindern zu offenbaren, so dass ihnen bewusst wird, dass Medien mit Reizen arbeiten, die nicht immer offenbar sind und die Wahrnehmung beeinflussen können. Ziel dieser Vorgehensweise ist, dass sich Kinder und Jugendliche die Fähigkeit aneignen zwischen Medien zu unterscheiden und sich der unterschiedlichen Einflüsse und Wirkungen der jeweiligen Medien auf die Wahrnehmung bewusst zu werden. Die ausdifferenzierten Maßnahmen zur Medienerziehung und Medienverwendung in der Schule bildeten die Ausgangslage für die Konzeption eines vollstandardisierten Fragebogens, mit dem Lehrerinnen und Lehrer schriftlich befragt wurden. Die Ergebnisse der Erhebung deuten auf medienerzieherische Aktivitäten insbesondere im Rahmen produktiver Medienarbeit hin. Für die vorliegende Arbeit wird konstatiert, dass Lehrer sich durchaus bewusst sind, dass die Vermittlung von Medienkompetenz in den Schulalltag integriert werden muss, wollen sie ihrer Bildungsaufgabe nachkommen und gerecht werden, aber kaum Raum sehen zur stetigen Verwendung und Thematisierung von Medien. An dieser Stelle ist insbesondere die Leitung der Schulen gefordert, im Rahmen der medienpädagogischen Konzeptentwicklung, Freiräume zu schaffen. - Als wichtige Aspekte von Medienkompetenz sehen die Pädagogen, die Medien und Medienangebote differenziert beurteilen sowie die Wirkungen der Medien durchschauen zu können. Effektive Maßnahme dafür ist die kritische Auseinandersetzung mit Medien und Medienangeboten im Unterricht zum Beispiel die Thematisierung von Fernsehwerbung. Aber eher selten reden die Lehrkräfte im Unterricht mit ihren Schülerinnen und Schülern über Gelesenes, Gehörtes und Gesehenes. Ebenso selten setzen sich die Lehrkräfte mit den Medienerfahrungen ihrer Schülerinnen und Schüler auseinander. Schulische Medienerziehung findet an Thüringer Medienschulen vorwiegend im Rahmen einzelner Medienprojekte statt, also punktuell. Der Medieneinsatz im Unterricht ist als eher asymmetrisch zu charakterisieren. Die regelmäßige Medienverwendung beschränkt sich vor allem auf Medien als Hilfsmittel zur Unterrichtsgestaltung. Massenmedien werden unregelmäßig im Schuljahr eingesetzt und damit auch kaum als Unterrichtsgegenstand, sondern hauptsächlich in Projekten thematisiert. Überwiegend erwerben die befragten Lehrerinnen und Lehrer ihre medienpädagogischen Kompetenzen in schulinternen Fortbildungen sowie in Eigeninitiative über Mitglieder des persönlichen Umfeldes. Im Rahmen der Konzeptentwicklung ist an dieser Stelle ein Organisationsrahmen für die Fortbildung der Pädagogen zu gewährleisten, um eine dauerhafte Fortbildung der medienpädagogischen Kompetenz der Lehrkräfte zu fördern. Kompetenzfördernde Maßnahmen, um einen systematischen Aufbau von Medienkompetenz im Handlungsfeld Schule zu gewährleisten, werden an den untersuchten Schulen im Rahmen von produktiver Medienarbeit angewendet. Damit wird die Ausbildung von Medienkompetenz angestrebt, dennoch findet eine integrative Medienerziehung, die eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien in allen Unterrichtsfächern postuliert, kaum Anwendung. Experten sind sich einig, dass Kompetenz im Umgang mit den vielfältigen Medienangeboten und der Informationstechnologie heute zu den grundlegenden Fähigkeiten zählt, die die moderne Gesellschaft ihren Bürgern abverlangt. Neben den genannten inhaltlichen und konzeptionellen Gründen hierfür kann man auch von einem starken Druck ausgehen, der von den Schülerinnen und Schülern ausgeht, die mit ihrer Mediennutzung und ihrer bereits erworbenen Medienkompetenz vielen Lehrkräften teilweise überlegen sind. Das bedeutet