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Projektbeschreibung
Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben RESIDENS (effizienteRe Energienutzung durch Systemtechnische Integration Des privaten ENdabnehmerS) hat die effizientere Nutzung regenerativer Energien durch die systemtechnische Integration des privaten Endabnehmers zum Ziel. In Abgrenzung zu bisherigen Ansätzen werden bei diesem Projekt gezielt die technische und die sozialwissenschaftliche Perspektive berücksichtigt. Im Vordergrund steht dabei die systemtechnische Optimierung des Einsatzes erneuerbaren Energien im elektrischen Versorgungssystem mit Hilfe der Smart-Metering-Technologie unter besonderer Berücksichtigung der Netzeffizienz. Inhaltliche Ziele des Projekts sind zum einen Aufbau und Erprobung einer Infrastruktur für Zähler- und Kommunikationssysteme sowie Entwicklung der dafür erforderlichen Netzbetriebsführungskonzepte, um ein Gesamtoptimum zu gewährleisten. Um hierfür die Voraussetzungen zu schaffen sollen Akzeptanz, Einstellungen und Verhalten der Verbraucher in privaten Haushalten hinsichtlich des Umgangs mit Energie und speziell hinsichtlich Smart-Metering systematisch empirisch untersucht werden.
In Anlehnung an die Phasen eines Innovationsprozesses ist das Forschungsprojekt in drei Teilprojekte unterteilt:
1. Das Thema Energie in den Medien und in den Köpfen
In der ersten Projektphase werden die Endabnehmer in privaten Haushalten und ihr soziales Umfeld mit besonderem Fokus auf ihre Mediennutzung untersucht. Ziel ist es herauszufinden, wie Privathaushalte dem Thema Energieversorgung gegenüberstehen, wie gut sie über die Thematik informiert sind (vor allem durch Medienberichterstattung), wie sie energiepolitische Maßnahmen bewerten und welche energiebezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen sie haben.
2. Smart Meter in der Praxis – Stärken und Schwächen aus Endabnehmersicht
In der zweiten Projektphase wird eine Feldstudie zum Einsatz von Smart Metern in einer Stichprobe unterschiedlicher privater Haushalte durchgeführt. Dabei sollen die Stärken und Schwächen der systemtechnischen Integration der Smart Meter sowie mögliche Verbesserungen aus Endabnehmersicht umfassend analysiert werden (u.a. durch Fragebogen, Interviews, Beobachtungen, Usability-Tests). Aus Netzsicht besteht hier die Zielsetzung in der Konzeption und praktischen Umsetzung eines Netzmanagements zur Steuerung der Netzauslastung, durch die Beeinflussung der Endabnehmer hinsichtlich ihres Umgangs mit elektrischer Energie.
3. Erwerb von Energiewissen durch eine multimediale Anwendung
Auf Basis der Ergebnisse aus Phase 1 und 2 geht es in Phase 3 darum, die Kompetenz der Endabnehmer/innen im Umgang mit Smart Metern sowie für Energieeffizienzmaßnahmen generell zu fördern. Dabei wird auf Forschungsergebnisse aus anderen Feldern des Technologieeinsatzes zurückgegriffen. Die Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz-Kompetenz werden primär medial umgesetzt.
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