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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Österreich

Benjamin S., FH Erfurt, Soziale Arbeit

Wien, Österreich

Besuch des Parlaments mit Schüler*Innen
Waldpädagogischer Ausflug mit einer Klasse
Entspanntes Lernen im Wohnheim

Mein Erasmus-Praktikum 2017

Während meines Erasmus+ Aufenthalts in Wien in der Wiener Schulsozialarbeit hospitierte ich bei den Kernaufgaben der Schulsozialarbeit und führte diese auch selbstständig durch. Zu den Aufgaben zählte:

- Einzelfallberatung mit Eltern, Schüler*innen, Lehrer*innen und anderen Professionist*innen im Hilfesystem

- Selbstständiges Vorbereiten und Durchführen von Beratungsgesprächen mit Eltern und Schüler*innen um bei verschiedenen Bedürfnissen zu unterstützen (Konfliktlösung, Motivation, Verweisung an Helfersystem, etc.)

- Hospitation bei Gruppentrainings und bei Hausbesuchen

- Selbständiges Planen und Durchführen verschiedener Workshops mit unterschiedlichen Schulklassen zu aktuellen Themen (Werte, Sexualität, Lebenssinn, Frustration, etc.)

- Kontinuierliche Beziehungsarbeit mit den Schüler*innen

- Vernetzung im Hilfesystem durch Besuch verschiedener Projekte (Lernhilfen, offene Jugendarbeit, Waldpädagogik

- Vernetzung und Bildung durch Besuch von Teamsitzungen, Intervisionen und Supervisionen sowie Teilnahme an Fachtagungen

- Reflexion und Weiterbildung an der FHC Wien

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Ich habe ein sehr gutes Gespür für Gesprächssituationen und Gruppen bekommen. Mir fällt es leichter hinter die Fassaden zu schauen und verborgende Probleme zu erkennen. Ich kann gut differenzieren ob und welche Kompetenzen ich habe und an die entsprechenden Stellen zeitnah und glaubwürdig zu verweisen. Auch Bedarfe von Gruppen unterschiedlicher Größen kann ich besser einschätzen und ein enorm gewachsener Schatz an Methodenwissen hilft mir dabei, passende Interventionen planen und durchführen zu können. Ein sachlich kritischer Blick auf sozialpolitische Aspekte hilft mir dabei, im Dschungel des Hilfesystems durchzublicken. Ich kann in einigen Punkten des Schulwesens rechtliche Beratung leisten.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Es hat mir aufgezeigt, wie komplex die Lebenswelt und der Sozialraum der Schüler*innen ist und welchen Einfluss die verschiedenen Systeme auf die Klientel haben. Das macht mich sensibler in puncto beruflicher Orientierung. Auch meine Grenzen habe ich kennengelernt. Ich bin nun motiviert diese durch die Vertiefung beraterischer Kompetenzen und pädagogischer Fachkenntnisse zu erweitern. Mein Wunsch, in der schulbezogenen Jugendarbeit Fuß zu fassen, hat sich dank dieser Erfahrungen verfestigt.

Fazit

Die kulturellen und zwischenmenschlichen Erfahrungen, die in einer Stadt wie Wien möglich sind, haben mich sehr beeindruckt. Es war eine extrem gute Erfahrung in kürzester Zeit, die durch nichts Vergleichbares zu ersetzen ist. Ich kann das, was ich gemacht habe, jedem/r ans Herz legen und verabschiede mich mit stolzer Brust, starker Haltung, wissensreichem Kopf, sowie einem lachenden und einem weinenden Auge.

Carolin Görsch, Uni Erfurt, Sonder- und Integrationspädagogik

Brixlegg, Österreich

Blick in die neue Heimat
Urlaub mit den Kindern in Kroatien
Festival der Sinne
Festival der Sinne

Mein Erasmus-Praktikum 2016

Mein Praktikum absolvierte ich in einer Kinder- und Jugendhilfsorganisation. Meine Aufgaben waren die Alltagsorganisation und das Alltagsmanagement der Kinder und Jugendlichen sowie die Begleitung und Unterstützung bei den schulischen Aufgaben, Hausdiensten und Terminen. Ebenfalls gestaltete ich individuelle Fördermaßnahmen und Einzel- und Gruppenangebote und übernahm die Freizeitgestaltung (Fußball spielen, sportliche Aktivitäten, kreative Angebote, etc.). Eine weitere Aufgabe war die Vorbereitung und Durchführung von Projekten, die Teilnahme und Planung von Hausabenden und gemeinsamen Aktivitäten, Haushaltstätigkeiten wie Einkaufen und Kochen, sowie die Buchhaltung und die pädagogische Dokumentation (Tagesdokumentation und Dokumentation der einzelnen Kinder).

