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News Ticker Nr. 17


  • TU Ilmenau trauert um Professor Friedhelm Noack

    Foto: © TU Ilmenau

    Die Technische Universität Ilmenau trauert um ihren ehemaligen Prorektor für Bildung, Professor Friedhelm Noack, der am 3. Dezember im Alter von 77 Jahren gestorben ist. Mit Friedhelm Noack hat die TU Ilmenau eine Persönlichkeit verloren, deren Wirken in hohem Maße zur Entwicklung der Lehre und Forschung auf dem Gebiet der elektrischen Energietechnik zu einem der heutigen Forschungsschwerpunkte der TU Ilmenau beigetragen hat.

    Professor Friedhelm Noack galt nicht nur in Deutschland, sondern international auf dem Gebiet der elektrischen Energietechnik als anerkannter Fachmann. Neben der wissenschaftlichen Arbeit engagierte Professor Noack sich seit seiner Assistentenzeit ständig in verschiedenen Funktionen und Gremien der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung des Hochschulstudiums. Von 1990 bis 1994, also in der Zeit der politischen Wende, trug er als Prorektor für Bildung maßgeblich dazu bei, die zur Universität beförderte TU Ilmenau umzugestalten. Die damals gefassten Beschlüsse und verabschiedeten Ordnungen sicherten wesentliche Elemente der Ilmenauer Ingenieurausbildung wie die Einheit von Lehre und Forschung, einen hohen Anspruch an Qualität und ein hohes Maß an Interdisziplinarität und Praxisbezug. Die Ausbildung an der TU Ilmenau ist seither in zahlreichen Rankings immer wieder mit Spitzenplatzierungen bewertet worden und genießt in ganz Deutschland und darüber hinaus einen exzellenten Ruf. Professor Noack legte dafür einen Grundstein. Für seine Verdienste um die Universitätsentwicklung wurde er anlässlich des Jubiläums „20 Jahre  TU Ilmenau“  2012 mit der Universitätsmedaille ausgezeichnet. Zu seinem unerwarteten Tod würdigte der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, Friedhelm Noack als einen überaus engagierten, fachlich exzellenten Ingenieur und zugleich besonders warmherzigen Menschen: „Das hat das gemeinsame Arbeiten mit ihm in jeder Hinsicht erfreulich gemacht. Seine große Beliebtheit als Lehrer, sein fachliches Engagement und seine Kollegialität motivierten auch seine Mitarbeiter in höchstem Maße, gemeinsam die Forschung voranzubringen und damit große Erfolge zu erzielen.“

    Foto: © TU IlmenauFriedhelm Noack ist seiner Hochschule zeitlebens treu geblieben. Nach dem Studium der Elektrotechnik 1960 an der damaligen Hochschule für Elektrotechnik Ilmenau war er bis 1972 als wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent im Institut für Elektrische Energietechnik tätig. 1965 promovierte er mit einer Arbeit zu Betriebsmitteln bei Schaltvorgängen und 1979 habilitierte er mit der Arbeit „Die Beanspruchung der Hochspannungsleistungsschalter beim Ausschalten von Fehlerströmen“. 1984 wurde er zum Ordentlichen Professor für das Gebiet „Geräte und Anlagen der Elektrotechnik“ berufen, 1993 folgte die Überleitung zum Universitätsprofessor für das Fachgebiet „Grundlagen der Elektrischen Energietechnik“, das er bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand im Jahr 2003 leitete.

    Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Arbeiten von Professor Friedhelm Noack sind in Hunderten Beiträgen in Fachzeitschriften und Tagungsbänden, Vorträgen auf wissenschaftlichen Konferenzen im In- und Ausland, Forschungsberichten, Gutachten und Untersuchungsberichten für die Industrie und auch in 17 Patentanmeldungen enthalten. Für zahlreiche Doktoranden war Noack ein Doktorvater, der hohe fachliche Ansprüche stellte, die Arbeiten aber auch intensiv persönlich betreute. Mehr als 10 unterschiedliche Lehrveranstaltungen wurden von Professor Noack aufgebaut, in die stets neueste Forschungs- und Entwicklungsergebnisse einflossen. Rektor Scharff erinnert daran, dass diese Lehrveranstaltungen wegen ihres anspruchsvollen Inhaltes, des didaktisch fundierten Aufbaues und der anschaulichen Vortragsweise von den Studierenden hoch geschätzt wurden: „Friedhelm Noack betreute mit Herzblut viele wissenschaftliche Nachwuchskräfte und trug mit seiner Unterstützung dazu bei, die hohen Ansprüche, die er gleichzeitig an sie stellte, erfüllbar zu machen. Er prägte auch damit die Ilmenauer Ingenieurausbildung ganz wesentlich.“

    Als Leiter des Wissenschaftsbereiches „Elektroenergetische Grundlagen“ und Forschungskoordinator für die Kryoelektrotechnik verstand es Professor Noack, seine Mitarbeiter dafür zu begeistern, wissenschaftliches Neuland zu betreten. So baute er vollkommen neue Forschungsgebiete auf und entwickelte, zusammen mit einem Team hochmotivierter Mitarbeiter, leistungsfähige Hochstromimpulsgeneratoren, die Forschungen zu Blitzwirkungen, zur Lichtbogenphysik und zum Blitz- und Überspannungsschutz ermöglichen. Durch seine Tätigkeit als langjähriger Vorsitzender des „Ausschusses für Blitzschutz und Blitzforschung“ im VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, seine Mitwirkung in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Organisationen und als Vorsitzender des Verwaltungsrates des TÜV Thüringen förderte Professor Noack das Ansehen der TU Ilmenau im In- und Ausland. In Würdigung seiner Leistungen wurde er 2004 vom VDE mit der Benjamin-Franklin-Medaille ausgezeichnet. 