nicht, dass die Lehrerinnen und Lehrer die Fertigkeiten der Heranwachsenden übertreffen müssen. Sie müssen vielmehr die Medienkompetenz und die beschriebene medienpädagogische Kompetenz erwerben, die es ihnen ermöglicht, die Medienkompetenz ihres Klientels auszubilden. Die Schule als Institution wird sich zunehmend noch mehr mit der Vermittlung von Medienkompetenz beschäftigen müssen. Dies resultiert schon aus den Anforderungen, die an sie gerichtet sind. Die Frage wird sein, ob für die Schule ein tragfähiges Gesamtkonzept der Vermittlung von Medienkompetenz entwickelt und umgesetzt werden kann. Die positiven und Erfolg versprechenden Modellversuche haben gezeigt, dass die Umsetzung eines integrativen medienpädagogischen Konzepts in Schule und Unterricht gleichzeitig ein Schulentwicklungsprojekt ist. Nur wenn es gelingt, Schule grundlegend zu verändern und, gerade in Bezug auf die Medien, die Alltags- und Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen viel stärker einzubeziehen, wird Medienpädagogik in der Schule dauerhaft Erfolg haben.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/512254370wolle.txt
Kutscher, Stephanie
Vergleich zwischen den Mediensystemen Deutschlands und Portugals: Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fernsehsyteme, 2006. - 136 S
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Mediensysteme sind komplex und lassen sich, vor allem durch meist umfangreiche rechtliche Vorgaben und staatliche Einflüsse, in den wenigsten Fällen auf Anhieb erfassen. Ein Vergleich des eigenen mit anderen Mediensystemen lohnt sich dennoch, denn es werden neue und interessante Einblicke und Erkenntnisse dadurch möglich, vielleicht sogar ein besseres Verständnis des eigenen Systems. Für einen Vergleich ist es unerlässlich, sich zunächst intensiv mit den zur Debatte stehenden Mediensystemen auseinander zu setzen, um der Fülle Komplexität gerecht zu werden. Um einen sinnvollen Einblick in das System zu erhalten und es zu verstehen, müssen auch historische, politische und kulturelle Einflüsse berücksichtigt werden. - In der vorliegenden Diplomarbeit werden die Fernsehsysteme Deutschlands und Portugals miteinander verglichen. Ziel ist zum einen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fernsehsysteme herauszuarbeiten und zu analysieren. Zum anderen soll die Frage beantwortet werden, welche Möglichkeit es gäbe, die Vergleichbarkeit von Mediensystemen mittels eines Kategoriensystems zu vereinfachen. - Schwerpunkt der Betrachtung ist der Bereich Regulierung und Aufsicht; auch Public Service und privates Fernsehen werden im Detail betrachtet. Dazu werden zunächst beide Fernsehsysteme dargestellt und am Ende gegenübergestellt. Aus der Analyse der Systeme ergeben sich zudem die Grundlagen für das Kategoriensystem, das beispielhaft am Bereich des Public Service angewendet wird. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Gemeinsamkeiten der beiden Systeme eher oberflächlicher Natur sind. Deutliche Unterschiede sind in der politischen Unabhängigkeit und Staatsferne zu erkennen. Für den Bereich des Public Service wird dieses Ergebnis durch das Kategoriensystem bestätigt, was für die Effektivität des Instruments spricht.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/51223793Xkutsc.txt
Willborn, Stella
Die Europäische Union kommuniziert - am Bürger vorbei? : eine Analyse der Informationsquellen zur EU-Verfassung durch die Bürger, 2006. - 109 S
