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10.05.2017

ISWI 2017: Deutschlands größte Studierendenwoche startet in Ilmenau

Foto: © TU Ilmenau

Am 12. Mai kommen 370 Teilnehmende aus über 80 Ländern in Ilmenau zur International Student Week Ilmenau, ISWI, zusammen, um über Kulturgrenzen hinweg über globale Gerechtigkeit zu diskutieren. Die größte Studierendenwoche steht unter dem Motto „Global Justice: A Fair(y) Tale?“, „Globale Gerechtigkeit: nur ein Märchen?“ Für die ISWI-Organisatoren umfasst globale Gerechtigkeit Aspekte wie weltweite Solidarität, eine faire Verteilung der Ressourcen und den freien Zugang zu hochwertiger Bildung für alle Menschen. Während der zehn Tage wird ein umfangreiches Konferenz- und Kulturprogramm geboten. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, über die ISWI zu berichten.

Im Zeitalter der Globalisierung teilen weltweit die Menschen über moderne Medien Interessen, Bedürfnisse und Sorgen. Dank des Internets kann die Weltgemeinschaft jederzeit nahezu alles mitverfolgen, fast überall zusehen, mitreden und die Gesellschaft mitgestalten. Lokale Probleme werden zu globalen Problemen. Die modernen Medien bieten die Chance, das Bewusstsein für globale Zusammenhänge herzustellen und den Sinn für Gerechtigkeit zu erweitern. Aber dennoch scheint eine gerechte Welt eine ferne Utopie zu bleiben. Auf der International Student Week, ISWI, zum 13. Mal organisiert durch den studentischen Verein „Initiative Solidarische Welt Ilmenau“, kommen vom 12. bis zum 21. Mai junge Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um in Diskussionen und gemeinsamen Aktivitäten über Ländergrenzen hinweg ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz zu setzen.

Die Internationale Studierendenwoche in Ilmenau beginnt am Samstag, 13. Mai, um 19.30 Uhr im Stadtpark von Ilmenau, mit dem Schirmherren Kumi Naidoo, der verschiedene soziale Initiativen und Umweltschutzkampagnen organisiert, der thüringischen Staatssekretärin für Kultur und Europa Babette Winter, der Landrätin des Ilm-Kreises Petra Enders und dem Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff. Die Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Studierendenwoche wird musikalisch begleitet von der Dresdner Brass-Band „Banda Internationale“, Preisträger des Sonderpreises der Bundesregierung zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen. Ab 15 Uhr lädt die argentinische Vizepräsidentin des International Peace Bureau Alicia Cabezudo im Audimax zu einer Diskussion zum Thema „Education for Global Justice“, „Erziehung für globale Gerechtigkeit“, ein.

Am Sonntag, 14. Mai, hält der belgische Finanzexperte Bernard Lietaer um 10 Uhr im Audimax der TU Ilmenau einen Vortrag über „Economic Justice – From Theory to Practice“, „Wirtschaftliche Gerechtigkeit – von der Theorie zur Praxis“ mit anschließender Diskussion. Um 12 Uhr hält Schirmherr Kumi Naidoo einen Vortrag mit Diskussionsrunde zum Thema „The Struggle for Global Justice in an Unequal, Fragmented and Fragile World”, „Der Kampf für globale Gerechtigkeit in einer ungleichen, zersplitterten und zerbrechlichen Welt“.

Auf der Fair Fair, einem Markt der Möglichkeiten, stellen sich am Montag, 15. Mai, von 19 bis 23 Uhr gemeinnützige Organisationen im Humboldtbau auf dem Campus der TU Ilmenau vor. Daneben findet um 19 Uhr ein Podiumsgespräch zur Rolle der ehrenamtlichen Arbeit in der Gesellschaft statt und es gibt Workshops zu verschiedenen Bereichen der Ehrenamtsorganisation: „Wir bringen alles in Ordnung“ zur Strukturierung und Organisationsentwicklung und „Kreativ werden!“ zu Techniken zur Ideenfindung.

Am Dienstag, 16. Mai, findet um 16 Uhr im Helmholtzbau, Helmholtz-Hörsaal, Helmholtzplatz 2, eine Podiumsdiskussion zu den Chancen und Risiken von sozialen Medien und deren Tauglichkeit für globale Gerechtigkeit statt. Moderiert von dem Kommunikationswissenschaftler Dr. Andreas Schwarz von der TU Ilmenau diskutieren Prof. Martin Emmer, Kommunikationswissenschaftler von der TU Berlin, Dr. Sebastian Stier, Politikwissenschaftler vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und Salah Zater, libyscher Blogger und Journalist.

