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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Belgien

Marcus Trämmler, FH Jena, Betriebswirtschaft

Brüssel, Belgien

Atomium
Grand Place

Mein ERASMUS-Praktikum 2013

Mein Praktikum absolvierte ich bei einer Non-Profit Organisation, die Ingenieure weltweit mit Universitäten, Fachhochschulen, Professoren und Unternehmen verbindet und sich für eine stetig besser werdende Ausbildung von Ingenieuren einsetzt.

Ich war hier im Bereich Marketing angestellt, wo ich unter anderem den monatlichen Newsletter erstellte und designte. Hierfür recherchierte ich eigenverantwortlich nach Artikeln über die Ingenieursausbildung und Higher Education im Allgemeinen. Eine herausfordernde Aufgabe war es auch, Artikel zur Ingenieursausbildung aus Deutschland zu suchen, diese ins Englische zu übersetzen und somit dem Newsletter mehr deutschen Flair zu verleihen. Bei der Gestaltung wurde mir viel Freiraum gelassen. Dadurch konnte ich mir insbesondere fundierte Kenntnisse im Umgang mit Microsoft Publisher aneignen. Des Weiteren stand ich laufend per Mail mit Mitgliedern weltweit in Verbindung und verbesserte somit meine Kommunikationsfähigkeit, besonders in der englischen Sprache. Neben dem Erstellen von Logos für unser 40. Firmenbestehen betrieb ich fortlaufend Webseitenpflege und postete Announcements und Artikel auf der Homepage. Sehr interessant war auch das Organisieren von Events, die meist in Form von Büromeetings mit Mitgliedern oder Teilnehmern des Administrative Councils stattfanden. Gerade diese Aufgabe reizte, da man so nicht nur Mitglieder aus ganz Europa auf Meetings in Brüssel kennen lernen konnte, sondern ich auch Ende April, mit der Belegschaft, nach Aalborg, Dänemark, zur Convention of Engineering Deans reiste. Eine tolle Erfahrung!

Keineswegs beschweren konnte ich mich auch über das Klima im Büro, es war angenehm und familiär. Ich habe mich von Anfang an willkommen gefühlt und mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen sehr gefreut. Ich war sehr schnell ein fester Teil des Unternehmens und konnte aufgrund meiner individuellen Aufgaben schnell unabhängig und fast alle Aufgaben eigenständig und eigenverantwortlich übernehmen.

Alltag und Freizeit

Brüssel an sich hat viel zu bieten. Neben dem weltbekannten Wahrzeichen, dem Atomium, haben es mir besonders der altertümliche Stadtkern, die Institutionen der EU und die sehr hilfsbereiten Menschen in Belgien angetan. An Köstlichkeiten fehlt es Belgien natürlich auch nicht: Feinste Schokolade in allen Variationen und Geschmacksrichtungen bekommt man an jeder Ecke, genauso wie die berühmten belgischen Waffeln, welche frisch ein absolutes Gedicht sind. Genauso kommen Bierliebhaber nicht zu kurz. Belgien ist bekannt dafür, für seine überschaubare Größe unverhältnismäßig viele Brauereien zu besitzen.

Auch die geografische Nähe zu Metropolen wie London und Paris war sehr vorteilhaft. Mit dem Eurostar fährt man in Windeseile durch den Tunnel in die britische Hauptstadt, was ich zweimal ausnutzte. Jedoch gab es auch innerhalb der Grenzen Belgiens viel zu sehen. Brügge zum Beispiel ist ein wahrlich märchenhaftes Städtchen, bekannt für seine altertümlichen Gebäude und Grachten, welche mitten durch die Stadt unter hunderte Jahre alte Brücken führen.

Fazit

Dieses Praktikum brachte mir nicht nur weiteres fachliches Wissen und praktische Erfahrung, sondern auch kulturelle und menschliche Erkenntnisse über das bisher Unbekannte. Ich kann getrost sagen, dass ich den Schritt nach Belgien nicht eine Sekunde lang bereut habe und dass ich es immer wieder tun würde. Ich bin froh, dass das ERASMUS-Programm mir so unkompliziert ein Praktikumsplatz beschafft und mir diesen sogar noch gefördert hat.

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Thomas Feustel, TU Ilmenau, Maschinenbau

Tienen, Belgien

Rathaus von Leuven in der Dämmerung

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Ich wurde in der Abteilung sehr herzlich empfangen und mir wurde von Seiten der Mitarbeiter und Betreuer ein großes Vertrauen geschenkt. Die Arbeitsatmosphäre war stets sehr gut. Die Mitarbeiter meiner Abteilung waren aufgeschlossen und immer hilfsbereit. Die Arbeitssprache in meinem Praktikum war sowohl Englisch als auch Deutsch. Dies war abhängig von dem jeweiligen Kollegen, mit dem ich zusammen arbeitete.

Bei meiner Praktikumsstelle handelt es sich um ein großes Werk zur Fertigung von Scheibenwischersystemen. Während meiner Praktikumszeit bin ich in der Abteilung Manufacturing Rubber eingesetzt gewesen. Ich arbeitete in der Abteilung,  welche für das Produktions- und Prozessmanagement der Gummifertigungsanlagen zuständig ist. Zu diesen Anlagen gehören neben der Herstellung der Gummimischung auch die entsprechenden Extrusions- und Spritzgussanlagen.

