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Ansprechpartnerin

Elfriede Thron

Koordinatorin ERASMUS-Praktika

Telefon 03677 69-2523

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INHALTE

Vereinigtes Königreich

Sebastian Mock, TU Ilmenau, Maschinenbau

Cookstown, Vereinigtes Königreich

Der Giants Causeway an der irischen Nordküste.
Der Windsor Park in Belfast beim Fußball-Länderspiel Nordirland - Norwegen.
Typisches Stadtbild meines Wohnortes Cookstown.

Mein Erasmus-Praktikum 2016

Mein 12-monatiges Praktikum absolvierte ich in Nordirland bei der Firma CDE Global, welche Nassaufbereitungsanlagen entwickelt und produziert. Die Anlagen werden zur Reinigung und Klassierung von Materialien wie Sand, Kies oder Erz sowie zur Behandlung des dabei entstehenden Abwassers eingesetzt. Bereits nach wenigen Tagen Training habe ich an konkreten Projekten mitgearbeitet und wurde schon nach etwa einem Monat verantwortlicher Mitarbeiter meiner Abteilung für einzelne Projekte.

Meine Hauptaufgaben waren die Auslegung und Spezifikation der Anlagen und deren einzelner Komponenten (wie z.B. Hydrozyklone, Siebmaschinen oder Schwertwäschen) sowohl im Presales-Bereich als auch für laufende Projekte. Nach zwei Monaten wurde ich für eine nach Deutschland verkaufte Sandwaschanlage zum Projektmanager ernannt, womit ich der zuständige Ansprechpartner meiner Firma für den Kunden und außerdem verantwortlich für den erfolgreichen Fortschritts des Projekts innerhalb aller Abteilungen der Firma war. Weiterhin war ich als deutschsprachiger Mitarbeiter für einen Großteil der Kommunikation mit deutschsprachigen Kunden sowie Zulieferern verantwortlich. Zu guter Letzt habe ich – zuerst mit Kollegen und später alleine – neue oder bereits bestehende Anlagen besucht und diese aufgebaut, in Betrieb genommen und gewartet. Diese Dienstreisen (vor allem nach Deutschland, aber auch nach England) haben ca. 10% meiner Arbeitszeit ausgemacht.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Ich habe zahlreiche Kenntnisse im Bereich Nassaufbereitung, der mir vor dem Praktikum noch kein Begriff war, erworben. Neben fachlichem Wissen zählen dazu unter Anderem das Erstellen von R&I-Fließschemata, die Simulation und Manipulation von Sieblinien mittels Tabellenkalkulationen oder das Auslegen von Pumpen und Antrieben.

Neben den fachlichen Qualifikationen habe ich durch die Leitung von Projekten und die Kommunikation mit Zulieferern und Kunden auch meine „Soft Skills“ wie Kommunikationsfähigkeit, Teamwork oder eigenverantwortliches Arbeiten verbessert. Selbstverständlich haben sich auch meine Englisch-Kenntnisse sowie praktische Fähigkeiten durch die Arbeit an den Anlagen stark verbessert.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Das Praktikum war auf freiwilliger Basis und wird im Rahmen meines Masterstudiums nicht anerkannt. Mein Arbeitgeber hat mir eine Festanstellung nach Beendigung meines Studiums angeboten.

Bei meinen Bewerbungen für Masterarbeiten in Unternehmen habe ich positives Feedback bezüglich des Auslandspraktikums bekommen, auch wenn dieses fachfremd war.

Fazit

Ich habe die Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut und würde jedem raten, selbst ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Auch wenn der organisatorische Aufwand hoch ist, und sicherlich nicht alles reibungslos ablaufen wird – ich hatte zwischenzeitlich Probleme mit meiner Vermieterin, die mich trotz gültigem Mietvertrag rauswerfen wollte -  sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Man kann unzählige Erfahrungen sowohl fachlich als auch außerhalb der Arbeit sammeln und nebenbei einen wichtigen Schritt für die Karriere nach dem Studium – entweder im Praktikumsunternehmen selbst oder durch die wertvolle Auslandserfahrung im Lebenslauf – machen. Auch von der vergleichsweise langen Praktikumsdauer, die in englischsprachigen Ländern oft 12 Monate beträgt, sollte man sich nicht abschrecken lassen.

Juri Auel, Uni Erfurt, Staatswissenschaften

Devon, England

Redaktion
Wahlen
Landschaft in Devon

Mein Erasmus-Praktikum 2015 

Mein Erasmus-Praktikum verbrachte ich als Gastreporter in einer Redaktion namens Mid-Devon Advertisers in der Region Devon. Zu meinen Aufgaben gehörte das Redigieren von Pressemeldungen, aber auch das Recherchieren von eigenen News-Stories und Reportagen. In Kolumnen mit dem Titel „View from Germany" habe ich zeitgeschichtliche Ereignisse in England aus deutscher Sicht kommentiert. Ebenfalls betreute ich die Social Media Seiten der Lokalzeitung.

Außerdem arbeitete ich als Pressefotograf und schulte die älteren Mitarbeiter im Foto-Bearbeitungsprogramm Photoshop. In Interviews sprach ich mit Lokalpolitikern und wichtigen lokalen Persönlichkeiten. Ich besuchte als Reporter unter anderem  Gerichtsverhandlungen, Stadtparlamentssitzungen, Konzerte und öffentliche Anhörungen nach einer Obduktion. 

