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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Niederlande

Dimitra Papadimitriou, BU Weimar, Architektur

Amsterdam, Niederlande

Nemo Museum
Rozengracht
Typisches Bild von der Prinsengracht
Nemo Museum
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Rozengracht
Typisches Bild von der Prinsengracht
Rozengracht
Nemo Museum
Rozengracht
Typisches Bild von der Prinsengracht
Typisches Bild von der Prinsengracht

Mein Erasmus-Praktikum 2013/2014

Vorbereitung des Praktikums

Nach eigenständiger Recherche habe ich mich im Juni 2013 bei geeigneten Architekturbüros in Deutschland, den Niederlanden und in Dänemark beworben. Dabei war es mir besonders wichtig, dass die Büros meinen persönlichen Vorstellungen und Anforderungen entsprechen. Durch einen Pinnwandeintrag  auf unserer  Universitätswebsite bin ich schließlich auf ein Architekturbüro in Amsterdam aufmerksam geworden. Mit einem englischen Lebenslauf, Motivationsschreiben  und meinem Portfolio habe ich mich erfolgreich beworben und durfte wenige Wochen später mein Bewerbungsgespräch per Skype mit dem Chef des Büros führen.

Unterkunft

Da man als Praktikant - anders als die meisten Austauschstudenten - keine Chance hat in einem Studentenwohnheim  vor Ort unterzukommen, musste ich selbständig eine Unterkunft für meinen Aufenthalt finden. Bei dieser Suche war die Website "kamernet.nl" eine große Hilfe. Zu beachten ist jedoch, dass diese Seite kostenpflichtig und ihre Nutzung somit zeitlich eingeschränkt ist. Wer sich dieses Geld sparen möchte, kann auch in einer der unzähligen Gruppen auf Facebook suchen. Hier sollte jedoch auf gefälschte Angebote geachtet werden.

Praktikum

Hinter dem Architekturbüro in dem ich arbeitete steht ein einzelner Architekt. Selbständig betreibt er seit 6 Jahren das Büro, welches zum größten Teil an Um- und Neubauprojekten arbeitet. Das erstellen von Masterplänen, Bebauungsplänen und die Ausführungen aller Leistungsphasen  zählen ebenfalls zum Tätigkeitsfeld des Büros. Als eine von zwei Mitarbeitern wurde mir schon zu Beginn sehr viel Verantwortung übertragen. Stets wurde ich als vollwertiges Teammitglied angesehen und durfte gleichwertige Aufgaben wie mein Vorgesetzter bearbeiten. Das mir entgegengebrachte Vertrauen spiegelte sich auch sehr auf meine Arbeit sowie das Klima im Büro wieder.

Zu Beginn meines Praktikums im September 2013, beschäftigte ich mich mit dem Layout eines im Bau befindlichen Projektes. Hierbei lag es i n meiner Verantwortung, die entsprechenden Zeichnungen und Renderings des Hauses zu bearbeiten und für den Auftraggeber bereitzustellen.

Ein weiteres Projekt, welches ich erstmals selbständig bearbeiten durfte war der Entwurf eines Einfamilienhauses in Het Terpje, einem Stadtteil Amsterdams. Diese Aufgabe gestaltete sich als relativ umfangreich und forderte ein hohes Maß an Verantwortung. Die Besonderheit des Projektes lag nämlich darin, dass einerseits ein flexibler und langlebiger Grundriss gefordert wurde, andererseits die extreme Nähe des Gebäudes zu dem benachbarten Gewässer eine hohe Schwierigkeit darstellte. Mein Gesamtgestaltungskonzept beschäftigte sich also nicht nur mit der typischen Entwurfsaufgabe,  sondern auch mit Aspekten der Wassertechnik. Für dieses Projekt baute ich unter anderem Arbeits- und Präsentationsmodelle, zeichnete alle verlangten Pläne und stellte es dann erfolgreich dem Auftraggeber vor. Das Gespräch mit einem Tragwerksplaner wurde von mir organisiert und geführt.

Parallel zu den Projekten arbeitete ich auch an zahlreichen kleineren Aufgaben, die im Weitesten Sinne mit der Arbeit in einem Architekturbüro zusammenhängen. Auch die Baustellenbesichtigungen zählen dazu und bildeten den großen Kontrast zu der eigentlichen Büroarbeit. Die Komplexität und Vielseitigkeit des Berufsfeldes wurde mir durch meine Arbeit ersichtlich, stellte aber auch die wesentlichen Unterschiede zu der Entwurfsarbeit an der Universität dar. Während die Aufgaben der Universität durchaus auch oft als utopisch bezeichnet werden können, hatte ich nun endlich die Chance, Entwürfe zu erstellen, die sich in der Realität bewähren müssen. Auch die Tatsache, dass ich mein Praktikum vollständig auf Englisch absolvieren musste störte wenig, viel mehr haben sich durch den täglichen Gebrauch meine schriftlichen und mündlichen Kenntnisse verbessert.

Alltag & Freizeit

Die Arbeitszeit war täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr. Mein Alltag in den Niederlanden hat sich nicht wesentlich von dem in Deutschland unterschieden. Die Geschäfte haben längere Öffnungszeiten, weshalb es möglich ist, anfallende Einkäufe auch nach der Arbeit zu erledigen. Preislich gesehen sind die Lebensmittel ein wenig, aber nicht wesentlich teurer als in Deutschland. Je nach Unterkunft bietet der Gang zum benachbarten Gemüsehändler eine willkommene und günstigere Alternative.

