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Fakultät für Maschinenbau
Ilmenauer Fass

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Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Ronald du Puits

Leiter der AG Ilmenauer Fass

Telefon +49 3677 69-1353

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INHALTE

Kooperation

DFG-Forschergruppe "Wandnahe Transport- und Strukturbildungsprozesse"

In dieser überregionalen Forschergruppe mit einer Laufzeit von sechs Jahren wollen Ingenieure und Physiker von fünf Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen (UNI Marburg, BTU Cottbus, UNI Erlangen, MPIDS Göttingen, TU Ilmenau) mittels neuer experimenteller und numerischer Verfahren turbulente Transportprozesse untersuchen. Dabei soll insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern neue Ansätze für die Lösung dieser Fragen liefern. Das Wissen über diese Art hochkomplexer Strömungen ist derzeit immer noch äußerst ungenügend, was sich z. B. darin ausdrückt, dass wir auch heute noch nicht in der Lage sind, langfristig Klima und Wetter oder die Ausbreitung von Schadstoffen in der Atmosphäre und in den Ozeanen vorherzusagen. Durch die parallele Untersuchung dreier Modellströmungen – Rayleigh-Bénard Konvektion (Ilmenauer Fass), Taylor-Couetteströmung und Rohrströmung sollen neue Skalengesetze zur Beschreibung dieser Vorgänge gefunden und deren Zusammenhang mit der lokalen turbulenten Dynamik in der Nähe der festen Wände aufgeklärt werden.

Das Ilmenauer Fass ist eine von insgesamt acht Forschungsinfrastrukturen in einem geplanten EU-weiten Netzwerk von Turbulenzforschungseinrichtungen zu dem sich insgesamt 23 europäische Partnerorganisationen zusammengefunden haben.Der Kerngedanke dieser im 7. Forschungsrahmenprogramms der EU beantragten Initiative „EuHIT“ besteht darin, die in diesem Netzwerk zur Verfügung stehenden, weltweit einzigartigen Versuchsanlagen für „Fremdforschung“ zu öffnen. Zu diesem Zweck stellt die verantwortliche Forschungseinrichtung einen Teil der Anlagenkapazität für auswärtige Wissenschaftler oder Gruppen zur Verfügung, wobei die dabei anfallenden Kosten vollständig von der EU refinanziert werden (sowohl die Projektkosten als auch die laufenden Kosten der Versuchsanlage). Flankiert wird diese Idee durch eine Vielzahl begleitender Projekte, die der weiteren Verbesserung der Infrastruktur dieser Anlagen dienen. Dies umfasst z. B. Vorhaben zur Entwicklung neuartiger strömungsmechanischer Messsysteme, die Schaffung einer gemeinsamen Datenbank oder auch Designstudien für zukünftige experimentelle Anlagen. Durch eine eigene Internetplattform (www.euhit.org), eine Vielzahl von Workshops und Sommerschulen sowie die Vernetzung zwischen den Zentren soll der intensiver Austausch von Wissen und Wissenschaftlern insbesondere auch in angrenzende Fachgebiete gefördert und Europa zum weltweit führenden Standort auf dem Gebiet der Turbulenzforschung ausgebaut werden.