    16.12.2013


     

  • Offiziell bescheinigt: Alle Studiengänge der TU Ilmenau erfüllen höchste Qualitätsstandards

    Fotos: © TU Ilmenau/ari

    Als erste technische Universität Deutschlands erhält die TU Ilmenau das bundesweit ausgegebene Gütesiegel für die Systemakkreditierung, das dem Qualitätssicherungssystem der Universität für Lehre und Studium höchstes Niveau bescheinigt. Damit gelten alle Studiengänge, die an der TU Ilmenau angeboten werden, als akkreditiert.

    Fotos: © TU Ilmenau/ari



    Die Akkreditierung erfolgte durch die Agentur ACQUIN, die der TU Ilmenau bestätigte, dass alle Auflagen für die Systemakkreditierung erfüllt sind. Die erste Akkreditierungsperiode läuft bis 2018. Die Systemakkreditierung bescheinigt der TU Ilmenau eine durchgängig hohe Ausbildungsqualität und gewährleistet die nationale und internationale Anerkennung der Studienabschlüsse durch die Sicherung der Qualität von Lehre und Studium. In der Zuerkennung sieht der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, die Würdigung des internen Qualitätsmanagementsystems der Universität: „Wir stellen nicht nur einen abgegrenzten Bereich auf den Prüfstand, unser System zur Qualitätssicherung ist ganzheitlich ausgerichtet. Das heißt, wir haben an alle Kernbereiche der TU Ilmenau – Studium und Lehre, Forschung und auch Führungs- und Dienstleistungsprozesse – höchste Qualitätsansprüche.“ Die offizielle Übergabe der Urkunde durch die Akkreditierungsagentur ACQUIN an die TU Ilmenau wird Anfang nächsten Jahres erfolgen.

    Bisher fanden Akkreditierungen an deutschen Hochschulen im Rahmen von Programmakkreditierungen statt. Damit wurde den Hochschulen bestätigt, dass ein bestimmter Studiengang den vorgegebenen Mindeststandards der Akkreditierungsagentur genügt. Bei der Systemakkreditierung dagegen ist nicht ein einzelner Studiengang, sondern das gesamte interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule im Bereich Lehre und Studium Gegenstand der Akkreditierung. Die für Lehre und Studium relevanten Strukturen und Prozesse werden darauf überprüft, ob sie geeignet sind, die Qualifikationsziele zu erreichen und die hohe Qualität des jeweiligen Ausbildungsprogramms zu gewährleisten. Die in der Hochschule installierten Prozesse müssen regelmäßig, systematisch und zuverlässig sichern, dass alle neu entwickelten und bereits eingerichteten Studiengänge den Qualitätsanforderungen des Akkreditierungsrates entsprechen. Von den über 100 Universitäten in Deutschland haben erst sechs die Systemakkreditierung erhalten.

    Kontakt:
    Dr. Heike Schorcht
    TU Ilmenau
    Qualitätsmanagementbeauftragte
    Telefon: 03677 69-5012
    E-Mail: heike.schorcht@tu-ilmenau.de

    10.12.2013


     

  • iba Heiligenstadt wird An-Institut der TU Ilmenau

    Foto: © Foto-Grimm-Leinefelde

    Das iba Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V. wird neues An-Institut der TU Ilmenau. Der Senat fasste in seiner heutigen Sitzung (03.12.2013) einstimmig den Beschluss, das im Heilbad Heiligenstadt ansässige Institut nach § 105 Thüringer Hochschulgesetzes und § 2 der An-Institutsordnung der Universität als An-Institut der TU Ilmenau anzuerkennen.

    Mit der Angliederung des iba will die Universität ihr Profil auf dem Gebiet der Biotechnologie weiter ausbauen. Schon seit vielen Jahren pflegt die TU Ilmenau enge wissenschaftliche Kontakte zu der national und international renommierten Forschungs- und Entwicklungseinrichtung.
    Foto: © Foto-Grimm-LeinefeldeMit den Fachbereichen Analysenmesstechnik, Biowerkstoffe und Bioprozesstechnik bestehen vielfältige Kooperationen, die die Forschungsschwerpunkte der TU Ilmenau komplementär ergänzen. In der Lehre sind führende iba-Wissenschaftler wie Professor Klaus Liefeith und Professor Uwe Pliquett bereits langjährig als Dozenten und Honorarprofessoren für biotechnisch orientierte Lehrveranstaltungen der TU Ilmenau tätig, nun auch im neu eingeführten Studiengang Biotechnische Chemie.