Die Freizeitgestaltung kann in Amsterdam sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Im Sommer lädt die Stadt mit ihren vielen Grachten zu schönen Sommerabenden ein. Auch der städtische Strand „Blijburg aan Zee“ ist mit der Tram 26 ab Centraal Station in 10 Minuten zu erreichen. Die Amsterdamer sind für ihre internationale Seite bekannt, weshalb es einem nicht schwer fällt, innerhalb kürzester Zeit viele neue Menschen kennenzulernen. Abends hat man die Möglichkeit die vielen kleinen Bars der Stadt zu erkunden oder sich von Köstlichkeiten des Landes überzeugen zu lassen. Das Konzertangebot ist weit gefächert. Die vielen Clubs am Rembrandtplein oder Leidesplein sind besonders am Wochenende zu empfehlen. Darüber hinaus bietet Amsterdam mit seiner großen Auswahl an Parks auch gute Möglichkeiten zur Entspannung und Erholung. Die bekanntesten Museen wie zum Beispiel das Stedelijk Museum oder das EYE-Filmmuseum sind sehenswert und für Studenten auch bezahlbar. Die Niederländer sind generell sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Englisch ist in Amsterdam als Sprache vollkommen ausreichend, da fast überall gutes bis sehr gutes Englisch gesprochen wird.

Fazit

Das Praktikum war für mich weitgehend eine positive Erfahrung. Ich konnte selbständig "eigene" Projekte bearbeiten, welche sehr gut betreut wurden. Meine fachlichen Kompetenzen haben sich durch die Arbeit im Büro sehr verbessert: Von den ersten Skizzen bis hin zur Präsentation beim Kunden selbst, habe ich viel lernen dürfen und auch positives Feedback erfahren. Da man während der Arbeit an den Projekten der Universität gerne mal den Bezug zur Realität verliert, würde ich jederzeit ein Praktikum dem Austauschsemester vorziehen.

Die Wahl das Praktikum im Ausland anzutreten und nicht in Deutschland selbst hat sich ebenfalls als richtig herausgestellt. Es war sehr interessant, die Arbeitsweisen zu analysieren und teilweise selbst zu übernehmen. Ich persönlich kann mir nach meinen Erfahrungen während des Semesters nun sehr gut vorstellen, meinen Master oder eventuell auch meinen Beruf im Ausland auszuführen.

Andreas Brückner, FSU Jena, Wirtschaftsinformatik

Amsterdam, Niederlande

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Mein Praktikum absolvierte ich im Fachbereich Professional Services im E-Commerce department meiner Praktikumsstelle. Das Hauptprodukt des Unternehmens ist eine Onsite Search und Marketing Software für Online Shops. Der Fachbereich Professional Services unterstützt Onlinehändler bei der initialen Einführung der Softwarelösung.

Es ist ein großer Pluspunkt, dass das komplette Unternehmen sehr international ausgerichtet ist. Die Kollegen in meinem unmittelbaren Umfeld sind aus mehr als 15 Nationen. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist sehr gut. Da das Unternehmen vor kurzem noch ein Start-Up war, ist das Unternehmensklima sehr kollegial und entspannt.

Aufgaben

Um Kunden nicht nur technisch sondern auch von der Business Seite beraten zu können muss das Unternehmen wissen, wie Endnutzer die von der Firma gestützten Bereiche von Online Shops nutzen. Dies hilft dem Onlinehändler die Produkte so zu platzieren, dass Kunden das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt finden. Meine Aufgabe bestand dabei herauszufinden, wie Kunden mit Produktlisten interagieren, insbesondere welchen Einfluss die Position eines Produktes innerhalb dieser Liste auf die Kaufwahrscheinlichkeit des Produkts hat.

Neben diesem Marktforschungsprojekt, für das ich vollständig eigenverantwortlich war, arbeitete ich auch an einigen Teilprojekten für Kunden. Insbesondere die Nutzung von Webanlytics, um Stärken und Schwächen der Software Implementation zu identifizieren und Lösungsansätze für Schwächen zu finden, war ein weiterer Schwerpunkt meines Praktikums.

Alltag und Freizeit

Amsterdam ist eine der spannendsten und interessantesten Städte Europas. Die Stadt ist extrem international. Es ist nicht nötig, Niederländisch zu sprechen, da (fast) alle Amsterdamer Englisch auf sehr hohem Level sprechen. Es bieten sich viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an. Innerhalb der wenigen Monate hier in Amsterdam konnte ich die meisten der kulturellen Highlights - z.B. Museen - in Amsterdam und der Umgebung besuchen.

Weiterhin gibt es viele Möglichkeiten, mit anderen internationalen Studenten in Kontakt zu kommen. Beispielsweise gibt es zwei ESN Sektionen in Amsterdam, die viele Aktivitäten anbieten und so eine ideale Möglichkeit darstellen andere Studenten zu treffen.

Fazit

Die letzten Monate waren eine tolle Erfahrung - sowohl persönlich als auch professionell. Ich habe mich sehr mit Amsterdam und meinem Praktikumsunternehmen angefreundet und kann mir durchaus vorstellen, länger zu bleiben.