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Durch das Erasmus-Praktikum verbesserten sich meine Selbstständigkeit und mein öffentliches Auftreten. Ebenfalls vertiefte sich mein Verständnis des britischen Journalismus. Am meisten verbesserten sich allerdings meine Fremdsprachenkenntnisse in Englisch. Die Angst, die Sprache zu benutzen, ist verschwunden und ich besitze ein besseres Textverständnis. Interviews in Englisch sind für mich nun kein Problem mehr.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Ich denke, dass mein Auslandspraktikum einen sehr großen Einfluss auf meinen Einstieg ins Berufsleben hat. Es ist eigentlich Pflicht für einen angehenden Journalisten, eine Zeit im Ausland unterwegs gewesen zu sein. Durch mein nun verbessertes Englisch sehe ich meine Jobchancen enorm gestiegen. Außerdem wird mir das Verarbeiten englischsprachiger Literatur im Studium nun leichter fallen.

Alltag

Torquay ist Englands Urlaubs-Hotspot. Daher gibt es eigentlich viele Dinge, mit denen man sich dort die Zeit vertreiben kann. Sehr zu empfehlen sind beispielsweise Schnellboottouren übers Meer. Man kann es auch gemütlicher angehen lassen und mit der Fähre ins benachbarte Brixham fahren, eine herrliche, kleine Fischerstadt. England ist das Land der Kirchen. Es gibt unzählige, die auch tagsüber geöffnet sind. Die Natur in dieser Gegend ist ebenfalls herrlich. Engländer lieben es zu wandern. Wer etwas die Augen offen hält und kontaktfreudig ist, der findet leicht eine lokale Wandergruppe, mit der man gemeinsam die Gegend erkunden kann. Beeindruckend ist ein riesiger botanischer Garten namens Eden Project in Bodelva in Cornwall. Der ist definitiv eine Reise wert. Und weil Torquay eine Touri-Stadt ist, gibt es auch eine Menge Pubs, die länger als 23 Uhr geöffnet haben.

Fazit

Es war der absolut richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Mein Englisch ist besser, was ich nun im Studium gebrauchen kann. Außerdem hat mich der Sommer in England europäischer gemacht. Wenn man eine solch relativ lange Zeit im Ausland ist, fallen einem Eigenheiten des Heimatlandes und der neuen Umgebung auf, Vorurteile (ob positive oder negative) werden relativiert, die Fähigkeit, Probleme und Fragenstellungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, wächst.

Lisa Czerwonka, BU Weimar, Stadt- und Raumplanung

Edinburgh, England

Highlands
Edinburgh
Blick aus Wohnung

Mein Erasmus-Praktikum 2015

Bei PAS handelt es sich um eine Organisation aus dem Non-Profit Bereich, die sich für ein besseres Verständnis von Planungsprozessen, Partizipation von schwer zu erreichenden Gruppen und einer besseren Artikulation in Planungs- und politischen Prozessen engagiert. Da PAS hierfür ein Netzwerk von Planern über ganz Schottland aufgebaut hat, habe ich vor allem viel über das schottische Planungssystem an sich gelernt. Ich habe über die ganze Zeit Planer aus verschiedenen Organisationen, Behörden und Firmen treffen dürfen, die mir über ihre Arbeit erzählt haben und mir damit Einblicke in die verschiedensten Arbeitsbereiche eines Planers geben konnten. Des Weiteren habe ich gemeinsam mit anderen Mitgliedern aus dem Team von PAS Konferenzen und Veranstaltungen besucht, die sich thematisch mit Politik, Planung und Zukunftsstrukturen befassten. Während der alltäglichen Arbeit im Büro habe ich zu Beginn einige Recherchearbeiten und -aufbereitungen übernommen, die sich inhaltlich aber stets mit meinen Interessenbereichen gedeckt haben.

Verbesserte Qualifikationen und Fähigkeiten

Durch Kenntnisse über das schottische Planungssystem habe ich mich auch mehr mit dem deutschen System und seinen Vor- und Nachteilen auseinandersetzen können. Ich habe mich zudem mit Förderverfahren und Wettbewerben beschäftigt und meine Fähigkeiten im Bereich visuelle Kommunikation erweitern können. Zudem hat sich natürlich mein Englisch in  Wort und Schrift verbessert.

Einfluss des Praktikums auf den Verlauf des Studiums und den Einstieg ins Berufsleben

Das Praktikum hat mir gezeigt, dass ich mit meinem Studium und der Uni, die ich dafür gewählt, habe auf dem richtigen Weg bin und dass ich nach meinem Abschluss auf jeden Fall als Planerin arbeiten will. Während meiner Zeit mit PAS habe ich so viele verschiedene Einblicke in die verschiedensten Arbeitsbereiche eines Planers erhalten, dass ich gut sehen konnte, welcher für mich eine mögliche berufliche Perspektive darstellt. Dazu kommt, dass ich eine konkretere Vorstellung davon habe, wie ein möglicher Masterstudiengang aussehen sollte und wie ich mich für die berufliche Praxis qualifizieren kann. Nach ein bisschen Abstand vom Universitätsalltag freue ich mich nun auf das nächste Semester und die kommenden Aufgaben.

Fazit 

Eine Erfahrung, die ich so immer wieder machen würde und nur jedem ans Herz legen kann! Von der fachlichen Seite gesehen bin ich glücklich mit meiner Entscheidung, ein Praktikum statt einem Semester an einer Uni im Ausland gemacht zu haben. Über einen längeren Zeitraum in den Alltag einer Organisation im Bereich Planung blicken zu können, war eine tolle Motivation für das weitere Studium. Zudem ist es hilfreich, sich selbst vor neue Herausforderungen zu stellen, in dem man alleine in ein fremdes Land geht und dort an kleinen alltäglichen Hürden wächst. Insgesamt eine tolle Zeit in einer wunderschönen, aber doch recht teuren Stadt!

