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FG Integrierte Kommunikationssysteme


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Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Mitschele-Thiel

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INHALTE

Studentische Arbeiten

Thema

Aufbau einer nachhaltigen IT-Portfolioplanung und eines IT-Kostenmodells als Basis für die strategische und operative Steuerung des IT-Bereiches

Typ:
Diplomarbeit
Betreuer:
Dr.-Ing. Heinz- Dietrich Wuttke
Bearbeiter:
Markus Ehle
Status:
abgeschlossen
Abstract:
Aufgabe der vorliegenden Arbeit war es, existierende Ansätze zum IT-Portfoliomanagement zu beleuchten, zusammen zu fassen und damit die Grundlagen für ein praktikables Portfoliomanagement für IT Projekte bei AHM zu erarbeiten. Dieses sollte einerseits Vorgaben der IT-Governance in die Projekte tragen, andererseits den transparenten Überblick über die Planung, Genehmigung und Durchführung der Projekte ermöglichen.
Bei der Analyse bestehender Arbeiten zum Portfoliomanagement fiel auf, dass die Wahl zwischen Vollständigkeit und Praktikabilität einer Lösung nicht trivial ist, und oft über deren spätere, praktische Anwendbarkeit/Akzeptanz entscheidet. Angefangen bei der kennzahlenbasierten Bewertung eines Projektes bis hin zur Implementierung und Integration des Portfoliomanagement-Prozess in die IT ist die enge Abstimmung mit den Bedürfnissen des Unternehmens unerlässlich. Die Abstimmung des Portfolios mit der Unternehmensstrategie beginnt nicht mit der Durchführung von Portfoliomanagement im Unternehmen. Vielmehr muss Unternehmensstrategie und -philosophie schon in die Planung des unternehmensspezifischen Portfoliomanagements einfließen. In der vorliegenden Arbeit wurde der Schwerpunkt darauf gelegt, das Portfoliomanagement für AHM möglichst vollständig zu beschreiben und seine einzelnen Elemente wissenschaftlich zu hinterlegen.
Dafür wurde ein auf IT-Projekte abgestimmtes, Ursache-Wirkungs-basiertes Kennzahlensystems erstellt. Mit dessen Hilfe wird es ermöglicht jedes IT-Projekt faktenbasiert vor seiner Durchführung zu bewerten und auf seinen Nutzen und Ressourcenverbrauch im Unternehmen zu prüfen. Die verwendeten Kennzahlen wurden theoretisch hinterlegt und ihre Erhebung möglichst detailliert erläutert. Trotz der relativ knappen Beschreibung eines Projekts mit Hilfe weniger Kennzahlen ist eine Vielzahl verschiedener Eingabedaten notwendig. Die Erhebung dieser Daten wird im praktischen Einsatz des Systems einen Mehraufwand für IT-Mitarbeiter bedeuten und könnte letztendlich eine Ablehnung des Portfoliomanagements verursachen.
Die notwendige Zusammenfassung von Einzelkennzahlen zu aussagefähigen Kennzahlen-Clustern und zur Spitzenkennzahl „Projektpotenzial“ musste sich am Charakter der ex ante Projektbewertung orientieren. Fehler und Abschätzungen innerhalb der Eingangsdaten des Kennzahlensystems wurden mit Hilfe der Fuzzy-Set Theorie in die Modellierung der Spitzenkennzahl einbezogen. Für die Modellierung der Kennzahlen-Interdependenzen wurden Anleitungen und / oder Beispiele gegeben, die als Grundlage für die spätere Implementierung der Arbeit dienen. Neben der theoretischen Hinterlegung aller Kennzahlen und Kennzahlen-Beziehungen beinhaltet die Arbeit allerdings keine Implementierung und bleibt somit die Validierung der Anleitungen anhand empirischer Tests schuldig. Wegen mangelnder Test-Daten aus abgeschlossenen Projekten, primär aber aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes muss eine Implementierung auf Folgearbeiten verschoben werden. Weiterhin ist zu untersuchen, inwiefern die Unschärfe der Einzelkennzahlen das Ergebnis des Systems, insbesondere im Hinblick auf die Wenn-Dann-Modellierung der Interdependenzen, beeinflusst und verfälscht.
Abschließend beschreibt die vorliegende Arbeit die Einbettung des Portfoliomanagements in die IT-Abteilung. Der vereinfachte Prozess zur Bewertung und Steuerung von Projektportfolios wird vorgestellt, wichtige Prozessschritte werden erläutert und die notwendigen Rollen zur Verankerung in der IT-Hierarchie definiert.
Portfoliomanagement bleibt jedoch auf seine Rolle als eine faktenbasierte Entscheidungshilfe für das Management beschränkt – es wird nie die politisch motivierten Projektentscheidungen gänzlich aus dem Unternehmen verdrängen.