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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Schweden

Leonie Werner, EAH Jena, Soziale Arbeit

Stockholm, Schweden

Info-Banner in den Räumlichkeiten von Cedergruppen
Freitagsaktivität: Billard mit Cedergruppen
Sommerhaus in den Schärengärten

Mein Erasmus-Praktikum 2016

Während meines Erasmus-Praktikums in Stockholm bei den Cedergruppen lernte ich den sozialen Umgang mit Klienten des Autismus/ Asperger Syndrom. Dazu zählten Gespräche, Diskussionen und Beratung. Ich unterstützte die Mitarbeiter in den täglichen Arbeitsabläufen sowie die Klienten beim Lernen studienvorbereitender Kurse und im Praktikum. Zum sozialen Umgang gehörte ebenfalls die Begleitung der Klienten zu Studienaufenthalten, die Anwesenheit und Mitwirkung bei Konferenzen, Supervision und das Beisitzen bei internen Versammlungen. Ebenfalls nahm ich an verschiedenen Aktivitäten teil, die durch Cedergruppen organisiert wurden und organisierte des Weiteren auch meine eigenen Aktivitäten.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Zunächst liegt eine wichtige Fähigkeit in der Anpassung an gegebene Strukturen. Jede Einrichtung zeichnet sich durch bestimmte Routinen und Funktionsweisen (Konzept) aus, die ich mit der Zeit kennengelernt und übernommen habe. Zudem habe ich viel fachliches Wissen über Autismus/ Asperger Syndrom und ähnliche Diagnosen (ADHS, ADS, etc.) erworben, Spezialwissen in Vorlesung und internen Weiterbildungen erweitert und Wissen über Recht und Gesetzte im Bereich der Zielgruppe ausgebaut. Des Weiteren habe ich Kommunikationstechniken im Kontakt mit Menschen mit Autismus erlernt. Auch meine Sprachkenntnisse habe ich im Praktikum erheblich verbessert. Ich habe Vokabular in der alltäglichen Sprache und fachspezifisches Vokabular entwickelt.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Durch das Praktikum habe ich ein spezifisches Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit kennengelernt. In der Zusammenarbeit mit Mitarbeitern unterschiedlicher Professionen habe ich ein sehr facettenreiches Arbeiten erlebt. Hinsichtlich des Klimas am Arbeitsplatz habe ich gelernt, wie wichtig ein funktionierendes Team- und Kommunikationsgefüge ist und wie eine gut funktionierende Organisation aussehen kann. Ich habe gesehen, wie eine Tagesstätte mit spezieller Ausrichtung funktioniert und habe in der Praxis spezielle Techniken, wie zum Beispiel das „Motivational Interviewing“ kennengelernt.

Fazit

Ich bin sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Durch den Auslandsaufenthalt habe ich viel über Schweden, die dortige Kultur, die Sprache und vor allem viele nette und interessante Menschen kennengelernt. Man lernt viel über sich selbst und erlebt viel Interessantes innerhalb kurzer Zeit. Ich würde die Möglichkeit auf jeden Fall erneut ergreifen!

Lennart Dabelow, FSU Jena, Physik

Stockholm, Schweden

Außenansicht Nordita South auf dem AlbaNova-Campus - mit Blick auf Büro
Das Büro von Innen
Sonnenuntergang über Slussen im Stadtteil Södermalm

Mein Erasmus-Praktikum 2016

Im Rahmen meines Praktikums am NORDITA in Stockholm habe ich an verschiedenen Forschungsprojekten aus dem Bereich der Stochastischen Thermodynamik gearbeitet. Dieses Feld befasst sich mit thermischen Fluktuationen von nano- bis mikrometergroßen Systemen und beschreibt damit beispielsweise Brown’sche Bewegung, die Dynamik und den Transport von Molekülen in Zellen oder die Funktionsweise mikroskopischer Wärmekraftmaschinen. 

Einen Schwerpunkt meiner Arbeit bildete die Untersuchung der Wirkungsgrad-Fluktuationen einer solchen mikroskopischen Wärmekraftmaschine. Diese untersuchte ich sowohl auf mathematisch-theoretischer Ebene als auch anhand von Computer-Simulationen. Während meiner Praktikumszeit ergab sich zudem eine Kooperation mit einer Experimentatoren-Gruppe in Ankara und Göteborg, die das von mir theoretisch analysierte System im Labor umsetzte. Dort war und bin ich auch an der Datenauswertung beteiligt.

In einem zweiten Projekt arbeitete ich mit an der Untersuchung von aktiven Brown’schen Teilchen wie z.B. Bakterien. Zusammen mit zwei Kollegen in meiner Arbeitsgruppe konnten wir die theoretische Modellierung solcher Systeme weiterentwickeln und die Beziehung über deren Zeitumkehrbarkeit und Entropie-Produktion herleiten.