Ein besonderes Projekt, welches ich mit einer Kollegin vorbereitete, war das „Festival der Sinne“ zum Thema Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Während meines Praktikums konnte ich mein Zeitmanagement im selbstständigen Organisieren des Alltagsablaufes durch Koordination und Planung bevorstehender Aufgaben und Termine verbessern. Ich lernte mich selbst besser zu reflektieren und meine eigenen Gefühle und Gedanken zu steuern sowie zu regulieren. Ich musste ebenfalls lernen, meine eigenen Anforderungen, Ansprüche und Erwartungen herunterzusetzen bzw. zurückzustellen. Zu Beginn habe ich mir sehr viel vorgenommen, konnte es aber teilweise nicht umsetzen, da es die alltäglichen Abläufe zeitlich nicht ermöglicht haben. Ich lernte, mit meiner eigenen Frustrationstoleranz umzugehen und meine eigenen Ansprüche den Gegebenheiten anzupassen. Meine Fähigkeiten im Projektmanagement verbesserten sich durch selbstorganisierte Planung und Durchführung von Projekten und Freizeitgestaltungen. Ich lernte, mir meine Spontanität und Flexibilität im Alltag zu bewahren, da man sich erst an den aktuellen Erfordernissen orientieren und anpassen sollte, bevor verschiedene Aktivitäten/Projekte geplant werden können.

Durch die Arbeit in der Hilfsorganisation lernte ich verschiedene Beziehungsaspekte, soziale Aspekte und Versorgungsaspekte kennen und lernte mit Konfliktsituationen und stressigen Situationen umzugehen. Ich lernte, meine professionelle Distanz trotz intensiver Beziehungsarbeit zu wahren und erfuhr viel über das Verhalten der Kinder und wie dieses einzuschätzen ist. Ich musste mich auf unterschiedliche Persönlichkeiten einstellen und das Verhalten hinterfragen und analysieren.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Ich habe in der Zeit des Praktikums meine beruflichen sowieso persönlichen Fähig- und Fertigkeiten erweitert und Zusätzliche erworben. Es war eine unglaublich bereichernde und wunderbare Zeit, die mich sehr geprägt und mir persönlich verdeutlicht hat, wie wichtig mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist und wie sehr mich diese erfüllt.

Das Praktikum hat für mich eine positive Auswirkung auf meinen beruflichen Werdegang. Ich habe nicht nur eine Vielzahl von praktischen Erfahrungen sammeln können, sondern in der Zeit auch mehrere berufliche Kontakte geknüpft.

Fazit

Die Zeit in Österreich habe ich sehr genossen und mich persönlich sowie fachlich weiter entwickeln können. Ebenso habe ich viele Kontakte geknüpft und die Kultur sowie die Natur intensiv erlebt und entdeckt, indem ich viel wandern war beziehungsweise Ausflüge gemacht habe. Es war eine unglaublich bereichernde und spannende Zeit, die aus sehr vielen Höhen, aber auch Tiefen bestand und in der ich viel über mich selbst erfahren habe. Hätte ich noch einmal die Möglichkeit, würde ich jederzeit wieder ins Ausland gehen, sei es zum Reisen oder zum Arbeiten. Die Erlebnisse und Erfahrungen sind einfach so wertvoll und unbezahlbar.

Tony Schwabe, FH Schmalkalden, Elektrotechnik

Mattighofen, Österreich

Mein Erasmus-Praktikum 2015

Mein Praktikum absolvierte ich bei KTM Motor- und Fahrzeugbau. Hauptaufgabe während meines Praktikums war die Unterstützung meiner Arbeitskollegen. Hierzu zählten die Durchführung von Messungen und Tests sowie die Diagnose von  aufgetretenen  Fehlern  am  Elektro-Motorrad. Auch ein Ablaufplan zur Fehlererfassung und -analyse musste erstellt werden. Weiterhin erstellte ich eine Praktikumsarbeit über die Feldfehleranalyse. 

Des Weiteren beschäftigte ich mich mit dem Thema „Kombination von HV­ Batterien mit unterschiedlichem SOH". Hierbei ging es darum, neue und alte HV-Batterien zu kombinieren und das thermische Management zu validieren.

Durch die Unterstützung der Kollegen sowie die Bearbeitung eigener Themen wurde die Entwicklung weiterer Funktionen, aber auch zukünftiger Projekte vorangetrieben.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Während meines Praktikums wurden vor allem messtechnische Fähigkeiten verbessert und erweitert. Auch der Umgang mit Diagnosetools zur Fehleridentifikation spielten eine große Rolle, welche eine sehr große Verbreitung in der Automobilindustrie besitzen. Meine Englischkenntnisse konnte ich durch den Kontakt mit vielen englischsprachigen Kollegen ebenfalls verbessern.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Das Praktikum hat keinen weiteren Einfluss auf  mein weiteres Studium, da dieses im letzten Semester stattfand und ich keine Einschreibung zum Master-Studium geplant  habe.

Jedoch kann ich sagen, dass ein Einstieg ins Berufsleben in der Automobilbranche  leichter fallen wird.

