AnalogiesucherEin Content-Management-System (CMS) als Instrument zur systematischen Analogisierung von Struktur-Funktions-Beziehungen in biologischen und technischen Objekten
Partner
- Prof. Dr. Bernd Hill, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Technik und ihre Didaktik, Wilhelm-Klemm-Str. 10, 48149 Münster
- Dr. rer. nat. Cornelius Schilling und Mitarbeiter, Technische Universität Ilmenau, FAK Maschinenbau, FG Biomechatronik, Max-Planck-Ring 12, 98693 Ilmenau
Das Vorhaben
Das systematische Konstruieren als erprobte schrittweise Vorgehensweise, die eine gedankliche Vorwegnahme der Funktion und ihre Umsetzung in ein Produkt beschreibt, gehört zuden Grundmethoden eines Ingenieurs. Der dabei für ein technisches Problem erschlossene Lösungsbereich wird mit der bionischen Methode durch analoge Wirkprinzipien aus der lebenden Natur erweitert. Um diese Vielfalt der Phänomene mit technischer Relevanz in eine umsetzungsorientierte Ordnung zu bringen, sollen dem auf interdisziplinäre Kommunikation angewiesenen Konstrukteur mit einem Datenbanksystem das dazu verfügbare biologische Wissen so aufbereitet werden, so dass ihm damit zielführende Anregungen gegeben werden. Das mit speziellen Such- und Verknüpfungsmodi untersetzte System soll dem Nutzer unter einer anwenderfreundlichen Oberfläche die für seine fachliche Aufgabenstellung benötigten Informationen zu den verschiedenen biologischen "Vorbildern" als auch deren weiteren Funktionen zur Verfügung gestellt werden bzw. die Recherche nach weitern Details aus der Originalliteratur und interaktive Enzyklopädie in kurzer Zeit einen anwendungsreifen Vollständigkeitsgrad erreichen.
Anhand einer ersten Realisierungstufe, einer Datenbank; basierend auf dem ursprünglich für die Bionik in der Fahrzeugtechnik ("Analogiesucher") entwickelten Programm soll Aufbau und Funktionsweise des CMS dargestellt werden. Positive Vorerfahrungen bestehen dazu hinsichtlich der Strategie der Erstellung der Inhalte aus einer Fertigstellung befindlichen Datenbank zur Biokompatibilität chemischer Elemente (Schilling et al. 2004). Es wäre zu begrüßen, wenn bei dessen Nutzung in anderen Fachgebieten (z.B. bei der Gegenüberstellung technischer und biologischer Sensorprinzipien oder von Oberflächeneffekten), sicher unter Modifikation, sich dessen Praktikabilität belegen ließe. |