 

Marktplatz Antwerpen Panorama

Marktplatz von Antwerpen im Panoramablick

Aufgaben /Projekte

Um die Abteilung und deren Zuständigkeit anfangs kennen zu lernen, bearbeitete ich zu Beginn meines Praktikums prozessübergeordnete Aufgaben wie zum Beispiel Wertstromanalysen für die Wischgummifertigung. Um einen tieferen Einblick zu erhalten befasste ich mich im Folgenden stärker mit den Prozessschritten im Mischraum in dem die verschiedenen Gummimischungen für die jeweiligen Wischergummis hergestellt werden. Hier übernahm ich nach kurzer Einarbeitung Aufgaben im Bereich der Lean Produktion und speziell des visuellen Managements. Der Fokus lag hierbei auf der möglichst einfachen und schnellen Aufnahme und Darstellung von Hinweisen und Warnungen an den Mitarbeiter der Anlage, so dass sicherheits- und prozessrelevante Arbeitsanweisungen eingehalten werden. Da ich durch diese Arbeit einen sehr guten Einblick in die Arbeiten im Mischraum erhalten habe, beschäftigte ich mich auch schon sehr schnell mit dem Erstellen von Werksinstruktionen. In diesen Arbeitsanweisungen wird die korrekte Ausführung verschiedener Arbeitsschritte und der sichere Umgang mit den Produktionsanlagen detailliert beschrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt meines Praktikums lag in der Unterstützung der Produktionsingenieure im Bereich der Spritzgussfertigung. Hierbei beschäftigte ich mich mit der Qualitätsprüfung und -Kontrolle anhand verschiedener Messverfahren und der statistischen Prozesskontrolle (SPC) der Spritzgussfertigung. Dies beinhaltete unter anderem die systematische Entnahme von Spritzgussteilen, Erstellung verschiedener Proben, die Vermessung der Proben und die statistische Auswertung. In diesem Fertigungsbereich unterstütze ich weiterhin die Ingenieure bei Werkzeugfreigabeprozessen und Lebensdaueruntersuchungen der Spritzgusswerkzeuge.

Mein letzter Bereich in dem ich während meines Praktikums tätig war beschäftigte sich mit der Layoutplanung für bestehende und neue Anlagen und Arbeitsbereiche in der Wischgummifertigung. Hierbei habe ich einzelne Bereiche des Hallenlayouts auf Zugänglichkeit, verkürzte Arbeitswege und die Ergonomie für den Mitarbeiter optimiert.

Alltag und Freizeit

Während meines Praktikums konnte ich die Zeit an den Wochenenden nutzen, um gemeinsam mit einigen anderen Praktikanten das Land näher kennen zu lernen. Belgien ist zwar verhältnismäßig klein aber hat dennoch sehr viel zu bieten. Aufgrund der Größe kann man auch sehr schnell und kostengünstig alle Städte des Landes erkunden, welche auch durchaus sehenswert sind. Hierbei sollte man auf jeden Fall Antwerpen, Brügge, Brüssel, Leuven und Knogge besuchen.

Mit einer entsprechenden Zugverbindung kann man so sehr zügig in große Städte wie Paris oder Amsterdam reisen, weiche neben den Sehenswürdigkeiten auch ein reges Nachtleben bieten. Von meiner Praktikumsstelle in Tienen kann man in zwei Stunden an die ca. 60km lange Belgische Küste fahren und dort den Sandstrand und die Nordsee in Knogge, Blankenberge oder Ostende genießen. Abschließend kann ich sagen, dass ich das Land zuerst deutlich unterschätzt habe. Belgien bietet sehr viel mehr als Schokolade, so dass ich meine Zeit hier sehr genossen habe und genau die richtige Mischung zwischen der Arbeit und der Freizeit am Strand und in den verschiedenen Städten bei Tag und bei Nacht genossen habe.

Fazit

Da ich in diesem Bereich des Maschinenbaus noch nicht gearbeitet habe hat das Praktikum mir einen guten Einblick gegeben und die Entscheidung für meine zukünftige Laufbahn mit beeinflusst. Weiterhin wird mir ein Auslandspraktikum sowohl bei einer Bewerbung für ein Trainee-Programm als auch für eine von mir möglicherweise angestrebte Promotion weiterhelfen. Für den Arbeitgeber zeigt dies Flexibilität, Sprachkenntnisse und Arbeitsbereitschaft auch über das verpflichtende hinaus.

Mir hat das Praktikum in Belgien sehr gut gefallen. Die Kollegen sind immer sehr nett und hilfsbereit, so dass mir die Arbeit stets Spaß gemacht hat. Ich habe während meines Praktikums einen sehr guten Einblick in die produzierende Industrie und speziell in die Verarbeitung von Elastomeren erhalten. Leider hatte ich kein umfangreiches Projekt zu bearbeiten sondern habe einzelne nicht zusammenhängende Aufgaben bearbeitet bei denen es manchmal an Anspruch gefehlt hat. Neben der Arbeit bin ich von dem Land den Leuten und auch von den anderen Praktikanten aus ganz Europa (größtenteils aus Deutschland) begeistert.