Übersicht und Kurzbeschreibung der 2001 eingerichteten Innovations- und Gründerlabore (BMBF-Forschungsvorhaben 03GL0057):"Mobilität in verteilten Systemen", Prof. Kühnhauser
Der überwiegende Teil der angeschafften Geräte existiert heute noch, wird aber auf Grund der hohen Innovationsgeschwindigkeit von IT-Geräten und der damit einhergehenden schnellen Veralterung heute für leistungsintensive Aufgaben nicht mehr eingesetzt; für experimentelle Anwendungen in der Forschung und Lehre (z.B. praktische Fallstudien im Kontext von Forschungsprojekten, Studien- und Diplomarbeiten) werden diese Geräte heute jedoch immer noch ausgiebig genutzt.
Hauptnutzung in der Forschung erfolgt im Kontext des Noja-Projekts. Noja entwickelt eine Middlewareplattform für verteilte komponentenbasierte multimediale Anwendungssysteme, die als experimentelle Forschungsplattform für die Entwicklung hochleistungsfähiger adaptiver Kommunikationsmodelle dient. Ziel ist es, auf schnelle und einfache Weise verteilte multimediale Applikationssysteme implementieren zu können, an denen dann die qualitativen Eigenschaften neuer Kommunikationsmodelle, neuer Fehlersemantiken und neuer Ressourcemanagementstrategien experimentell untersucht und validiert werden können.
Kontakt über das Fachgebiet Verteilte Systeme und Betriebssysteme
"Gründerlabor: Entwicklung und Applikation leistungselektronischer Bauteile", Prof. Petzoldt
Durch die im Rahmen der Fördermaßnahme angeschafften Geräte „Temperatur- und Klimaprüfsystem“ sowie „Curve Tracer“ konnten die Aktivitäten der Arbeitsgruppe „Leistungshalbleiterapplikation“ des Fachgebietes Leistungselektronik und Steuerungen in der Elektroenergietechnik der TU Ilmenau in folgenden Detailpunkten erweitert werden:
- Temperatur- und Klimauntersuchungen an elektronischen Bauelementen, Baugruppen und Geräten
- Statische Charakterisierung von Leistungshalbleiterbauelementen
Dadurch wurde die Voraussetzung geschaffen, auf diesen Gebieten Dienstleistungen der Industrie anzubieten, was in konkreten Drittmittelprojekten realisiert wurde. Durch die nun vorhandene erweiterte technische Ausstattung des Labors konnten sich Mitarbeiter des Fachgebietes wesentliche neue Detailkompetenzen aneignen, insbesondere auf dem Gebiet der Leistungshalbleiterapplikation in Systemen mit hohen Temperaturen in Verbindung mit Beanspruchungen an der Sperrspannungsgrenze. Durch die jahrelange Arbeit des Fachgebietes auf dem Gebiet der Leistungshalbleiterapplikation wurden stabile Kontakte zu marktführenden deutschen Unternehmen aufgebaut, z.B. zu Infineon Technologies AG (München und Villach/A); SEMIKRON (Nürnberg), eupec (Wahrstein), u.a. seitens dieser Unternehmen wurden und werden zunehmend Anfragen nach Outsourcing-Dienstleistungen an die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Leistungshalbleiterapplikation“ des Fachgebietes gerichtet. Desweiteren konnte die enge Zusammenarbeit mit der Firma ISLE GmbH dadurch ausgebaut werden, dass von Absolventen des Fachgebietes Leistungselektronik der Bereich der Leistungshalbleiterapplikation als neues stabiles Standbein innerhalb des Ilmenauer Unternehmens „Steuerungstechnik und Leistungselektronik GmbH“ aufgebaut wurde. In dieser Konstellation wurde seit dem Jahr 2004 Kernkompetenz auf dem Gebiet der elektrische und thermisch optimierten leistungselektronischen Systeme für Automotive-Applikationen in der TU Ilmenau und der ISLE GmbH aufgebaut, wodurch 2 neue Dauerarbeitsplätze für Entwicklungsingenieure in der GmbH entstanden. Das jährlich stark zunehmende Auftragsvolumen insbesondere aus der Automobil-Zuliefererindustrie lässt weitere Arbeitsplätze für die nahe Zukunft erwarten.
Kontakt über das Fachgebiet Leistungselektronik und Steuerungen
"Forschungslabor: Mobile Systeme - Robotik von Grundlagenforschung bis Applikation", Prof. Zimmermann
Im Ergebnis der Förderung "Forschungslabor Mobile Systeme -Robotik von Grundlagenforschung bis Applikation" (Innovations- und Gründerlaboren-BMBF-Forschungsvorhaben 03GL 0057) qualifizierte sich ein Mitarbeiter des Fachgebietes Technische Mechanik auf dem Gebiet der mobilen Systeme soweit, dass er sich zu einer Firmenausgründung im Frühjahr 2002 im Rahmen des Programmes "EXIST SEED" entschloss. Die Ausgründungsidee war auf die Entwicklung und Fertigung im Bereich Hochfrequenztechnik Schaltungstechnik, insbesondere im Bereich des Seefunks (IT-Branche) fokussiert. In der Startphase waren aber Entwicklungsaufgaben im Bereich der Mechatronik allgemein Arbeitsgegenstand in der Firma K&S Mechatronik (Adresse: Ehrenbergstraße 11; 98693 Ilmenau, Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Tilman Kurz). Die Firma arbeitet bis heute erfolgreich am Markt. Durch die Einrichtung des Labors war es möglich, die experimentelle Basis für weitere Forschungsprojekte im Bereich Grundlagen und Applikation zu legen. Dies betrifft im Grundlagenbereich das DFG-Projekt "Biomimetische Robotik" (DFG Zi 540/6-1) und in der applikativen Forschung die Nachwuchsgruppe "Peristaltische Sonde für die minimal-invasisve Wirbelsäulenchirurgie".
Kontakt über das Fachgebiet Technische Mechanik
"Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien", Prof. Thust
Folgende Ausrüstungen wurden aus Mitteln des Fördervorhabens "Innovations- und Gründerlabore" beschafft und stehen in den Räumen des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologie zur Verfügung:
1 Multifunktionslaser LPKF MUFU 100 UV R 104 1 Ultraschallmikroskop Sonoscan R 102 1 Röntgenanlage Feinfocus R 026
Alle genannten Geräte sind derzeit im Betrieb und wurden im Laufe der vergangenen Jahre aus Projektmitteln modernisiert. Sie werden nach wie vor sowohl zur Unterstützung von ortsansässigen jungen Firmen (u.a. Tetekera GmbH, Little Things Factory GmbH, FALCOM GmbH Langewiesen, Ingenieurbüro Electronics & Sensors, SENTEC, Zetex Neuhaus) als auch für die Zusammenarbeit mit bereits etablierten Firmen eingesetzt (u.a. MSE Berg, RHE Radeberg, EPCOS, Via Eleectronic). Es ist weiterhin geplant, diese Geräte in den Pool des Innovationswettbewerbs "Wirtschaft trifft Wissenschaft" des BMVBS einzubringen.
Kontakt über das Fachgebiet Elektrotechnologie
|