Anna Schulze, TU Ilmenau, Wirtschaftsingenieurwesen

London, England

Mein ERASMUS-Praktikum 2013

Ich habe meinen Auslandsaufenthalt, entgegen aller Empfehlungen, nicht schon Monate vorher vorbereitet, da ich mich ziemlich spontan für diesen Schritt entschieden hatte.

Daraufhin habe ich mich informiert wie man am besten an ein solches Praktikum kommt,

zumal ich gerne in Großbritannien das Praktikum machen wollte. Da es eben auch sehr kurzfristig war und es schwierig ist in so kurzer Zeit, auf eigene Faust ein Praktikum in UK zu suchen, habe ich mich an die Vermittlungsstelle praktikum-in-london.de gewendet. Hier habe ich alle benötigten Bewerbungsunterlagen eingereicht und mir wurde eine Liste mit Stellenangeboten für Praktika im Bereich Finanzen/Accounting/Controlling zur Verfügung gestellt.

Praktikum:

Das Praktikum absolvierte ich in der Finanzabteilung einer Primary School. Ich wurde vom ersten Tag an toll aufgenommen. Mein Praktikumsbetreuer, der Business Manager der Schule, war total nett und die Zusammenarbeit mit ihm hat mir stets viel Freude bereitet. Des Weiteren saß in unserem Büro auch die Administratorin, welche stets gute Laune versprüht hat. Die anderen Kollegen waren größtenteils Lehrer, alle sehr jung, sozusagen frisch von der Universität. Mit ihnen war der Umgang auch immer sehr freundschaftlich.

Meine Aufgaben umfassten u.a. die Buchführung, das Erstellen von Finanzreporten, Assistieren bei der Gehaltsabrechnung, Budgetplanung, Kostenoptimierung, Vorbereitung der Unterlagen für das wöchentliche Finanzmeeting, Kontrolle der Jahresbudgets der Lehrer für die jeweiligen Unterrichtsfächer, Datenpflege und noch einiges mehr. Ich habe größtenteils eigenverantwortlich gearbeitet, konnte mich aber bei Fragen immer an meinen Praktikumsbetreuer wenden.

Die umfassendste Aufgabe war wohl die Budgetplanung für die nächsten fünf Jahre. Der Grund für die Erstellung eines solchen Budgetplans war, dass die Schule plant sich zu vergrößern. Ab dem Schuljahr 2014/15 soll die Fläche der Schule doppelt so groß sein, wofür bereits während meines Praktikums die Bauarbeiten begonnen hatten. Außerdem wird die Schule im selben Jahr eine weitere Primary School eröffnen und im darauffolgendem Jahr eine Secondary School.

Alltag und Freizeit:

Unter der Woche nach meiner Arbeit habe ich oft erst einmal mit meinen Mitbewohnern ein wenig getratscht. Wir sind des Öfteren abends zusammen ausgegangen. An den Wochenenden habe ich in den ersten Wochen eher sehenswerte Orte abseits des Tourismus erkundet, da ich mir die typischen Londoner Touristenplätze für anstehenden Besuch aus der Heimat aufheben wollte. Dies hatte den Vorteil, dass ich somit meinen Besuchern Orte in London zeigen konnte, die nicht zu den Null-Acht-Fünfzehn-Sehenswürdigkeiten in London gehören, die natürlich auch nicht zu kurz gekommen sind.

Mein Lieblingspark in London ist eindeutig der Hampstead Heath. Hier ist der Wald so urig. Es gibt einen kleinen Hügel mit einem tollen Blick über London, viele kleine Seen und einen hübschen Hill Garden. Das Beste ist, dass man in den Wäldern des Heath keinen Verkehr mehr hört und einfach mal abschalten kann.

Fazit:

Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht Die Einrichtung ist perfekt für Leute geeignet die erste Erfahrungen hinsichtlich Finanzen/Controlling/Accounting sammeln wollen. London an sich ist eine tolle Stadt, in der ich mir vorstellen könnte einige Jahre zu leben, ohne das mir langweilig werden würde. Allerdings sollte man auch genügend Geld einplanen, in London hat alles seinen Preis (außer den Museen).

Ich kann ein Auslandspraktikum zu 100% weiterempfehlen. Man macht so viele Erfahrungen in allen Bereichen des Lebens, die man so in der Heimat nicht machen könnte und lernt viel dazu. Diese Erfahrungen kann einem keiner mehr nehmen, also traut euch und stürzt euch in die Fremde!

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Juliane Biedermann, Universität Erfurt, Erziehungswesen

Edinburgh, Schottland

Edinburgh
Bergszene in den Highlands
Forth Bridge

Mein ERASMUS-Praktikum 2012/2013

Das Praktikum an einer Grundschule in Edinburgh hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Schule ist nach einem sehr offenen Konzept gestaltet. Die Räume sind offen, ohne Türen, um den Austausch zwischen zwei Klassen zu ermöglichen. Jeder Klassenraum ist mit einem Smartboard und einem Whiteboard, das als Tafel dient, versehen. Jeder Lehrer verfügt über einen Laptop und ein I-Pad. Es gibt eine Schulbibliothek, einen Computerraum, einen Musikraum, ein Lehrerzimmer und eine Turnhalle, in der außerdem die Schulmahlzeiten eingenommen werden. Außerhalb des Gebäudes gibt es einen großen Garten, der von den Schülern und deren Eltern gepflegt wird und eine Kunsthütte, die u.a. die Möglichkeit zum Backen bietet.

