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Fakultät für Elektrotechnik
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Prof. Andreas Bund

Studienfachberater

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INHALTE

Masterstudiengang Elektrochemie und Galvanotechnik

Überblick

Elektrochemie und Galvanotechnik gewinnt im Zuge der Energiewende immer mehr an Bedeutung. Durch die starke Spezialisierung auf elektrochemische Prozesse und das dafür nötige breite Grundwissen, gibt es nur wenige Fachkräfte. Der in Deutschland einzigartige Studiengang bietet daher beste Voraussetzungen für eine Karriere in vielfältigen Branchen. Studierende eignen sich unter anderem tiefgehende Fachkenntnisse der Technologiefelder Elektrochemische Oberflächentechnik und Elektrochemische Energiespeicherung und -wandlung an.

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© M. Reichel
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Studienaufbau

Das viersemestrige Masterstudium beinhaltet Pflichtmodule, Wahlmodule, eine Projektarbeit und die Masterarbeit.

Pflichtmodule sind:

  • Chemie und Analytik
  • Elektrochemische Kinetik
  • Numerische Simulation in der Elektroprozesstechnik
  • Angewandte Galvanotechnik
  • Elektrochemische Phasengrenzen
  • Regenerative Energien und Speichertechnik
  • Oberflächen- und Galvanotechnik
  • Batterien und Brennstoffzellen

Im Wahlmodul Werkstoffe vertiefen Studierende ihre Kenntnisse auf dem Gebiet der Materialwissenschaften. Fächerübergreifende technische und nichttechnische Wahlmodule vermitteln wichtige Kernkompetenzen für eine erfolgreiche Karriere.

Das Studium schließt mit einer Projektarbeit und der sechsmonatigen Masterarbeit ab.

Industrienahe Ausrichtung

Das Ausbildungsprofil des Masterstudienganges Elektrochemie und Galvanotechnik orientiert sich an den Bedürfnissen der Galvano- und Oberflächenbranche. Die TU Ilmenau arbeitet hierzu eng mit dem Zentralverband für Oberflächentechnik (ZVO) und zahlreichen Wirtschaftsunternehmen zusammen.

Spezielle Lehrveranstaltungen externer Referentinnen und Referenten bieten praxisnahe Einblicke in Forschung und Industrie. Durch die Kooperation mit dem ZVO können die Studierenden Projekt- und auch Masterarbeiten mit Industriepartner durchführen.

Studienbegleitende praktische Arbeiten in Industriebetrieben sind ausdrücklich gewünscht und werden aktiv vermittelt.

Eckdaten

Abschluss: Master of Science

Studiendauer: 4 Semester

Start: Jährlich zum Wintersemester

Bewerbungwww.tu-ilmenau.de/apply

Voraussetzung für den Master ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich Werkstoffwissenschaft, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Andere natur- oder ingenieurwissenschaftliche, sowie technischen Abschlüsse werden ebenfalls akzeptiert.

Das sagen Studierende

Theresa

Theresa

Wie sind Sie auf den Masterstudiengang ECG aufmerksam geworden?
Ich habe vorab einen Bachelor in Chemieingenieurwesen an der Hochschule Lausitz gemacht. Im Master wollte ich mich dabei stärker der physikalischen Chemie widmen, besonders der Elektrochemie, da sie sich mit energy conversion, Brennstoffzellen oder allgemein mit erneuerbaren und ressourcenschonenden Energien befasst. Da meine bisherige Universität dies nicht anbot, habe ich mich bei anderen Unis umgesehen. Die TU Ilmenau war dabei von Anfang an mein Favorit – sie bot genau das an, was ich machen wollte.

Wie lief das erste Studienjahr?
Wir sind eine kleine Studierendengruppe und haben daher ein sehr gutes und vertrautes Arbeitsklima. Der Studiengang ist sehr speziell und trotzdem in fast allen naturwissenschaftlichen/ ingenieurswissenschaftlichen Bereichen gefragt. Rückblickend war meine Entscheidung genau richtig. Und wenn man etwas gerne und mit Begeisterung macht, dann ist man auch gut darin und hat Spaß daran.