Ilmenau, Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Titel: Die Europäische Union kommuniziert. Am Bürger vorbei? - Untertitel: Eine Analyse der Nutzung von Informationsquellen zur EU-Verfassung durch die Bürger. - Forschungsfrage: Die aktuelle Kommunikationsstrategie der Europäischen Union zielt darauf ab, die Bürger stärker in die weitere Entwicklung der EU einzubeziehen. Die EU-Verfassung ist im Hinblick auf die Zukunft der Europäischen Union von großer Bedeutung und stellt somit für die Bürger Europas ein wichtiges Thema dar, wenn diese Teil einer europäischen Diskussion sein sollen. Tatsächlich aber ist die Mehrheit der Bevölkerung nicht oder nur mangelhaft über die EU-Verfassung informiert. Dieses Informationsdefizit steht im Mittelpunkt meiner Diplomarbeit. Es geht darum, eine der möglichen Ursachen, nämlich das Informationsverhalten der Bürger, zu untersuchen. Die Forschungsfrage lautet also: Über welche Informationskanäle informieren sich die Bürger über die EU-Verfassung? -Vorgehen: Der erste Teil beschäftigt sich mit den Grundlagen politischer Public Relations und der Rezeption von politischer Information. Politische Öffentlichkeitsarbeit wird hier als eine Form strategisch politischer Kommunikation verstanden und kann daher von anderen Formen (z.B. dem Wahlkampf) abgegrenzt werden. Nachdem somit die Angebotsseite von politischer Public Relations fokussiert wurde, geht es im Weiteren darum, wie politische Information durch die Bürger rezipiert wird. Hier werden zwei Aspekte betrachtet: Anhand welcher Medien informieren sich Bürger über Politik? Welche Variablen üben Einfluss darauf aus, ob jemand politische Information nutzt? Diese Erkenntnisse dienen als Grundlage für die empirische Befragung. Der zweite Teil fokussiert die Europäische Union. Zunächst wird sowohl das institutionelle System, als auch die Bedeutung der EU-Verfassung in einer erweiterten Union skizziert. Um die heutige Kommunikationsstrategie einordnen zu können, folgt ein kurzer Rückblick über die Öffentlichkeitsarbeit der Europäischen Union seit dem Maastricht-Schock. Schließlich wird die aktuelle Kommunikationsstrategie zur EU-Verfassung auf der Grundlage der im ersten Teil gewonnenen Erkenntnisse zur politischen PR untersucht. Die empirische Untersuchung ist Gegenstand des dritten Teils. Aufbauend auf einer standardisierten Befragung wird analysiert, welche Informationsquellen die Bürger nutzen, um sich über die EU-Verfassung zu informieren. Ein Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der EU ist die Medien- und Pressearbeit. Aus forschungsökonomischen Gründen umfasst die Untersuchung nicht, wie erfolgreich diese Medien- und Pressearbeit ist, d.h. welchen Anteil das Thema "EU-Verfassung" in der Berichterstattung ausmacht. Es wurden jedoch Daten erhoben, ob und in welchem Umfang die Bürger sich mittels der Massenmedien informieren, womit die Ergebnisse der Befragung Aufschluss darüber geben, ob die von der EU eingesetzten Instrumente von den Bürgern genutzt werden. Dafür werden die Daten zunächst deskriptiv ausgewertet. Anschließend wird getestet, ob sich auf der Grundlage der Variablen aus der Rezeptionsforschung zur politischen Kommunikation Unterschiede in der Nutzung der EU-Informationsmaterialien erklären lassen. -Ergebnisse: Die Analyse der Kommunikationsstrategie der Europäischen Union zeigt, dass diese sich an den Zielen, Strategien und Instrumenten der politischen PR ausrichtet. Ziel ist, die Bürger über die EU-Verfassung zu informieren und dabei zu kommunizieren, dass die Verfassung in einer erweiterten Union notwendig ist. Darüber hinaus sollen die Vorteile für die Bürger demonstriert werden ,insbesondere mittels der Charta der Grundrechte. Bedenken vor einem supranationalen Staat, der durch die EU-Verfassung