Digital Audio Editing and Sounddesign
von Sebastian Vogt, Sommersemester 2005
Studierende der TU Ilmenau (AMW, MT) sowie Gaststudierende aus Indonesien und Polen haben gemeinsam in der Praxiswerkstatt Soundcollagen zum Thema "Sounds of the World" produziert. Hier präsentieren Ihnen die Studierenden Ihre Arbeitsergebnisse als Downloads im MP3-Format (192 kbit/s). Kurze Texte erläutern die Ideen hinter den einzelnen Arbeiten. Viel Spaß beim Hören !
Harmony of the World
von Noviani Tjondrohandryo (Indonesien), Alexander Meyenberg (AMW)
In unserer Soundcollage "Harmony of the World" haben wir symbolisch durch das Goethe Gedicht "Prometheus", in dem die griechische Figur Prometheus im Diskurs mit den Göttern steht, Konflikte dargestellt, mit denen sich die Menschen ständig auseinandersetzen müssen. Unterlegt wurde dieser Part mit brasilianischer Capoheira-Musik, die Ihren Ursprung in Kampftänzen hat und zur Kontaktaufnahme mit den Göttern fungierte. Außerdem haben wir afrikanische Trommeln der Ureinwohner mit einfließen lassen, die eine ähnliche Symbolik haben.
Im zweiten Teil unserer Collage wird der Konflikt aufgelöst und durch den harmonischen Gesang eines indonesischen Liedes mit Unterlegung eines chinesischen Musikstückes belegt, dass nur durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Leben in all seinen Facetten man zu einer ausgeglichenen Harmonie gelangen kann.
Durch diese Collage ist es uns gelungen, aus Kunst von fünf unterschiedlichen Kulturen ein stimmiges Gesamtwerk zu schaffen.
Download: harmony.mp3 (5.5 MB)
A Day In Sound
von Dona Kusuma (Indonesien), Stefanie Hels (AMW), Volker Wiegand (MT)
Das Audiostück "A Day In Sound" versucht den Tagesablauf einer Person rein akustisch darzustellen. Es werden typische Aktivitäten vorgestellt und vor dem entsprechenden akustischem Hintergrund präsentiert.
Um den Anspruch der Kreativität gerecht zu werden, bearbeitete die Gruppe Teile des Audiomaterials rhythmisch. Hierzu wurden perkussive Elemente des Quellmaterials entnommen und in verschiedenen Rhythmusvariationen wieder zusammengesetzt. Als Beispiel für den kreativen Einsatz von Effekten ist das Intro zu nennen.
Das Quellmaterial wurde mit einem HHB Portadisc aufgenommen und mit Digidesign Protools / Ableton Live bearbeitet.
Download: adayinsound.mp3 (7.3 MB)
Violence in Media
von Nico Gregor (AMW), Annett Geier (AMW), Michał Wojtas (Polen)
Unsere Soundcollage "Violence in Media" soll eine konstruktive Kritik gegen die zunehmende Gewaltdarstellung in den Medien offenbaren. Die Collage umfasst etwa drei Minuten und wurde durch möglichst viele kurze Samples aus diversen Medieninhalten erstellt. Insbesondere wurden dabei Inhalte der weit verbreiteten Medien Film, Computerspiel, Internet und Musik verwendet. Um dem Gesamtwerk eine persönliche Note zu verleihen, haben wir an geeigneten Stellen selbst aufgezeichnete Tonaufnahmen eingebunden.
Ziel unseres Audiostückes ist es den Zuhörer auch ohne visuelle Mittel, die die Gewaltdarstellungen zudem in den o. g. Medien noch untermalen würden, in eine andere Welt zu versetzen. Diese soll ihn zugleich schockieren aber auch nachdenklich stimmen, dass übertriebene Gewaltdarstellungen in den Massenmedien alltäglich sind.
Download: violenceinmedia.mp3 (4.4 MB)
Catching Moods. From Barat to Timur
von Mille Liando (Indonesien), Thorsten Kuske (MT), Tobias Märtterer (AMW)
Wir möchten Sie einladen zu einer Reise, einer akustischen Reise durch zwei konträre Stimmungen. Lassen Sie sich entführen in eine Klangwelt, die die Grenze zwischen akustischen- und synthetischen Geräuschen verschwinden lässt!
Grundlage dieses Audiostückes sind Interviews, die wir mit Studenten aus verschiedenen Ländern geführt haben. Wir baten sie, Geräusche zu beschreiben, die sie mit gegebenen Stimmungen assoziieren. Diese Stimmungen haben wir vertont. Unser Ziel ist es, für ein disperses Publikum die gleichen Gefühle erfahrbar zu machen, unabhängig von der kulturellen Prägung.