Fazit

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl der Praktikumsstelle. Ich konnte ein sehr aktuelles Thema bearbeiten und habe mich dabei fachlich weiterentwickelt. Auch die Arbeitsmentalität bei KTM war sehr interessant.

Nike Schottmann, FH Jena, Soziale Arbeit

Graz, Österreich

Innenhof Grazer Altstadt
Grazer Innenstadt

Seit einer Aufführung des Theaterhauses Jena, in Kooperation mit einem Flüchtlings(selbst-)hilfswerk interessiere ich mich für die Thematik Asyl und Migration und entschied, mein Praktikum im Bereich der Migrations- und Flüchtlingshilfe zu absolvieren. Da ich gerne während des Praktikums selbst Ausländer sein wollte, um die Situation ein kleines Stück weit mehr nachvollziehen zu können, entschied ich ins Ausland zu gehen. Da ich meine Muttersprache helfend einsetzen wollte entschied ich mich für Österreich.

Mein ERASMUS-Praktikum 2013

Meine Praktikumsstelle ist eine NGO und bezeichnet sich als interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum. Seit der Gründung nimmt sie über die Erstellung von Betreuungsangeboten gesellschaftspolitische Verantwortung im Immigrationsbereich wahr. Klientinnen sind Asylwerberinnen und Konventionsflüchtlinge, Folteropfer und traumatisierte Personen sowie Arbeitsmigrantinnen und deren Familienangehörige.

Als Praktikantin der Sozialen Arbeit arbeitete ich im Beratungszentrum von ZEBRA. Dieses hat verschiedene Bereiche: die Arbeitsberatung, die fremdenrechtliche Beratung und die Familien- und Bildungsberatung.

Ich hatte das Glück in ein wunderbares, interdisziplinäres und multiethnisches Team zu kommen, welches mich sofort herzlich empfing und in welchem ich mich gleich wohlfühlte. Der Umgang untereinander war herzlich und ich hatte das Gefühl dazuzugehören und wusste, dass meine Kolleginnen mir vertrauten. Ich durfte daher sehr rasch eigenverantwortlich arbeiten und konnte, wenn ich Fragen hatte, immer auf eine Person zurückgreifen.

Aufgaben

In den ersten Wochen musste ich mich durch den Dschungel von Projekten und Abkürzungen kämpfen und setze mich intensiv mit den vielen gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche mir aufgrund einer anderen Gesetzeslage in Österreich völlig fremd waren, auseinander. Bald konnte ich in die Arbeitsberatung einsteigen und die Beraterinnen unterstützen. Ich suchte mögliche Arbeitsstellen für die Klientinnen, verfasste in Zusammenarbeit mit ihnen Lebensläufe und Bewerbungsschreiben und unterstütze sie im gesamten Bewerbungsprozess. In meinem Aufgabenbereich lagen außerdem vielfältige administrative Aufgaben.

Nach ca. drei Wochen stieg ich in ein Projekt ein, welches 12 jungen Asylberechtige die Möglichkeit schaffen soll, sich in den österreichischen Arbeitsmarkt zu integrieren. Oftmals haben sie weder eine Schule besucht, noch eine Lehre gemacht und werden von dem österreichischen sehr leistungsorientierten System, vor allem weil sie durch die Erfahrungen in ihrem Heimatland stark belastet sind, völlig überfordert.

Im Kurs hatten sie die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren, Bewerbungstrainings zu machen, Deutschtraining zu erhalten und wir führten Kompetenzbilanzierungen durch. Außerdem wurden sie in ihrer individuellen Lebenslage unterstützt und beraten. Jeder Teilnehmer hatte verschiedene und vielschichtige Angelegenheiten zu bewältigen und es war schön, eine Ansprechperson darstellen zu können. Ich war sehr froh viele junge, trotz ihrer Belastungen motivierte und integrationswillige Menschen kennenzulernen! Ihre Geschichten berührten mich sehr und ich wusste, dass ich genau an der Stelle war, an der ich sein wollte.

Fazit

Ich hatte mich nicht bewusst für Graz als Praktikumsort entschieden, sondern es war Zufall, dass sich meine Stelle dort befand, aber ich war überwältigt von der Stadt. Graz ist recht überschaubar aber wunderschön und ich fühlte mich wie im Italienurlaub wenn ich durch die Gassen schlenderte.

Durch das ERASMUS-Programm lernte ich schnell viele liebe Leute kennen und konnte mit ihnen meine Freizeit gestalten. Graz hat für alle Bedürfnisse etwas zu bieten!

Müsste ich mich nochmal entscheiden, würde ich rein gar nichts anders machen! Ich hatte einfach eine wunderbare Zeit. Es war wundervoll morgens aufzustehen und schon Lust auf den Tag sowie die Arbeit zu haben und zu wissen, dass das was ich mache gut ist. Während der Zeit meines Praktikums habe ich nicht nur viel über andere gelernt, sondern am meisten über mich selbst. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Erfahrung machen konnte! Meinem Beruf als Sozialarbeiterin sehe ich nun noch motivierter entgegen!

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