    Mit der An-Institutsgründung wollen die Partner ihre Zusammenarbeit und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen weiter ausbauen. „Ich halte sehr viel davon, anwendungsorientierte Forschungseinrichtungen möglichst eng in die TU Ilmenau einzubinden“, sagte der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff. „Das steigert unsere Forschungskraft und wissenschaftliche Vernetzung. Die Angliederung des iba als An-Institut an die TU Ilmenau ist dafür ein wichtiger und konsequenter Schritt.“ Besonders erfreut zeigte sich der Rektor in diesem Zusammenhang auch darüber, dass die Angehörigen eines An-Instituts rechtlich den Status eines Mitarbeiters der Universität genießen. „Das finde ich gut und heiße hiermit alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich willkommen!“

    Fotos: Forschungsarbeiten in den Hightech-Laboren des iba Heiligenstadt.

    03.12.2013


     

  • TU Ilmenau: Neue Fakultät führt die Bereiche Wirtschaft und Medien zusammen

    Foto: © TU Ilmenau

    Die Technische Universität Ilmenau gründet eine neue Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien. Gleichzeitig wird die bisherige Fakultät für Wirtschaftswissenschaften aufgelöst. In Verbindung mit den vier bestehenden technisch und naturwissenschaftlich ausgerichteten Fakultäten ermöglicht die neue Universitätsstruktur, der zunehmenden Differenzierung und Globalisierung wichtiger Lebensbereiche in Wirtschaft und Gesellschaft flexibel zu begegnen. 

    Der Akademische Senat, das oberste Entscheidungsgremium der Technischen Universität Ilmenau, beschloss am 5. November, zum 1. Januar 2014 die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien zu gründen. Das künftige Profil der fünf Fakultäten verdeutlicht die Bandbreite an Fachdisziplinen und Studiengängen an der Universität: 

    ·       Elektrotechnik und Informationstechnik
    ·       Informatik und Automatisierung
    ·       Maschinenbau
    ·       Mathematik und Naturwissenschaften
    ·       Wirtschaftswissenschaften und Medien

    Foto: © TU IlmenauDie neue Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien besteht aus den 15 Fachgebieten der bisherigen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und den sieben Fachgebieten des Institutes für Medien und Kommunikationswissenschaft aus der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften. Sie eröffnet den 22 Fachgebieten, die in ihr zusammengeschlossen sind, angesichts knapper öffentlicher Mittel neue Handlungsspielräume, um noch effektiver arbeiten zu können als bisher. In der technikwissenschaftlichen Forschung beispielsweise wird es durch das klare Profil der Universität leichter sein, hochkarätige Kooperationspartner für interdisziplinäre Forschungsvorhaben zu finden und zusätzliche Drittmittel einzuwerben. Solche Gelder, die nicht aus öffentlichen Kassen, sondern überwiegend aus der freien Wirtschaft stammen, spielen für Universitäten in Zukunft eine wachsende Rolle. 

    Foto: © TU IlmenauAuch die Lehre der TU Ilmenau profitiert von der neuen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien. Die Universität besteht künftig aus einem Kernbereich mit technikwissenschaftlichen Studiengängen – rund zwei Drittel aller Studierenden belegen einen ingenieurwissenschaftliches Studiengang –, einem Bereich Grundlagenwissenschaften mit mathematisch- und naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen und der neuen Fakultät, die die Brücke zur Wirtschaft und Gesellschaft herstellt. Die drei Medienstudiengänge Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft, Medientechnologie und Medienwirtschaft beinhalten beispielsweise nicht nur kommunikationswissenschaftliche, sondern auch technik- und wirtschaftswissenschaftliche Lehrinhalte. Diese Interdisziplinarität machte die Medienstudiengänge bereits in der Vergangenheit bei Studieninteressierten sehr begehrt. In unabhängigen Rankings schneiden sie regelmäßig hervorragend ab, ähnlich wie auch die ebenfalls disziplinübergreifend angelegten wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. 

    Foto: © TU IlmenauDer Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, sieht in der interdisziplinären Ausrichtung der Universität eine Antwort auf Anforderungen der modernen Zeit: „Ohne Blick in die Wirtschaft und in die (Medien-)Gesellschaft stoßen Technik und Naturwissenschaften heute an ihre Grenzen. Insofern ist eine Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien an einer technischen Universität in meinen Augen ein Modell für die Zukunft.“ 

    Kontakt:
    Prof. Peter Scharff
    Rektor der TU Ilmenau
    Tel.: 03677 69-5000
    E-Mail: ref-rektor@tu-ilmenau.de

    07.11.2013


     

  • Zwei Gold- und fünf Silbermedaillen für Erfindungen Thüringer Hochschulen, Institute und des Universitätsklinikums

    Foto: © TU Ilmenau

    Auf der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“ iENA 2013 in Nürnberg vom 31. Oktober bis 3. November haben Thüringer Hochschulen und wissenschaftliche Institute für Entwicklungen ihrer Wissenschaftler zwei Gold- und fünf Silbermedaillen gewonnen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 700 Erfindungen aus 32 Ländern präsentiert.

