http://www.tu-ilmenau.de

Logo TU Ilmenau


Internationale Forschungsgruppe Krisenkommunikation



Ansprechpartner

Prof. Dr. Martin Löffelholz

E-Mail senden


Ihre Position

INHALTE

Pressemitteilungen

Bundeszentrale für politische Bildung – Bilder von Krisen und Katastrophen: Dr. Liane Rothenberger kommentiert die Funktionen und Herausforderungen der visuellen Krisenberichterstattung

In einem kürzlich veröffentlichten Online-Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung geht es um den journalistischen Umgang mit Bildmaterial über Krisen und Katastrophen wie in den Fällen von Fukushima, Hurrikan Katrina oder dem Tsunami in Asien 2004. Dr. Liane Rothenberger, Mitglied der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation, betont in diesem Beitrag die bedeutende Rolle der Visualisierung von Krisen für die Zuschreibung von Authentizität durch das Medienpublikum. Daher sollten Journalisten das Bildmaterial für Krisenberichterstattung sorgfältig auswählen und ausreichend mit Kontext versehen (z.B. durch Bildunterschriften). Darüber hinaus sollten Reporter transparent einordnen, was sie tatsächlich anhand der Visualisierung über eine Krisensituation aussagen können. Nicht selten ist Bildmaterial verwackelt oder verschwommen und schränkt auch Interpretierbarkeit durch Journalisten ein.

Der vollständige Artikel kann hier eingesehen werden:

Studie der Forschungsgruppe Krisenkommunikation: OB Sauerland ist nicht Hauptschuldiger für Loveparade-Katastrophe

Ilmenau, 14.02.2012. Am Sonntag wurde der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland per Abwahlverfahren seines Amtes enthoben. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben 129.833 Abstimmungsberechtigte bei der Frage, ob Sauerland sein Amt abgeben soll, mit „ja“ gestimmt. Dass über 85 Prozent der Abstimmungsberechtigten so urteilten, überrascht: Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Ilmenau belegt, dass die meisten Bürger den Hauptschuldigen für die Loveparade-Tragödie 2010, bei der 21 Menschen starben, woanders sehen.


In der Studie der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation am Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft (IfMK) der TU Ilmenau wurden zwei Diskussionsforen und über 1800 Postings analysiert, in denen sich die Teilnehmer nach dem Loveparade-Unglück äußerten. Danach wurden in rund einem Viertel der Postings die Duisburger Polizei oder die Behörden für die Katastrophe verantwortlich gemacht. Nur knapp ein Fünftel sah in OB Sauerland den Schuldigen. Als Hauptgrund dafür, dass Sauerland die Verantwortung zugeschrieben werden muss, gaben die Diskussionsteilnehmer die misslungene Krisenkommunikation des inzwischen abgewählten Duisburger Stadtoberhauptes im Rahmen des Techno-Festivals an. Sie wurde durchweg als negativ bewertet. Insbesondere seine anfänglichen Äußerungen, „individuelle Fehler“ hätten die Katastrophe ausgelöst, provozierten wütende Kommentare der Forumteilnehmer. Viele User verstanden dies als Beschuldigung der Loveparade-Besucher selbst. Auch die späteren Versuche Sauerlands, die eigene Verantwortlichkeit abzustreiten, stießen auf breite Ablehnung.


Die wenigsten expliziten Schuldzuschreibungen für das Loveparade-Unglück entfielen auf den Veranstalter Lopavent und dessen Geschäftsführer Rainer Schaller. Dr. Andreas Schwarz, Autor der Studie und Geschäftsführer der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation: „Angesichts des langen Schweigens von Schaller nach dem Unglück und seiner mangelnden Kommunikation mit der Öffentlichkeit im Internet überrascht uns das.“


Insgesamt hat die Analyse des Fachgebiets Medienwissenschaft der TU Ilmenau gezeigt, dass sich das gegenseitige Zuschieben der Schuld für die Verantwortlichen nicht ausgezahlt hat. Alle Beteiligten – Oberbürgermeister Sauerland, Veranstalter, Behörden und Polizei – wurden in der Öffentlichkeit der Social Media als Mitverursacher der Katastrophe wahrgenommen. Eines der Hauptthemen in den analysierten Diskussionsforen war neben der Frage nach Schuld und Ursachen Beileidsbekundungen für die Opfer.


