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Interaktives Kabelfernsehen in Kooperation mit Praxispartnern
Dipl.-Medienwiss. Imke Hoppe, Dipl.-Inf. Gunther Kreuzberger
Kooperationspartner: Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT), Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), Offener Kanal Gera (OK Gera)
Längst ist die Internetgeneration davon überzeugt, dass der Film aus interaktiven Umgebungen nicht mehr wegzudenken ist interaktives Fernsehen geht einen Schritt weiter: der Film selbst wird interaktiv und erlaubt ein aktiveres Unterhaltungserleben und die gezielte Auswahl von Zusatzinformationen. Neue Technologien erlauben diesen Traum, jedenfalls prinzipiell: denn solange der inhaltliche und wirtschaftliche Nutzen dieser interaktiven Plattformen ungeklärt bleibt, können auch über die Akzeptanz nur vage Aussagen getroffen werden und stehen weiteren Investitionen im Wege. Kurz gesagt: gibt es keine konkreten Ideen für Umsetzungen, gibt es auch folglich keine Prototypen und Akzeptanzstudien. Ist aber der Traum vom interaktiven Fernsehen wirklich träumenswert? Wer hat davon einen Nutzen? Diese Fragen zu beantworten hat sich die Praxiswerkstatt zum Ziel gemacht, und zwar insbesondere im Rahmen interaktiver Fernsehangeboten für eine lokal begrenzte Community.
Ganz konkret sollen in der Praxiswerkstatt dazu TV-Zusatzdienste für lokale Kabelnetze entwickelt sowie ihr Trendpotenzial abgeschätzt werden. Damit schafft die Lehrveranstaltung zugleich die Voraussetzung für eine weiterführende Beschäftigung mit der Thematik im Rahmen von Medienprojekten oder Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, oder Diplomarbeiten). Denkbar wäre etwa die prototypische Umsetzung und Evaluation der entwicklten Ideen.
Lernziele
Die Studierenden können lokale Kabelnetzwerke als Anbieter von TV und TV-Zusatzdiensten hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung, ihres jährlichen Budgets und ihrer Reichweite systematisieren. Sie kennen die technologischen und dramaturgischen Randbedingungen und Optionen für interaktive audiovisuelle Medienangebote und können auf dieser Basis bestehende TV und TV-Zusatzdienste analysieren. Mit diesem Wissen können die Studierenden neue Dienste konzipieren und dabei die Potentiale von interaktivem Kabelfernsehen ausschöpfen.
Lerninhalte, Ablauf
Folgender Ablauf ist für die Praxiswerkstatt geplant:
- Einführung in die Technologie interaktiver audiovisueller Medienangebote
- Case Study Bürgerrundfunk in Thüringen" (durch Gastdozenten)
- Einführung in Unterhaltungstheorien über interaktive Medien
- Entwicklung neuer Dienste: Ideenfindung, Zielgruppenbestimmung
- Analyse bestehender interaktiver Fernsehangebote
- Ideenfindung
- Zwischenpräsentation
- Weiterentwicklung der Ideen und Erstellung von Prototypen
- Präsentation der Ergebnisse
Die Konzepte und Prototypen sollen im Wesentlichen während der Seminarzeit entwickelt werden, denkbar ist auch, die Ideenfindung und Weiterentwicklung in zwei Blockveranstaltungen (á 9 Std.) zu organisieren.
Für den Abschluss maßgebliche Leistungen
- Entwicklung eigener Konzepte für interaktive Zusatzdienste
- Präsentation der Ergebnisse
- kurzer schriftlicher Überblick über die entstandenen Ergebnisse
Abschluss:
je nach Studiengang:
- aPL/ PL - alternative bzw. sonstige Prüfungsleistung
- Sb - benotete Studienleistung
- Su - unbenotete Studienleistung
Die Praxiswerkstatt kann auch als weitere Lehrveranstaltung" angerechnet werden.
Eine Weiterführung der Thematik im Rahmen von Medienprojekten oder Abschlussarbeiten wird von den Dozenten sowie allen Kooperationspartnern ausdrücklich befürwortet und unterstützt.
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