Internationale Kommunikation und Public Diplomacy
Im Fokus dieses Forschungsbereiches stehen die Analyse und der Vergleich medialer und interessengeleiteter Kommunikation in und zwischen verschiedenen Kulturen und Ländern.
Aktuelles Projekt
Das Forschungsprojekt "Public Diplomacy" untersucht die Strukturen, das Verständnis und die Anwendung von Public Diplomacy in Deutschland.
Kurzcharakteristik
Public Diplomacy subsumiert alle Kommunikationsaktivitäten individueller und korporativer Akteure, die politische, wirtschaftliche, kulturelle und/oder wissenschaftliche Beziehungen zu anderen Ländern gestalten und die Wahrnehmung des eigenen Landes im Ausland beeinflussen
Abgeschlossene Projekte
Dissertationsprojekt:
Rothenberger, Liane (2008): Von elitär zu populär? Die Programmentwicklung im deutsch-französischen Kulturkanal arte. Konstanz: UVK
Kurzchrakteristik
Den deutsch-französischen Fernsehsender arte bringen viele mit Schlagworten wie „Kultur“, „Elite“ oder „Minderheitenprogramm“ in Verbindung. Doch treffen diese Vorurteile wirklich zu? Liane Rothenberger beschäftigte sich in ihrem Dissertationsprojekt mit der Entwicklung des arte-Programms von seinen Anfängen 1992 bis zum 15-jährigen Jubiläum 2007. Dabei wurden sowohl der Aufbau des Programmschemas, die Gründe für die Absetzung oder Neuaufnahme einer Sendung als auch die Anteile von Themen und Darstellungsformen unter die Lupe genommen. Dem Vergleich von französischen und deutschen TV-Eigenarten anhand des Magazins „Metropolis“ ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
Dissertationsprojekt:
Hanitzsch, Thomas (2004): Journalismus in Indonesien: Akteure, Strukturen, Orientierungshorizonte, Journalismuskulturen.
Kurzcharakteristik
Im Vielvölkerstaat Indonesien haben der Sturz der Suharto-Diktatur und die demokratischen Reformen zu einer beispiellosen Transformation des Mediensystems geführt. Die Journalisten des südostasiatischen Inselreiches zählen zu jenen gesellschaftlichen Akteuren, die vom Wandel der politischen Gegebenheiten sehr schnell profitieren konnten. Für die kommunikations- und medienwissenschaftliche Forschung ist die bevölkerungsreichste islamische Nation aber auch deshalb interessant, weil sie sich in einem grundlegenden gesellschaftlichen und kulturellen Transformationsprozess befindet.
Gestützt auf Interviews mit 385 professionellen Journalisten vermittelt die Arbeit ein umfassendes Bild von Akteuren, Strukturen und beruflichen Orientierungshorizonten im Journalismus. Damit verfügt die Wissenschaft erstmalig über umfassende Daten zu einem Journalismussystem in ganz Südostasien. Darüber hinaus geht die Arbeit der Frage nach, welche Rolle die kulturelle Praxis bei der Herstellung journalistischer Medienaussagen spielt. Die vorliegenden Befunde machen deutlich, dass sich der Journalismus Indonesiens wenig von dem anderer Regionen der Welt unterscheidet und dass seine Strukturen relativ robust auf kulturelle Einflüsse reagieren.
Projekt:
Alumni-Nachbetreuungsmaßnahme: Globalisation, Religion, and the Media in the Islamic World: The Impact of Cultural Transformation and the Mobilization of the Masses (4. bis 5. sowie vom 8. bis 9. Oktober 2002).
Kurzcharakteristik
Die Fachseminare „Globalisation, Religion, and the Media in the Islamic World“ wurden vom 4. bis 5. sowie vom 8. bis 9. Oktober 2002 in den indonesischen Metropolen Bandung und Yogyakarta durchgeführt. Ausgerichtet wurden die Alumni-Seminare vom FG Medienwissenschaft am IfMK der TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit der islamischen Universität Bandung, der katholischen Atma Jaya Universität Yogyakarta sowie dem indonesischen Verband deutscher Alumni.
Beide Seminare wurden von jeweils etwa 120 Teilnehmern besucht. In den Beiträgen der Referenten ging es um die Beziehungen zwischen Globalisierung, Religion und der gesellschaftlichen Rolle der Medien.
Publikationsprojekt:
Hepp, Andreas & Löffelholz, Martin (2002) (Hrsg.): Grundlagentexte zur transkulturellen Kommunikation. Konstanz: UVK.
Kurzcharakteristik
Das Publikationsprojekt brachte eine Sammlung von zentralen Beiträgen, die in die internationale Diskussion über die Globalisierung der Medienkommunikation einführt, hervor. Die voranschreitende Globalisierung der Medienkommunikation verlangt eine Revision vieler sozial- und kulturwissenschaftlicher Konzepte, die in ihrer Argumentation historisch von einer nationalen Gesellschaft ausgingen.
Hierzu gibt es auf internationaler Ebene eine umfassende wissenschaftliche Diskussion. Der Band führt sowohl theoretisch als auch auf aktuelle Beispiele bezogen in diese Diskussion über die transkulturelle Kommunikation ein. Er enthält zentrale Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern aller Kontinente und verschiedener Disziplinen.
Habilitationsprojekt:
Hepp, Andreas (2004): Translokale Medienkulturen: Deterritorialisierung und die Globalisierung der Medienkommunikation. Ilmenau, Technische Universität Univ., Habil.-Schrift.
Kurzcharakteristik
Im Rahmen des 2003 abgeschlossenen Habilitationsprojektes ging es darum, einen Neuansatz für die Beschreibung von Medienkulturen in Zeiten der Globalisierung von Medienkommunikation zu entwickeln. Ausgehend von einer Diskussion bestehender Ansätze der Medienkulturforschung und deren Kritik erfolgte entlang der Konzepte von Translokalität und Transkulturalität eine Neubestimmung der Erforschung von Medienkulturen. Das dabei entwickelte Konzept „translokaler Medienkulturen“ wurde im Rahmen des Habilitationsprojekts auf unterschiedlichen Artikulationsebenen von Medienkultur erprobt.