Darüber hinaus war ich an verschiedensten Gruppenaktivitäten wie Seminaren, Kolloquien, Workshops, Journal-Clubs und Diskussionen beteiligt.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Während meines Praktikums konnte ich grundlegende Kenntnisse über stochastische Prozesse, Differentialgleichungen, Pfadintegrale und die statistische Physik von Nicht-Gleichgewichts-Systemen erwerben. Zusätzlich habe ich einiges über das wissenschaftliche Arbeiten im Allgemeinen sowie den Austausch mit anderen Forschern, die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und Methoden und Werkzeuge der statistischen Physik und Stochastik im Speziellen gelernt. Auch Methoden der Datenanalyse und Simulation physikalischer Systeme konnte ich erfahren und festigen. Darüber hinaus konnte ich meine Englisch-Kenntnisse insbesondere im wissenschaftlichen Bereich erweitern und (in der Freizeit) auch Grundlagen der schwedischen Sprache erwerben.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Das Praktikum hat mich davon überzeugt, nach meinem Studium eine Promotion anzustreben und damit tiefer in die Welt der Wissenschaft einzusteigen. Insgesamt hat mir das wissenschaftliche Arbeiten viel Freude bereitet und gezeigt, dass ich auch in Zukunft in diesem Bereich arbeiten möchte.

Die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse werden sich sicherlich bei der nun anstehenden Masterarbeit wie auch im späteren Berufsleben als nützlich erweisen.

Fazit

Der Auslandsaufenthalt war eine sehr lehrreiche und wertvolle Erfahrung, und ich bin glücklich, diese Gelegenheit bekommen zu haben. Ich denke, dass ich in den vergangenen sieben Monaten viel über verschiedenste Aspekte der stochastischen Thermodynamik wie auch allgemein über Forschungsalltag und –abläufe in der theoretischen Physik gelernt habe. Zudem konnte ich auch was die Planung meiner beruflichen Zukunft und die Frage nach einem Verbleib im Wissenschaftsbetrieb nach dem Studium betrifft wichtige Erkenntnisse gewinnen. Dankbar bin ich für die Unterstützung durch das Erasmus+-Programm, welche diese Erfahrung für mich möglich gemacht hat.

Paula Weidinger, TU Ilmenau, Ingenieurswissenschaften

Tumba, Schweden

Am Feuerkorb wärmen
Tumba

Mein ERASMUS-Praktikum 2012/2013

Mein Arbeitsplatz war im Bereich Product Management des Unternehmens, die Abteilung war sehr international, sodass wir jede Woche verschiedene Manager aus allen Ländern der Welt zu Besuch hatten. Die Kommunikationssprache war demnach Englisch.

Mein Projekt im Bereich Product Management beschäftigte sich mit der Reduktion von Variantenvielfalt durch Modularisierung. Es gehört unter anderem zu meiner Aufgabe das Projekt zu planen, einen Zeitplan hierfür aufzustellen und letzten Endes durchzuführen, wobei mir viel Freiheit - aber auch viel Verantwortung - gegeben wurde. Zudem gab mir mein Betreuer von Seiten der Universität die Möglichkeit, das Praktikum mit dem Schreiben der Bachelorarbeit zu verbinden und dadurch auf sechseinhalb Monate auszuweiten.

Da ein großer Teil des Projekts meine Bachelorarbeit war, lag es in meiner Verantwortung, regelmäßig Präsentationen über den Fortschritt zu halten.

In der ersten Woche bekam ich, um die technische Funktion eines Melksystems zu verstehen, eine Einführung auf einem Bauernhof, der zur Landwirtschaftsschule in Uppsala gehört. Zu diesem Ausflug gehörte auch die Erfahrung selbst eine Kuh zu melken, was mir, nach anfänglichen Annäherungsängsten an die großen Tiere, sehr viel Freude bereitete.

Zu meinen Arbeitskollegen hatte ich, wie bei Schweden untereinander üblich, ein sehr gutes Arbeitsverhältnis. Es entstanden sehr schnell Freundschaften und Verabredungen zu gemeinsamen regelmäßigen Sportaktivitäten.

Meine Arbeitszeiten waren variabel, Kernarbeitszeit war ab neun Uhr morgens, ab dieser Zeit konnte man davon ausgehen, dass sich der größte Teil der Angestellten am Arbeitsplatz befindet. Außerdem war es mir freigestellt auch von zu Hause aus oder in der Bibliothek der Technischen Universität Stockholm zu arbeiten.

Alltag und Freizeit

Stockholm ist eine sehr faszinierende Stadt, die viele Freizeitmöglichkeiten bietet. Besonders das kulturelle Angebot in Form von Museen beeindruckte mich. Ansonsten kann man in Stockholm vielen sportlichen Aktivitäten nachgehen: es gibt Eisbahnen, Schwimmbäder und Bowling Centren, ebenso wie unzählige Fitnessstudios mit einem großen Angebot für Gruppentraining wie Boxen, Yoga und viele andere Sachen.