In Schottland besuchen Kinder zwischen 5 und 12 Jahren in den Klassen P1 -P7 die Grundschule. Der Unterricht beginnt um 8:50 und endet für die älteren Schüler 15:15 und für die jüngeren Schüler um 15:00. Am Freitag endet der Unterricht für alle Schüler um 12:30.

Aufgaben

Während meines Praktikums bekam ich einen Einblick in das schottisches Schulsystem und den Lehrplan. Ich betreute verschiedene Klassen, verbrachte aber die meiste Zeit mit den acht-jährigen P4s. Ich hospitierte den Unterricht in verschiedenen Klassen, übernahm aber mitunter auch Kleingruppen, um verschiedenen Kindern zusätzliche Hilfe zu gewähren. Einmal die Woche führte ich mit den P4s ein wissenschaftliches Experiment durch, an dem die Schüler sehr viel Spaß hatten. In der Weihnachtszeit erklärte ich den Schülern die deutschen Traditionen und wir haben gemeinsam gebastelt, Plätzchen und Lebkuchenhäuser gebacken. Außerdem bekam ich die Gelegenheit einige Kunststunden und ein Projekt zum Thema Kunst und Literatur in den P6s durchzuführen. Zudem begleitete ich die Lehrerin für moderne Fremdsprachen und half vor allem in den Deutschstunden aus. Dadurch konnte ich neue Kenntnisse für den Fremdsprachenunterricht erwerben. Ich erhielt also die Gelegenheit, mich mit Vorschlägen und Projekten selbst in die Schule einzubringen. Darüber hinaus hielt ich selbst Deutschstunden. Außerdem begleitete ich verschiedene Klassen zu Schulausflügen.

Alltag und Freizeit

Auch außerhalb der Schule hatte ich eine tolle Zeit. Edinburgh ist wirklich eine der schönsten Städte Europas. Es gibt zahlreiche alte Bauten im gotischen und viktorianischen Stil, die der Stadt einen unvergleichlichen Charakter verleihen. Die Stadt hat vielfältige Traditionen vom Kilt und Dudelsackspielern bis hin zum Ceilidh (traditioneller schottischer Tanz) und Haggis (Nationalgericht). Es gibt viel zu sehen, viele alte Schlösser, Strände, Berge und Brücken. Innerhalb Schottlands kann man gut mit Bus und Bahn reisen. Damit kann man Wochenenden und Ferien gut füllen.

Fazit

Mein fünf monatiges Praktikum in Edinburgh war eine einzigartige Erfahrung für mich. Ich habe sehr viel sowohl im didaktischen als auch im sprachlichen Bereich lernen können und vieles Neues erlebt und gesehen. Mein Berufswunsch wurde durch dieses Praktikum noch einmal bestärkt.

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Marko Benner, FH Jena, Medizinwissenschaften / Biotechnologie

Nottingham, England

Council House
Robin Hood Statue

Mein ERASMUS Praktikum 2012

Mein Praktikum habe ich an der Nottingham Universität im Queens Medical Centre gemacht. Dieses Labor beschäftigt sich mit der Gerinnung von Blut.

In meinem Praktikum habe ich mich speziell um Thrombozyten gekümmert. Das Wissen dazu habe ich in den ersten Wochen erworben, indem ich mehrere Fachbücher zur Verfügung gestellt bekommen habe. Meine Hauptaufgabe war es mit dem Durchflusszytometer und den entsprechenden Antikörpern nach bestimmten Proteinen zu gucken, die bei der Aktivierung der Thrombocyten freigesetzt werden.

Die Kollegen in meiner Abteilung waren sehr freundlich und hilfsbereit. Sie haben sich bemüht, deutlich englisch zu sprechen, und haben alle meine Fragen sehr gerne beantwortet. Ich konnte selbständig Experimente planen und nach Absprache durchführen. Sobald es Probleme gab, konnte ich immer zu meinem Betreuer oder anderen Arbeitskollegen gehen.

Gewonnene Qualifikationen und Fähigkeiten

In der Zeit in Nottingham habe ich viel Erfahrung mit der Laborarbeit und dem wissenschaftlichen Arbeiten gesammelt. Ich habe gelernt wie man mit den Durchflusszytometer BD LSR II und den BD FACS Canto II bedient und die Daten richtig interpretiert. Des Weiteren habe ich sehr viel über Blutgerinnung gelernt. Auch habe ich mein Können durch das eigenständige Durchplanen von Experimenten und das Präsentieren von Versuchsergebnissen weiter ausgebaut.

Freizeit

In der Freizeit habe ich versucht, viele Sportkurse zu machen, um mit möglichst vielen Leuten in Kontakt zu kommen und Englisch zu sprechen. Pubs eignen sich in Nottingham auch sehr gut, um mit Leuten zu reden.

Fazit

Alles in allem kann ich sagen, dass dieses Praktikum mir sehr viel gebracht hat. Ich habe nun eine genauere Vorstellung von meinem beruflichen Werdegang und habe die Kultur in England kennengelernt. Außerdem hat es mir die Hemmungen genommen, später im Ausland zu arbeiten.