Der deutsche Physiker und Klimaforscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Wolfgang Lucht hält am Mittwoch, 17. Mai, um 9 Uhr einen Vortrag zum Thema “Earth’s Future: From Planetary Boundaries to Social Transformation”, „Die Zukunft der Erde: Von den Grenzen der Welt zur sozialen Veränderung“. Der Vortrag findet im Rahmen des Dies Academicus der TU Ilmenau statt, der für alle Studenten vorlesungsfrei ist.

Am Donnerstag, 18. Mai, wird um 19 Uhr im Audimax der TU Ilmenau der Film „The Act of Killing“ in englischer Sprache mit Untertiteln gezeigt. Der Film thematisiert den Militärputsch von 1965/66 in Indonesien, die Verbrechen werden in Filmszenen nachgestellt. Anschließend, um 21.30 Uhr, diskutieren Mira Rochyadi-Reetz, Medienforscherin der TU Ilmenau, Rüdiger Bender vom KZ-Museum Erinnerungsort Topf & Söhne und die indonesische Menschenrechtlerin Sri Tunruang über die Aufarbeitung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Moderiert wird die Diskussion von Adam Kerpel-Fronius von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Foto: © TU IlmenauDas kulturelle Rahmenprogramm der ISWI-Woche beginnt am Sonntag, 14. Mai mit dem World Food Festival auf dem Wetzlarer Platz, auf dem Teilnehmer in landestypischen Trachten und Gastgeber von 16 bis 20.30 Uhr internationale Speisen anbieten und ihre Herkunftskulturen mit Musik und Tänzen präsentieren. Im Vorfeld des World Food Festivals findet um 15.30 Uhr am Wetzlarer Platz die Eröffnung der Ausstellung „Barriere:Zonen“ durch den Fotografen Till Meyer statt, der Menschen mit Behinderung portraitiert, deren Leben durch Konflikte und Kriege geprägt ist.

Das Open-Air-Konzert lädt Teilnehmer und Gäste am Dienstag, 16. Mai, auf den Campus der Technischen Universität Ilmenau auf den oberen Ehrenberg ein. Bands verschiedener Musikrichtungen animieren von 19.30 Uhr bis Mitternacht zum Tanzen und Feiern. Headliner ist die Band Doctor Krápula aus Kolumbien, die sich mit sozialer Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung kritisch auseinandersetzt.

Ein kultureller Höhepunkt der internationalen Studierendenwoche ist die Intergalaktische Nacht am Mittwoch, 17. Mai. In Vorträgen und Workshops stehen das Weltall und die Beziehung des Menschen zum All im Mittelpunkt des Abends. Der deutsche Astronaut Gerhard Thiele gibt dabei spannende Einblicke in sein Leben im Weltraum und erzählt, wie diese Erfahrung sein Leben verändert hat. Ab 22 Uhr legt das exil-iranische DJ Duo Blade&Beard tanzbaren Deep-House auf.

Um den 370 ISWI-Teilnehmern aus der ganzen Welt einen Schlafplatz anzubieten, öffnen Hosts Ihre privaten Wohnungen. Noch ist aber nicht die Unterkunft aller ausländischen Studentinnen und Studenten gesichert und jeder in Ilmenau und Umgebung ist aufgerufen, eine Schlafmöglichkeit und ein Frühstück anzubieten. Anmeldung beim ISWI e. V. unter: host.iswi.org und telefonisch unter 0159 03014909 oder 03677 691946.

Informationen zur internationalen Studierendenwoche, ISWI: de2017.iswi.org

Über die International Student Week Ilmenau, ISWI

Der studentische Verein Initiative Solidarische Welt Ilmenau e. V. besteht aus 45 Studentinnen und Studenten und organisiert seit 1993 alle zwei Jahre die deutschlandweit größte internationale Studierendenkonferenz ISWI (International Student Week Ilmenau, Internationale Studierendenwoche Ilmenau) und blickt bereits auf zwölf erfolgreiche Veranstaltungen zurück. Jede ISWI steht unter einem Motto, das während der Woche in Arbeitsgruppen, Diskussionsrunden, öffentlichen Vorträgen und Workshops von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Um auch das diesjährige Event erfolgreich durchzuführen, haben die Helfer und Helferinnen über ein Jahr lang ehrenamtlich für das große Projekt gearbeitet.

Kontakt:
Lilly Sommer
ISWI e. V.
Tel.: +49 3677 69-1946
E-Mail: presse@ iswi.org