Eine Untersuchung der Social-Media-Resonanz der Krise in Diskussionsforen erscheint in Kürze in der internationalen Fachzeitschrift Public Relations Review (peer reviewed). Eine Analyse des strategischen Kommunikationsmanagements der Organisatoren wird 2012 in einem englischsprachigen Sammelband publiziert (Routledge-Verlag), in dem international führende Krisenkommunikationsforscher Krisenfälle rund um den Globus behandeln. Die Fallstudie zur Loveparade wird kommentiert und eingeordnet von Brigitte Kaltwasser, Inhaberin von Kaltwasser Kommunikation in Nürnberg, die seit mehr als zehn Jahren mit dem IfMK kooperiert.

Kontakt:
Dr. Andreas Schwarz
Fachgebiet Medienwissenschaft
TU Ilmenau
Telefon: 03677 69-4670
Email: andreas.schwarz@tu-ilmenau.de

Download der vollständigen Pressemitteilung als PDF

Oberst der Bundeswehr als Experte militärischer Medienbeziehungen zu Gast an der TU Ilmenau

Ilmenau,18.02.2011. Oberst Hermann-Josef Dresbach, Chef des Presse- und Informationszentrums der Streitkräftebasis der Bundeswehr, besuchte am Freitag die Technische Universität Ilmenau. Anlässlich des von Professor Martin Löffelholz geleiteten Forschungsprojektes „Militärische Media Relations“ der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation wurde er zu den Strategien befragt, die die Bundewehr im Umgang mit den Medien einsetzt.
Oberst Dresbach koordiniert die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Streit­kräfte­basis in Bonn, betreut deren Internetauftritt und ist zentraler Ansprechpartner für Journalisten, die zu Themen rund um die Streitkräftebasis recherchieren. Er ist einer von 50 Experten für militärische Medienbeziehungen, die das Forscherteam in Deutschland und den USA befragt. Löffelholz und seiner Forschungsgruppe gelang es bereits, drei ehemalige Verteidigungsminister zu interviewen.
In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt werden die Bundeswehr und die U.S.-Streitkräfte sowie das Bundes­vertei­digungs­mi­nis­terium und das Pentagon in ihren Beziehungen zu den Medien untersucht. Dabei wird der Zeitraum von 1990 bis zur Gegenwart betrachtet. Im Kern interessiert das Forscherteam, wie die Informations- und Kommunikationsarbeit auf der militärischen Seite organisiert wird und welche Herausforderungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu bewältigen waren. Dabei wird auch die Rolle der militärischen Medienstrategien in den Kriegen im Kosovo, im Irak und Afghanistan betrachtet. Erste Ergebnisse sind im kommenden Jahr zu erwarten.

v.l.n.r.: Jörg Stiegmann, Oberst Hermann-Josef Dresbach, Claudia Auer, Professor Martin Löffelholz, Kathrin Schleicher, Dr. Andreas Schwarz

v.l.n.r.: Jörg Stiegmann, Oberst Hermann-Josef Dresbach, Claudia Auer, Professor Martin Löffelholz, Kathrin Schleicher, Dr. Andreas Schwarz
(für Vergrößerungauf das Bild klicken)

Download der vollständigen Pressemitteilung als PDF

Aktuelle Ausgabe Verbändereport: Erste Befunde zur Krisenkommunikation deutscher Verbände veröffentlicht

