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News Ticker Nr. 27


  • 10 Jahre Universitätsverlag Ilmenau

    Foto: © TU Ilmenau

    Vor zehn Jahren wurde der Universitätsverlag Ilmenau gegründet. Angesiedelt an der Universitätsbibliothek der TU Ilmenau, steht er allen Wissenschaftlern der Universität zur Verfügung, um ihre Werke zu veröffentlichen. Seit seiner Gründung wurden im Universitätsverlag 246 Titel publiziert, davon 115 in 15 Schriftenreihen mit namhaften Wissenschaftlern als Herausgeber. Persönliche Betreuung ermöglicht den Autoren eine schnelle und effektive Buchproduktion, die auch die Vermarktung und den Vertrieb über Buchhandlungen und Buchmessen beinhaltet.

    In den zehn Jahren seit seinem Bestehen hat sich der Universitätsverlag Ilmenau nicht nur etabliert, die Nachfrage nach dieser modernen Möglichkeit, wissenschaftliche Werke zu publizieren, steigt stetig. Gerhard Vogt, Direktor der Universitätsbibliothek, ist stolz auf das 10-jährige Jubiläum des Universitätsverlags Ilmenau: „Dass unser Verlag ein solches Erfolgsmodell ist, liegt am Prinzip Print-on-Demand: Ein Buch wird erst dann gedruckt, wenn es von jemandem bestellt wurde. Gleichzeitig stehen die neuen Bücher aber schon sofort als Volltextveröffentlichung im Internet zur Verfügung.“

    Der Universitätsverlag verhilft den Wissenschaftlern der TU Ilmenau zu einer optimalen Verbreitung ihrer Publikationen. Die Autoren profitieren von der weltweiten Erreichbarkeit ihrer Werke im Internet. So verzeichnete der Verlag bis heute über 200.000 Zugriffe auf die Volltexte. Gleichzeitig steht den Lesern durch das „hybride Publizieren“ die gewohnte nutzerfreundliche Fassung als gedrucktes Buch zur Verfügung. Im Buchhandel werden die Bücher in der Regel fünf Jahre zu günstigen Preisen angeboten und sind auch in vielen Bibliotheken zugänglich. Zusätzlich stehen sie als elektronisches Dokument in der Digitalen Bibliothek Thüringen zum Abruf bereit (www.tu-ilmenau.de/universitaetsverlag).

    Kontakt:
    Gerhard Vogt
    Direktor Universitätsbibliothek
    Tel. +49 3677 69-4701
    E-Mail: gerhard.vogt@tu-ilmenau.de

    22.12.2016


     

  • Adventsmusik im Audimax der TU Ilmenau

    Foto: © TU Ilmenau

    Am Mittwoch, dem 7. Dezember 2016, findet um 19 Uhr im Audimax der Technischen Universität Ilmenau ein Adventskonzert von Musikschülern statt. Solisten und Ensembles der Musikschule Arnstadt-Ilmenau präsentieren Werke von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn, Robert Schumann und vielen anderen. 

    Foto: © TU Ilmenau
    In warmes Licht getaucht, verwandelt sich das Auditorium Maximum in der Adventszeit alle Jahre wieder in einen festlichen Konzertraum. Die Zuschauer können sich freuen auf junge Künstler aus der Region: das Kammerorchester, das Blechbläser- und das Blockflötenensemble, das Querflötentrio, die Guitarreros, das Streich- und das Violoncelloquartett, das Gesangsensemble und die Vocalgroup und auf viele Künstler mehr. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um eine Spende für den Förderverein der Musikschule wird gebeten. 

    Kontakt:
    Sabine Jackisch
    Tel.: 03677 69-1761
    E-Mail: sabine.ackisch@tu-ilmenau.de

    02.12.2016


     

  • TU Ilmenau verleiht Ehrendoktorwürde an Marian Veselý

    Foto: ©istockphoto.com/vladru

    Im Beisein des Botschafters der Slowakischen Republik in Deutschland, S. E. Dr. Peter Lizák, verleiht die Technische Universität Ilmenau am kommenden Montag (05.12.2016) die Ehrendoktorwürde an den Wissenschaftler der Slowakischen Technischen Universität Bratislava, Prof. Marian Veselý. Mit der Auszeichnung würdigt die Universität die Verdienste Prof. Veselýs um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerhochschulen. Der 1965 mit der STU Bratislava geschlossene Kooperationsvertrag ist der älteste, den die TU Ilmenau mit einer ausländischen Einrichtung unterhält. Neben dem slowakischen Botschafter wird auch der Rektor der STU Bratislava, Prof. Robert Redhammer, am Festakt teilnehmen.

    Die Ehrendoktorwürde wird Prof. Marian Veselý auf Antrag der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik verliehen. Die Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau und der STU Bratislava besteht seit über 50 Jahren und wurde von Ilmenauer Seite über viele Jahre von Prof. Christian Knedlik und seit 2009 von Professor Peter Schaaf, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, geleitet. Auf slowakischer Seite war es Prof. Marian Veselý, der die Kooperation während der letzten vier Jahrzehnte verantwortete und maßgeblich prägte. Standen in den 1970er und -80er Jahren vor allem Fragen der Mikroelektronik im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeiten, so wurde sie stets den modernen Entwicklungen angepasst und auf weitere Fachgebiete wie die Werkstoff- und Energietechnik, Nanotechnologie und Lichttechnik ausgedehnt. Die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit über Jahrzehnte hinweg mündete in zahlreichen Forschungsprojekten, internationalen Veröffentlichungen und einem regen Wissenschaftler- und Studierendenaustausch. Heute besteht die Zusammenarbeit aus fünf aktiven Partnerschaften zwischen Ilmenauer Fachgebieten und Partnerlehrstühlen in Bratislava.

    Maßgeblichen Anteil hat Marian Veselý nicht zuletzt daran, dass die Kooperation auch über die politische Wende hinweg ohne Unterbrechung fortgeführt wurde. Ostpartnerschaften von Hochschulen gerieten in dieser Zeit häufig ins Stocken. Seit 1990 Inhaber des Lehrstuhls Mikroelektronik und von 1994 bis 2000 Prorektor für Auslandsbeziehungen der STU Bratislava, setzte er sich weiter unermüdlich für die Zusammenarbeit ein. Dabei gelang es den Partnern, gemeinsame Projekte aus europäischen Förderprogrammen, aus dem Programm „Ostpartnerschaften“ und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes einzuwerben und erfolgreich in gegenseitig abgestimmte Curricula und gemeinsame Forschungsvorhaben umzusetzen.

    Aufgrund seiner umfassenden Erfahrungen und Kompetenzen um die Internationalisierung im Hochschulbereich wurde Prof. Veselý zum Vizepräsidenten der Slowakischen Akademischen Vereinigung für Internationale Zusammenarbeit und zum Ratgeber des slowakischen Bildungsministers berufen. Dabei war er federführend an der Umsetzung des Bologna-Prozesses in seinem Heimatland beteiligt. Von seinem Wissen und dem steten Erfahrungsaustausch profitierte auch die TU Ilmenau und insbesondere die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik bei der Einführung des europäischen Bachelor- und Mastersystems. Prof. Veselý selbst betreute über mehrere Jahre die Vorlesung „Werkstoffe der Vakuumtechnik und Reine Räume“ im Masterstudium an der TU Ilmenau. Seit dem Jahr 2000 leitet er an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der STU Bratislava ein Büro für EU-Programme, das Forschergruppen bei der Einwerbung von Fördermitteln aus internationalen Forschungs- und Bildungsprogrammen unterstützt.
    Ebenso wie für seine Verdienste um die Internationalisierung hat sich Prof. Veselý auch als Wissenschaftler hohe Anerkennung erworben. Seine Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Werkstofftechnik und Mikro- und Nanotechnologien führten zu zahlreichen Gastdozenturen an ausländischen Universitäten, internationalen Veröffentlichungen, Vorträgen und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Organisationen und Gremien. Seit Oktober 2015 leitet er das neu an der STU Bratislava entstandene Nano-Diagnostikzentrum, das bereits enge Beziehungen mit dem Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien der TU Ilmenau pflegt. Im Rahmen des europäischen Projektes „iMUSEUM“ arbeiten die Partner zusammen mit rund einem Dutzend weiteren Projektpartnern aus 10 Donau-Anrainerstaaten an neuartigen Werkstoffen für die Energietechnik der Zukunft. Weitere drei gemeinsame Vorhaben wurden bereits für eine Förderung im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ beantragt.

    Professor Marian Veselý hat mit seinem unermüdlichen Wirken und Engagement, seinen Leistungen um Lehre und Forschung und die Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau und der STU Bratislava ganz wesentlich zum wissenschaftlichen Ansehen und der Internationalisierung der beiden Partnerhochschulen beigetragen. Für diese Lebensleistung wird er von der TU Ilmenau mit der höchsten Auszeichnung, die die Universität vergeben kann, der Ehrenpromotion, gewürdigt.

    Akademischer Festakt zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prof. Marian Veselý
    Montag, 5. Dezember 2016, 14.00 Uhr
    Senatssaal der TU Ilmenau, Leibnizbau, Langewiesener Straße 37, Ilmenau

    Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

    P R O G R A M M:

    • Musikalische Eröffnung
    • Festrede Prof. Dr. Peter Scharff, Rektor der TU Ilmenau
    • Grußwort S. E. Dr. Peter Lizak, Botschafter der Slowakischen Republik
    • Grußwort Prof. Dr. Robert Redhammer, Rektor der STU Bratislava
    • Ansprache Prof. Dr. Peter Schaaf, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Ilmenau
    • Laudatio
    • Überreichung der Ehrenpromotionsurkunde
    • Ansprache Prof. Dr. Marian Veselý
    • Musikalischer Ausklang

    Kontakt:
    Prof. Peter Schaaf, Dekan
    TU Ilmenau
    Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
    Tel. 03677 69-2844
    E-Mail: peter.schaaf@tu-ilmenau.de

    30.11.2016


     

  • Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk erhält Thüringer Integrationspreis 2016

    Foto: ©  TMMJV

    Das aus einer studentischen Initiative der Technischen Universität Ilmenau heraus entstandene Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk erhält den Thüringer Integrationspreis 2016. Der mit 3000 Euro dotierte erste Platz würdigt die vielseitige Arbeit der Studierenden und der Bürger der Stadt, die sich im Netzwerk ausschließlich ehrenamtlich engagieren. 

    In der Würdigung der Thüringer Landesregierung heißt es: „Das Ilmenauer Flüchtlingsnetzwerk bietet rechtliche Unterstützung an, betreibt ein Begegnungszentrum und organisiert eine Tauschbörse für Kleidung und Alltagsgegenstände. Derzeit werden rund 180 Flüchtlinge unterstützt, die in der Stadt untergebracht sind, sowie 60 weitere, die in Frauenwald, Großbreitenbach und Gehren wohnen. Das Netzwerk vereint circa 300 interessierte und aktive Unterstützende.“ 

    Der Thüringer Integrationspreis wurde zum ersten Mal im Jahr 2011 verliehen. In diesem Jahr gab es 29 Bewerbungen. 

    Kontakt:
    Sophia Siegfried
    Akademisches Auslandsamt
    Tel.: 03677 69-2510
    E-Mail: sophia.siegfried@tu-ilmenau.de

    18.11.2016


     

  • Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 an der TU Ilmenau unterstützt Thüringische Unternehmen bei der Digitalisierung

    Foto: © Thüringer Aufbaubank/Andreas Beetz

    Thüringische Unternehmen, die sich fit für die Digitalisierung machen möchten, werden künftig von einem neuen Kompetenzzentrum an der Technischen Universität Ilmenau unterstützt. Speziell kleine und mittlere Unternehmen erhalten vom „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau“ Hilfe bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, ihrer Produktion und ihrer Produkte. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bewilligte das 4,7-Millionen-Euro-Projekt, das durch die TU Ilmenau im Thüringer Zentrum für Maschinenbau angeführt wird.

