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25.11.2013

Internationale Konferenz des Fachgebiets Medienwissenschaft: Wissenschaftler und Praktiker aus 30 Ländern diskutierten über Krisenkommunikation

Vortrag Andreas Schwarz

Publikum

Tim Coombs (alle Fotos: Polina Upitis)

Vom 3. bis zum 5. Oktober 2013 fand in Erfurt auf Einladung der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation (Fachgebiet Medienwissenschaft) die dritte internationale Konferenz zum Thema Krisenkommunikation statt. Über 100 weltweit führende Köpfe aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien tauschten sich unter dem Titel „Crossing Boundaries in Crisis Communication“ über aktuelle Erkenntnisse und künftige Herausforderungen aus.

Die fortwährende Eurokrise, die BP-Ölbohrkrise in den USA, der Bürgerkrieg in Syrien oder das Jahrhunderthochwasser in Deutschland zeigen, dass Krisen und die Kommunikation darüber weder vor nationalen noch vor kulturellen Grenzen halt machen. Der richtige Umgang mit Krisensituationen und ihren grenzüberschreitenden Auswirkungen überfordert jedoch häufig die verantwortlichen Akteure in Politik, Behörden, Verbänden und Unternehmen. An zweieinhalb Tagen präsentierten und diskutierten deshalb mehr als 100 führende Krisenkommunikationsforscher und Praktiker aus 30 Ländern ihre neuesten Erkenntnisse. Thema waren u.a. Unternehmenskrisen, politische Krisen, Naturkatastrophen und Terroranschläge weltweit.

Die Keynote hielt die international viel beachtete Wissenschaftlerin Prof. Christine Pearson zur Frage der Führungsqualitäten von CEOs und Politikern in internationalen Krisen. Weitere 70 Vorträge gaben Einblicke in die Krisenkommunikation in verschiedenen Szenarien und Ländern, wie z.B. die Fukushimakatastrophe, der Amoklauf in Newtown, die Krisenkommunikation von US-Präsident Obama, die Krise in Ägypten, Guttenbergs Plagiatsaffäre und „Stuttgart 21“. Tagungsleiter Dr. Andreas Schwarz zieht ein positives Fazit: „Wir haben auf der Tagung nicht nur Einblicke in die aktuellsten Forschungsergebnisse erhalten, sondern ebenso den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis gestärkt. Gerade im Feld der angewandten Krisenkommunikation ist dies bitter nötig.“

Die internationale Konferenz wurde von der Technischen Universität Ilmenau in Kooperation mit der Internationalen Forschungsgruppe Krisenkommunikation ausgerichtet. Weitere Unterstützer waren die Kommunikationsagentur Kaltwasser, der Dienstleister für Beratung und Marketing Convis GmbH und die Arbeitsgruppe Krisenkommunikation des größten europäischen Verbandes für Kommunikationswissenschaft ECREA (European Communication Research and Education Association).