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11.04.2017

Prof. Martin Löffelholz im Interview zu seiner Gastprofessur an der Ateneo de Manila University auf den Philippinen

Der Direktor des Instituts für Medien und Kommunikationswissenschaft (IfMK), Prof. Martin Löffelholz, nahm im Februar und März 2017 eine Gastprofessur an der Ateneo de Manila University (ADMU) auf den Philippinen wahr. Das IfMK kooperiert seit 2004 mit dem Department of Communication der ADMU. Wir sprachen mit Martin Löffelholz über seine Lehrerfahrungen auf den Philippinen.

Auf Einladung von Prof. Löffelholz hielt der deutsche Botschafter Dr. Gordon Kricke einen Vortrag an der Ateneo de Manila University (im Bild außerdem ADMU-Präsident Dr. Jose Ramon Villarin und Prof. Löffelholz) (Foto: privat)

Prof. Martin Löffelholz und Prof. Violet Valdez vom Department of Communication der ADMU im Gespräch mit dem früheren philippinischen Präsidenten Fidel Ramos (Foto: privat)

Viele deutsche Professoren gehen in die USA, wenn sie Lehr- und Forschungserfahrungen im Ausland sammeln möchten. Warum zieht es Sie nach Asien, Prof. Löffelholz?
Asiatischen Boden habe ich zuerst 1980 betreten, damals als Backpacker in Japan, Südkorea, Malaysia, Hongkong und Singapur. Ost- und Südostasien haben sich seither sehr dynamisch entwickelt, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in politischer Hinsicht. Medien und Kommunikation spielen dementsprechend eine zunehmend größere Rolle. Hinzu kommt: Globalisierung, ernst genommen, bedeutet, den Blick gerade auf Regionen zu richten, die nicht sowieso im Fokus stehen.

Wie ist der Kontakt zur Ateneo de Manila University entstanden?
Tatsächlich zunächst aus einem zufälligen Kontakt. 1998 waren meine Lebenspartnerin und ich zum Wracktauchen auf den Philippinen. Dabei trafen wir Kollegen, die eine erste Verbindung herstellten. 2004 war ich dann das erste Mal als Gastprofessor am Department of Communication der Ateneo, anschließend vereinbarten wir eine Partnerschaft, und seitdem gehen jedes Jahr Ilmenauer Studierende für ein Auslandssemester nach Manila.

Ihre Gastprofessuren wurden vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert. Welche Erfahrungen haben Sie in der Lehre an der Ateneo de Manila University gemacht?
Das Department of Communication der ADMU unterrichtet in englischer Sprache. Der Kontakt zu den Studierenden ist insofern problemlos. Ähnlich wie in dem Ilmenauer Masterstudiengang kommen die Studierenden aus verschiedenen Ländern, von Südafrika über Indien und Bangladesch bis Nepal und Indonesien. Diese Vielfalt empfinde ich als große Bereicherung der kommunikationswissenschaftlichen Lehre. Unsere Ilmenauer Studierenden kommen, auch deshalb, sehr gerne auf die Philippinen, um Erfahrungen in einem multikulturellen Arbeits- und Studienumfeld zu sammeln.

Welche weiteren Aktivitäten sind geplant?
Derzeit unterrichte ich zusätzlich zu meinem normalen Lehrprogramm in Ilmenau ein Online-Seminar an der ADMU, das ich während meiner Gastprofessur konzipiert habe. Zum nächsten Wintersemester werden wir dann wahrscheinlich ein gemeinsames Online-Lehrangebot mit der Ateneo de Manila University anbieten. Das ist gelebte Globalisierung, die nicht nur ökonomischen Interessen dient.