Humboldtbau
Faszination, Feuer & Faust
Durchgehend ab 17:00 Uhr läuft im Humboldtbau ein abwechslungsreiches Programm aus Wissenschaft, Technik und Kultur. Fakultäten, Institute und Fachgebiete der Universität sind mit ihrer wissenschaftlichen Vielfalt vertreten, unter anderem mit Supraleitern, Ferrofluiden, Formgedächtnislegierungen und Röntgenfluoreszenzanalyse.
Einer der ersten Höhepunkte des Tages ist der 3D-Marsflug im Audimax (17:00, 17:45 Uhr): Der Mars wird umkreist, seine Täler wie mit einem Hubschrauber durchflogen und dem größten Vulkan unseres Sonnensystems ein Besuch abgestattet. Spezielle Brillen und Vorführungstechnik sorgen für ein echtes 3D-Erlebnis.
Dem spannenden Zwiespalt zwischen Wissenschaft und Moral widmet sich der "Themenabend" (19:30 Uhr) des Instituts für Mathematik mit Vortragsreihe und Podiumsdiskussion, zu der hochkarätige Vertreter verschiedener Hochschulen geladen wurden.
Darüber hinaus präsentieren im Humboldtbau zahlreiche Unternehmen der Region ihre technologischen Innovationen. Unternehmen vom Erfurter Kreuz zeigen u.a. Schaltgetriebe für die Automobilindustrie, Triebwerktechnik für Flugzeuge, zukunftsweisende Solartechnologie oder den Einsatz von Lasertechnik in der Werbung. In der Leichtbau-Robotik stellt die Ilmenauer Firma TETRA den "BioRob"-Arm für Service- und Assistenzaufgaben in Industrie und Heim vor sowie den "Visual Walker" - das Modell eines zweibeinigen Laufroboters auf einem Laufband. Für den Kletterroboter "Ratnic" stand eine kletternde Ratte Pate.
So geht es munter durch die Welt der Wissenschaft, auch in den Kurzvorträgen im Humboldt-Hörsaal: Was Medien dürfen, vermitteln "Reporter Peins erste Clips", Kurzfilme des Instituts für Rechtswissenschaften, die an diesem Abend ihre Premiere vor Publikum feiern. Es wird dargelegt und im Versuch nachgebildet, wie die Erde zu ihrem Magnetfeld kommt. Auch Glasoberflächen sind ein spannender Gegenstand, weil sie lebendig sind – das dürfte nicht nur die Hausfrau interessieren, die sich über "blinde" Fensterscheiben ärgert.
"Das ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält …" Dramatisches Theater hat an der TU seinen Platz. Im Auditorium maximum gelangt der Faust als "Versuch einer experimentellen Interpretation" zur Aufführung (21.00 Uhr; Tickets - max. 2 pro Person - gibt es jeweils ab 18.00 Uhr am Georg-Schmidt-Technikum, ab 19.00 Uhr im EAZ und ab 20.00 Uhr im Humboldtbau). Die ganz besondere Adaption spürt in etlichen Akten - und mit mehrerlei Deutungen - den "physikochemischen Hintergründen" der großen deutschen Tragödie nach. In den (Glanz-)Rollen sind der Chemiker und Rektor der Technischen Universität Ilmenau, Prof. Peter Scharff, der Physiker Prof. Gerhard Gobsch sowie der ARD-Tagesschausprecher Dr. Claus-Erich Boetzkes zu erleben, maßgeblich unterstützt von Johann Wolfgang von Goethe und William Shakespeare, der Ostthüringischen Materialprüfgesellschaft für Textil und Kunststoffe mbH und vielen weiteren fleißigen Helfern.