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Alexander Schäfer, TU Ilmenau, Maschinenbau

Teddington, England

Klassisch Teddington
London

Mein ERASMUS-Praktikum 2012/2013

Vorbereitungen

Die Vorbereitungen verliefen bis auf die Wohnungssuche unproblematisch. Das größte Problem bereitete mir der britische Immobilienmarkt, der sehr stark auf spontane Entscheidungen zugeschnitten ist, was es mir fast unmöglich machte, lange im Voraus eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden. Das Institut, indem ich arbeitete, war mir behilflich bei der Suche und vermittelte mich an eine Landlady (Vermieterin), die regelmäßig Praktikanten oder Doktoranden des Instituts bei sich aufnimmt.

Praktikum und Aufgaben

In meiner Zeit in meinem Praktkumsinstitut in Teddington habe ich viel Studienrelevantes für meinen Spezialisierungsbereich der Messtechnik lernen können. Ich arbeitete größtenteils selbstständig und hatte mein eigenes Projekt, welches ich betreute. Die Aufgabe in meinem Projekt war es, die Mess-Software für ein Körpergrößenmessgerät zu schreiben, welches das Prinzip der Laserinterferometrie nutzt, um mit hoher Präzision die Größe von Menschen zu vermessen, die Messdaten zu speichern und den Probanden ein Zertifikat auszudrucken. Dabei sollte grundlegendes Wissen über dieses Gebiet der Messtechnik an Kinder und interessierte Erwachsene vermittelt werden. Hilfe bei meinem Projekt bekam ich dabei von einem Kollegen, der für die Hardware zuständig war. Natürlich standen mir auch zahlreiche weitere Kollegen mit Rat und Tat zur Seite. Ich wurde sehr gut am Arbeitsplatz integriert, die Atmosphäre war nett und entspannt. Zudem habe ich glücklicherweise oft die Möglichkeit bekommen, über den "Tellerrand" meines Projektes hinauszuschauen und mich darüber zu informieren, an was die Kollegen am Institut aktuell forschen. Auch einige Vorträge habe ich während meines Aufenthalts besucht, um mich allgemein weiterzubilden.

Freizeit

In der Freizeit konnte ich diversen Aktivitäten nachgehen, beispielsweise hatte ich am Institut die Möglichkeit, sowohl Konzerte zu besuchen als auch selbst regelmäßig den Flügel zu spielen. Da das Institut direkt neben einem großen Park liegt, konnte ich diesen oft besuchen. Die Nähe Teddingtons zu Londons Innenstadt (leichte Erreichbarkeit per Zug) ermöglichte mir viele geplante sowie spontane Ausflüge in Konzerte, Museen und Kinos. Auch die Nachbarorte sowie die lokalen Pubs wurden ausgiebig von mir und Freunden besucht.

Fazit

Alles in allem hat sich dieser Praktikumsaufenthalt in jeder Hinsicht gelohnt, ich habe meine Englisch- und Französischkenntnisse (letztere durch den Freundeskreis) aufbessern, viele nette Leute aus aller Welt kennen lernen und mein Fachwissen erweitern können. Wahrscheinlich wird dies nicht mein letzter Aufenthalt in England, speziell an meinem Praktikumsinstitut, gewesen sein, zumal mir dort nun ein Job angeboten wurde, den ich von Deutschland aus wahrnehmen kann.

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Christina Brunn, FSU Jena, Anglistik/Amerikanistik

Edinburgh, Schottland

Blick auf Edinburgh
Dudelsackspieler vor dem Gericht

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Im Vorfeld des Praktikums habe ich ein Auslandssemester in Nordengland absolviert. Da ich nicht die Möglichkeit hatte, ein ganzes Jahr dort zu studieren, hatte ich von Anfang an den Wunsch dem Studium ein mehrmonatiges Praktikum anzuschließen. Da ich eine große Begeisterung für Schottland hege, habe ich mich gezielt nach Praktikumsstellen dort umgesehen.

Bereits ein halbes Jahr vor dem geplanten Beginn des Praktikums hatte ich eine Zusage von einer Übersetzungsfirma in Stirling. Auch eine Unterkunft konnte ich dort schnell organisieren. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kündigte dieses Praktikum nach dem ersten Tag, da sich die Firma als unseriöses Callcenter entpuppte, das ausländische Praktikanten systematisch ausbeutet, psychisch unter Druck setzt und, sollten sie sich wehren, auf der Stelle feuert. Ich fand schnell heraus, dass 40-50 % der Firma aus Praktikanten besteht. Eine Mit-Praktikantin wurde dort in meiner Gegenwart aus einem völlig absurden Grund rausgeschmissen.

Nach dieser Erfahrung war ich sehr niedergeschlagen, gab aber nicht auf und bewarb mich weiter.

Auf der Seite einer Kommunikationsagentur in Edinburgh wurde ich auf eine Ausschreibung aufmerksam: Die Agentur suchte einen "German Manager", Ich bewarb mich kurzerhand, wurde zum Vorstellungsgespräch und Test eingeladen und hatte weniger als eine Woche später eine neue Praktikumsstelle.

Aufgaben

Die Agentur betreut u.a. mehrsprachige Internetportale und war deshalb auf der Suche nach Personen, die einfache Texte aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche übersetzen können und Kenntnisse im Bereich Social Media Marketing, Suchmaschinenoptimierung und PR haben. Da ich frühere Praktika in den genannten Bereichen absolviert habe, war die inhaltliche Ausrichtung für mich ideal. Ich habe während meines Praktikums ein deutsches Internetportal fast alleine übersetzt und täglich jede Menge redaktionelle Texte übersetzt und selbst geschrieben, war aber auch an Konzepten für neue Projekte beteiligt. Die Arbeit kann mit der Zeit ein wenig eintönig werden, aber meine beiden Chefs haben immer darauf geachtet, dass ich den Tag über nicht immer dasselbe mache und haben mich ermutigt, eigene Ideen einzubringen. Im Arbeitsalltag wurde keinerlei Unterschied gemacht zwischen "regulären" Managern und mir als Praktikantin.