entstehen könnte, sollen zerstreut werden. Dafür bedient sich die Europäische Union auf strategischer Ebene vor allem dem Themenmanagement, welches sich durch die so genannte "Toolbox" zeigt. Jeder Kommissar erhält von der GD Presse und Kommunikation Schlüsselstatements, Schlüsselargumente, aktuelle Meinungsumfragen etc., abgestimmt auf jedes Land. Auf der Ebene der Instrumente existiert ein eindrucksvolles Spektrum, um die Bürger über die EU-Verfassung zu informieren. Einschränkend gilt jedoch, dass erstere überwiegend auf einen kurzen Zeitraum begrenzt sind (vgl. das Besuchsangebot/Tag der offenen Tür/Diskussionen). Zudem richten sich einige Angebote nicht an die breite Bevölkerung, sondern an spezielle Zielgruppen, wie beispielsweise Jugendliche (vgl. Europäischer Jugendkonvent und Europäischer Frühling). Die Mehrheit der Instrumente konzentriert sich auf das Internet, was an der hohen Anzahl der Internetseiten zur EU-Verfassung deutlich wird. Daneben existieren zahlreiche elektronische Dokumente sowie virtuelle Diskussionen und virtuelle Abstimmungen. Letztere sind zum Teil nur in englischer oder französischer Sprache abrufbar. Zudem handelt es sich überwiegend um Arbeitsdokumente statt um Informationsbroschüren für die breite Öffentlichkeit. Schließlich können die Bürger einzelne Sitzungen des Konvents als Audiofile anhören, jedoch gilt auch hier neben der Frage, ob jemand über einen (schnellen) Internetzugang verfügt die sprachliche Einschränkung, da lediglich eine englische Version der Homepage Europe by Satellite existiert. Die Frage, welche dieser Instrumente die Bürger nun nutzen, kann anhand der empirischen Befragung beantwortet werden. In erster Linie informieren sich die Befragten über die Massenmedien, hier insbesondere über die Zeitung, während andere Medien wie Broschüren, Veranstaltungen und Plakate im Hintergrund stehen. Auch persönliche Gespräche haben in Bezug auf die EU-Verfassung keine Bedeutung, was möglicherweise am Thema selbst liegen könnte. So ist die europäische Verfassung ein sehr komplexes Themengebiet. Darüber hinaus berührt es die persönlichen Interessen der meisten Bürger auf den ersten Blick nicht unmittelbar und bietet daher möglicherweise keinen Anlass, im persönlichen Gespräch mit Freunden und Bekannten diskutiert zu werden. Das Internet stellt, nach Zeitung und Fernsehen, eine wichtige Informationsquelle dar, was zunächst dafür spricht, dass die Informationsquellen der Europäischen Union im Internet von vielen der Befragten genutzt werden. Doch wie die genauere Analyse zeigt, ist dies ist nicht der Fall. Die Informationsmaterialien im Netz werden nur von einer kleinen Minderheit verwendet. Vermutlich informieren sich die Befragten über Online-Zeitungen oder Newsforen. Auch die direkten Instrumente der Europäischen Union, wie beispielsweise Veranstaltungen, nimmt kaum jemand in Anspruch. Ein Grund dafür könnte sein, dass beispielsweise Veranstaltungen zu weit weg statt fanden und damit der Aufwand einer Anreise zu groß war. Andere wie beispielsweise die EU-Hotlines sind von überall zu erreichen. Allerdings zeigt die Auswertung, dass die Informationsangebote nur wenigen bekannt sind. Eine grundlegende Aufgabe, um die Wirksamkeit der Kommunikationsinstrumente zu steigern, wäre demnach, diese bekannt zu machen. Die Mehrheit nutzt Berichte im Fernsehen, Zeitungsartikel und Sendungen im Radio, um etwas über die EU-Verfassung zu erfahren. Damit entspricht das Informationsverhalten der Bürger zur EU-Verfassung dem der Rezeption von politischer Information.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/512165297willb.txt