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02.11.2015

„Klimaschonendes Handeln als Medienwirkung“ - Dissertation von Imke Hoppe erscheint im Dezember

Innerhalb der Online-Reihe NEU (Nachhaltigkeits-, Energie- und Umweltkommunikation) erscheint im Dezember 2015 die Dissertation von Imke Hoppe, ehemalige Mitarbeiterin am Fachgebiet Empirische Medienforschung und politische Kommunikation. Die Arbeit zeigt, wie man mit Hilfe eines Online-Spiels klimaschonendes Handeln fördern kann.

Imke Hoppe (Foto: Paul Träger Photography)

„Klimaschonendes Handeln als Medienwirkung“ ist der Titel der Doktorarbeit von Imke Hoppe. Die Dissertation erscheint im Dezember 2015 als dritter Band der Online-Open-Access-Reihe NEU (Nachhaltigkeits-, Energie- und Umweltkommunikation). Für alle Interessierten ist das Buch damit frei verfügbar.

In der Dissertation von Imke Hoppe geht es um die Konzeption, Rezeption und Wirkung eines Online-Spiels zum Stromsparen. Die Arbeit beantwortet die Frage, inwiefern Online-Spiele Menschen dabei unterstützen können, klimabewusst zu handeln und individuelle Konsumgewohnheiten zu verändern. Dazu wird untersucht, wie Online-Spiele idealerweise gestaltet werden sollten, um klimaschonendes Handeln zu unterstützen und zwar am Beispiel „Strom sparen im Privathaushalt“. Dazu werden zwei theoretische Ansätze erschlossen und Empfehlungen zur Gestaltung von Online-Spielen abgeleitet. Als theoretischer Ansatz dient dabei zum einen die ‚Handlungsorientierung‘, die aus der Nachhaltigkeitskommunikation sowie aus der Lehr- und Lernforschung stammt, und zum anderen die Dramentheorie von Lessing (i.S. eines Interactive Storytelling).

Um das entwickelte Variablenmodell zu testen, wird das Online-Spiel „RED - Renewable Energy Drama“ (ca. 10 Spielminuten) als Stimulusmaterial konzipiert, das von der Abteilung Kindermedien des Fraunhofer IDMT realisiert und veröffentlicht wurde. Mit einer quantitativen Online-Befragung (n=287) im Pre-/Posttestdesign werden die theoretischen Annahmen geprüft.

Die Ergebnisse zeigen folgende Zusammenhänge: Stehen den Spielenden mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um eine Aufgabe zu lösen, dann denken sie stärker darüber nach, wie sie diese Aufgabe üblicherweise bei sich zuhause lösen. Dies wiederum hat einen sehr positiven Effekt auf alle Dimensionen von Handlungskompetenz: Die Spielenden haben den Eindruck, alltagstaugliche Heuristiken zum Stromsparen zu lernen, sich die Bedeutung ihres eigenen Handelns für den Klimaschutz bewusst zu machen und eigene Verhaltensweisen zu reflektieren oder zu verändern. Einen ebenso positiven Effekt hat es, wenn das Feedback zu den gelösten Aufgaben als hilfreich empfunden wird, was besonders dann der Fall ist, wenn verschiedene Verhaltensalternativen miteinander verglichen werden.

Imke Hoppe blieb der Klimakommunikation auch nach ihrer Dissertation treu und arbeitet derzeit an der Universität Hamburg im Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“.

Link zur Buchreihe:
http://www.neu-kommunikation.de