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30.10.2015

DJV-Studie „Journalistenausbildung: Quo Vadis?“

Die heutige Journalistenausbildung bereitet Studierende nur unzureichend auf ein mögliches Berufsleben außerhalb einer Festanstellung vor. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die das Fachgebiet Medien- und Kommunikationsmanagement in Kooperation mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) durchgeführt hat. Als Konsequenz regt der DJV nun an, Themen wie Existenzgründung, Managementkompetenz und Technikkompetenz besser in die Ausbildung zu integrieren.

Logo des Deutschen Journalistenverbandes

Ist die Journalistenausbildung noch zeitgemäß oder hinkt sie den heutigen Anforderungen an den Beruf hinterher? Diese Frage stellte sich das Fachgebiet für Medien- und Kommunikationsmanagement (FG MKM) und startete 2015 eine Forschungskooperation mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV). Der DJV (36.000 Mitglieder) vertritt die berufs- und medienpolitischen Ziele und Forderungen der hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten aller Medien in Deutschland. Vor dem Hintergrund der acht Zukunftsthesen des DJV und insbesondere der These „Journalistinnen und Journalisten werden zu Unternehmern“ führte das FG MKM unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Will eine gemeinsame Studie mit dem DJV durch. Die Projektkoordination und -leitung übernahm Dipl.-Medienwiss. Britta M. Gossel. Journalisten, die sich in der Ausbildung sowie in den ersten Jahren der Berufstätigkeit befinden, wurden zum sich wandelnden beruflichen Rollenverständnis, unternehmerischer Selbstwahrnehmung, Kompetenzanforderungen für den Beruf und Lehrinhalten in der Ausbildung zum Journalisten befragt. Auf Basis der Ergebnisse werden Vorschläge für eine zukunftsorientierte Journalistenausbildung erarbeitet.

Um möglichst frühzeitig Teilergebnisse der Studie einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können, wurden zwei Themen bereits in der Diskussionspapier-Serie des FG MKM veröffentlicht. Im November 2015 sind zwei weitere Teilpublikationen geplant. Bereits jetzt sorgte die Studie für Reaktionen. So berichtete der DJV-Blog im Sommer 2015 unter dem Titel An der Berufswirklichkeit vorbei (21. Juli 2015) über erste Teilergebnisse; ebenso interessierte sich das Medienmagazin JOURNALIST für die Ergebnisse und griff diese teilweise im Beitrag Der DJV lotet aus, wie er das Gründerbewusstsein junger Journalisten fördern kann auf. Auch das European Journalism Observatory wurde aufmerksam auf das Thema. Unter dem Titel Journalistenausbildung hinkt der Berufsrealität hinterher (15. September 2015) hat Caroline Lindekamp über die Ergebnisse der Studie berichtet. Ein Bericht in der englischsprachigen Version des EJO, das vom Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford verantwortet wird, ist geplant. Im September 2015 hat schließlich der DJV Anforderungen an eine zeitgemäße Ausbildung publiziert. Der DJV regt dazu an, neben der Ausbildung bzgl. journalistischer Kernkompetenzen drei weitere Themen in die Ausbildung zu integrieren: 1. Existenzgründung, 2. Managementkompetenz, 3. Technikkompetenz. Ein Ergebnis unserer Studie zeigte bereits, dass genau in diesen drei Kompetenzbereichen aus Sicht der befragten jungen Journalistinnen und Journalisten zu wenige Inhalte in der Ausbildung verankert sind.

Weiterhin wurden Teilergebnisse der Studie im Rahmen wissenschaftlicher Konferenzen vorgestellt, so z.B. im Rahmen der Jahreskonferenz der European Media Management Association EMMA 2015 in Hamburg und der Jahreskonferenz des Förderkreises Gründungs-Forschung e.V. gForum 2015 in Kassel.

In der Reihe "Diskussionspapiere Menschen - Märkte - Medien - Management" herausgegeben von Prof. Dr. Andreas Will sind zum Projekt zwei erste Teilpublikationen erschienen und online abrufbar unter: