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Prof. Peter Scharff

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News Ticker Nr. 3


  • Startschuss für studentischen Rundfunk vom Antennenturm "Am Vogelherd"

    Prof. Heinz Gerhäuser (l.) vom Fraunhofer IIS, Medienstaatsekretär Peter Zimmermann und Prof. Dr. Albert Heuberger (r.)

    Seit dem 26. Oktober senden die beiden Ilmenauer Studentenvereine "ilmenauer studentenfernsehfunk (iSTUFF)" und "hsf studentenradio e. V." vom 50 Meter hohen Sendemast der Fraunhofer-Versuchsanlage "Am Vogelherd". Thüringens Medienstaatsekretär Peter Zimmermann gab zusammen mit Prof. Dr. Albert Heuberger und Prof. Heinz Gerhäuser vom Fraunhofer IIS den Startschuss.

    Der studentische Rundfunk in Ilmenau hat eine lange Tradition: Im Jahr 1950 startete der »hsf studentenradio e. V." als erstes studentisches Radio in Deutschland. Vor 14 Jahren wurde der "ilmenauer studentenfernsehfunk" (iSTUFF) ins Leben gerufen. Beide Vereine senden künftig experimentell vom Fraunhofer Antennenturm aus. Zur Eröffnung gibt es bereits erste Liveausstrahlungen über den DVB-T-Sender. Die Projektgruppe "Drahtlose Verteilsysteme / Digitaler Rundfunk DVT" des Fraunhofer IIS stellt den beiden Hochschulvereinen innerhalb der engen Zusammenarbeit mit der TU Ilmenau den Antennenturm zur Verfügung. Weiterhin ist eine Kooperation mit dem digitalen Erlanger Campusradio "bit eXpress" geplant, das die Universtität Erlangen-Nürnberg und das Fraunhofer IIS zusammen betreiben. So sollen künftig Sendeinhalte getauscht und gemeinsam an technischen Entwicklungen gearbeitet werden.

    Hintergrund: hsf
    Aus den anfänglich fünf- bis zehnminütigen Sendungen, die während der großen Pause in die Klassenzimmer der Ingenieurschule Ilmenau übertragen wurden, ist heute ein umfassendes Rundfunkprogramm geworden: Rund 35 Mitarbeiter produzieren pro Woche 22 Stunden Inhalt.

    Hintergrund: iSTUFF
    iSTUFF ist ein Projekt bei dem Studenten praktisch die Abläufe der TV-Produktion kennenlernen können. Bisher war iSTUFF mit seiner wöchentlichen Live-Sendung nur im Kabelnetz auf dem Campus der Technischen Universität und via Internet-Stream zu sehen. Jetzt steigt der Studentensender von Kabel auf terrestrische Verbreitung um. Über den DVB-T-Sender ist der studentische Fernsehkanal auch digital im UHF-Bereich empfangbar. iSTUFF ist Teil der Forschungsgemeinschaft elektronischer Medien e. V. und will künftig auch im Bereich des interaktiven Fernsehen und dessen Nutzungsmöglichkeiten forschen. Bei beiden Sendern werden alle anfallenden Aufgaben, etwa Schulungen, Organisation des redaktionellen Tagesgeschäfts oder neue Projekte, von den Studenten eigenständig erledigt.

    Ilmenauer Studentenfernsehfunk iSTUFF goes digital!

    Foto: Der Ilmenauer Studentenfernsehfunk "iSTUFF" goes digital!

    Forschergruppe "Drahtlose Verteilsysteme / Digitaler Rundfunk"
    2008 haben das Fraunhofer IIS und die TU Ilmenau eine Forscher- und Projektgruppe gestartet, die beide an neuen Technologien für die drahtlose Verteilung von digitaler Medieninformation oder Datendiensten arbeiten. Prof. Dr. Albert Heuberger leitet beide Gruppen in Personalunion. Zentrales Thema der Arbeiten ist die zukünftige Entwicklung des Digitalen Rundfunks. Der neue 50 Meter hohe Antennenturm "Am Vogelherd" soll als Standort für experimentellen Rundfunk dienen. Hierzu zählen bewährte Techniken wie DVB-T oder DRM sowie die Entwicklung neuer Systeme. Erforscht werden Möglichkeiten, Medienangebote schnell und kostengünstig an möglichst viele Menschen zu übertragen. Nutzer der Ergebnisse sind Hersteller von Empfangsgeräten und Sendesystemen, Netzbetreiber und Rundfunkbetreiber.

    Durch die fortschreitende Verbreitung des Digitalen Rundfunks in In- und Ausland bieten die Arbeiten zukünftig großes Vermarktungspotenzial. Ab Mai 2011 werden in der Anlage zwei in ihrer Art einzigartige Mess-Systeme in Betrieb gehen: Zum einen kann der mobile Empfang mit nachgeführten Satellitenantennen sehr genau vermessen werden, wie z. B. im Auto bei Kurvenfahrten oder bei unebenen Bodenverhältnissen. Zum anderen ist es möglich, beliebige Wellenfelder im Raum für den Test von Empfangsgeräten mit integrierten Antennen zu erzeugen.

    Kontakt:
    Prof. Albert Heuberger
    Leiter Forschergruppe „Drahtlose Verteilsysteme/DigitalerRundfunk DVT“
    Tel.: 03677 69-4280

    27.10.2010


     

  • Nachwuchswissenschaftlerin bringt Licht ins Dunkel biologischer Wechselwirkungen

    Die Preisträgerin: Christina Schütze

    Christina Schütze von der Technischen Universität Ilmenau ist auf dem diesjährigen „Ukrainisch-Deutschen Symposium für Physik und Chemie von Nanostrukturen und Nanobiotechnologie“ in Kiew mit dem 1. Preis für den besten Vortrag eines Nachwuchswissenschaftlers ausgezeichnet worden. Die 31-jährige Doktorandin am Fachgebiet Chemie unter Leitung von Prof. Peter Scharff wurde für ihren Beitrag zur Funktionalisierung von Fullerenen geehrt.
    Fullerene sind Kohlenstoffverbindungen, die sich dank ihrer elektronischen und optischen Eigenschaften gezielt chemisch verändern lassen. Fullerene werden in vielen Bereichen als Nanomaterialien eingesetzt, so bei der Herstellung moderner polymerer Solarzellen, von Schmiermitteln und Kosmetika oder auch zur Züchtung künstlicher Diamanten. In der biologischen und medizinischen Forschung haben sich Fullerene als gute Therapeutika erwiesen, da sie zum Beispiel auf bestimmte Krebszellen toxisch, also giftig wirken, oder Enzyme, wie sie beim HI-Virus vorkommen, hemmen. Der genaue Mechanismus, wie die Fullerene mit den biologischen Strukturen wechselwirken, ist allerdings noch weitgehend unbekannt.

    Ziel der Arbeiten von Christina Schütze ist es, die Nanopartikel mit fluoreszierenden Eigenschaften zu versehen und so ihren Weg in die Zellmembran sichtbar zu machen und den Wechselwirkungsmechanismus aufzuklären. Damit könnte in Zukunft die Wirksamkeit von Medikamenten wesentlich besser getestet und in der Forschung ein gewaltiger Forschritt im Kampf gegen Krebs und HIV-Erkrankungen erzielt werden. Für ihre Versuche stehen der Wissenschaftlerin am Institut für Mikro- und Nanotechnologien der TU Ilmenau hervorragende Forschungsbedingungen, etwa ein hochmodernes Laserfluoreszenzmiskroskop, zur Verfügung.

    In ihrem preisgekrönten Vortrag vor 170 internationalen Teilnehmern konnte Christina Schütze bereits ihre ersten mit Fluorescein funktionalisierten Verbindungen und gleichzeitig die ersten Versuche mit künstlichen Zellmembranen vorstellen. Das „Ukrainisch-Deutsche Symposium für Physik und Chemie von Nanostrukturen und Nanobiotechnologie“ wurde im Rahmen der Förderung der Forschungsarbeiten der TU Ilmenau vom Bundesforschungsministerium finanziell unterstützt.

    Kontakt:
    Dipl.-Chem. Christina Schütze
    Fachgebiet Chemie
    Tel.: 03677 69-3648

    20.10.2010


     

  • Rektor der TU Chemnitz Ehrenmitglied der TU Ilmenau

    Für seine Verdienste um die Zusammenarbeit der mitteldeutschen Universitäten mit ingenieur- und naturwissenschaftlichem Profil hat die TU Ilmenau dem Rektor der TU Chemnitz, Professor Klaus-Jürgen Matthes, die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, überreichte seinem Amtskollegen an dessen 65. Geburtstag am 5. Oktober 2010 in Chemnitz die Ehrenurkunde. Die TU Ilmenau, so der Rektor, würdige mit dieser Auszeichnung das Wirken von Professor Matthes als Wegbereiter und Initiator des Kooperationsverbundes der Universitäten in Chemnitz, Ilmenau und Magdeburg.

    Die Zusammenarbeit im Verbund erstreckt sich sowohl auf die Lehre und Forschung als auch die Entwicklung und Vertretung gemeinsamer hochschulpolitischer Ziele. So entwickeln die Partner abgestimmte Bachelor- und Masterprogramme, bearbeiten gemeinsam Forschungsvorhaben und vertreten gemeinschaftliche Positionen in übergreifenden Gremien.

    „Professor Matthes“, so der Ilmenauer Rektor, „hat sich in besonderem Maße für diese Zusammenarbeit eingesetzt und sie stets vorgelebt.“ Bereits weit vor seinem Amtsantritt als Rektor der TU Chemnitz im Jahr 2003 habe der Inhaber des Lehrstuhls für Schweißtechnik als Prorektor für Forschung (1997 – 2003) und als Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (1994-1997) maßgeblich für die Profilbildung seiner Universität und zugleich für länderübergreifende Hochschulpartnerschaften gewirkt. So gingen heute zahlreiche Kooperationen auf Universitäts- und Fakultätsebene auf sein Engagement zurück.

    Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der TU Ilmenau an Professor Matthes wurde auf Basis der Grundordnung der Universität am 6. Juli 2010 vom akademischen Senat beschlossen. In der Begründung würdigt der Senat den Chemnitzer Rektor als „Katalysator einer gelebten Zusammenarbeit und „bedeutenden strategischen Partner“ der TU Ilmenau.

    Kontakt:
    Sandra Weihs; Referentin des Rektors
    Tel.: 03677 69-5002

    10.10.2010


     

  • Absolvent gewinnt Preis der IHK Südthüringen

    Der Gewinner des Preises der IHK Südthüringen Steffen Otto

    Der 30-jährige Wirtschaftsingenieur Steffen Otto hat mit seiner an der Technischen Universität Ilmenau vorgelegten Diplomarbeit den Preis der Industrie- und Handelskammer Südthüringen gewonnen. Darin untersucht Steffen Otto am Beispiel eines Unternehmens der Automobilzuliefererindustrie die Auswahl von Verfahren zur Fertigungssteuerung. Das Vorgehensmodell, das er dafür entwickelte, soll der Wirtschaft bei Auswahlentscheidungen als standardisiertes Lösungsverfahren dienen. Unterdessen wurde die Diplomarbeit unter dem Titel „Exemplarische Restrukturierung einer Fertigungssteuerung“ bereits als Buch veröffentlicht.

    Die IHK Südthüringen vergibt jedes Jahr zwei Preise mit einem Preisgeld von je 2.500 Euro an Nachwuchswissenschaftler der TU Ilmenau und der Fachhochschule Schmalkalden. Die Arbeit von Steffen Otto hatte alle verlangten Kriterien erfüllt: Sie war mit „sehr gut“ bewertet worden, sie ist in enger Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Südthüringen zustande gekommen und sie hat eine innovative Wirkung auf die betriebliche Praxis hiesiger Unternehmen.

    Technische Universität Ilmenau und IHK Südthüringen verbindet seit 10 Jahren ein Kooperationsvertrag, der das Ziel hat, in Südthüringen eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Dadurch entstand eine enge Zusammenarbeit der Universität mit zahlreichen regionalen Unternehmen. In diesem dichten Netzwerk von Kompetenzpartnern konnte der Wissens- und Technologietransfers Forschung – Wirtschaft in den vergangenen Jahren erheblich verbessert werden. Durch die Kooperation TU Ilmenau – IHK Südthüringen fanden zahlreiche qualifizierte Mitarbeiter Anstellungen in der regionale Wirt­schaft und Studenten der Universität Aus- und Weiterbildungsplätze in Betrieben.

    10.10.2010


     

  • Studienanfängerzahl um neun Prozent gesteigert

    Studierende an der TU Ilmenau; Foto: ari

    An der TU Ilmenau haben sich in diesem Jahr gut neun Prozent mehr Studienanfänger eingeschrieben als ein Jahr zuvor. 1.439 neue Studentinnen und Studenten nahmen im beginnenden Wintersemster 2010/2011 ihr Studium auf.

    544 der neuen Studierenden, die aus Deutschland kommen (1.192), sind aus den alten Bundesländern. Da die Abiturientenzahlen in Ostdeutschland drastisch abnehmen, freut diese Zahl den Rektor, Prof. Peter Scharff, besonders: „Dass sich von den jungen Menschen, die sich für die TU Ilmenau entschieden haben, fast jeder zweite aus Westdeutschland kommt, spricht für den guten Ruf unserer Universität. Ganz offensichtlich ist es uns gelungen, die Qualität von Lehre und Forschung, die enge Betreuung unserer Studierenden und die hervorragende Ausstattung der einzigen technischen Universität Thüringens bundesweit bekannt zu machen.“

    Die nachgefragtesten Studiengänge sind in diesem Jahr Angewandte Medienwissenschaften (183 Studienanfänger), Maschinenbau (154), Biomedizinische Technik (152), Medienwirtschaft (126), Wirtschaftsingenieurwesen (116) und Fahrzeugtechnik (112). Die beiden Medienstudiengänge wurden wie bereits in den vergangenen Jahren besonders stark von jungen Frauen gewählt. Insgesamt ist der Anteil neuer weiblicher Studierender an der TU Ilmenau (gut 28 Prozent) gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben.

    Den größten Zuwachs bei den Studienanfängern gegenüber dem Vorjahr gab es im Studienfach Informatik (plus 71 Prozent), in der Biomedizinischen Technik (plus 52 Prozent) und der Wirtschaftsinformatik (plus 33 Prozent).

    Der Anteil ausländischer Studierender an den Studienanfängern war mit 13,3 Prozent noch nie so hoch wie in diesem Studienjahr. Rektor Scharff: „Darauf bin ich richtig stolz. Und sehr glücklich, dass wir außerhalb Deutschlands nicht nur als gute, sondern auch als weltoffene Universität wahrgenommen werden.“
    Insgesamt zählt die TU Ilmenau derzeit 6.411 Studierende, damit konnte die Gesamtzahl gegenüber dem Vorjahr gehalten werden.

    Kontakt:
    Pressesprecher
    Marco Frezzella
    Tel.: 03677 69-5003

    09.10.2010


     

  • Weltneuheit: Videotechnologie lässt Objekte verschwinden

    Der Diminished Reality-Effekt: vorher – nachher

    Was in Frank Schätzings jüngstem Roman „Limit“ noch als Zukunftsszenario für das Jahr 2025 beschrieben wurde, ist Forschern an der Technischen Universität Ilmenau bereits jetzt gelungen: Reale Objekte aus der Umgebung von Menschen in Echtzeit verschwinden zu lassen.

    Die Technische Universität Ilmenau hat dazu das weltweit erste Diminished Reality-System entwickelt, mit dem einzelne Objekte aus Live-Videostreams in Echtzeit enfernt werden können (s. Fotos 1 und 2). Das Fachgebiet Virtuelle Welten / Digitale Spiele stellt Diminished Reality, auf Deutsch etwa „Reduzierte Realität“, vom 13. bis zum 16. Oktober in der Südkoreanischen Hauptstadt Seoul auf dem International Symposium on Mixed and Augmented Reality (ISMAR) erstmals vor.

    Aufgrund seiner Echtzeitfähigkeit ist das Diminished Reality-System der TU Ilmenau derzeit weltweit einzigartig. Der potenzielle Markt für die neue Technologie ist gigantisch. Der Leiter des Fachgebiets Virtuelle Welten / Digitale Spiele, Prof. Wolfgang Broll, sieht zahllose Möglichkeiten, Diminished Reality in der Praxis einzusetzen: „Die Anwendungen sind so vielfältig wie die Wirklichkeit. Wir alle kennen das Problem, dass wir zunehmend mit Reizen und Informationen überflutet werden. Diese Technologie ermöglicht es jetzt erstmals gezielt, visuelle Eindrücke zu reduzieren. Dies erlaubt uns, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und fehlenden Platz für Neues zu schaffen“.

    Ein Beispielfall: Ein Verbraucher möchte wissen, wie ein neues Möbelstück in seiner Wohnung wirken würde. Bisher musste er dazu entweder sehr viel Vorstellungskraft besitzen oder konnte bestenfalls mittels virtueller Realität einen sehr groben Eindruck erhalten. Diminished Reality ermöglicht es jetzt, die bisherigen Möbel aus der Ansicht der Wohnung herauszulöschen, und dann die quasi leere Wohnung neu einzurichten. Das funktioniert einfach mit Hilfe einer Webcam an einem herkömmlichen PC oder im Falle eines Tablet-PCs sogar direkt, indem dieser quasi als Fenster in die Welt benutzt wird. Dabei müssen die Möbelstücke nur angeklickt oder eingekreist werden und schon werden sie entfernt.

    Nicht nur im privaten Bereich, auch in der Industrie sind ähnliche Anwendungen der Diminished Reality-Technologie denkbar, etwa wenn Lagerhallen oder Fließbänder umgebaut oder verändert werden sollen. Zuschauer könnten während der Ausstrahlung von Kino- oder Fernsehfilmen mit Diminished Reality beliebige Objekte entfernen oder verändern. So könnten völlig neue interaktive Film- und Fernsehformate entstehen. Ingenieure wären in der Lage, ihre Planung bereits vor Ort zu optimieren, und somit Zeit und Kosten zu sparen. Für Museen ist die Technologie interessant, um den Besuchen neuen Interaktionsmöglichkeiten mit den ausgestellten Kunstwerken zu ermöglichen: Plastiken lassen sich verändern, Elemente aus Bildern entfernen, um beispielsweise wichtige Techniken der Künstler sichtbar zu machen oder künstlerische Merkmale aufzudecken. Städteplaner würden in die Lage versetzt, aus der Sicht der Eigentümer alte baufällige Gebäude zu entfernen und sofort durch neue Bauwerke, Parks, oder Straßen zu ersetzen. In Computerspielen wäre es möglich, die echte Umgebung der Spieler dynamisch in das Spiel einzubeziehen, was vollkommen neue Formen von digitalen Spielen, insbesondere im Outdoor-Bereich, möglich macht.

    Die Diminished Reality-Technologie geht in zwei Schritten vor (s. Foto 3): Zunächst wird das zu entfernende Objekt in jedem einzelnen Kamerabild erkannt, das heißt, es wird der Teil des Gesamtbildes ermittelt, der ersetzt werden muss. Die Umrisse des erkannten Objektes definieren den Bildbereich, dessen einzelne Bildpixel ersetzt werden müssen. Dies geschieht nach einmaliger Auswahl des Objektes vollkommen automatisch. In einem zweiten Schritt füllt nun die Bild-Synthese den zuvor definierten Bildbereich mit Bildinformationen aus, die dem restlichen Bild entnommen werden. Damit der Betrachter das neue Bild als „real“ akzeptiert, stellen spezielle Verfahren sicher, dass der zu füllende Bereich zum Restbild konsistent ist, also dazu „passt“. Das Diminished Reality-System leistet beide Aufgaben innerhalb weniger Millisekunden und kann daher nicht nur für statische Bilder, sondern insbesondere für Live-Videostreams eingesetzt werden.

    Berücksichtigt man die ständig steigende Rechenleistung von Smartphones, rechnen die Ilmenauer Forscher damit, dass die Diminished Reality-Technologie schon in naher Zukunft auch in Handys integriert werden kann. Auch andere Formen der Visualisierung wie Datenbrillen direkt vor dem Auge, sogenannte Head-Mounted-Displays, bieten sich bei entsprechender Verbreitung an, um den Diminished Reality-Effekt noch eindrucksvoller zu vermitteln.

     
    Der Diminished Reality-Effekt: vorher – nachher


    Die Diminished Reality-Technologie in zwei Schritten

    Video (YouTube):
    http://www.youtube.com/watch?v=FgTq-AgYlTE

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Wolfgang Broll
    Leiter Fachgebiet Virtuelle Welten/Digitale Spiele
    Telefon 03677 69-4735
    E-Mail wolfgang.broll@tu-ilmenau.de

    09.10.2010


     

  • Bundesweit einzigartige Stiftungsprofessur

    Prof. Andreas Bund

    Zum ersten Mal in Deutschland wird eine Stiftungsprofessur durch eine ganze mittelständische Wirtschaftsbranche eingerichtet und nicht, wie es bisher gängige Praxis ist, von einzelnen Firmen der Großindustrie. Möglich wurde die Stiftungsprofessur „Elektrochemie und Galvanotechnik“ durch eine gemeinsame Initiative der Technischen Universität Ilmenau und des Zentralverbands Oberflächentechnik.

    Neue elektrochemische Verfahren werden künftig dringend benötigt, um Elektrofahrzeuge der Zukunft zu entwickeln. Durch elektrochemische Prozesse wandeln Brennstoffzellen die chemische Energie ihres Treibstoffs Wasserstoff direkt in elektrischen Strom und sind, da sie lediglich Wasserdampf freisetzen, ein sauberer Energiespender. Elektrochemische Verfahren werden ebenso dabei entscheidend sein, eine bessere Energiespeicherung durch Batterien zu erreichen.

    Moderne Beschichtungen sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Speziell angepasste, hochentwickelte Produkte werden heute beispielsweise benötigt in der Fahrzeugindustrie für den Korrosions- und Verschleißschutz, in Elektrotechnik und Elektronik für Edelmetallkontakte oder in der Medizintechnik für Geräte mit funktionellen Oberflächen wie etwa Spritzbestecke oder Implantate. Auch zur dekorativen Veredelung in der Schmuckindustrie und zur Gestaltung von Bädern, Möbeln und Haushaltgeräten werden Hichtech-Beschichtungen verwendet. Die Breite der Anwendungen führte zu einem Markt mit hohen Wachstumsraten, der durch die technische Entwicklung von neuen Materialien, deren Veredelungen und Anpassung an spezielle Anwendungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen ist und auch in Zukunft wachsen wird.

    Um den großen Bedarf der Wirtschaft an neuen Materialien zu befriedigen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung nötig. Da sich Forschungsarbeiten bislang häufig an potenten Großunternehmen orientierten, haben kleine und mittlere Unternehmen oft Schwierigkeiten, exakt an ihre Bedürfnisse angepasste Schichtsysteme zu finden und grundlegende Fragestellungen von der Wissenschaft schnell und befriedigend bearbeiten zu lassen. Die Einrichtung der Stiftungsprofessur „Elektrochemie und Galvanotechnik“ an der Technischen Universität Ilmenau ermöglicht in idealer Weise eine solche Kooperation von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in der Forschung einerseits und den industriellen Anwendern andererseits.

    Wegen der langjährigen Erfahrung der TU Ilmenau auf dem Gebiet der Galvanotechnik hat der Zentralverband Oberflächentechnik die  Stiftungsprofessur in Ilmenau angesiedelt. Sie wird seit dem 1. August durch Prof. Andreas Bund vertreten und soll in gemeinsamen Projekten Forschungsergebnisse liefern, die für die gesamte mittelständisch dominierte Branche der Oberflächentechnik von Nutzen sein werden.

    Der an der TU Ilmenau einzurichtende Masterstudiengang „Elektrochemie und Galvanotechnik“ wird von der Universität und dem Zentralverband Oberflächentechnik gemeinsam getragen und ist bundesweit einzigartig. Er wird sowohl Studierenden im Hauptstudium als auch berufsbegleitend angeboten.

    Die Stiftungsprofessur wurde am 8. Oktober, im Rahmen eines Festaktes an der TU Ilmenau im Senatssaal, offiziell vorgestellt.

    Oberflächenbeschichtete Motorbauteile Oberflächenbeschichtete Sanitärzubehör Oberflächenbeschichtete Armbanduhr
    Oberflächenbeschichtete Motorbauteile, Sanitärzubehör und Armbanduhr

    Kontakt:
    Prof. Andreas Bund
    Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik II
    Tel.: 03677 69-3107

    08.10.2010


     

  • TU Ilmenau vergibt erstmals Lehrpreis

    Die Lehrpreisträger (Foto: Kathrin Pöhler)

    Er wird künftig jedes Jahr für besondere Leistungen in der Lehre an je einen Hochschullehrer und einen Mitarbeiter der fünf Fakultäten der Universität verliehen. Einige Fakultäten benannten in diesem Jahr allerdings keinen Hochschullehrer oder aber mehr Mitarbeiter, sodass der Lehrpreis 2010 am 9. Oktober im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation an folgende Personen überreicht wurde:

    Hochschullehrer:
    Prof. Horst-Michael Groß, Fakultät Informatik und Automatisierung
    Prof. Ralf Sommer, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
    Prof. Michael Stiebitz, Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
    Prof. Dirk Stelzer, Fakultät Wirtschaftswissenschaften

    Mitarbeiter:
    Dr. Thomas Kups, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
    Marco Hennhöfer, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
    Dr. Karsten Henke, Fakultät Informatik und Automatisierung
    Dr. Peter Brückner, Fakultät Maschinenbau
    Dr. Götz Blumenröder, Fakultät Maschinenbau
    PD Dr. Bernd Wernicke, Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
    Stefan Krämer, Fakultät Wirtschaftswissenschaften

    Alle Preisträger zeichnet aus, dass sie sich mit großem Engagement um ihre Studierenden kümmern. Die Preisträger seien, wie es in der Begründung für die Verleihung heißt, „unentwegt und unermüdlich Ansprechpartner für die Studierenden“ und setzten sich für die Betreuung und Vermittlung von Studien- bzw. Bachleor- und Masterarbeiten sowie von  Praktikumsplätzen ein. Vor allem bei der Förderung begabter Nachwuchstalente engagierten sie sich stark.

    Einigen Preisträgern sei es in „lebendiger Weise“ gelungen, Wissen des ingenieurwissenschaftlichen Studiums „stets verständlich und anschaulich zu vermitteln“ und die Studierenden für die jeweilige Fachwissenschaft zu begeistern. Andere brachten sich in besonderer Weise bei der Neugestaltung des Mathematikstudiums ein oder arbeiteten neue Lehrveranstaltungen und Lehrformen aus, beispielsweise die Experimentalvorlesungen zur „industriellen Bildverarbeitung“ (Fakultät Maschinenbau) oder das Proseminar „Aufbau und Konzeption eines Businessplans“ (Fakultät Wirtschaftswissenschaften). Wichtig auch – und ein Kriterium für die Auswahl der Preisträger – die Entwicklung neuer innovativer Studiengänge, etwa des Studiengangs „Optronik“ und des englischsprachigen  Masterstudiengangs „Communications and Signal Processing“.

    Die Universität stellt für den Lehrpreis jährlich insgesamt 10.000 Euro Preisgeld bereit.

    Kontakt:
    Prorektor für Bildung
    Prof. Jürgen Petzoldt
    Tel.: 03677 69-5010

    07.10.2010


     

  • Hoher Besuch an der Universität

    Bundespräsident Christian Wulff und Rektor Prof. Peter Scharff mit der Roboterdame "Cora"

    Am Dienstag, dem 14. September, besuchte der neu gewählte Bundespräsident Christian Wulff gemeinsam mit Vertretern des Diplomatischen Corps die Technische Universität Ilmenau und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT. Anlass des Besuchs ist die jährliche Informations- und Begegnungsreise des Bundespräsidenten, die unter dem Motto „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ steht.
    Um 14.45 Uhr begrüßten der Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, und der Leiter des Fraunhofer IDMT, Prof. Karlheinz Brandenburg, gemeinsam mit der charmanten Roboterdame "Cora" den Bundespräsidenten im Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie, Ehrenbergstraße 31. Anschließend demonstrierte das Kompetenzzentrum Virtual Reality der TU Ilmenau, wie mittels dreidimensionaler Bilder und Klänge virtuelle Räume, Maschinen und Fahrzeuge simuliert werden können. Darüber hinaus erwarteten den Bundespräsidenten Vorführungen in den akustischen Spezialräumen des Fraunhofer IDMT und Wissenschaftler der TU Ilmenau zeigten neue Technologien zur Fernerfassung von Vitaldaten und zur Detektion verborgener Objekte.
    Auch für die Mitglieder des Diplomatischen Corps wurden Führungen angeboten, um sie über die verschiedenen Forschungsthemen zu informieren. Darüber hinaus gab es für die Diplomaten zusätzliche Präsentationen aktueller Forschungsprojekte der TU Ilmenau und des Fraunhofer IDMT, wie beispielsweise ein von der Universität entwickeltes Elektroauto oder das innovative digitale Musikinstrument „SoundPrism“ des Fraunhofer IDMT.

    Der Rektor Prof. Peter Scharff und der Leiter des IDMT Prof. Karlheinz Brandenburg bedanken sich bei alle jenen, die zum Gelingen dieses Nachmittags beigetragen haben. Denn: Trotz des knapp bemessenen Zeitrahmens, der für den Besuch auf dem Campus vorgesehen war, hat alles hervorragend geklappt. Der Bundespräsident und die Mitglieder des Diplomatischen Corps erhielten durch die engagierte Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität einen kleinen Einblick in die exzellente Forschungsarbeit der TU Ilmenau und des IDMT. 

    14.09.2010


     

  • Studieneinführungswoche für Erstis und Einführungstage für Masterstudierende

    Studierende in der Vorlesung. Foto: ari

    Mit dem Einschreiben in einen Studiengang und dem Beziehen der ersten eigenen Wohnung beginnt für viele angehende Studenten ein neuer Lebensabschnitt. Zur Erleichterung der ersten Schritte findet an der Technischen Universität Ilmenau vom 4. bis 10. Oktober 2010 die Studieneinführungswoche zum Wintersemester 2010/11 statt. (siehe Link: Programm zur Studieneinfühurngswoche) Dabei möchten die Universität, das  Studentenwerk Thüringen und der Studierendenrat den „Neuen“ den Einsteig so einfach wie möglich machen – mit Einführungsveranstaltungen in die unterschiedlichen Studiengänge, in das Studium generale, in die Fremdsprachenausbildung und mit Laborführungen. Zudem lernen die neuen Studentinnen und Studenten die Universitätsbibliothek und das Leistungsangebot des Rechenzentrums kennen. An zahlreichen Ständen präsentieren sich Vereine, die an der TU Ilmenau aktiv sind. Highlights in Sachen kommendes Studentenleben sind die Semester-Anfangs-Party, eine Stadtrallye, ein „Ersti“-Brunch und das „Ersti“-Sportfest.

    Den festlichen Höhepunkt der Einführungswoche bildet die feierliche Immatrikulation am Samstag, 9. Oktober, ab 10 Uhr in der Festhalle Ilmenau, Naumannstraße 22. Der Festredner, Dr. Heinrich Bonnenberg, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, spricht zum Thema: „Europa vorwärts“. Das musikalische Programm gestalten das Kammerorchester und der Kammerchor der Universität.

    Gesonderte Einführungstage für neu an die Universität gekommene Studierende von Masterstudiengängen bietet die TU Ilmenau in diesem Jahr zum ersten Mal an. Am 7. und 8. Oktober werden in Vorlesungen die einzelnen Masterstudiengänge vorgestellt, Vertreter der Studienberatung beantworten Fragen rund um das Masterstudium, das Studienumfeld und zur Nutzung der THOSKA+-Karte. Eine Campus- und eine Stadtführung soll auch diesen Studentinnen und Studenten ihre neue Universität und die Stadt Ilmenau näher bringen. (siehe Link: Einführungstage für Masterstudierende)

    Links:

    Programm zur Studieneinführungswoche

    Einführungstage für Masterstudierende

     

    10.09.2010


     

  • TU Ilmenau beteiligt sich an Exzellenzinitiative II

    Die TU Ilmenau beteiligt sich an der Neuauflage der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Zum 1. September 2010 wurden die Antragsskizzen für einen Exzellenzcluster auf dem Gebiet der Lifesciences in Verbindung mit der Mikro- und Nanotechnologie sowie für eine Graduiertenschule auf dem Gebiet der Photovoltaik bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht.
    „Wir treten in diesem Wettbewerb mit sehr zukunftsträchtigen Themen an“, so der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff. „Die Anträge erwachsen aus Forschungsgebieten, auf denen die TU Ilmenau besonders große Potenziale aufweist und mit sehr vielen Partnern in Forschung und Entwicklung zusammenarbeitet. Wir sind deshalb zuversichtlich, mit unseren Vorhaben erfolgreich zu sein.“

    Exzellenzcluster HuMaNo
    Der Name deutet das Gebiet bereits an: Der Exzellenzcluster „Huma­nes Makro/Nano Interface (HuMaNo) - Systemintegration für die intelligente biomedizinische As­sistenz“ zielt auf den medizinischen Einsatz von Mikro- und Nanosystemen am oder im menschlichen Körper ab. Es verknüpft die internationalen Spitzenforschungsbereiche der TU Ilmenau Präzisions- und Nanotechnologien mit der biomedizinischen Technik und Systemtechnik.
    Forschungsziel von HuMaNo ist die Entwicklung von Assistenzsystemen auf der Basis von Nanosystemen, die zukünftig eine wesentlich bessere Erhebung und Verknüpfung gesundheitsrelevanter Messdaten als heute ermöglichen. Das damit verbundene Forschungsfeld „Integrierte Assistenzsysteme“ gilt als besonders zukunftsfähig, und die am Standort Ilmenau vorhandenen spezifischen Kompetenzen sollen systematisch weiterentwickelt werden.



    Der Exzellenzcluster wird im Kern vom Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano® und von den Instituten der Biomedizinischen Technik, Informatik und Automatisierungstechnik getragen. Existierende Forschergruppen werden integriert, und zur weiteren Stärkung des Profils ist der Aufbau von wissenschaftlichen Nachwuchsgruppen und neuer Lehrstühle im Bereich der Nutzung von Nanotechnologie für Assistenzsysteme vorgesehen.
    Sprecher des Vorhabens ist Professor Jens Haueisen, stellvertretende Sprecher die Professoren Michael Köhler und Christoph Ament.

    Graduiertenschule Photovoltaik

    Die Graduiertenschule „Solarvalley Graduate School for Photovoltaics“ erwächst aus dem Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland und erreicht damit eine einzigartige transregionale Aufstellung. Der Exzellenzantrag wird gemeinsam von der Martin-Luther-Universität Halle, der TU Ilmenau und der TU Bergakademie Freiberg gestellt.



    Die Graduiertenschule soll sowohl abgestimmte Masterstudiengänge als auch die gemeinsame Doktorandenausbildung auf dem Gebiet der Photovoltaik beinhalten. Die teilweise umgesetzten, teilweise im Aufbau befindlichen Masterstudiengänge sollen miteinander vernetzt und durch die Ausbildung von rund 50 Doktoranden ergänzt werden. Zum Promotionsstudium sollen dabei auch Fachhochschulabsolventen Zugang erhalten. Neben den drei antragstellenden Universitäten sind daher die Fachhochschulen Jena, Anhalt und Merseburg weitere Partner im Projekt.
    Neben abgestimmten Ausbildungsinhalten, gegenseitig ergänzenden Blockvorlesungen und Sommerschulen soll die  Graduiertenschule auch Spezialpraktika bei den kooperierenden Hochschulen und Industriepartnern sowie den internationalen Austausch von Doktoranden und Lehrkräften umfassen. Letzteres soll vornehmlich über das European Institute of Innovation and Technology, Climate KIC, umgesetzt werden.
    Von Seiten der TU Ilmenau sind acht Fachgebiete an der Graduiertenschule beteiligt. Verbundverantwortlicher der TU Ilmenau ist Professor Gerhard Gobsch, Stellvertreter Professor Tobias Reimann.

    01.09.2010


     

  • Internationaler Preis für Studentin der TU Ilmenau

    Ilmenauer Studentin erhält internationalen Best Student Paper Award für innovative Methode zur EEG-Analyse

    Hanna Becker - s. Foto - (23), Masterstudentin der Elektrotechnik und Informationstechnik an der Technischen Universität Ilmenau, ist mit dem Best Student Paper Award der European Signal Processing Conference (EUSIPCO) 2010 in Aalborg, Dänemark, ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis wird die beste wissenschaftliche Arbeit dieser wichtigsten europäischen Tagung auf dem Gebiet der Signalverarbeitung (mit 445 angenommenen Beiträgen) ausgezeichnet, bei der der Erstautor ein Promotionsstudent (Doktorand) oder Student ist.

    Die prämierte Veröffentlichung mit dem Titel “Multiway Space-Time-Wave-Vector Analysis for Source Localization and Extraction” fasst wichtige Ergebnisse von Hanna Beckers herausragender Bachelorarbeit zusammen, die in einer Kooperation der TU Ilmenau (Betreuer: Prof. Martin Haardt, Institut für Informationstechnik, Fachgebiet Nachrichtentechnik) mit der Université de Nice in Sophia-Antipolis, Frankreich (Betreuer: Dr. Pierre Comon), entstand. Weitere Koautoren der preisgekrönten Arbeit sind Dr. Laurent Albera und Isabelle Merlet von der Université de Rennes in Frankreich.

    In ihrer Arbeit befassen sich die Forscher mit der Analyse von mit vielen Sensoren aufgenommenen EEG (Elektroenzephalographie)-Daten. Für die Analyse solcher Daten wurden in letzter Zeit unter anderem auch an der TU Ilmenau so genannte Tensor-basierte Algorithmen erarbeitet. Diese mathematischen Berechnungsmethoden erlauben die Analyse und Darstellung mehrdimensionaler Messdaten in Raum (räumliche Sensordaten), Zeitverlauf und Frequenz. Die Tensor-basierten Methoden ermöglichen so nicht nur die räumliche Lokalisierung jeder Signalquelle im Gehirn, sondern liefern gleichzeitig auch eine genauere Schätzung der zeitlichen Signalverläufe. Sie sind damit wesentlich leistungsfähiger als die herkömmlichen zweidimensionalen Matrix-basierten Algorithmen. Dies ist für die Zukunft der Hirnforschung von großer Bedeutung; u.a. sollen mit dieser Methode künftig epileptische Anfälle wesentlich besser vorausgesagt werden können.

    In der ausgezeichneten Veröffentlichung wird nun ein neuer Tensor-basierter Ansatz, die so genannte Raum-Zeit-Wellenvektor-Analyse (Space-Time-Wave-Vector-Analysis, STWV- Analysis), vorgestellt, bei der der Frequenzbereich durch den Wellenvektorbereich ersetzt wurde. Die STWV-Methode erlaubt so eine nochmals verbesserte Analyse mehrdimensional gemessener EEG-Daten und damit eine noch realistischere Modelldarstellung der Hirnaktivitäten. Die Untersuchungsergebnisse wurden in der Computersimulation erfolgreich getestet. Laut Juryurteil wurde in dem preisgekrönten Beitrag die Eignung der neuen STWV-Technik zur besseren Lokalisierung von Quellen und der korrekten Rückgewinnung der Zeitsignale sowie ihre Überlegenheit gegenüber dem Stand der Technik eindrucksvoll demonstriert.

    31.08.2010


     

  • Rapid-Manufacturing-Teile erstmals "unverwechselbar"

    Erstmalig ist an der TU Ilmenau jetzt während des Herstellungsprozesses eines Rapid-Manufacturing-Produkts ein unverkapselter RFID-Chip mit einer per Funk lesbaren eineindeutigen Identifikationsnummer integriert worden. Bei dem hergestellten Produkt handelt sich um ein funktionsfähiges homokinetisches Gelenk (Gleichlaufgelenk) für Fahrzeuge aus neun Einzelteilen, das in einem einzigen Arbeitsschritt gefertigt wurde. RFID ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen und erleichtert damit erheblich die Erfassung und Speicherung von Daten.
    Der Pilotversuch im Fachgebiet Fabrikbetrieb der TU Ilmenau war eine Weltpremiere und stellt einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zum Rapid Manufacturing dar. Beim Rapid Manufacturing werden nicht mehr nur Muster, sondern verwendungsfähige Erzeugnisse direkt aus Computerdaten, also ohne Werkzeug und ohne Montage, produziert. Diese sollten bereits unmittelbar nach ihrer Fertigstellung automatisch identifizierbar sein. Damit wird eine entscheidende Grundlage für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen geschaffen.
    Die Wissenschaftler kooperierten hierbei mit der Erfurter Microsensys GmbH, die den weltweit kleinsten RFID-Chip mit Antenne produziert. Zum Schreiben und Lesen von Daten wird ein „Pen“ aus demselben Unternehmen verwendet. Der Chip hat einen Platzbedarf von etwa 1,5mm³ und widersteht der stundenlangen thermischen Belastung beim Einbau.
    In den letzten Monaten war es den Ilmenauern bereits gelungen, verschiedenartige maschinell lesbare optische Kennzeichnungen zu erzeugen, die zum Teil für das menschliche Auge unsichtbar sind.


    16.08.2010


     

  • STIFT-Preis für Ilmenauer Forschungsnachwuchs

    Patrick Mäder

    Zwei junge Wissenschaftler der TU Ilmenau erhalten im Jahr 2010 den „STIFT-Preis für hervorragende anwendungsorientierte Abschlussarbeiten an Thüringer Hochschulen.“  

    Für seine mit „summa cum laude“ bewertete Dissertationsschrift wird Dr.-Ing. Patrick Mäder mit dem mit 3.000 Euro dotierten STIFT-Preis geehrt. Gegenstand der Arbeit ist die Entwicklung eines Verfahrens zur (Halb-)Automatischen Pflege der Anforderungs-Traceability (Nachvollziehbarkeit/Rückverfolgbarkeit) von Entwicklungs- und Wartungsprozessen. Das von Dr. Mäder am Fachgebiet Softwaresysteme/Prozessinformatik unter Leitung von Professorin Ilka Philippow entwickelte Verfahren erlaubt es, den Aufwand für die Aufrechterhaltung der Tracebility über den gesamten Produktionsprozess hinweg wesentlich zu senken. Patrick Mäder entwarf dafür ein Software-Werkzeug, dass die Arbeit des Entwicklers verfolgt und die Entwicklungsschritte auswertet. Mit Hilfe von Regeln passt es daraufhin die Traceability-Informationen an. Die zum Patent angemeldete Entwicklung entstand in Zusammenarbeit mit der EXTESSY AG Wolfsburg und der Inverso GmbH Ilmenau und wird auch bereits von Thüringer Technologieunternehmen für Entwicklungen im Automobilbereich genutzt. 

    Für seine hervorragende Diplomarbeit „Entwicklung eines thermisches Mischreibmodell für Stirnradsätze von Fahrzeuggetrieben“ wird Kristian Höpping mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro geehrt. Die am Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik unter Leitung von Professor Klaus Augsburg entstandene Entwicklung dient der Senkung der Verlustleistung von Antriebssträngen von Kraftfahrzeugen. Diese gehört neben der Reduktion der Fahrzeugmasse zu den effektivsten Maßnahmen zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emmission. Der hohe Wirkungsgrad der durch parallele Achsen charakterisierten Stirnradgetriebe kann durch Konstruktionsmaßnahmen und die Wahl des Schmierstoffes noch weiter verbessert werden. Kristian Höpping entwickelte ein Berechnungsmodell, mit dem er das Potenzial zur weiteren Verringerung der Leistungsverluste von Stirnradsätzen im Detail nachwies. Dies ist angesichts der weltweit riesigen Zahl der in Maschinen verbauten Stirnradsätze von großer Bedeutung für die Reduzierung des  Kraftstoffverbrauchs. Für die Thüringer Automobilindustrie sind die Ergebnisse darüber hinaus von hohem Interesse, da hier eine nennenswerte Anzahl der vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen auf dem Gebiet der Verzahnungstechnik tätig ist.

    Der von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) jährliche ausgelobte Preis verfolgt das Ziel, Studierende und WissenschaftlerInnen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften für die Anwendbarkeit ihrer Arbeiten für Thüringer Technologieunternehmen auszeichnen. Überreicht werden die Preise anlässlich des Innovationstages Thüringen 2010 auf der Erfurter Messe am 28. September.

    15.08.2010


     

  • Modernisierung der Wohnhäuser P und K

    Um das studentische Wohnen auf dem Campus der TU Ilmenau noch attraktiver werden zu lassen, führt das Studentenwerk ab dem kommenden Jahr Sanierungsarbeiten an den Häusern P und K durch.
    Das Haus P wird voraussichtlich ab Jahresbeginn komplett saniert, das Haus K erhält eine Teilsanierung. Das Studentenwerk hat bereits alle MieterInnen der beiden Wohnhäuser über die geplanten Sanierungsarbeiten informiert. Die Mietverträge enden zum 30.09.2010. MieterInnen, die weiterhin Wohnraum benötigen, wurden Zimmer in anderen Häusern des Studentenwerks angeboten bzw. nutzen Wohnraum privater Anbieter.
    Den Ilmenauer StudienanfängerInnen werden die freien Plätze in den Häusern Haus P und K angeboten mit der Einschränkung, dass zunächst nur eine Zwischenbelegung vom 1.10. bis zum 31.12.2010 möglich ist. Dieser Zeitraum kann genutzt werden, um sich in Ilmenau auf dem privaten Wohnungsmarkt eine Unterkunft zu suchen. Natürlich werden ihnen auch vom Studentenwerk anderweitig frei werdende Zimmer angeboten.
    Sollte sich der Baubeginn verzögern, können die bestehenden 3-Monatsverträge entsprechend verlängert werden. Sobald die exakten Termine zu den Sanierungsarbeiten feststehen, werden die MieterInnen umgehend über Aushänge informiert.
    Um die Studierenden bei ihrer Suche nach Umzugsmöglichkeiten zu unterstützen, führte das Studentenwerk bereits erste Gespräche mit  der Ilmenauer Wohnungsgesellschaft.
    Diese kann auf Wunsch Ersatzwohnraum im campusnahen Wohngebiet "Am Eichicht" zur Verfügung stellen. Das Studentenwerk wird diese Bemühungen unterstützen. Es steht aber jedem Mieter frei, sich auch anderweitig auf dem privaten Wohnungsmarkt umzuschauen.

    Auf dem Campus und im direkten Umfeld der TU Ilmenau steht für alle Studierenden ein attraktives und ausreichendes Wohnraumangebot zur Verfügung.
    Anbieter und Adressen finden Interessenten hier:
    www.tu-ilmenau.de/studieninteressierte/leben/wohnen-leben/

    12.08.2010


     

  • 1-Million-Euro-Förderung für Mobilfunkforschung

    Die Technische Universität Ilmenau baut ein „Cognitive Radio Network Lab“ auf, in dem Technologien zur wesentlich effizienteren Nutzung von Mobilfunkfrequenzen entwickelt werden. Durch intelligente Strategien sollen die bestehenden Frequenzbänder besser ausgelastet werden. Die TU Ilmenau weist dem Forschungsfeld hohes wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial zu.

    Derzeit werden die verfügbaren Funkressourcen nur zu 30 Prozent ausgenutzt, die restlichen 70 Prozent, die theoretisch verfügbar wären, um zusätzliche Daten zu übertragen, liegen brach – mit potenziell lebensgefährlichen Folgen: Beim Anschlag auf das World Trade Center in New York beispielsweise mussten tausende Rettungskräfte zeitweise nur einen einzigen Funkkanal nutzen, obwohl wesentlich mehr Ressourcen zur Verfügung gestanden hätten. Die Überlastung des Funknetzes erschwerte seinerzeit die Rettungsarbeiten dramatisch.
     Die TU Ilmenau forciert nun mit finanzieller Hilfe der Carl-Zeiss-Stiftung die sogenannte Kognitive Radio Technologie. Sie wird es erlauben, freie Netzkapazitäten automatisch aufzuspüren, dynamisch darauf zu zu greifen und flexibel zu nutzen, ohne dabei die primären Mobilfunknutzer zu beeinträchtigen.

    Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Projekt „Cognitive Radio Network Lab“ mit einer Million Euro für vier Jahre im Rahmen ihres Programms zur Stärkung von Forschungsstrukturen an Universitäten. Die TU Ilmenau ist die einzige Universität Thüringens, die diese Förderung erhält. Der Prorektor für Wissenschaft der Universität, Prof. Klaus Augsburg, will mit dem Projekt „Cognitive Radio Network Lab“ den Forschungsschwerpunkt Mobilkommunikation weiter ausbauen: „Die Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns, jetzt auch das Gebiet Kognitive Radio Technologie abzudecken. Damit können wir eine strukturelle Lücke schließen und exzellente, interdisziplinär arbeitende Gruppen von Wissenschaftlern beste Forschungsmöglichkeiten bieten. Und nicht zuletzt wird an der Universität ein Schwerpunkt von strategischer Bedeutung gestärkt.“

    Mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Mobilfunk, Antennen, selbstorganisierende Systeme, Soft- und Hardwaretechnologie sowie Netzarchitektur deckt die TU Ilmenau bereits jetzt ein breites Spektrum im Forschungsgebiet Mobilkommunikation ab. Insgesamt neun Fachgebiete der Universität arbeiten interdisziplinär zusammen, unter anderem in einem Graduiertenkolleg, in dem 30 Doktoranden aus zehn Ländern der Erde forschen.

    16.07.2010


     

  • Initiative Campus-Familie

    Seit März hat die Universität eine neue Stabsstelle Campus-Familie. Die Initiative Campus-Familie besteht bereits seit zwei Jahren. Bei der Vorstellung ihrer Aufgaben in der Sitzung des Senats erinnerte die Koordinatorin Andrea Krieg an den Anfangsgedanken der Initiative, Familienfreundlichkeit als weichen Standortfaktor in Ilmenau zu etablieren. Heute strebt die Intitiative nach wie vor an, bei allen Prozessen der Universität den Menschen im Fokus zu haben, jedoch sind die Ziele gesamtheitlicher angelegt. Die drei Säulen Familienfreundlichkeit, Gesundheitsförderung und Internationalität werden weiter ausgebaut und übergreifende Projekte weiterentwickelt oder neu angestossen.

    Ein großes, bereits umgesetztes Projekt der Initiative war die Erarbeitung eines neuen Leitbildes (s. auch nächster Artikel), in dem der Campus-Familien-Gedanke fest verankert ist. Als weitere Aufgaben sieht Andrea Krieg die Verbesserung der internen Kommunikation, den serviceorientierten, zielgruppenbezogenen Internetauftritt (www.tu-ilmenau.de/campusfamilie) und den Aufbau eines effektiven, aber vertrauensvollen Konfliktmanagements.

    16.07.2010


     

  • 8. Gesundheitstag ein Erfolg

    Unter dem Thema „Gesund studieren und arbeiten“ fand am 10. Juni schon der 8. Gesundheitstag der Universität statt. Aktionsstände, Vorträge zu gesundheits- und stressrelevanten Themen sowie individuelle Beratungen standen auf dem Programm – und fanden großen Anklang. Das Studentenwerk punktete mit einem Fitnessbuffet zu gesunder Ernährung. Die Studierendenprojektgruppe „Gesundheitspass“ startete eine Mitmachaktion zur Gesundheitssensibilisierung, wobei die kleinen verteilten Preise  eine  Anerkennung für die zum Teil schweißtreibenden Anstrengungen der Besucher waren. Das Universitätssportzentrum, in diesem Jahr zum ersten Mal beteiligt, lockte mit verschiedenen Mitmachaktionen und Turnierangeboten. Die Initiative Campus-Familie und die AG gesundheitsfördernde Universität bedanken sich bei allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Und sie sind natürlich für Anregungen und Ideen offen: campusfamilie@tu-ilmenau.de.

    16.07.2010


     

  • TU Ilmenau Service GmbH mit stetigem Umsatzplus

    Die TU Ilmenau Service GmbH verzeichnete in den vergangenen drei Jahren stetig wachsende Umsätze. Das teilte deren Geschäftsführer Jörg Augustin dem Senat im Rahmen eines Tätigkeitsberichts mit. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Augustin abermals einen Umsatzzuwachs von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Die TU Ilmenau Service GmbH betätigt sich vor allem in Forschung und Entwicklung, Beratung und Projektmanagement. Außerdem stellt sie u.a. Dienstleistungen für die akademische Aus- und Weiterbildung bereit. Künftig möchte sie auch als Betreibergesellschaft im Bereich Gebäudemanagement fungieren. Rektor Prof. Peter Scharff bezeichnete in der Senatssitzung eine entsprechende Ausweitung des Geschäftsfeldes der TU Ilmenau Service GmbH als „sehr wünschenswert“.

    16.07.2010