Ich habe das Arbeiten in einem internationalen Umfeld sehr genossen: Die Agentur hat französische und schottische Mitarbeiter, eine Spanierin und zum Ende meines Praktikums stieß auch ein Deutscher dazu, der meine Aufgaben übernahm. Ich war von Anfang an Teil des Teams und voll integriert, wir arbeiteten Hand in Hand an den Projekten.

Alltag und Freizeit

Edinburgh ist eine wunderschöne Stadt und es gibt viel zu entdecken. Mir wurde im Vorfeld schon von mehreren Leuten berichtet, dass sich die "typischen", teuren Touristenattraktionen wie das Castle und der Dungeon eher weniger lohnen. Ich konzentrierte mich also unter anderem auf die zahlreichen Museen und Kunstgalerien, die alle kostenlos sind. Ich machte auch zahlreiche Ausflüge, zum Beispiel nach Glasgow und zum Loch Ness. Außerdem gibt es jede Menge Pubs, die die Möglichkeit bieten intensive, kulturwissenschaftliche Studien zum Thema Whisky zu betreiben. :-)

Fazit

Das Praktikum hat sich für mich auf jeden Fall sehr gelohnt, aber ich muss auch zugeben, dass ich nach der Pleite mit der ersten Firma extrem großes Glück hatte. Die Praktikumsstelle bei der ich das Praktikum letztendlich absolvierte nimmt nur sehr sporadisch Praktikanten auf. Ich wurde nach dem Vorstellungsgespräch zum Test gebeten in dem in drei Teilen meine Kreativität, die Qualität meiner Übersetzungen und meine wirtschaftliche Kenntnis des deutschen Marktes abgeprüft wurden. Diese Stelle hätte ich mit Sicherheit nicht per "Fernbewerbung" bekommen.

Ich kann nur jedem, der sich für ein Auslandspraktikum -egal wo- interessiert raten, sich 1. vor unseriösen Anbietern zu hüten, 2. kein unbezahltes Praktikum anzunehmen (auch wenn das gerade für Geisteswissenschaftler schwer ist) und 3. nicht "auf den letzten Drücker", d.h. im 5. oder 6. Semester ein Pflichtpraktikum bei einem völlig unbekannten Arbeitgeber im Ausland zu absolvieren, da bei Schwierigkeiten direkt das Studium/die Ausbildung in Gefahr wäre.

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Elisabeth Franke, TU Ilmenau, Angewandte Medienwissenschaften

Sheffield, England

Placement Fair
York

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Meine Praktikumsstelle ist ein kleines Unternehmen, das derzeit aus vier fest angestellten Mitarbeitern und drei Praktikanten besteht. Wenn man kurz in einem Satz beschreiben will, was das Unternehmen macht, kommt man in Erklärungsnot. Das Unternehmen agiert in verschiedenen Aufgabenbereichen. Auf der einen Seite bietet die Praktikumsstelle kommerzielle Dienstleistungen an, wie Personal Profiling und Beratung im Bereich Entrepreneurship. Auf der anderen Seite hat das Unternehmen langjährige Erfahrung im Bereich des Europäischen Projektmanagements. Seit Jahren ist das Unternehmen Partner zahlreicher Leonardo da Vinci Projekte.

Die Kollegen auf der Arbeit waren alle unglaublich nett und hilfsbereit, ich fühlte mich vom ersten Tag an wohl. Sie hatten stets ein offenes Ohr und erklärten einem auch etwas zum dritten Mal ohne mit der Wimper zu zucken, obwohl jeder viel beschäftigt war. Besonders unter den Praktikanten entstand schnell eine richtige Freundschaft, sodass man sich auch außerhalb der Arbeit traf und die Abende miteinander verbrachte. Die Arbeitsatmosphäre war sehr angenehm und entspannt, aber trotzdem so, dass jeder produktiv arbeiten konnte. Besonders nett waren die gemeinsamen Mittagessen, die organisiert wurden, wenn jemand Geburtstag oder seinen ersten/letzten Arbeitstag hatte.

Aufgaben/Projekte

Im Großen und Ganzen hatte ich eine unglaublich vielfältige Bandbreite an Aufgaben unter dem Überbegriff Projektmanagement. Ich hatte die Möglichkeit, am Anfang meine Wünsche über bevorzugte Einsatzfelder zu äußern und so habe ich Aufgaben im Bereich des Desings (Flyer, Poster, Online-Banner, Handouts, Logos) übernommen und war für das Updaten der Website sowie der Social Media Kanäle (Blogs, Facebook, Twitter, Linkedln, Youtube) verantwortlich. Auch das Versenden von elektronischen Newslettern und das Organisieren von Business Trips für Internationale Meetings oder Meetings in der eigenen Stadt gehörten zu meinen Tätigkeitsbereichen.

Ein Arbeitstag glich nie einem anderen, da ich sehr viele verschiedene Aufgaben hatte, ob es nun das Erstellen einer Präsentation, Zusammenstellen von Meetingunterlagen, Verfassen eines Berichtes, Entwerfen einer Dissemination Strategy oder Recherchen über Webinars ist, ich lernte überall dazu und konnte mein Wissen und meine Fähigkeiten ununterbrochen erweitert.

Meine organisatorischen Fähigkeiten haben sich sehr stark weiterentwickelt. Ich habe gelernt, Prioritäten zu setzen, Aufgaben möglichst effektiv zu bewältigen und unter Druck zu arbeiten. Außerdem bin ich nun über den Lebenszyklus eines Projektes informiert, von der Finanzierung bis zum abschließenden finalen Bericht.

Da mir nach und nach größere Aufgabenfelder anvertraut wurden, bekam ich immer mehr Eigenverantwortung übertragen. Mein Selbstbewusstsein und auch mein Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten wuchsen damit sehr stark in den sechs Monaten. Natürlich haben sich meine englischen Sprachfähigkeiten nach dem sechsmonatigen Aufenthalt um Einiges verbessert, sowohl das spontane Kommunizieren als auch die schriftliche Ausdrucksweise.

Die Liste der Dinge, die ich gelernt habe, ist eigentlich unendlich lang, von der Nutzung einer Content-Management Software für Websites, bis hin zu meinen zahlreichen Flyer-entwürfen, das Sprechen vor internationalem Publikum, das Entwerfen von Präsentationen über das kontinuierliche Updaten der Social Media Plattformen. Durch die Teilnahme an einigen Events, bekam ich einen Eindruck wie das Businessleben funktioniert, wie man Networkt, Beziehungen aufbaut, Visitenkaten austauscht usw.

Alltag/Freizeit

In meiner Freizeit unternahm ich also viel mit den anderen Praktikanten. Zusätzlich lernte ich durch ein englisch-deutsch Tandem viele nette englische und deutsche Studenten kennen. Wir trafen uns fast jede Woche einmal in einem Pub und schwatzten gemütlich. Sheffield hat, was das Nachtleben bzw. die Abendgestaltung angeht, recht viele Möglichkeiten. Da es in der Stadt zwei große Universitäten gibt, trifft man ständig auf junge Studenten. Man findet viele Pubs, Cafés, Bars und Clubs.

Auch an Kulturellem hat die Stadt Einiges zu bieten, wie Kinos, Theater, Konzerthalle & Museen. Man findet auch viele internationale Restaurants und eine kleine Shoppingmeile gibt es auch, zusätzlich zur großen Shoppingmall, die sich etwas außerhalb der Stadt befindet. Vergleichbar mit den Großstädten wie London oder auch Liverpool ist Sheffield sicher nicht. Aber zum alltäglichen Leben ist es bestens geeignet.

Fazit

Ich denke, dass Projektmanagement durchaus ein Berufsfeld ist, in dem ich später arbeiten könnte. Ich habe viele Stärken im Bereich des Organisierens, Planens und effektiven Arbeitens an mir entdeckt. Eine wichtige Erfahrung für mich war es außerdem, wie es ist täglich 8 Stunden in einem Büro an einem Computer zu sitzen. Ich war mir vorher nicht sicher, ob ich das ein Leben lang machen könnte, doch es hat mich positiv überrascht, sodass ich nun weiß, dass ich kein Problem mit einem Bürojob habe. Viel bedeutender für mich ist es, dass ich eine Vielzahl von verschiedenen Aufgaben habe und die Tage nicht alle den gleichen Ablauf haben und Vieles schnell zur Routine wird. Ich brauche Abwechslung und immer neue Herausforderungen, so wie ich es größtenteils in den sechs Monaten erlebt habe.

Ich würde ein Auslandspraktikum jedem weiterempfehlen, man wächst persönlich und bekommt einen authentischen Einblick sowohl in den Arbeitsalltag als auch in eine andere Kultur und Lebensweise.

Manuela Göbelt, TU Ilmenau, Elektro- und Informationstechnik

Edinburgh, Schottland

Mein ERASMUS-Praktikum 2012

Während meines Praktikums bin ich in einer Vielzahl von Projekten involviert gewesen.

Mikrofluidische Systeme

Meine Aufgaben umfassten das Entwerfen, die Herstellung, das Testen und die Weiterentwicklung von verschiedenen mikrofluidischen Systemen.

Ich habe selbstständig Chips aus Polymethylmethacrylat (PMMA) designt und mit Hilfe eines CO2-Laseres hergestellt. Anschließend wurden die einzelnen Teile entweder durch eine thermische oder eine adhäsive Bondtechnik zu einem Gesamtchip zusammengefügt.

Die fertigen Chips wurden dann experimentell mit Hilfe von Zeitverlaufsanalysen verschiedener Flüssigkeiten von mir analysiert. Dabei wurde besonderer Wert auf unterschiedliche Herstellungstechniken, Designs sowie Flüssigkeiten unterschiedlicher Viskosität gelegt, um herauszufinden, welchen Einfluss die einzelnen Komponenten haben.

Des Weiteren habe ich mich mit thermischen und chemischen Oberflächenmodifikationen zur Verbesserung der Chipeigenschaften beschäftigt.

Pränataldiagnostik

Für die nichtinvasive Pränataldiagnostik sollen mikrofluidische Systeme verwendet werden, mit dessen Hilfe das Plasma vom Blut von werdenden Müttern separiert werden kann. Aus diesem Plasma soll dann anhand der sich im Blut befindlichen fötalen DNA das Geschlecht des Babys bestimmt werden. In einem Labor  führte ich mit Hilfe von spezialangefertigten Chips Blut-Plasma-Separationen an Blutproben durch. Um die DNA im Plasma detektieren zu können, muss diese vorher vervielfältigt werden. Ich führte infolgedessen an jedem gewonnenen Plasma eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR) durch. Dazu musste ich zu Beginn verschiedene Tests durchführen, um ein optimales PCR-Protokoll zu entwickeln, mit welchem die verschiedenen Gene detektiert werden können.

Chipentwicklung für die Zellkultivierung

Ich habe einen Chip entwickelt, mit welchen ein Gradient von zwei verschiedenen Flüssigkeiten erreicht werden kann. Dieser soll in der Zellkultivierung eingesetzt werden. Der zweite Teil des entworfenen Chips besteht aus verschiedenen Zellkammern. In diesen soll herausgefunden werden, mit welchem Konzentrationsgemisch der beiden Ausgangsmedien das beste Zeltwachstum erreicht werden kann.

Ich habe verschiedene Designs entworfen, die Chips hergestellt und versucht, verschiedene Lösungen für auftretende Probleme (z.B. Luftblasen in den Kanälen) zu finden und für neue Designs umzusetzen.

Immunoassay

Bei diesem Projekt habe ich eine Vielzahl von bioanalytischen Tests durchgeführt, um einen bestimmten Analyt aus einer Flüssigkeit zu detektieren. Dazu verwendete ich selbst hergestellte Multikammerchips und geschlossene Chipsysteme. Eine Anwendung soll das Ganze bei der kardialen Biomarker-Detektion finden.

Erworbene Qualifikationen und Fähigkeiten

Durch das Praktikum habe ich Einblicke in ein komplett neues Themengebiet, der Mikrofluidik, bekommen. Zusätzlich habe ich umfangreiches fächerübergreifendes Wissen auf den Gebieten Medizin, Biologie, Chemie und Physik erhalten. Auch die Arbeit in einem biologischen Labor war für mich eine neue Erfahrung. Des Weiteren habe ich jetzt Kenntnisse über den Umgang mit CO2-Lasern und kann Designs mit CAD-Software erstellen.

Durch die Arbeit in einem internationalen Team haben sich zudem meine Englischkenntnisse verbessert.

Fazit

Ich habe meine Zeit in Edinburgh sehr genossen. Die Arbeiten haben Spaß gemacht und waren sehr interessant. Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln und mir neues Wissen aneignen. Die zahlreichen Touren durch Edinburgh und Schottland haben mir viel Spaß gemacht und die wunderschöne Natur ist einfach der Wahnsinn.

Meine neu erworbenen Qualifikationen sind wichtig für meine weitere berufliche Entwicklung, da ich nicht nur auf ein Themengebiet spezialisiert bin, sondern ich mich auch schnell in verschiedene Bereiche einarbeiten und dort zuverlässig arbeiten kann. Auch für Arbeitgeber sind Auslandserfahrungen sehr von Bedeutung.

Ich habe meine Englischkenntnisse besonders im Fachwissen erweitert und konnte so meine innere Barriere abbauen, so dass ich mich traue, spontan Englisch zu sprechen. Die Zusammenarbeit in einem internationalen Team war sehr spannend und ich habe viele neue Kontakte sowohl auf privater als auch auf geschäftlicher Ebene geknüpft.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Schottland für Menschen ist, die sich nicht vom schlechten Wetter abschrecken lassen und jeden Sonnenstrahl genießen können, eine abwechslungsreiche und wunderschöne Natur lieben, Ausflüge und Wanderungen schätzen und ein nettes Arbeitsklima mit netten Menschen achten.

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David Büchner TU Ilmenau, Ingenieurinformatik

Leicester, England

Das Labor
London

Mein ERASMUS-Praktikum 2011

Die Eigenverantwortung in meiner Forschergruppe war extrem hoch. Nachdem ich mich selbstständig in das neue dSPACE Steuerungssystem und das ebenfalls neue Modell einer Kläranlage eingearbeitet hatte, sind eigene Ideen an diesem System gekommen, die ich testen konnte. Als ich später meinem Betreuer gegenüber den Wunsch äußerte, ein Paper über meine Arbeit zu veröffentlichen, wurde ich von ihm dabei tatkräftig unterstützt.

Im Großen und Ganzen habe ich einen MPC-Controller in Form einer C-Code S-Function via Matlab Simulink auf einem Quad-Core-Processor implementiert und analysiert, ob sich eine Parallelisierung des Controllers auf 4 Kerne lohnt. Das Paper wurde zum reviewing an die Conference ICSE2012 übermittelt.

Abgesehen von diesem Tagesgeschäft hatte ich mehrmals die Möglichkeit, selbst zu unterrichten bzw. bei der Durchführung von Praktika zu helfen.

Alltag und Freizeit

Den größten Teil meiner Freizeit habe ich mit befreundeten PhD Studenten verbracht, die ich aus meinem Arbeitsumfeld kannte. Anders als die meisten anderen ERASMUS Studenten/Praktikanten habe ich keinen anderen ERASMUS Studenten kennen gelernt.

Fazit

Ich bin froh, dieses zusätzliche Semester investiert zu haben. Ich habe den Arbeitsalltag an der Uni kennen gelernt. Da meine Kontakte fast ausschließlich auf Doktoranden beschränkt waren, habe ich hautnah die Probleme und Strapazen, die ein Doktor mit sich bringen kann, erleben dürfen und für mich entscheiden können, dass ich mir das nicht antuen möchte. Lehren hat mir viel Spaß gemacht und ich könnte mir vorstellen. dieser Tätigkeit nachzugehen.

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