In welcher Branche oder speziellen Tätigkeit sehen Sie sich später?
Ich möchte im Bereich Research and Development arbeiten, entweder im Thema Brennstoffzellen oder allgemein Energy Conversion. Schon in meiner Masterarbeit, die ich ab Juni 2015 in Japan an der Hokkaido University schreibe, werde ich ein spezielles Thema der Brennstoffzellen aufgreifen.

Mirko

Mirko

Wie sind Sie nach Ilmenau und zum ECG-Master gekommen?
Ich habe zuvor Advanced Materials, also Materialwissenschaften an der Universität in Gießen studiert. Meine Bachelor-Arbeit habe ich schon in einem großen Batterieunternehmen angefertigt und wollte mich in diese Richtung spezialisieren. Dieser Masterstudiengang mit direktem Schwerpunkt auf der elektrochemischen Energiespeicherung ist meines Wissens nach deutschlandweit einzigartig. Prof. Bund hat mir sofort gezeigt, dass er die Betreuung ernst nimmt und auf Studenten eingeht. Mir war ein weiterer Auslandsaufenthalt sehr wichtig und ich bekomme hier die beste Unterstützung, diesen zu planen und vorzubereiten. So werde ich aller Voraussicht nach meine Masterarbeit in Japan schreiben.

Wie schätzen Sie aus heutiger Sicht den Studiengang ein?
Der Studiengang ist erstaunlich gut organisiert und man spürt nur an wenigen Stellen, dass er komplett neu ist. Alles in allem habe ich im ersten Jahr sehr viel gelernt und konnte mich auch in das mir komplett neue Gebiet der Oberflächentechnik einarbeiten. Der Studiengang hat vier Teilbereiche. Die ersten beiden bilden den Pflichtteil, in dem der Bereich der Batterien und Brennstoffzellen gelehrt und die Oberflächentechnik nahe gebracht wird. im dritten Teil belegen wir Wahlmodule, das heißt, jede/r Studierende kann sich in einem Fachbereich eigener Wahl umsehen und seinen Horizont erweitern. Darunter sollte natürlich eine gewisse Anzahl an werkstoffwissenschaftlichen Fächern sein, damit das Studium nicht zu fachfremd wird. Im vierten Teil steht die praktische Arbeit auf dem Programm, also das wissenschaftliche Arbeiten in Laboren unter Aufsicht eines Professors. Dies ist die Master-Thesis und das Studienprojekt, die beide einen großen Teil der Gesamtnote des Abschlusses ausmachen.

Wie sieht Ihre Zukunft nach dem Abschluss aus?
Ich halte an meiner Vision fest, in der Forschung und Entwicklung neuer Energiespeicher (Batterien) oder -Umwandler (Brennstoffzellen) zu arbeiten. Ich kann mir gut vorstellen, in der Automobilbranche Batterien und Brennstoffzellen für alternative Fahrzeugantriebe zu entwickeln.

Jobpraxis

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudienganges arbeiten in der Industrie oder in Forschungseinrichtungen. Die Tätigkeitsfelder reichen von der grundlagenorientierten Forschung bis hin zur anwendungsnahen Entwicklung. Das erworbene Fachwissen ermöglicht ihnen eine selbstständige und rasche Einarbeitung in zukünftige Technologien der Elektrochemie und Galvanotechnik sowie angrenzender Gebiete wie Werkstoffwissenschaft oder Plasmatechnik.

Absolventen*innen haben exzellente Berufsaussichten in den Industriezweigen:

  • Medizintechnik
  • Elektronik
  • Telekommunikation
  • Automobil
  • Luftfahrt
  • Metallverarbeitung
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Nachhaltige Energieversorgung
  • Elektromobilität
"Typische" Arbeitsplätze eines Masters of Science in Elektrochemie und Galvanotechnik:
BrancheOberflächentechnik, Anlagenbau, Spezialchemikalien
FachbereichForschung und Entwicklung, Prozesskontrolle
AufgabeSie entwickeln und optimieren Prozesse und Technologien für leistungsfähige und nachhaltige Beschichtungstechniken.
BrancheAutomobilzulieferer
FachbereichOberflächentechnik
AufgabeAls Entwicklungsingenieur optimieren und testen Sie Korrosions- und Verschleißschutzschichten.
BrancheAutomobilhersteller
FachbereichForschung und Entwicklung
AufgabeSie entwickeln die Batterietechnologie für Elektrofahrzeuge.