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Fakultät für Maschinenbau


Diplomstudiengang Werkstoffwissenschaft "Thüringer Modell"

Sind Sie an einer anerkannten universitären Ingenieurausbildung mit Abschluss als Diplomingenieur / Diplomingenieurin (Dipl.-Ing.) auf dem Gebiet der Werkstoffwissenschaft interessiert? Dann nutzen Sie die Möglichkeit, die Ihnen das fakultätsübergreifende Institut für Werkstofftechnik bietet.

Die Werkstoffwissenschaft ist eine fachübergreifende Disziplin, die von der Grundlagenuntersuchung bis zur technischen und kommerziellen Nutzung reicht.

Die zukünftigen Absolventen erfahren das gesamte Spektrum des Lehrgebiets. Deshalb wurde im Studiengang Werkstoffwissenschaft - Thüringer Modell - auf der Basis des Verbundes der Thüringer Universitäten Bauhaus-Universität Weimar, Friedrich-Schiller-Universität Jena und Technische Universität Ilmenau erstmals in der Bundesrepublik die Möglichkeit geschaffen, die Breite der Werkstoffwissenschaft unter Nutzung der wissenschaftlichen Ressourcen der beteiligten Universitäten kennenzulernen.

Lehrinhalte

  • Die drei beteiligten Universitäten bieten ein inhaltlich abgestimmtes, kompatibles gemeinsames Grundstudium, dem im Hauptstudium das Lehrangebot in drei Studienrichtungen folgt.

  • Der Einstieg im 5. Semester ins Hauptstudium ist für alle Studierenden aus werkstoffwissenschaftlich relevanten Disziplinen wie Chemie, Mineralogie/Geowissenschaften, Physik und sämtlichen Ingenieurwissenschaften mit der Diplom-Vorprüfung einer Universität oder Hochschule bzw. einem Fachhochschulabschluss in eine der drei Studienrichtungen möglich und gewollt.

  • Die Fachausbildung an der TU Ilmenau fußt auf der spezifischen Ilmenauer Werkstoffforschung, z. B. auf den Feldern der Plasma-, Galvano- und Glas/Keramiktechnik, woraus sich spezielle Einsatzmöglichkeiten auf dem Gebiet der High-Tech-Werkstoffe ergeben - Implantate, Biowerkstoffe, Faserverbundwerkstoffe, Piezokeramik, Superhartstoffschichten, Hochtemperatursupraleiter, Hochleistungsmagnetwerkstoffe, Lichtwellenleiter, Sensorwerkstoffe, Kompositwerkstoffe und vieles andere mehr.

Regelstudienzeit

  • 9 Semester (4 Semester Grundstudium, 5 Semester Hauptstudium) einschl. der berufspraktischen Tätigkeit

Berufspraktische Tätigkeit (Praktikum)

Studienrichtungen im Hauptstudium

  • Baustoffe - BU Weimar
    (Inhalte: Baustoffkunde, Baustoffprüfung und Qualitätssicherung, Ingenieurkonstruktionen Holz-, Stahl- und Bauwerksbau, Stahlbeton, Baubetrieb und Bauwirtschaftswesen, Bauplanungs-, Ordnungs- sowie Umweltrecht, Baustoffe und Sanierung, Technologie und Umwelt, Baumanagement)
  • Materialwissenschaft - FSU Jena
    (Inhalte: Festkörperphysik, Nichtmetallische anorganische Werkstoffe, Metalle, Polymere, Materialbearbeitung und -prüfung, Festkörpercharakterisierung und Qualitätssicherung, Werkstoffanwendungen, Materialoberfläche)
  • Werkstofftechnik - TU Ilmenau
    (Inhalte: Werkstoffeigenschaften und -technologie, Prüftechnik, Oberflächentechnik, Werkstoffe im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und Informationstechnik, in der Mikro- und Nanotechnik)

Berufliche Tätigkeitsfelder

  • Der Diplomingenieur für Werkstoffwissenschaft ist ein fachübergreifend ausgebildeter Ingenieur.
  • Breite Einsatzmöglichkeiten gibt es in fast allen Industriezweigen, in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie und staatlichen Einrichtungen wie Materialprüfanstalten, Fraunhofer-, Max-Planck-Instituten, Bahn, Post sowie im ständig wachsenden Bereich des technischen Umweltschutzes.

  • Nicht nur in den werkstofferzeugenden und -verarbeitenden Betrieben der Bereiche Metallurgie, Glas/Keramik und Kunststoffe sondern auch in Firmen des Fahrzeugbaus, der Luft- und Raumfahrt, der Elektrotechnik/Elektronik und der chemischen Industrie werden Werkstofftechniker/-innen mit dem charakteristischen Ausbildungsprofil der TU Ilmenau benötigt.

  • Ein besonderer Einsatzschwerpunkt wird bei der Entwicklung und Anwendung neuer bzw. modifizierter Werkstoffe gesehen.
  • Weitere Einsatzmöglichkeiten eröffnen sich in wissenschaftlichen Einrichtungen, Prüf- und Gutachterstellen, Ingenieurbüros, im Öffentlichen Dienst sowie als freiberuflich Tätiger.
  • Eine zukunftsträchtige Perspektive eröffnet sich aber auch über die Entwicklung und Vermarktung eigener Produkte, Ideen und Verfahren. Die unternehmerische Selbständigkeit im Anschluss an das erfolgreiche Studium ist ein empfehlenswerter Schritt für kreative und unabhängige Köpfe.

  • Nach dem Studium ist eine Promotion zum Dr.-Ing. an der Fakultät für Maschinenbau möglich.

  
 
  zuletzt geändert:  09.01.2007 Seite drucken