Ilmenau, 03.05.2010. Die Studie ist die bislang umfangreichste und repräsentativste Befragung von PR-Verantwortlichen zur Krisenkommunikation deutscher Verbände. Eine erste Auswertung der Befunde wurde nun im Verbändereport 03/2010 veröffentlicht: http://www.verbaendereport.de

Weitere Informationen finden Sie in unserem News-Beitrag vom 19.03.2010. Für detailliertere Informationen können Sie die Autoren kontaktieren:
Andreas Schwarz (Geschäftsführer der Forschungsgruppe)
Franziska Pforr (Mitglied der Forschungsgruppe)

PR-Frühstück der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) in Nürnberg: Andreas Schwarz spricht über Krisenkommunikation als forschungsgestützte Management-Praxis

Nürnberg, 27. April 2010. Wie verlässlich sind gängige Kochrezepte und Daumenregeln der Krisenkommunikation? Wie können aktuelle Befunde der Krisenkommunikationsforschung in Strategien und Techniken einer forschungsgestützten Krisenkommunikationspraxis übersetzt werden? Diese Fragen leiten den Impulsvortrag an, mit dem Andreas Schwarz, Geschäftsführer der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation, das PR-Frühstück der DPRG am 27. April eröffnen wird. Die Veranstaltung wird von Brigitte Kaltwasser, Inhaberin von Kaltwasser Kommunikation, organisiert. Unter den Gäste sind führende PR-Manager und Kommunikationsverantwortliche der Region.

Die Referenten des PR-Frühstücks in Nürnberg (v.l.n.r.): Christian Struck (Brand Director Grundig Intermedia GmbH), Dr. Vera Losse (Pressesprecherin des Museums für Kommunikation Nürnberg), Brigitte Kaltwasser (Inhaberin Kaltwasser Kommunikation), Dr. des. Andreas Schwarz (TU Ilmenau)

Die Referenten des PR-Frühstücks in Nürnberg (v.l.n.r.): Christian Struck (Brand Director Grundig Intermedia GmbH), Dr. Vera Losse (Pressesprecherin des Museums für Kommunikation Nürnberg), Brigitte Kaltwasser (Inhaberin Kaltwasser Kommunikation), Dr. Andreas Schwarz (TU Ilmenau)

Neue Studie: Die Krisenkommunikation deutscher Verbände

Ilmenau, 19.03.2010 – Eine neue Studie der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation zeigt, dass bereits die Hälfte deutscher Verbände von Krisen betroffen war. Die Vorbereitung der Öffentlichkeitsarbeit auf diese Krisensituationen ist aber nur mäßig. Krisenpläne, Krisenteams und Krisenszenarien werden von weniger als einem Drittel der Verbände eingesetzt. Medientrainings werden nur von weniger als einem Fünftel durchgeführt. Auch um die personellen Voraussetzungen und Ressourcen für Kommunikation ist es schlecht bestellt. Ein Viertel der Organisationen verfügt über keinerlei festangestelltes Personal für Öffentlichkeitsarbeit. Andererseits wird der Öffentlichkeitsarbeit grundsätzlich ein hoher Stellenwert in den Verbänden zugeschrieben. Reputation und Image sind hier offenbar das höchste Gut, dass insbesondere in Krisen geschützt werden soll. Auch die Rolle des Internets in der Krisenkommunikation wurde untersucht. Podcasts, Videoportale, Weblogs und Twitter sind hier nahezu irrelevant für die Verbände. Homepages und soziale Netzwerke werden allerdings als nützliche Instrumente für den Krisenfall eingestuft.

Die Studie ist die die bislang umfangreichste und repräsentativste Befragung von PR-Verantwortlichen zur Krisenkommunikation in deutschen Verbänden. Eine detaillierte Auswertung und Diskussion der Befunde von Andreas Schwarz (Geschäftsführer der Forschungsgruppe) und Franziska Pforr erscheint noch diesen Sommer im Verlag für Sozialwissenschaften:


Krisenkommunikation deutscher Verbände

Download der vollständigen Pressemitteilung als PDF