Die CeBIT ist die weltweit größte Messe zur Darstellung digitaler Lösungen aus der Informations- und Kommunikationstechnik für die Arbeits- und Lebenswelt. Besucherzielgruppen sind Anwender aus Industrie, Handel, Handwerk, Banken, dem Dienstleistungsgewerbe, der öffentlichen Verwaltung und der Wissenschaft sowie alle technikbegeisterten Nutzer. Die Deutsche Messe AG organisiert die CeBIT seit 1986 jährlich im Frühjahr in Hannover.
Die Technische Universität Ilmenau ist auf der CeBIT 2010 am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen/Sachsen/Anhalt/Thüringen im future parc in Halle 9 vertreten.
Weiterführende Informationen zur Messe: http://www.cebit.de
Exponat: Forwarding on Gates - die Zukunft des InternetsDas Internet befindet sich in einer Krise. Adressknappheit, Sicherheitsprobleme, Spam und Skalierungsprobleme beim Routing markieren nur die Spitze des Eisberges. Das Internet, welches in den 70er Jahren aus einem unvollendeten Netzwerk von Netzwerken entstand, zeigt nach vielen Jahren des rasanten Wachstums Ermüdungs- und Ausfallerscheinungen. Um langfristig diese zentrale gesellschaftliche und wirtschaftliche Datenautobahn zu sichern und zu verbessern, wurde in Deutschland das „German Lab“ (G-Lab) ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes beteiligt sich das Fachgebiet Integrierte Kommunikationssysteme der TU Ilmenau mit dem Teilprojekt „Forwarding on Gates“ (FoG), welches vom BMBF finanziert wird. Gegenstand der Forschung ist eine neue, innovative Architektur für ein zukünftiges Internet. Die Architektur beruht auf einer Abkehr von der klassischen Knoten-orientierten Sichtweise von Netzen hin zu einer Kanten-orientierten Sicht. Sogenannte „Gates“, die die Kanten in einem Netzwerk repräsentieren, ermöglichen eine native Unterstützung von verschiedenen Dienstgüten (Quality of Service), eine transparente Adressierung, ein homogenes Management von Netzfunktionen, eine flexible Einbringung und Verschiebung von Diensten und integrierte Sicherheitsmechanismen. Am Stand wird die Arbeitsweise von FoG vorgestellt und seine Vorzüge für den Anwender demonstriert. Außerdem wird ein Überblick über die geplante Open-Source-Umsetzung für Linux gegeben, sowie Beteiligungsmöglichkeiten für Interessierte aufgezeigt.
Halle 9, Stand D04
Ansprechpartner: Technische Universität Ilmenau Fakultät für Informatik und Automatisierung Fachgebiet Integrierte Kommunikationssysteme Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Mitschele-Thiel Postfach 10 05 65 98693 Ilmenau Telefon +49 36 77 69 28 25 Fax +49 36 77 69 16 14 eMail mitsch(at)tu-ilmenau.de
Link zum Fachgebiet: www.tu-ilmenau.de/ihs
Exponat: Quadrokopter in Katastrophengebieten - Einsatz in mobilen Ad hoc NetzwerkenDas Graduiertenkolleg "Selbstorganisierende Mobilkommunikationssysteme für Katastrophenszenarien" will die Beschränkungen der bestehenden, sehr statischen Kommunikationssysteme überwinden. Das junge Forscherteam der Technischen Universität Ilmenau entwickelt dazu flexiblere Arten der Kommunikationstechnologie. Gerade im Katastrophenfall ist eine gesicherte Kommunikation von zentraler und sogar lebensrettender Bedeutung. Aufgrund der starken Abhängigkeit unserer hoch entwickelten Gesellschaft von Kommunikationsmöglichkeiten gilt dies nicht nur für die Rettungs- und Einsatzkräfte. Auch die Zivilbevölkerung sollte zumindest über grundlegende Möglichkeiten verfügen, um auf sich aufmerksam zu machen und mit Angehörigen in Verbindung zu treten. Ein wichtiges Augenmerk richtet sich bei der Ausstellung auf den fliegenden und voll einsatzfähigen Quadrokopter als Access Point, der sich mit all seinen Kommunikationsmöglichkeiten vor Ort befindet. Mit ihm können sowohl Nachrichten der Menschen im Katastrophengebiet nach außen - z. B. an Verwandte oder Retter - weitergeleitet als auch Nachrichten - z. B. über ärztliche Einrichtung oder Notunterkünfte - an die Betroffenen übermittelt werden.
Standort: Halle 9, Stand D04
Ansprechpartner: Technische Universität Ilmenau International Graduate School on Mobile Communications Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Mitschele-Thiel Postfach 10 05 65 Telefon +49 36 77 69 28 25 Telefax +49 36 77 69 16 14 Email: mitsch(at)tu-ilmenau.de
Link zum Fachgebiet
Exponat: Transaktionale Unterstützung kooperativer MedienproduktionMedienproduktionsprozesse als aktuelle Nicht-Standard-Anwendungen verschiedener Datenbanktechnologien stellen Anforderungen, die durch klassische relationale Datenbanksysteme nur bedingt erfüllt werden können. Neben der Notwendigkeit einer flexiblen aber dennoch transaktionalen Verwaltung hierarchischer (Szenen-)Strukturen stellt sich insbesondere die Forderung nach einer Unterstützung kooperativer Arbeitsweisen in einem weiten Bereich möglicher System- bzw. Verteilungsszenarien, beginnend bei kleinen Workgroup-Lösungen bis hin zu weltweit agierenden Produktionsszenarien. Auf der CeBIT 2010 wird ein in Kooperation mit dem Fraunhofer IDMT Ilmenau entwickeltes System zur kooperativen Erstellung von Soundszenen vorgestellt. Dieses System realisiert eine Client-Server-Architektur und ist für den Einsatz in eng-gekoppelten Workgroup-Szenarien konzipiert. Durch den Einsatz geeigneter Transaktions- und Synchronisationsmodelle sowie die Ausnutzung der Semantik von Operationen auf hierarchischen Szenen-Strukturen ermöglicht es die unmittelbare Propagierung von Änderungen sowie hochgradig parallele Arbeitsabläufe bei gleichzeitiger Erhaltung der Konsistenz des Datenbestandes. Interessierten Benutzern wird die Möglichkeit geboten, im kleineren Rahmen Soundszenen kooperativ zu erstellen.
Standort: Halle 9, Stand D04
Ansprechpartner: Technische Universität Ilmenau Fakultät für Informatik und Automatisierung Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme Prof. Dr. Kai-Uwe Sattler Postfach 10 05 65 98693 Ilmenau Telefon +49 36 77 69 45 77 Telefax +49 36 77 69 45 41 eMail kus(at)tu-ilmenau.de
Link zum Fachgebiet: www.tu-ilmenau.de/dbis
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