    Kleine und mittlere Unternehmen sind neuen Industrie 4.0-Technologien gegenüber nach wie vor zurückhaltend, abstrakte Schlagworte wie Cloud Computing und Big Data schrecken sie oft ab. Häufig befürchten sie auch, nicht das nötige Knowhow oder das Geld zu haben, um ihre Firma digital wettbewerbsfähig zu machen. Prof. Jean Pierre Bergmann, der das Kompetenzzentrum an der TU Ilmenau leitet, will den Unternehmen die Berührungsängste vor Industrie 4.0 nehmen: „Es gibt praxisorientierte Technologien, die gerade kleinen und mittleren Unternehmen großen Nutzen bringen und doch nicht viel kosten und für jedermann verständlich sind.“ Alle Angebote des Kompetenzzentrums sind für Unternehmen kostenlos und werden künftig auf einer zentralen Webseite dargestellt.

    Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau möchte Industrie 4.0 und die Digitalisierung in der Produktion für kleine und mittlere Unternehmen anschaulich und greifbar machen. Die Mitarbeiter des Zentrums, Wissenschaftler und auch Praktiker, werden Unternehmen in Informationsveranstaltungen und Werkstattgesprächen helfen, ihren Betrieb im Zeitalter der Digitalisierung mit Industrie 4.0-Technologien praxisorientiert neu aufzustellen. Kleine und mittlere Unternehmen sollen miteinander vernetzt werden. Dazu werden vorbildliche digitale Produktionslösungen, die sich in einem Unternehmen bewährt haben, in Fabriken oder in eigens errichteten Modellfabriken in der Region, sogenannten Fabs, als Best-Practice-Beispiele umgesetzt. Die fünf Fabs, Kernstücke des Kompetenzzentrums, informieren Unternehmen zu unterschiedlichen Themen verschiedener Branchen und stellen Lösungsansätze und deren Erprobung vor.

    - Die Fab „Vernetzung von Maschinen und Produktionsprozessen“ präsentiert auch unter Einsatz von Virtual Reality-Technik verschiedene Herstellungsmöglichkeiten und die Vernetzung von Prozessen und Maschinen. Dabei werden die spezifischen technologischen Merkmale der interessierten Unternehmen berücksichtigt.

    - Die Fab „3D-Druck und Individualisierte Produktion“ erklärt Unternehmen die Nutzung sogenannter additiver Fertigungstechnologien, zum Beispiel Verfahren zur Erstellung, Bearbeitung und zum Austausch von 3D-Druck-Dateien und Technologien zur Nachbearbeitung von Bauteilen. Gezeigt werden auch roboter- und lasergestützte Fertigungstechnologien zur Individualisierung der Produktion.

    - Die Fab „Migration“ präsentiert Lösungen zur Weiterentwicklung von Systemen und Anlagen, die in Unternehmen bereits eingesetzt werden, durch die Integration von Industrie 4.0-Komponenten. Erweiterungen sind zum Beispiel möglich durch intelligente Systeme, sensornahe Datenverarbeitung, echtzeitfähige Kommunikation oder Cloud-Anbindungen. Unternehmen werden hier auch dabei unterstützt, bestehende Dienste wie die interne und externe Kommunikation zu digitalisieren.

    - Die Fab „Prozessdatengenerierung und -transfer“ unterstützt Unternehmen unter anderem bei der Echtzeiterfassung und -verarbeitung von Daten, beim Austausch von Daten von Unternehmen zu Unternehmen, bei der automatischen Prozess- und Qualitätskontrolle und sie bietet Hilfe an bei der Mensch-Maschine-Interaktion.

    - Die Fab „Produktionssteuerung und Leitsysteme“ demonstriert die Individualisierung von Produkten, 3D-Scan, den Einsatz mobiler Endgeräte, die Qualitätsüberwachung in Fertigungszellen, also in miteinander verbundenen Produktionssystemen, und  Plug-and-produce-fähige Maschinen. Die Plug & Produce-Fähigkeit von Komponenten ist eine der Visionen von Industrie 4.0, wonach sich angeschlossene Geräte direkt bei einem Hauptrechner anmelden, mit diesem interagieren und so Vorgänge eigenständig ausführen können.

    Jede der Fabs wird von einem der fünf Partner des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Ilmenau geführt. An dem Kompetenzzentrum sind neben der TU Ilmenau, die es wissenschaftlich anführt, vier Technologieexperten beteiligt: das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme in Ilmenau, die Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung in Schmalkalden, die Ernst-Abbe-Hochschule in Jena und die Firma Förderverein für Anwendung und Bildung auf dem Gebiet Industrie 4.0 in Sondershausen. Entsprechend der wirtschaftlichen Ausrichtung der Unternehmen in der Region fokussiert sich das Kompetenzzentrum auf die technologieorientierten Wachstumsfelder Automobil, Life Sciences, Energie und Energiespeicherung, Maschinenbau, Kunststoffe und Keramik, Mikro- und Nanotechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik und Optik/Optoelektronik. 

    Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau will ein großes regionales Netzwerk nicht nur mit den Technologiepartnern, sondern auch mit lokalen und regionalen Einrichtungen, Initiativen und Verbänden wie den Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern aufbauen. Prof. Bergmann ist sich sicher, dass so eine schlagkräftige Kombination aus technologischer Expertise und Erfahrung im Transfer entstehen wird: „Die Digitalisierung verbessert die Vernetzung der vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die es in Thüringen gibt, untereinander und auch zwischen ihnen und Transferexperten. Das wird die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe auf dem Markt nachhaltig steigern und ihnen neue Chancen für mehr Wachstum und Beschäftigung eröffnen.“

    Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ (www.mittelstand-digital.de). In der Förderinitiative werden bundesweit Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, ein Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ und vier Mittelstand 4.0-Agenturen im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Der Förderschwerpunkt unterstützt Unternehmen beim intelligenten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien und stärkt damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.

    Bei der Vorstellung Ilmenaus als Standort des Kompetenzzentrums sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Um die Voraussetzungen für Deutschlands Führungsposition in einer neuen technologischen Ära zu schaffen, muss auch unser Mittelstand fit für die Digitalisierung gemacht werden. Denn unsere Wirtschaft soll auch die Produkte von morgen so erfolgreich herstellen, wie sie dies heute tut.“

    Kontakt:
    Prof. Jean Pierre Bergmann
    Koordinator „Mittelstand 4.0“-Kompetenzzentrum Ilmenau
    Tel.: 03677 69-2981
    E-Mail: jeanpierre.bergmann@tu-ilmenau.de

    14.11.2016


     

  • TU Ilmenau auf Top-10-Plätzen im Hochschulranking 2016 der WirtschaftsWoche

    Foto: © TU Ilmenau

    Im aktuellen „Hochschulranking 2016“ der Zeitschrift WirtschaftsWoche hat die Technische Universität Ilmenau Top-10-Platzierungen erreicht. In der jüngst erschienenen Rangliste kam der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen auf den hervorragenden 8. Platz, Wirtschaftsinformatik sogar auf Platz 5. Vor der TU Ilmenau platzierten sich fast ausschließlich ungleich größere Universitäten. Die WirtschaftsWoche schreibt: „Das Ranking zeigt einmal mehr: Bei den Ingenieurstudiengängen sind die technischen Universitäten die erste Wahl.“

    Für das Hochschulranking der WirtschaftsWoche befragte die Beratungsgesellschaft Universum 540 Personalverantwortliche deutscher Unternehmen danach, „welche Hochschule die Studenten für ihre Bedürfnisse am besten ausbildet“. Aus der Liste aller Universitäten Deutschlands wählten die Personalverantwortlichen diejenigen aus, deren Absolventen ihre Erwartungen am meisten erfüllen. Dabei ist für die Personalchefs besonders wichtig, dass sich die Absolventen rasch in die Arbeitswelt integrieren und flexibel mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen umgehen können. Dementsprechend ist das Ranking stark auf Praxisbezug fokussiert.

    Foto: © TU IlmenauIlmenauer Absolventen der Wirtschaftsinformatik, die im WirtschaftsWochen-Ranking  Platz 5 belegt, sind in der Lage, computergestützte Informationssysteme zur Unterstützung betrieblicher Prozesse in allen Branchen zu planen, zu entwickeln und zu implementieren. Besonders stark an der TU Ilmenau ist die praxisorientierte Lehre mit zeitgemäßen Inhalten und moderner Softwareausstattung, etwa in den Bereichen Unternehmenssoftware (SAP) und Digitale Fabrik.


    Foto: © TU IlmenauDer 8. Platz, den der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der TU Ilmenau im Hochschulranking der WirtschaftsWoche erringen konnte, ist angesichts großer Konkurrenz umso höher anzusiedeln. Nach dem Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure kann man Wirtschaftsingenieurwesen an über 100 Fachhochschulen und 32 Universitäten studieren. „Aber welche Unis bereiten ihre Absolventen besonders gut auf den Berufseinstieg vor?“, fragt die WirtschaftsWoche. „Die Absolventen der Technischen Universität Ilmenau haben 18 Prozent der Personaler überzeugen können. Das macht Platz acht.“

    Foto: © TU IlmenauDas gute Abschneiden der Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien ist für den Prorektor für Bildung der TU Ilmenau, Professor Jürgen Petzoldt, Bestätigung für die sehr praxisbezogene Ausrichtung der Lehre: „Bei uns erhalten die Studenten schon früh Kontakt zum Berufsalltag, zum Beispiel, indem sie Praktika in Unternehmen absolvieren. Diese Betriebe sind nicht selten später die ersten Arbeitgeber unserer Absolventen.“ In ihrem Studium eignen sich die Studenten theoretisch fundiertes, aktuelles Methodenwissen an, ebenso in Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, als auch in den Ingenieurwissenschaften. Die WirtschaftsWoche lobt: „Ein Sinn für Mathematik, technisches Verständnis und ökonomisches Fachwissen: Wirtschaftsingenieure haben, was viele Unternehmen wollen.“ An der TU Ilmenau werden die Studenten, getreu dem Leitsatz der TU Ilmenau „Forschen schon im Studium“, von Anfang an in konkrete Projekte der Wissenschaftler eingebunden. Damit sie in der Lage sind, über Disziplingrenzen hinweg zu denken und ihr Wissen in einen Gesamtzusammenhang zu stellen, sind alle Studiengänge der TU Ilmenau interdisziplinär angelegt.

    Die Berufsaussichten der Ilmenauer Absolventen sind hervorragend und die Berufe, die sie ergreifen, sind gut bezahlt: „Laut einer Studie des Verbandes Deutscher Wirtschaftsingenieure steigen Absolventen des Faches im Durchschnitt mit 50.000 Euro brutto Jahresgehalt ein. Zehn Jahre später verdiente die Mehrheit der 2.500 befragten Absolventen mehr als 65.000 Euro“, so die WirtschaftsWoche.


    CHE-Hochschulranking: Gleich drei Studiengänge der TU Ilmenau mit Spitzenergebnissen

    Maschinenbau-Studenten der Technischen Universität Ilmenau sind mit ihrem Studium „sehr zufrieden“. Das ergab das aktuelle im ZEIT-Studienführer 2016/17 veröffentlichte CHE-Hochschulranking, das umfassendste und detaillierteste Ranking seiner Art im deutschsprachigen Raum. Auch die Studiengänge Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Mechatronik schnitten hervorragend ab. Alle drei Studiengänge erhielten Bestnoten für die Betreuung durch die Lehrenden, also für deren Erreichbarkeit, Beratung und Engagement, für die Besprechung von Hausarbeiten und Referaten und die Betreuung von Praktika. Für das CHE-Hochschulranking 2016/17 bewerten Studierende die eigenen Studienbedingungen selbst.

    Studiengang Maschinenbau

    Foto: © TU IlmenauAuf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) sollten die Maschinenbau-Studierenden der TU Ilmenau für das aktuelle Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) die Frage beantworten: „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Studiensituation insgesamt?“ Mit 1,7 ist das Ergebnis eines der besten aller deutschen Universitäten. Die Studierenden sind nicht nur insgesamt „sehr zufrieden“, in fünf weiteren Kriterien ist das Maschinenbau-Studium in Ilmenau im bundesweiten Vergleich in der Spitzengruppe. Für die Studierbarkeit, mit der die Zugangsmöglichkeiten zu Lehrveranstaltungen und die Abstimmung des Lehrangebots bewertet werden, vergaben die Studentinnen und Studenten im Durchschnitt sogar die Note 1,5. Mit 2,0 sehr zufrieden sind sie auch mit der Betreuung durch die Lehrenden, also mit deren Erreichbarkeit, Beratung und Engagement, mit der Besprechung von Hausarbeiten und Referaten und der Betreuung von Praktika. Für Zustand und technische Ausstattung von Hörsälen und Seminarräumen vergaben sie im Schnitt eine 1,7, für die Ausstattung der Praktikumslabore sogar eine 1,6. Auch sehr zufrieden sind die Maschinenbau-Studierenden mit den Prüfungen: 2,4 im Durchschnitt für Leistungsrückmeldungen während des Semesters, für die zeitliche Verteilung der Prüfungstermine und die Wiederholungsmöglichkeiten.

    Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik

    Foto: © TU IlmenauDie Studentinnen und Studenten des Studiengangs Elektrotechnik und Informationstechnik waren bereits vor Beginn ihres Studiums sehr zufrieden mit den Angeboten der TU Ilmenau: Sie vergaben 5 von 8 möglichen Punkten für die Angebote vor Studienbeginn, also zum Beispiel Informationsveranstaltungen für Schüler, Schnupperstudium oder Vorkurse; und sogar 11 von 14 Punkten für die Angebote zum Studieneinstieg, also beispielsweise die Einführungswoche, die „Stadt-Rallye“ und studentische Tutoren. Das Elektrotechnik-Studium erfüllt ihre Erwartungen dann voll. Mit 2,1 sehr zufrieden sind sie mit der Betreuung durch Lehrende und sogar eine 1,9 vergaben sie für die Unterstützung im Studium, also für Informationen zu organisatorischen Fragen ihres Studiengangs und für die Materialien für Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Für die Studierbarkeit, mit der die Zugangsmöglichkeiten zu Lehrveranstaltungen und die Abstimmung des Lehrangebots bewertet werden, vergaben die Studierenden eine 1,6. Ebenso für Zustand und technische Ausstattung von Hörsälen und Seminarräumen. Die Bibliotheksausstattung, also den Bestand und die Verfügbarkeit der benötigten Literatur und die Benutzerberatung, bewerteten sie mit einer 1,7. Besonders wichtig für Elektrotechnik-Studenten: Die Praxisorientierung ihres Studiums. Für den Kontakt zur Berufspraxis, für Exkursionen, Fallstudien, externe Praktika und Abschlussarbeiten in Unternehmen vergaben sie 5 von 9 Punkten - im bundesdeutschen Vergleich ein Spitzenwert.

    Studiengang Mechatronik

    Foto: © TU IlmenauVier Spitzenwerte erzielte der Studiengang Mechatronik. Die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Studiensituation insgesamt?“ beantworteten die Studierenden im Durchschnitt mit dem bundesweiten Spitzenwert 1,7. Für die Betreuung durch die Lehrenden, also für deren Erreichbarkeit, Beratung und Engagement, die Besprechung von Hausarbeiten und Referaten und die Betreuung von Praktika, vergaben sie eine 2,2 und für die Studierbarkeit, mit der die Zugangsmöglichkeiten zu Lehrveranstaltungen und die Abstimmung des Lehrangebots bewertet werden, eine 1,6. Mit dem Zustand von Laborarbeitsplätzen und deren technischer Ausstattung sind sie so zufrieden, dass sie für „Ausstattung der Praktikumslabore“ eine 1,6 vergaben.

    Das CHE-Hochschulranking

    Das CHE-Hochschulranking ist das umfassendste und detaillierteste Ranking im deutschsprachigen Raum. Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen hat das CHE untersucht. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Das Ranking ist auch auf ZEIT ONLINE abrufbar: www.zeit.de/hochschulranking.

    Der ZEIT-Studienführer 2015/16

    Der ZEIT-Studienführer mit dem aktuellen CHE-Hochschulranking wird herausgegeben vom ZEIT-Verlag. Das Magazin beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Einstieg ins Studium, hilft bei der Entscheidung für das richtige Fach und den passenden Studienort und gibt Tipps zu Studienbewerbung und -finanzierung.

    09.11.2016


     

  • Formula-Student-Team der Technischen Universität Ilmenau startet Crowdfunding-Kampagne

    Foto: © TU Ilmenau

    Um auch in der nächsten Rennsaison weiterhin mit selbstgebauten Formel-Rennwagen an Rennen teilnehmen zu können, startet das Formula-Student-Team der Technischen Universität Ilmenau eine großangelegte Crowdfunding-Kampagne. 50 Studenten verschiedener Fachrichtungen entwickeln und konstruieren jedes Jahr einen neuen Formelrennwagen und treten damit in dem internationalen Wettbewerb Formula-Student gegen Teams aus der ganzen Welt an.

    Foto: © TU IlmenauIn den vergangenen Jahren hat das Team Starcraft, wie die rennbegeisterten Studenten der TU Ilmenau ihren eingetragenen Verein genannt haben, so gut wie alles Geld in die Entwicklung und Konstruktion der neuen Rennwagen gesteckt. Um aber weiterhin an  offiziellen Rennen teilnehmen zu können, muss nun dringend die Fahrerausstattung erneuert werden. Der Vereinsvorsitzende Konstantin Groß weiß, wie wichtig zusätzliches Geld für das Formula-Student-Projekt trotz einiger Unterstützer ist: „Wir müssen unbedingt in die Sicherheit unserer Fahrer investieren. Unsere derzeitige Ausstattung hat ihre besten Zeiten schon lange hinter sich und muss ersetzt werden. Feuerfeste Fahrerunterwäsche, Helme, Handschuhe und genormte Schuhe sind bei offiziellen Rennen nicht nur vorgeschrieben, sondern lebenswichtig.“ Mit einer Crowdfunding-Kampagne hofft das Team Starcraft, an die nötigen Gelder zu kommen. Auf der Internet-Plattform Startnext können Interessierte den Verein unter www.startnext.de/teamstarcraft bis zum 26. November 2016 unterstützen.

    Foto: © TU IlmenauMit Beginn des Wintersemesters an der Universität im Oktober begann für das Team Starcraft die neue Rennsaison 2016/17, in die ein neuer Vereinsvorstand mit einem neuen Konzept für den elektrisch betriebenen Rennwagen gehen will. Neben der Finanzierung der benötigenden Fahrerausstattung erhofft sich das Team von der Aktion auch langfristig neue Fans für das Formula-Student-Projekt. Über die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram wird es seine Unterstützer über den Verlauf der Kampagne auf dem Laufenden halten.

    Kontakt:
    Ann-Kathrin Scheidig   
    Team Starcraft e. V.
    Tel.: 0177 3506178
    E-Mail: ann-kathrin.scheidig@teamstarcraft.de

    07.11.2016


     

  • TU Ilmenau erhält internationalen Automobilpreis

    Foto: © TU-Ilmenau

    Ein Forscherteam der TU Ilmenau hat im Wettbewerb „Islands of Excellence“, der im Rahmen des internationalen FISITA-Kongresses 2016 in Busan, Korea, ausgelobt wurde, den Sieg errungen. Die Auszeichnung erhielten die Ilmenauer Wissenschaftler, Promovenden und Studierenden vom Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik für einen innovativen Ansatz, mit dem künftig neue Fahrzeugsysteme effizienter erforscht und entwickelt werden können.

    Die FISITA (Féderation Internationale des Sociétés d'Ingénieurs des Techniques de l'Automobile) ist die Dachorganisation der Automobil-Ingenieur-Verbände aus der ganzen Welt. 1948 in Paris mit dem Ziel gegründet, Ingenieure aus der ganzen Welt zusammenzubringen, um den Fortschritt von Wissenschaft und Technik in der Automobilbranche voranzubringen, vereinigt die Organisation heute Mitgliedsverbände aus 38 Ländern mit mehr als 147.000 Automobilingenieuren. Der FISITA-Weltkongress ist einer der führenden internationalen Automobil-Kongresse.

    Den Forschern der TU Ilmenau war es gelungen, die an der Universität über größere Distanzen hinweg vernetzten Technologien zur Simulation von Fahrzeugsystemen in ein innovatives, im Maßstab 1:10 skaliertes Erprobungsmodell zu übertragen. Das System verschmilzt reale und virtuelle Komponenten in einem Gesamtsystem zur Modellierung von Fahrzeugsimulationen. Dazu hatten die Forscher die an verschiedenen, teilweise weit auseinander liegenden Standorten der Universität vorhandenen Großprüfstände und die dazugehörigen Software-Entwicklungstools miteinander vernetzt. In einer Gesamtfahrzeugsimulation werden die einzelnen Fahrzeug-Teilsysteme, die Fahrzeug-Parameter, die Fahrumgebung und Testszenarien abgebildet. Virtuelle Teilsysteme wie die am Computer erzeugte Fahrzeugumgebung mit Straßen, Ampeln und verschiedenen Witterungsbedingungen werden mit den realen Komponenten auf den Prüfständen wie Bremsen, Antriebsstränge oder Assistenzsysteme als simultanes Zusammenspiel in Echtzeit verbunden. So wird eine realitätsnahe Testumgebung geschaffen, die physikalische Effekte präzise berücksichtigt und sehr effizient neue Forschungs- und Entwicklungsergebnisse ermöglicht.

    Foto: © TU IlmenauSowohl das prämierte Modell als auch das reale High-Tech-Netzwerk der Universität eröffnen neue, schnellere Entwicklungsmöglichkeiten für Fahrzeugsysteme von morgen. „Wir sehen uns in der Fahrzeugforschung und -entwicklung immer komplexeren Fahrzeugsystemen und gleichzeitig der Forderung nach immer kürzeren Entwicklungszeiten gegenüber“, so der Leiter des Fachgebiets Kraftfahrzeugtechnik der TU Ilmenau, Professor Klaus Augsburg. „Diese Herausforderungen können nur durch vernetzte Technologien bewältigt werden. Die TU Ilmenau verfolgt in einer Forschungslinie auf dem Gebiet der nachhaltigen Mobilität diesen innovativen Ansatz, mit dem wir die Qualität und das Tempo der Erforschung und Entwicklung künftiger Fahrzeugsysteme steigern wollen.“

    Die Erprobung neuer Vernetzungstechnologien wird dabei künftig verstärkt anhand des vorgestellten Modells erfolgen, bei dem die Vernetzung am Beispiel des im Maßstab 1:10 skalierten Vier-Rollen-Prüfstands MASTER und des Bremsenprüfstandes der TU Ilmenau demonstriert wird. „Mit dem skalierten Modell sind wir in der Lage, eine Vielzahl innovativer Vernetzungstechnologien und Testvarianten in hoher Geschwindigkeit zu erproben“, so Prof. Augsburg. Forschungsarbeiten, die normalerweise in räumlich weiter Entfernung durchgeführt werden müssten, können nun vor Ort realisiert und so Zeit und Kosten eingespart werden.

    Foto: © TU IlmenauMit ihrem neuartigen Modell hatten sich die Ilmenauer Wissenschaftler im Wettbewerb „Islands of Excellence“ beworben, wo sie soeben als Sieger gekürt wurden. „Wir freuen uns sehr über diese hohe Auszeichnung und die damit verbundene große internationale Resonanz, die wir auf dem FISITA-Kongress erfahren haben“, so Prof. Augsburg. Dadurch konnten wir nicht zuletzt weltweit zahlreiche neue Kontakte mit Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen knüpfen, um den Wissenstransfer in nachhaltige Mobilitätskonzepte und -systeme von morgen noch stärker zu forcieren.“ Um das innovative System für eine weltweite Nutzung zu standardisieren, arbeiten die Wissenschaftler mit Industrie- und Forschungspartnern in mehreren, zum Teil von der Europäischen Union geförderten Projekten an der Definition echtzeitfähiger einheitlicher Schnittstellen eng zusammen.

    Kontakt:
    Prof. Klaus Augsburg
    TU Ilmenau, Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik
    Tel.: 03677  69-3843
    E-Mail: klaus.augsburg@tu-ilmenau.de

     

    14.10.2016


     

  • Feierliche Immatrikulation an der TU Ilmenau

    Foto: © Ingo Herzog

    Am Samstag, dem 08. Oktober 2016, nimmt die TU Ilmenau ihre neuen Studierenden im Rahmen der feierlichen Immatrikulation in traditioneller Weise in die akademische Gemeinschaft auf. Der Festakt findet ab 10.00 Uhr in der Ilmenauer Festhalle statt.

    Nach der Begrüßungsrede des Rektors der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, hält der Nachrichtenmoderator, Journalist und Honorarprofessor der TU Ilmenau, Prof. Dr. Claus-Erich Boetzkes die Festrede zum Thema  „Lügenpresse – Analyse eines Vorwurfs“. Ebenfalls werden die Erstsemester vom Vertreter des Studierendenrates Johann Riedlberger begrüßt.

    Eingebunden in den diesjährigen Festakt sind die Investituren des neuen Kanzlers und des Hochschulrates der TU Ilmenau.

    Der Jurist Dennys Klein war im Frühjahr als neuer Kanzler der TU Ilmenau bestätigt worden. Der 47-jährige stammt aus Hessen und war zuvor als Leiter des Referates Forschungsförderung im Thüringer Wissenschaftsministerium tätig. Der Hochschulrat der TU Ilmenau war nach Ablauf der zurückliegenden Amtsperiode turnusgemäß neu bestellt worden. Ihm gehören vier Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an.
    Mit Dr. Michael Mertin, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, und dem Würzburger Neurobiologen Prof. Martin Heisenberg werden sich zwei langjährige Vertreter weiterhin in dem Gremium engagieren. Beide Vertreter sind seit Einführung der Hochschulräte an Thüringer Hochschulen im Jahr 2008 in dieser Funktion an der TU Ilmenau engagiert und treten nunmehr ihre dritte Amtsperiode an. Dr. Mertin wird darüber hinaus in Nachfolge von Dr. Edgar Most, der im vergangenen Jahr verstorben ist, den Vorsitz des Hochschulrates übernehmen.

    Neu für den Hochschulrat gewonnen wurde der Nachrichtenmoderator und Journalist Prof. Claus-Erich Boetzkes, der ebenfalls langjährig mit der Universität verbunden ist. Seit vielen Jahren bereichert er mit seinen Vorlesungen die medienwissenschaftliche Lehre und Forschung und wurde 2011 zum Honorarprofessor der TU Ilmenau berufen. Er tritt als Mitglied des Hochschulrates für den Bereich Medien die Nachfolge von Prof. Gabriele Krone-Schmalz an, die nach zwei Amtsperioden den Staffelstab weitergab. Ebenfalls neu gewählt wurde Thomas Dehn, Gesellschafter und langjähriger Geschäftsführer des international tätigen Blitz- und Überspannungsschutz-Unternehmens DEHN + SÖHNE GmbH + Co. KG. Als langjähriger Kooperationspartner der TU Ilmenau stiftete das in Neumarkt in der Oberpfalz ansässige Unternehmen die Professur „Blitz- und Überspannungsschutz“ und fördert jährlich Studierende im Deutschlandstipendien-Programm.

    Der Hochschulrat soll das Ansehen und die Interessen der Universität in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik repräsentieren und gleichzeitig helfen, eine Brücke für gesellschaftliche Interessen in die Hochschule zu schlagen. Nach dem Thüringer Hochschulgesetz und der Grundordnung der TU Ilmenau geben die Mitglieder der Universitätsleitung Empfehlungen zur Profilbildung der Universität, zu Schwerpunkten, die in Forschung und Lehre zu setzen sind, zur Weiterentwicklung des Studienangebotes, zur wirtschaftlichen Betätigung, zur Internationalisierung und Außendarstellung der Universität. Gemeinsam mit dem Senat wählt der Hochschulrat den Präsidenten bzw. Rektor, die Vizepräsidenten bzw. Prorektoren und den Kanzler der Universität.

    Eingebettet in die feierliche Immatrikulation ist außerdem die Verleihung des Dissertationspreises der Universitätsgesellschaft – Förderer, Freunde, Alumni e.V. für die beste Doktorarbeit und der Preis der IHK Südthüringen für herausragende praxisorientierte Abschlussarbeiten.

    Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

    Feierliche Immatrikulation der TU Ilmenau
    Samstag, 10. Oktober 2016, 10:00 Uhr, Festhalle Ilmenau, Naumannstraße 22

    PROGRAMM

    • Einzug des Akademischen Senats | „Gaudeamus igitur“
      Akademisches Orchester und Kammerchor der TU Ilmenau

    • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
      Sinfonia II in D-Dur, 1. Satz: Allegro
      Akademisches Orchester der TU Ilmenau
    • Begrüßung der neuen Studierenden durch den Rektor
      Prof. Dr. Peter Scharff | Rektor der TU Ilmenau

    • Festrede: „Lügenpresse – Analyse eines Vorwurfs“
      Prof. Dr. Claus-Erich Boetzkes, Nachrichtenmoderator, Journalist und Honorarprofessor

    • Pierre Passereau: Il est bel et bon
      Thomas Morley: April is in my mistress' face

      Melchior Vulpius: Die beste Zeit im Jahr ist mein
      Kammerchor der TU Ilmenau
    • Investitur des Kanzlers und des Hochschulrats
    • Verleihung des Dissertationspreises der Universitätsgesellschaft
      Prof. Dr. Peter Scharff in Vertretung von Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Vorsitzende der Universitätsgesellschaft
    • Verleihung des Preises der IHK Südthüringen,
      Tilo Werner, IHK Südthüringen
    • Grußworte des Studierendenrates der Universität
      Johann Riedlberger, Mitglied des Studierendenrates

    • Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
      Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur, KV 525,
      „Eine kleine Nachtmusik“, 2. Satz Romanze. Andante
      Akademisches Orchester der TU Ilmenau

    • Auszug des Akademischen Senats | „Gaudeamus igitur“
      Akademisches Orchester der TU Ilmenau

    Moderation:  Marco FrezzellaLeitung Kammerchor der TU Ilmenau: Arne PuschnerusLeitung Akademisches Orchester: Valentin Egel


    Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft

    Der mit 5.000 Euro dotierte Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft – Förderer, Freunde, Alumni e.V. geht in diesem Jahr an Dr. Anne-Katrin Marten für ihre Doktorarbeit „Operation of meshed high voltage direct current (HVDC) overlay grids – From operational planning to real time operation”.
    Die Preisträgerin widmet sich in ihrer Arbeit dem Transport von elektrischer Energie in Stromnetzen der Zukunft. Im Zuge der Energiewende muss regenerativer Strom künftig über weite Strecken transportiert werden. Dazu sind in Europa vollkommen neue, leistungsfähige Strom-Netze, sogenannte Overlay-Netze, erforderlich. Der Betrieb solcher Netze stellt weltweit technisches Neuland dar, da es weder Referenzinstallationen noch etablierte Betriebsführungsverfahren gibt. Hier setzt die Dissertation von Anne-Katrin Marten an, indem sie sich grundlegend mit der Fragestellung des Betriebs von vermaschten HGÜ-Netzen als Overlay-Netz beschäftigt. Die Autorin hat in ihrer Arbeit ein allgemeines Betriebsführungsverfahren vorgeschlagen, mathematisch modelliert und anhand zahlreicher Fallstudien validiert. Damit hat sie eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für den künftigen Betrieb von HGÜ-Overlaynetzen gelegt.

    Die Dissertation entstand an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik unter der Betreuung von Prof. Dirk Westermann. Sie wurde mit dem Prädikat „summa cum laude“ bewertet. Dr. Anne-Katrin Marten ist heute beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH in Berlin tätig und entwirft dort neue Konzepte für die Systemführung.
    Der Preis wird durch den Rektor, Prof. Dr. Peter Scharff, in Vertretung von Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, überreicht.

    Preis der IHK Südthüringen
    Den mit 2.500 Euro dotierten IHK-Preis 2015 erhält der 28-jährige Absolvent des Masterstudienganges Wirtschaftsingenieurwesen Martin Behnke. Er wird für seine mit 1,0 bewertete Masterarbeit „Effektive Energieverwertung einer thermischen  Abfallbehandlungsanlage“ ausgezeichnet, die er unter Betreuung von Professor Rainer Souren an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien angefertigt hat.

    Der Betriebszweck von Müllverbrennungsanlagen besteht in erster Linie in der ordnungsgemäßen Beseitigung von Restmüll. Bei der thermischen Verwertung, also der Verbrennung, entsteht als Nebenprodukt Prozessdampf, der zu Fernwärme und Strom umgewandelt und verkauft werden kann. Dies ermöglicht eine Absenkung der Gesamtkosten und der dem Bürger angelasteten Hausmüllgebühren. An der Strombörse sind im letzten Jahr allerdings die Strompreise gesunken, so dass die Suche nach sinnvollen Vermarktungsmöglichkeiten des Stroms für viele Abfallbehandlungsanlagen und speziell für die Restabfallbehandlungsanlage (RABA) Zella­Mehlis wichtig wird.
    In seiner Masterarbeit führte  Martin Behnke eine tiefgründige Analyse und Bewertung von Alternativen zur Stromverwertung in der RABA Zella-Mehlis durch, die dem Unternehmen eine wissenschaftlich fundierte Einordnung seiner Position auf dem Energiemarkt ermöglicht. Martin Behnke ist heute Technischer Projektplaner bei der Stadtwerke Mainz Netze GmbH.

    Der Preis wird durch Tilo Werner von der IHK Südthüringen, überreicht.

    Fotowünsche im Nachgang der Immatrikulation können an Christoph Gorke über E-Mail: kontakt@christophgorke.de gerichtet werden.

    08.10.2016