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Kriegs- und Krisenkommunikation


Militärhubschrauber

Analysiert werden Strukturen, Einflussfaktoren und Prozesse der medialen Darstellung von kriegerischen Auseinandersetzungen, Katastrophen und Organisationskrisen. Gebündelt werden die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich in der Forschungsgruppe Krisenkommunikation


Aktuelle Projekte


Dissertationsprojekt
Schwarz, Andreas: Public Relations und Krisen – Ein kovariationsbasierter Ansatz der Kausal- und Verantwortung-sattributionen von Anspruchsgruppen unter Krisenbedingungen.

Kurzcharakteristik

Kurzcharakteristik

Das Forschungsprojekt von Andreas Schwarz befasst sich mit der Frage, wie und unter wel-chen Bedingungen Anspruchsgruppen von Organisationen Ursachen- und Verantwortungszuschreibungen für Krisenereignisse vornehmen. Auf Basis sozialpsychologischer Ansätze (Attributionstheorie) wird der Einfluss verschiedener Informationsdimensionen auf Attributionen und die Reputation von Organisationen im Krisenkontext experimentell überprüft. Daraus ergeben sich neben wissenschaftlicher Erkenntnis zur Reputationsbildung auch anwendungsbezogene Strategieoptionen für Unternehmen und andere Organisationen.


Habilitationsprojekt
Rothenberger, Liane: Analyse der Berichterstattung über Terrorakte.

Kurzcharakteristik
Kurzcharakteristik

Liane Rothenberger plant in ihrer Habilitationsarbeit eine Untersuchung der über Printmedien vermittelten Kommunikation über Terrorakte.


DFG-Projekt
Militärische „Media Relations“. Die Beziehungen von Bundeswehr und US-Streitkräften zu den Medien: Vergleichende Analyse des militärischen Kommunikationsmanagements seit 1990

Kurzcharakteristik

Kurzcharakteristik

Bei dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsvorhaben handelt es sich um zwei Teilprojekte, die in einen größeren Forschungsverbund zum Thema „Militär und Medien im 20. Jahrhundert“ integriert sind. Beide Unterprojekte konzentrieren sich – wie die anderen Teilprojekte des Gesamtvorhabens – auf die Analyse der militärischen Seite der Beziehungen von Militär und Medien. Untersuchungsgegenstände sind demnach die Bundeswehr und die US-Streitkräfte sowie die für die jeweiligen militärischen Organisationen unmittelbar verantwortlichen politischen Leitungsorganisationen (BMVg, Pentagon) in ihren Beziehungen zu den Medien. Als vergleichende Längsschnittanalyse konzipiert, werden die beiden Teilprojekte die Frage beantworten, wie und aus welchen Gründen sich die Medienbeziehungen der Bundeswehr im Vergleich zu den US-Streitkräften von 1990 bis zur Gegenwart verändert haben. Dabei werden die Aufgaben, Leistungen und Strukturen der Militär-Medien-Beziehungen ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Beziehungen der militärischen zu den sicherheitspolitischen Media Relations. Um das bisher in der Kommunikationswissenschaft vernachlässigte Feld der medienbezogenen Organisationskommunikation des Militärs systematisch erschließen zu können, wird ein Mehrmethoden-Design aus Dokumentenanalysen und Leitfadeninterviews eingesetzt. Mit Hilfe der Ergebnisse wird ein Beitrag zur Etablierung einer Theorie der Politik-Militär-Medien-Interrelationen geleistet.


Abgeschlossene Projekte

Publikationsprojekt:
Löffelholz, Martin (2004): Krieg als Medienereignis II. Krisenkommunikation im 21. Jahrhundert. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Kurzcharakteristik

Kurzcharakteristik

Cover

Im 21. Jahrhundert werden Konflikte zwischen Staaten, aber auch die neuen asymmetrischen Kriege intensiver als früher von Medien beein-flusst. Neben dem Fernsehen profiliert sich vor allem das Internet als Raum für andere Formen der Kriegsführung. Generell rückt die Steuerung und Kontrolle von Kommunikationsprozessen ins Zentrum des sicherheitspolitischen Krisenmanagements. Mit der Professionalisierung der militärischen Media Relations wird der Journalismus demokratischer Gesellschaften enorm herausgefordert.

Die Medien geraten in die Gefahr, selbst Teil des militärischen Apparates zu werden. Diese und weitere Veränderungen der Krisenkommunikation im 21. Jahrhundert werden in dem Band „Krieg als Medienereignis II“ bilanziert. Das Buch ordnet die Beziehungen von Medien, Militär und Sicherheitspolitik historisch ein, bietet einen systematischen und international orientierten Forschungsüberblick sowie eine interdisziplinäre Analyse zentraler Problemfelder der Krisenkommunikation. Fallbeispielhaft vorgestellt werden darüber hinaus relevante Krisenkommunikations-Typen der Moderne – u.a. während des Krieges im Irak (2003), bei den Auseinandersetzungen in Afghanistan (2001) oder in den bürgerkriegsähnlichen Konflikten in Indonesien.

 
Letzte Aktualisierung: 23.06.2009   Seite drucken   © 2004-2012 Technische Universität Ilmenau