Download: catchingmoods.mp3 (6.4 MB)
Song from Asia to Europe
von Marius Bauer (MT), Markus Birger (MT)
Musik ist wohl die universell verständlichste Sprache der Welt. Und genau darum geht es in unserem Projekt: Die Verbindung zweier unterschiedlicher Kulturen durch die Musik. Eine besondere Herausforderung für uns war es dabei, eine eigene Interpretation eines indonesischen Songausschnitts umzusetzen. Außerdem war es uns wichtig, die Elemente eines Hörspiels mit denen einer Musikaufnahme zu verbinden. So konnten wir viele Aspekte der digitalen Aufnahmetechnik in Bezug auf Sprache, Stereo- und Monogeräusche und Musik kennen lernen.
Zum Inhalt:Zwei Musiker machen sich auf den Weg zu einem Auftritt und hören im Autoradio ein indonesisches Lied, von dem sie so begeistert sind, dass sie es kurzer Hand in ihr Repertoire aufnehmen. Wenige Minuten später stehen sie auf der Bühne.
Download: songfromasiatoeurope.mp3 (4.5 MB)
House of Cultures
von Christian Bachmann (MT), Daniel Schultheis (MT)
Bei dem vorliegenden Stück handelt es sich um einen akustischen Rundgang durch ein Haus. Dabei repräsentiert jedes Stockwerk einen Kontinent. Hinter jeder Tür verbergen sich Klänge einer Kultur des jeweiligen Kontinents.
Download: houseofcultures.mp3 (6.8 MB)
Sounds of travelling
von Susanne Fritsche (AMW), Carolin Herr (AMW)
Zu Beginn unserer Soundcollage wird die Alltagssituation von Petra in Deutschland beschrieben: Sie ist gerade dabei, ihre Koffer zu packen um dem Alltagstrott zu entfliehen. Im nachfolgenden Teil wird dem Hörer die Geschichte der Reise in drei verschiedene Länder erzählt: Frankreich, Kenia und China sind die Zielpunkte der Hauptfigur. Der Hörer gewinnt durch typische, dem Land zuzuordnende Töne und einer spezifischen Hintergrundmusik einen Eindruck des jeweiligen Reiseziels. Für das eindeutige Verstehen der Handlungsabfolge ist zwischen zwei Ländern ein Flugzeuggeräusch eingeblendet, was dem Übergang zum nächsten Abenteuer signalisiert. Zurück in Deutschland erscheinen die zuvor fast bedrohlich wirkenden Geräusche der Heimat wieder harmonisch und wohlklingend.
Download: soundsoftravelling.mp3 (6.5 MB)
One Day of Love
von Febby Wijaya (Indonesien), Manuela Zogbaum (AMW)
Der Hauptgedanke war das Gefühl "Liebe" akkustisch auszudrücken. Ziel war es jedoch "Liebe" in einen negativen Kontext zu setzen und somit dem Song kein "Happy-End" zu verleihen. Die Liebe ist niemals vollkommen, sondern immer bedingt durch Lebensumstände, die die Liebe zwischen zwei Menschen erschwert oder wie auch in unserem Song unmöglich macht.
Wir haben das mittels eines Musikstücks realisiert. Dieses enthält Sprach-Files aus Filmen, die dramaturgisch aneinander gereiht sind. Die Dramaturgie des Songs wird durch musikalische, melodiöse und rhythmische Sequenzen untermalt. Um einen multilingualen Charakter zu schaffen wurden Sprachfiles in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch verwendet.
Download: onedayoflove.mp3 (4.5 MB)
Flee from stress to harmony
von Virginia Beer (AMW)
Zum Thema "Sounds of the World" wurden die Emotionen Stress vs. Ruhe ausgewählt und der Versuch gestartet, mit einfachen minimalistischen und selbst aufgenommenen Mitteln eine Kurzgeschichte zu erzählen. Das Leben in der heutigen Gesellschaft ist geprägt von Unruhe und Stress, das den Individuen so viel Energie abverlangt, dass man schnell vergisst, wo die Wurzeln des Lebens und der Energie stecken. Eine Art Flucht in die Natur - in ein Leben bestimmt von Harmonie und Ruhe - soll dabei verdeutlichen, wie wichtig das für ein gutes harmonisches Leben ist.
Es geht um eine Art Sehnsucht, die jeder Mensch in sich spürt, wenn er sich überfordert bzw. überlastet fühlt. Die dabei einfachen und realistischen Sounds sollen dem Hörer etwas zeigen, was er eigentlich schon kennt, jedoch selten so wahrnimmt, weil er in einer Alltagssituation zu beschäftigt ist, dass er keine Zeit hat, darüber nachzudenken. Bzw. übertönt die Umgebung die eigenen Gedanken.
Download: fleefromstresstoharmony.mp3 (5.7 MB)


