You are here: Studium Generale, Gründer- und... Wöchentliche Veranstaltungen Anspruch, politische Wirkungsg...
Rand
Inhalt
Anspruch, politische Wirkungsgeschichte und Wandlungsfähigkeit politischer Utopien
Organisatorisches
Konkret
| Dozent | Tag | Uhrzeit | Raum | erster Termin | Anmerkungen |
| Dr. Holger Koch | Donnerstag | 17:00-18:30 | HU 012 | 10.04.2008 |
Allgemein
| Art der Veranstaltung | SWS | Abschluss | PL | LP |
| Seminar | 2 | Schein | Klausur | 2 |
Inhaltliches
"Eine Weltkarte, in der das Land Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick." Dieses Bekenntnis Oskar Wildes ist heute mehr denn je umstritten. Utopisten gelten nicht nur als realitätsfremde Träumer. Vielmehr wird in der Radikalisierung des utopischen Ideals eine entscheidende Ursache für Barbarei, Totalitarismus und den Zusammenbruch eines ganzen Gesellschaftssystems gesehen. Die Vorlesungsreihe will den Nachweis führen, dass diese Sichtweise dem Gegenstand, der Wirkungsgeschichte sowie der Lernfähigkeit des utopischen Denkens nicht vollständig gerecht wird. Um diese Position zu begründen, sollen u. a. folgende Fragen diskutiert werden:
- Was macht die unverwechselbare Signatur der klassischen Utopietradition aus?
- Lassen sich Varianten im utopischen Diskurs erkennen, in denen die unveräußerlichen Rechte des Einzelnen, Individualität und Selbstverwirklichung einen zentralen Stellenwert einnehmen?
- Gibt es eigentlich eine feministische Tradition im utopischen Denken und wenn ja, worin besteht die Spezifik?
- Welche Antworten geben die so genannten postmateriellen Utopien auf die zentralen Problemlagen der 3. industriellen Revolution?
- Wie könnte ein orientierungsfähiges utopisches Muster aussehen, das als kritisches Korrektiv und regulatives Prinzip einer offenen Gesellschaft wirkt?
- Th. Morus und die Spezifik der klassischen Utopietradition
- Das goldene Zeitalter der Utopien: Utopien im 19. Jahrhundert
- Der sowjetisch-bolschewistische Zukunftsdiskurs und die Vision vom Neuen Menschen
- Im Schatten des Großen Bruders: die radikale Selbstkritik der klassischen Utopietradition durch Samjatin, Huxley und Orwell
- Von Fahrenheit 451 bis Equilibrium Warnutopien nach Orwell
- Ökotopia und der neue Utopiediskurs
- Antinationalsozialistische Dystopien als Totalitarismuskritik
- Utopia aus der Sicht von Frauen
- Wissenschaft und Technik im Kontrext des utopischen Denkens
- Zukunftstechnologien und die Vision vom goldenen Zeitalter
- Demokratie und die Zukunft der politischen Utopie
- Antinationalsozialistische Dystopien als Totalitarismuskritik

English 
