
Die IENA in Nürnberg ist seit Jahrzehnten die wichtigste internationale Fachmesse für „Ideen–Erfindungen–Neuheiten“ in Deutschland. Das Spektrum der auf der IENA vorgestellten Erfindungen reicht von echten Innovationen aus dem Hightech-Bereich bis hin zu Lowtech-Entwicklungen und pfiffigen Lösungen für die großen und kleinen Probleme des Alltags.
Weiterführende Informationen zur Messe: http://www.iena.de Das PATON-Patentzentrum Thüringen ist auf der diesjährigen Erfindermesse IENA 2006 als Gemeinschaftsstand Thüringen mit den Firmen
vertreten.
Neben den Recherche- und Informationsdienstleistungen des PATON werden auch direkt universitäre Erfindungen aus dem Pool der Patentverwertung aktiv angeboten. Am Stand des PATON werden in diesem Jahr auch vier Thüringer Erfindungen vorgestellt.
Erfindung Nr. 1: Verfahren zum partiellen Abtragen einer oder mehrer Schichten von der Oberfläche eines Gegenstandes Ein aktueller Trend bei der Gestaltung von Gebrauchsporzellan und -glas, aber auch Metall- und Kunststoffoberflächen ist die Dekoration durch Aufbringung von Schichten aus Kunststoff- oder Textilfasern bzw. -teilchen. Diese Beschichtung ist verhältnismäßig aufwendig und erlaubt beim bisherigen Stand der Technik nur die zusätzliche Einbringung relativ einfacher Muster mittels Schablonen, die pro dekoriertem Artikel nur einmal nutzbar sind. An der Fachhochschule Jena wurde ein Verfahren entwickelt, das für die weitgehende Automatisierung dieses bisher handwerklich ausgeführten Dekorationsprozesses geeignet ist und bei deutlich reduziertem Zeit- und Kostenaufwand eine höhere Flexibilität bei der Gestaltung dekorativer Oberflächen ermöglicht. Dazu werden die in der Regel auf Primer- und Klebeschicht als Haftvermittlungsschichten aufgebrachten Textil- oder Kunststoffteilchen in den Bereichen vorgesehener, dekorativer Aussparungen, ggf. in mehreren Ebenen, mittels Laserstrahl nach einem patentierten Verfahren abgetragen. Als Anwendungsgebiete bieten sich an: Herausarbeitung von dekorativen Konturen (Schriftzüge, Muster, Grafiken, Symbolen etc.) aus Ein- oder Mehrfachbeschichtungen aus Textil- oder Kunststofffasern/ -teilchen auf Keramik, Glaskeramik, Glas, Metall, Kunststoff wie z.B. Gebrauchsporzellan bzw. -glas, Innenverkleidungsteilen von Fahrzeugen u.ä.
Download Flyer (151 kb) Status: Deutsche Patentanmeldung Referenznummer: PVA 5/023 Erfindung Nr. 2: Verfahren und Vorrichtung zur geometrischen Untersuchung eines HohlraumsDie Erfindung betrifft ein erprobtes Verfahren und eine Vorrichtung zur Untersuchung eines Hohlraums, mit einer geführten Kamera, einer optischen Einrichtung zur Erzeugung eines Lichtringes (z.B. Laser) und mindestens einer Lichtlinie. Die Schnittpunkte der Lichtlinie mit dem Lichtring werden zur Bildung einer Geraden genutzt, deren Abstand zur optischen Achse der Kamera, unabhängig von der Innenfläche des Hohlraumes, immer gleich ist und deshalb als Referenzmaß bei der Quantisierung der geometrischen Abweichung der Form des Hohlraums von einer Sollform dient. Die Erfindung ist vorzugsweise zur Untersuchung von Rohrleitungen einsetzbar.
Dowload Flyer (84 Kb) Status: Deutsche Patentanmeldung Referenznummer: PVA 10/010 Erfindung Nr. 3: Infrarot-MessanordnungDie Erfindung betrifft eine Infrarot (IR)-Messanordnung, bestehend aus einem IR-Sensor und einer IR-Spiegelanordnung, zur Bestimmung der Temperaturverteilung an der Oberfläche eines Messobjekts, die sich axial und in Umfangsrichtung zum Messobjekt erstreckt. Dabei kann es sich vorzugsweise um zylindrische oder prismatische Objekte (Stäbe, Rohre, Flaschen, Wellen, Achsen, Seile, Ketten) handeln. Es wird eine instrumentell einfache Möglichkeit der Temperaturmessung und -darstellung angegeben, bei der ein Temperaturgang während der Messung ausgeschlossen und die der Automatisierung der Messung günstig zugänglich ist. Hierzu ist die IR-Spiegelanordnung so gestaltet, dass sie den Umfang oder einen Teil des Umfangs des Messobjekts gleichzeitig thermografisch erfasst. Verwendet wird ein IR-Sensor, der die thermografisch erfasste Oberfläche gleichzeitig darzustellen gestattet.
Download Flyer (199 Kb) Status: Deutsche Patentanmeldung Referenznummer: PVA 5/028 Erfindung Nr. 4: Früherkennung von Staus und verkehrsbedingten HaltenPatentidee: Erhöhung der Verkehrsicherheit und Senkung des Unfallrisikos bei Staubildung und verkehrsbedingten Halten durch Einbeziehung der, bei PKW höher gesetzten Zusatzbremsleuchte, bei LKW der Begrenzungsleuchten in das Warnblinksystem
Anwendungsnutzen: Die höher gesetzte Zusatzbremsleuchte bei Fahrzeugen, ihre Leuchtstärke und ihr Warnrot prädestiniert sie, zur Minderung des Gefahrenpotentials bei Staubildung bzw. bei sonstigen, plötzlichem Halt im Verkehrsfluss eingesetzt zu werden, indem sie vorübergehend in den Betrieb der Warnblinkanlage einbezogen wird, sobald diese eingeschaltet ist. Versuche mit Fahrzeugen haben gezeigt, dass die durch Stau oder sonstigen Halt entstehende Gefahrensituation durch die Fahrer nachfolgender KFZ wesentlich eher, in einer Entfernung bis zu 300m und darüber wahrgenommen wird und sich so die verfügbare Zeit für Reaktion und Einleitung der erforderlichen Bremsung verlängert. Die Nachrüstung von Fahrzeugen erfolgt durch ein Set, das durch einen KFZ-Elektriker nach einem vorgeschriebenen, zugehörigen Plan installiert werden kann. Die Zulässigkeit der beschriebenen Einbeziehung der Zusatzbremsleuchte in das Warnblinksystem wurde durch die DEKRA bestätigt.
Download Flyer (112 Kb) Patentanmeldung: DE 103 10 824 Gebrauchsmuster: DE 203 08 295 weitere Erfindungen finden Sie im PVA-Verwertungskatalog (pdf-Datei 364 Kb) |