Zu Beginn meines Praktikums war es nicht so einfach neue Leute kennenzulernen, da ich die einzige Praktikantin im Unternehmen und als Studentin auch um einiges jünger als all meine Kollegen war. Nach kurzer Zeit lernte ich jedoch eine Gruppe deutscher und internationaler Austauschstudenten kennen, mit denen ich viel unternahm und die mir das Campusleben zeigten.

Außerdem rate ich jedem zu einem Sprachkurs, denn hier kann man viele nette und lustige Leute kennenlernen und eine tolle Zeit gemeinsam verbringen.

Fazit

Ich möchte die Erfahrung der letzten sechseinhalb Monate auf keinen Fall missen. Schweden ist trotz der Kälte im Winter ein wunderschönes Land und jede Reise wert. Meiner Erfahrung nach sind Schweden außerordentlich nett, helfen immer gerne weiter und sind sehr gastfreundlich.

Meine Praktikumsstelle erfüllte all meine Erwartungen. Ich bekam große Verantwortung für mein Projekt, mir wurde vertraut und all meine Kollegen freuten sich, dass ich endlich eine Ordnung in die Variantenvielfalt brachte und die Grundlage für ein schönes neues Produkt schuf. Außerdem bekam ich einen guten Einblick in die alltäglichen Abläufe eines internationalen Unternehmens.

Das Praktikum half mir herauszufinden, in welche Richtung ich mich im Master vertiefen möchte.

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Matthias Haschen, FH Schmalkalden, Wirtschaftsrecht

Stockholm, Schweden

Gamla Stan Stockholm
Schäreninsel

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Meine Arbeit in der Steuer- und Rechtsabteilung des Unternehmens umfasste die Umsatzsteuerdeklaration für deutsche Unternehmen in Schweden, kleinere Rechtsrecherchen und die administrative Arbeit, welche im täglichen Betrieb angefallen ist. Dabei erfolgte die Bearbeitung der übertragenen Aufgaben nach kurzer Einarbeitungszeit selbstständig. Fachlich erfahrene Kollegen standen jedoch zu jeder Zeit für Rückfragen zur Verfügung. Die Arbeitsatmosphäre war von großem gegenseitigen Respekt und Hilfsbereitschaft geprägt. Die tägliche Arbeitszeit war, mit Pausen, regelmäßig von 8:30 bis ca. 16:00. Wöchentlich stattfindende Kaffeepausen (Fika) sollten zudem die sozialen Kontakte unter den Kollegen stärken.

Konkret erworbene fachliche Qualifikationen während des Praktikums waren zum einen die Kenntnisse über das schwedische Steuerrecht, speziell im Bereich Umsatzsteuer. Zudem die Kenntnisse über den Prozessablauf während der Bearbeitung einer Umsatzsteuerdeklaration zur Meldung bei den schwedischen Finanzbehörden. Des Weiteren wurde durch die Arbeit die Wahrnehmung für kulturelle Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland gestärkt.

Alltag/Freizeit

Die Freizeitgestaltung wurde meistens mit anderen Praktikanten durchgeführt. Generell beschäftigt das Unternehmen zu jeder Zeit immer mehrere Praktikanten gleichzeitig. Dabei reichte die Bandbreite der Aktivitäten von gemeinsamen Unternehmungen in Stockholm bis zu größeren Reisen nach Helsinki, Kopenhagen und Malmö. Generell kann man sagen, dass Schweden und die umliegenden Länder eine ganze Bandbreite von Aktivitäten zu bieten hat. Diese reichen jahreszeitenabhängig von Skifahren bis Radfahren und Wandern im Sommer. Dazu bietet das Land mit seiner Natur reichlich Gelegenheit.

Fazit

Das Praktikum hat mich in meinem Entschluss bestärkt, in einem Berufsfeld zu arbeiten, welches einen internationalen Bezug hat. Die Arbeit in mehreren Sprachen und an grenzüberschreitenden Sachverhalten birgt eine Herausforderung für den beruflichen Alltag. Jedoch ist diese Herausforderung genau auf meine akademische Qualifikation und sprachliche Ausbildung abgestimmt, so dass sich Fähigkeiten und Anforderungsprofil gut ergänzen. Durch die erworbenen Fachkenntnisse erwäge ich zudem einen beruflichen Einstieg im Bereich Umsatzsteuer.

Das Resümee über das absolvierte Auslandspraktikum ist durchweg positiv. Neben den erworbenen fachlichen Kenntnissen konnte ich auch mein interkulturelles Bewusstsein weiter stärken. Meine Verbundenheit und Begeisterung für dieses Land haben sich weiter verstärkt. Es war mir möglich einen genauen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt dieses Landes zu gewinnen, der über meine Vorkenntnisse weit hinausging. Sowohl das Land als auch die tägliche Arbeit haben mich in meiner fachlichen und menschlichen Entwicklung voran gebracht. Mit Sicherheit werde ich das Land und die Stadt Stockholm wieder besuchen, jedoch bin ich mir noch nicht sicher in welcher Form, ob als Tourist oder sogar zur Suche nach einer Festanstellung.