    Auf der Nürnberger Erfindermesse iENA präsentiert die Patentverwertungsagentur (PVA) des PATON | Landespatentzentrum Thüringen an der Technischen Universität Ilmenau jedes Jahr Erfindungen Thüringer Forschungseinrichtungen, für die Geschäftspartner gesucht werden. Als zentrale Agentur vermarktet die Thüringer Patentverwertungsagentur Erfindungen aus elf Thüringer Universitäten, Fachhochschulen, wissenschaftlichen Instituten und des Uniklinikums Jena. Sie unterstützt die Wissenschaftler dabei, ihre Erfindung zu schützen und anschließend kommerziell zu nutzen. In diesem Jahr ging die PVA mit fünfzehn Erfindungen von Wissenschaftlern der TU Ilmenau, der Bauhaus-Universität Weimar, der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, des Universitätsklinikums Jena, des Instituts für Bioprozess- und Analysenmesstechnik Heiligenstadt und des Instituts für Photonische Technologien Jena ins Rennen. Die siegreichen Erfinder werden am 5. Dezember bei einer feierlichen Veranstaltung der PVA ihre Ideen vorstellen und mit den Medaillen und Urkunden geehrt.

    Goldmedaillen

    • Mit ihrer Erfindung „Selbstklebende mikrostrukturierte Brillenfolie für AMD-Patienten“ gewannen die Wissenschaftler der TU Ilmenau Prof. Stefan Sinzinger, Matthias Hillenbrand und Beate Mitschunas eine Goldmedaille. Allein in Deutschland leben etwa 4,5 Millionen Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) – aufgrund der steigenden Lebenserwartung Tendenz steigend. AMD führt zu einem kompletten Sehverlust der zentralen Netzhaut, das heißt, an der Stelle des schärfsten Sehens. Eine Therapie gibt es bisher nicht. Die Erfinder aus dem Fachgebiet Technische Optik der TU Ilmenau haben mit den derzeit innovativsten Technologien eine sehr dünne selbstklebende mikrostrukturierte optische Folie entwickelt, die an normalen Brillengläsern angebracht und individuell an den AMD-Patienten angepasst werden kann. Die Folie lenkt die Bildinformation aus dem zentralen Sichtbereich in die beim Patienten noch intakten Wahrnehmungsbereiche um. Dadurch wird es AMD-Patienten zum Beispiel wieder ermöglicht, sich in unbekannten Umgebungen allein zu orientieren, im Internet zu surfen oder Zeitung zu lesen.
    • Für eine neuartige Methode zur Identifikation von zirkulierenden Tumorzellen in Körperflüssigkeiten erhielt das Institut für Photonische Technologien aus Jena eine Goldmedaille. Dr. Sebastian Dochow, Dr. Christoph Krafft und Prof. Jürgen Popp entwickelten eine Methode, die es ermöglicht, kompakte Vollanalysen von Körperflüssigkeiten wie Blut oder anderen komplexen Probenzusammensetzungen ohne Mikroskope und auf kleinstem Raum durchzuführen.


    Silbermedaillen

    • TU Ilmenau, Institut für Biomedizinische Technik und Informatik: Prof. Jens Haueisen, Dr. Patrick Beßler, Dr. Andreas Götze, Dr. Sascha Klee, Dietmar Link für:
      „Augenheilkundliches Multidiagnostikverfahren bei farbkanalselektiver Stimulation des visuellen Systems“
    • TU Ilmenau, FG Qualitätssicherung und Industrielle Bildverarbeitung: Prof. Gerhard Linß, Dr. Peter Brückner, Andre Göpfert, Dr. Matthias Rückwardt für:
      „Verfahren zum optischen Messen von Brillenfassungsnuten“

    • Universitätsklinikum Jena und FSU Jena, Klinik für Innere Medizin IV, Lehrstuhl Digitale Bildverarbeitung: Prof. Andreas Stallmach, Dr. Carsten Schmidt, Christian Lautenschläger, Prof. Joachim Denzler, Dr. Herbert Süße, Dr. Wolfgang Ortmann für: „Automatisierte Erkennung und Analyse von Gefäßstrukturen in medizinischen Untersuchungsbildern“

    • Universitätsklinikum Jena und FSU Jena, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen, Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie: Prof. Michael Bauer, Dr. Falk Alexander Gonnert, Dr. Peter Recknagel, Adrian Press, Prof. Ulrich S. Schubert, Dr. Michael Gottschaldt, Dr. Anja Schallon, Christian Pietsch für:
      „Theragnostische organspezifische Nanopartikel für die patientenoptimale Freisetzung von Medikamenten“

    • Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, Fachbereich SciTec: Prof. Igor Konovalev für:
      „Schichtenfolge zur photoelektrischen Umwandlung von Licht sowie Hot Carrier Solarzelle“

    Foto zur freien Veröffentlichung im Zusammenhang mit dem Inhalt dieser Pressemitteilung (© TU Ilmenau): Bildwahrnehmung eines AMD-Patienten a) ohne und b) mit der innovativen Folie der TU Ilmenau

    Kontakt:
    Sabine Milde
    Technische Universität Ilmenau
    PATON | Landespatentzentrum Thüringen
    Patentverwertungsagentur (PVA)
    Telefon 03677 69-4503
    E-Mail: sabine.milde@tu-ilmenau.de

    04.11.2013


     

  • Startschuss für Jugend forscht 2014 in Ilmenau

    Foto: © Jugend forscht

    Unter dem Motto „Verwirkliche Deine Idee!“ startet die diesjährige Runde des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend forscht – Schüler experimentieren“. Am 6. November findet an der Technischen Universität Ilmenau die offizielle Auftaktveranstaltung für den Regionalwettbewerb Westthüringen statt. Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, ist ebenso herzlich eingeladen wie auch alle Interessierten.

    Foto: © Jugend forscht„Jugend forscht“ ist für Jugendliche, die Spaß am Forschen, Erfinden und Experimentieren haben das Richtige. Wer mitmachen möchte, sollte neugierig und kreativ sein und zeigen wollen, was in ihm steckt. Oft finden die Teilnehmer während des Wettbewerbs neue Freunde und werden Teil des großen „Jugend forscht“-Netzwerks. Jungforscherinnen und Jungforscher können sich noch bis zum 30. November unter www.jugend-forscht.de anmelden. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen, als auch Zweier- oder Dreierteams. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende von 15 bis 21 Jahren starten in der Sparte „Jugend forscht“, Schülerinnen und Schüler ab Klasse 4 in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“.


    Foto: © Jugend forschtDie Technische Universität Ilmenau und ihr Förder- und Freundeskreis sind seit dem vergangenen Jahr Patenunternehmen des Regionalwettbewerbs Westthüringen. Bei der Auftaktveranstaltung an der Universität am 6. November um 15 Uhr im Ernst-Abbe-Zentrum, Ehrenbergstr. 29, werden neben den Vertretern der beteiligten Landkreise Schulleiterinnen und Schulleiter des Westthüringer Schulamtes und Unternehmensvertreter aus dem Ilm-Kreis, dem Landkreis Gotha und dem Wartburgkreis erwartet. Medienvertreter sind herzlich eingeladen.



    Hintergrundinformationen zum Wettbewerb „Jugend forscht“:

    Ablauf:
    1.  Idee entwickeln
    2.  bis 30. November 2013 anmelden auf www. jugend-forscht.de
    3.  Recherchieren, Experimentieren, Ergebnisse notieren
    4.  bis Januar 2014 die schriftliche Arbeit abgeben
    5.  Weitertüfteln, spezialisieren, konkretisieren, verbessern, Präsentation vorbereiten
    6.  10./11. März 2014 die Arbeit für den Regionalwettbewerb im Humboldtbau der TU Ilmenau präsentieren
    7.  31. März/1. April 2014 als möglicher Sieger am Landeswettbewerb in Jena teilnehmen
    8.  29. Mai-1. Juni 2014 als möglicher Sieger am Bundeswettbewerb in Künzelsau teilnehmen.

    Die Fachgebiete im Wettbewerb sind: • Arbeitswelt • Biologie • Chemie • Geographie/Raumwissenschaften • Mathematik/ Informatik • Physik • Technik

    Bei Fragen oder Interesse sollten sich die Schüler an die Fachlehrer ihrer Schulen oder an den Wettbewerbsleiter, Jens König, Wilhelm-Hey-Regelschule, Telefon 03628 600303 wenden. Dies gilt vor allem für Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an den Regelschulen, deren Projektarbeiten in eines der Fachgebiete passen und für Gymnasiasten der 11. und 12. Klasse, deren Seminarfacharbeiten auch als Jugend forscht-Arbeiten eingereicht werden können.

    Infos und Anmeldungen unter: www.jugend-forscht.de

    Kontakt:
    TU Ilmenau
    Referat Marketing
    Sabine Jackisch
    Telefon: 03677 69-1761
    E-Mail: sabine.jackisch@tu-ilmenau.de

    Heike Mammen
    Telefon: 03677 69-1737
    E-Mail: heike.mammen@tu-ilmenau.de

    Fotos zur freien Veröffentlichung im Zusammenhang mit dem Inhalt dieser Pressemitteilung und unter Angabe des Autors (© jugend forscht)

    01.11.2013


     

  • Ilmenauer Studenten gewinnen Mikrosystemtechnik-Preis COSIMA

    Fotos: © TU Ilmenau

    Vier Masterstudenten der TU Ilmenau sind im bundesweiten Mikrosystemtechnik-Wettbewerb COSIMA (Competition of Students in Microsystems Applications) in Aachen für die technische Verbesserung von Rollatoren ausgezeichnet worden. Als Preis gewannen die Studierenden der TU Ilmenau die Teilnahme am internationalen Mikrosystemtechnik-Wettbewerb in Japan. 

    Die Auszeichnung wurde im Rahmen des soeben zu Ende gegangenen Mikrosystemtechnik-Kongresses 2013 in Aachen vergeben. Der Mikrosystemtechnik-Kongress ist das bedeutendste nationale Forum für Elektronik- und Mikrosysteme. Er wird vom VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung alle zwei Jahre gemeinsam ausgerichtet. 

    Die TU Ilmenau und insbesondere ihr Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano® war mit 17 wissenschaftlichen Beiträgen und zwei Ilmenauer Professoren im Programmkomitee außerordentlich stark bei der diesjährigen Tagung vertreten. Vorgestellt wurden unter anderem aktuelle Forschungsergebnisse zur kontinuierlichen Ölzustandsüberwachung in der Flugzeughydraulik und mikrooptische Systeme für den Einsatz in Augenimplantaten. Bei der begleitenden Fachmesse präsentierte sich die TU Ilmenau außerdem sowohl mit einem eigenen Messestand als auch  auf dem Gemeinschaftsstand des Netzwerkes „nanogoesmakro“.

    Ilmenauer Studenten mit Elektro-Rollator erfolgreich 

    Zu den Höhepunkten des Kongresses gehört der Studentenwettbewerb COSIMA, an dem die TU Ilmenau in diesem Jahr erstmals beteiligt war. Und das gleich mit großem Erfolg: Die Studierenden des Masterstudienganges Mechatronik, Antoine Heim, Thomas Schönfelder und Nils Ziegenspeck, sowie der Student des Masterstudienganges Maschinenbau, Markus Mayer, wurden für ihren Beitrag „Elekto-Rollator“ (Roll-E) mit dem dritten Platz ausgezeichnet. COSIMA ist ein Wettbewerb für Studierendenteams von Universitäten und Hochschulen im deutschsprachigen Raum, um Einsatzmöglichkeiten von Mikrosystemen in verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens zu finden und erste Erfahrungen in der Entwicklung und Vermarktung von eigenen Projektideen zu sammeln. Deshalb beinhaltet COSIMA die wirtschaftliche Planung, die Öffentlichkeitsarbeit, die Projektdurchführung und die Präsentation des Vorhabens im Rahmen eines Wettbewerbs. 

    Das Team der TU Ilmenau gehört zu den drei Teams, die nach dreitägiger Präsentation während des Mikrosystemtechnik-Kongresses von der Fachjury für die Auszeichnung ausgewählt wurden. Sie werden nun Deutschland im Jahr 2014 beim internationalen Studentenwettbewerb iCan in Japan vertreten. 

    Forschung für Mobilität im Alter

    Rollatoren sind schon heute nicht mehr aus dem Leben älterer und gehbehinderter Menschen wegzudenken. So sind sie beim Gehen eine Stütze, bieten Stauraum für Einkäufe und stellen zusätzlich eine mobile Sitzfläche für kleine Pausen dar. Es gibt allerdings auch Situationen, in denen ein Rollator hinderlich ist. Beispielsweise bergauf muss der Nutzer die zusätzliche Last des Rollators nach oben befördern. Besonders ein beladener Rollator bringt mobiltätseingeschränkte Menschen dabei oftmals an ihre Grenzen. 

    Das Ilmenauer Studententeam hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ein System zu entwickeln, das den Nutzer von dieser zusätzlichen Last befreit. Dabei ist Roll-E entstanden. Der entwickelte Prototyp basiert auf einem handelsüblichen Rollator Handicare Gemino 30, der zusätzlich mit diversen Sensoren sowie Motoren der Marke Faulhaber ausgestattet wurde. Gegenüber den herkömmlichen Rollatoren weist die Entwicklung intelligente, intuitiv funktionierende Griffeinheiten auf, die die Schubbewegungen des Nutzers erfassen können. Zusammen mit Sensoren zur Neigungserkennung im Gelände und einem Mikrocontroller können die Hinterräder über geregelte Gleichstrommotoren entsprechend angetrieben oder abgebremst werden. Damit ist eine aktive Unterstützung insbesondere bei der Beladung des Rollators, bei Gefälle oder Steigung und eine Entkopplung der zusätzlichen Last vom Nutzer möglich. Den Studenten gelang es dabei, die Komponenten der Sensorik, Aktorik, Regelungstechnik und Energieversorgung platzsparend in einen handelsüblichen Rollator zu integrieren, wodurch dieser zum intelligenten Assistenzsystem aufgewertet wird. 

    Die Ilmenauer Entwicklung, so zeigte sich die Jury überzeugt, wird eine bewährte Alltagshilfe in Zukunft noch wesentlich hilfreicher machen. 

    Basis der preisgekrönten Entwicklung waren sowohl die Forschungsergebnisse aus der Mikrosystemtechnik als auch der Biomechatronik zu intelligenten Rollatoren, die zu einer Vielzahl moderner Assistenzsysteme gehören. So sind innovative Systeme für Life Sciences und Mobilität zentrale Themen der Forschungsarbeiten des IMN MacroNano® und des Thüringer Innovationszentrums ThIMo der TU Ilmenau. Hier eingebunden ist u.a. die vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft Arbeit Technologie geförderte Industrienahe Forschergruppe „SilverMobility“, in der sechs Forscherteams der TU Ilmenau zusammen mit Kollegen aus Jena und dem Fraunhofer Institutsteil für Anwendungs- und Systemtechnik AST in Ilmenau nach neuen technischen Lösungen für die Erhaltung der Mobilität von Menschen in der Altersgruppe 50+ suchen. 

    Das Studentenprojekt Roll-E entstand im Rahmen eines in das Masterstudium Mechatronik integrierten Projektseminars, in dem Studierendenteams unter Anleitung von erfahrenen Ingenieuren ein produktorientiertes Projekt von der Idee bis zum Demonstrator umsetzen. Am preisgekrönten Rollator arbeiteten zwei Teams aus den Gebieten „Mikrosystemtechnik“ (Fachgebietsleitung: Professor Martin Hoffmann) und „Biomechatronik“ (Fachgebietsleitung: Professor Hartmut Witte) zusammen. Die ausgezeichnete Ausbildung und Betreuung an der TU Ilmenau im Studiengang Mechatronik wurde so nicht nur wiederholt durch die Spitzenplatzierungen im CHE-Ranking bestätigt, sondern ebnete nunmehr auch den Weg zum Gewinn des COSIMA-Preises. 

    Weitere Informationen:

    TU Ilmenau
    Fachgebiet Mikromechanische Systeme
    Prof. Martin Hoffmann
    Tel. 03677 69-2487
    martin.hoffmann@tu-ilmenau.de

    Fachgebiet Biomechatronik
    Prof. Hartmut Witte
    Tel. 03677 69-2456
    Hartmut.witte@tu-ilmenau.de

    18.10.2013


     

  • Doktorandin der TU Ilmenau gewinnt Preis für verständliche Wissenschaft

    Foto: © TU Ilmenau

    Christiane Heinicke von der Technischen Universität Ilmenau erhält den KlarText!-Preis 2013. Mit dem Preis zeichnet die Klaus Tschira Stiftung Nachwuchswissenschaftler aus, die nicht nur eine herausragende Promotionsarbeit erarbeitet haben, sondern auch ihre komplizierten, detailreichen Forschungsarbeiten verständlich und spannend dargestellt haben. Der Siegerbeitrag von Dr. Christiane Heinicke „Röntgenblick dank Mini-Magnet“ wird nun in einer Sonderbeilage der Novemberausgabe des Wissenschaftsmagazins „bild der wissenschaft“ veröffentlicht. 

    Dr.-Ing. Christiane Heinicke erhält den KlarText!-Preis für verständliche Wissenschaft für ihre Doktorarbeit im DFG-Graduiertenkolleg Lorentzkraft der TU Ilmenau. Der Leser taucht nicht nur in ein nicht alltägliches Wissenschaftsgebiet ein, er erhält auch einen tiefen Einblick in die Arbeit eines Forschers von der Benennung des wissenschaftlichen Problems bis hin zu seiner Lösung. Christiane Heinicke beschreibt in ihrer Dissertation Hintergründe und Möglichkeiten der Messung von Strömungen mit Hilfe von Magneten. Am konkreten Beispiel aus einem Stahlwerk führt sie den Leser anschaulich und leicht verständlich an das Problem der Strömungsmessung in Metallschmelzen heran. Anschließend erläutert sie, wie sie in das Innere der Strömung von flüssigem Stahl „schaut“. Die wissenschaftliche Methode entwickelte die 27-jährige Mitarbeiterin im Institut für Thermo- und Fluiddynamik der TU Ilmenau im Graduierten­kolleg „Elektromagnetische Strömungsmessung und Wirbelstromprüfung mittels Lorentzkraft“ weiter. 

    Christiane Heinicke nimmt den KlarText!-Preis am 10. Oktober in der Neuen Aula der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg aus den Händen von Dr. Klaus Tschira entgegen. Den begehrten Preis für Wissenschaftskommunikation erhalten Nachwuchswissenschaftler in fünf wissenschaftlichen Disziplinen: Biologie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik. Dr. Christiane Heinicke erhält den mit 5000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Physik und hat nun die Möglichkeit, sich bei der Klaus Tschira Stiftung um weitere Fördermittel für Projekte im Bereich der Wissenschaftskommunikation zu bewerben. Schirmherr des Preises ist der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Peter Gruss. Die Klaus Tschira Stiftung wurde 1995 von dem Physiker Klaus Tschira gegründet und gehört zu den größten gemeinnützigen Stiftungen Europas, die mit privaten Mitteln ausgestattet wurden. 

    Christiane Heinickes erfolgreicher Wettbewerbsbeitrag kann nach der Preisverleihung auf der Webseite der Klaus Tschira Stiftung heruntergeladen werden. 

    Kontakt:
    Dr. Christiane HeinickeFachgebiet Thermo- und MagnetofluiddynamikTU IlmenauTel.: 03677 69-2464 oder -2878E-Mail: christiane.heinicke@tu-ilmenau.de

    08.10.2013


     

  • Doktorandin der TU Ilmenau gewinnt „Frauen + Medientechnologie“-Preis von ARD und ZDF

    © ARD/ZDF Förderpreis/Claudius Pflug

    Die Doktorandin der Technischen Universität Ilmenau Stefanie Nowak ist für ihre Doktorarbeit auf dem Gebiet der Medientechnik mit dem 1. Platz des ARD/ZDF-Förderpreises „Frauen + Medientechnologie“ ausgezeichnet worden. 

    Nach zwei Juryrunden setzte sie sich gegen 23 hochtalentierte Absolventinnen deutschsprachiger medientechnischer Studiengänge durch. In ihrer Doktorarbeit „Evaluation Methodologies for Visual Information Retrieval and Annotation” untersuchte die heute 32-jährige Methodiken zur Qualitätsbeurteilung von Multimediaanalyse-Systemen. Derartige Systeme werden für die automatisierte Verwaltung und Archivierung digitaler visueller Dokumente wie Fotos und Videos genutzt. Für die beste Platzierung unter den insgesamt drei Preisträgern erhielt Stefanie Nowak ein Preisgeld von 5000 Euro. 

    Angesichts der Verbreitung des Internets und der Fülle verschiedenster Endgeräte sehen sich Nutzer einer ständig ansteigenden Flut medialer Inhalte gegenübergestellt, die es zu bewältigen gilt. Eine rein manuelle Kategorisierung, Verwaltung und Archivierung digitaler Inhalte ist zunehmend ausgeschlossen. Deswegen bedienen sich immer mehr Unternehmen und Privatnutzer automatisierter Verfahren, um die Datenmenge effizient handhaben zu können. Allerdings arbeiten diese Systeme bisher nicht perfekt und eine zufriedenstellende Nutzung ist nur dann möglich, wenn sichergestellt ist, dass die automatisierte Verarbeitung der Daten von ausreichender Qualität ist und Einschränkungen der verwendeten Verfahren bekannt sind. 

    Stefanie Nowak untersuchte im Rahmen ihrer Doktorarbeit Bewertungsmethoden und Testprogramme speziell für Multimediaanalyse-Systeme. Die Ilmenauer Wissenschaftlerin zeigte dabei auf, wie semantische, also inhaltliche Ähnlichkeiten visueller Daten automatisiert abgeschätzt und in den Evaluationsprozess eingebracht werden können. Die Ergebnisse der Arbeit beinhalten ein Nutzermodell für die themenbezogene Suche von Bildern, eine vollständig bewertete Testkollektion mit 10.000 Fotos und neue Bewertungsmaße für eine anforderungsgerechte Qualitätsbeurteilung von Bildanalysesystemen. Unternehmen können diese Kriterien verwenden, um sich die Entscheidung zu erleichtern, welches System für ihren Anwendungszweck am geeignetsten ist. 

    Die Doktorarbeit entstand am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT im Rahmen aktueller Forschungsarbeiten. Der Leiter des Fachgebiets Elektronische Medientechnik der TU Ilmenau und Leiter des Fraunhofer IDMT, Professor Karlheinz Brandenburg, ist nicht nur von der wissenschaftlichen Qualität der Arbeit von Stefanie Nowak überzeugt; der Doktorvater ist sich auch sicher, dass sie in Zukunft für eine Vielzahl von Nutzern von großer Hilfe sein wird: „Ich freue mich, dass eine Absolventin der TU Ilmenau diese besondere Auszeichnung erhält und die medientechnologische Forschung am Technologiestandort Ilmenau solche Spitzenleistungen hervorbringt. Ich bin mir sicher, dass die Methodik gute Chancen hat, in zukünftige Technologien einzufließen, um die Fülle riesiger Datenmengen im digitalen Zeitalter effizienter zu handhaben.“ 

    Die feierliche Preisverleihung des ARD/ZDF-Förderpreises „Frauen + Medientechnologie“ 2013 fand heute, 6. September, auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin statt. Mit dem Förderpreis motivieren die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten seit 2009 talentierte Frauen, sich wissenschaftlich mit dem Bereich der audiovisuellen Medienproduktion und -distribution auseinanderzusetzen. Außerdem möchten sie dadurch karrierefördernde Kontakte in die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten anbahnen. 

    Auch in diesem Jahr richtete sich der Preis unter dem Slogan „Meine Idee schreibt Zukunft“ an Absolventinnen von Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren Abschlussarbeiten sich mit aktuellen technischen Fragestellungen aus dem Bereich der audiovisuellen Medien befassen. 

    Die Doktorarbeit von Stefanie Nowak wurde nicht nur von ARD und ZDF mit einem Preis bedacht, sondern auch an der TU Ilmenau mit dem Prädikat „summa cum laude“ (hervorragend) bewertet. 

    Weitere Informationen zum ARD/ZDF Förderpreis: www.ard-zdf-foerderpreis.de

    Fotos zur freien Veröffentlichung im Zusammnehang mit dem Inhalt dieser Pressemitteilung (© ARD/ZDF Förderpreis "Frauen + Medientechnologie"/Claudius Pflug)

    Foto 1: Stefanie Nowak erhielt den 1. Preis des ARD/ZDF Förderpreises "Frauen + Medientechnologie" 2013

    Foto 2: Stefanie Nowak (Mitte) erhält den 1. Preis aus der Hand von Bettina Warken (ZDF), rechts. Links daneben Moderatorin Anja Koebel

    Kontakt:
    Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg
    Leiter Fachgebiet Elektronische Medientechnik
    TU Ilmenau
    Tel.: 03677 69-2676
    E-Mail: karlheinz.brandenburg@tu-ilmenau.de
    Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT
    Tel.: 03677 467-301
    E-Mail: karlheinz.brandenburg@idmt.fraunhofer.de

    06.09.2013