01.09.2010
TU Ilmenau beteiligt sich an Exzellenzinitiative II
Die TU Ilmenau beteiligt sich an der Neuauflage der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Zum 1. September 2010 wurden die Antragsskizzen für einen Exzellenzcluster auf dem Gebiet der Lifesciences in Verbindung mit der Mikro- und Nanotechnologie sowie für eine Graduiertenschule auf dem Gebiet der Photovoltaik bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht.
„Wir treten in diesem Wettbewerb mit sehr zukunftsträchtigen Themen an“, so der Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff. „Die Anträge erwachsen aus Forschungsgebieten, auf denen die TU Ilmenau besonders große Potenziale aufweist und mit sehr vielen Partnern in Forschung und Entwicklung zusammenarbeitet. Wir sind deshalb zuversichtlich, mit unseren Vorhaben erfolgreich zu sein.“
Exzellenzcluster HuMaNo
Der Name deutet das Gebiet bereits an: Der Exzellenzcluster „Humanes Makro/Nano Interface (HuMaNo) - Systemintegration für die intelligente biomedizinische Assistenz“ zielt auf den medizinischen Einsatz von Mikro- und Nanosystemen am oder im menschlichen Körper ab. Es verknüpft die internationalen Spitzenforschungsbereiche der TU Ilmenau Präzisions- und Nanotechnologien mit der biomedizinischen Technik und Systemtechnik.
Forschungsziel von HuMaNo ist die Entwicklung von Assistenzsystemen auf der Basis von Nanosystemen, die zukünftig eine wesentlich bessere Erhebung und Verknüpfung gesundheitsrelevanter Messdaten als heute ermöglichen. Das damit verbundene Forschungsfeld „Integrierte Assistenzsysteme“ gilt als besonders zukunftsfähig, und die am Standort Ilmenau vorhandenen spezifischen Kompetenzen sollen systematisch weiterentwickelt werden.
Der Exzellenzcluster wird im Kern vom Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano® und von den Instituten der Biomedizinischen Technik, Informatik und Automatisierungstechnik getragen. Existierende Forschergruppen werden integriert, und zur weiteren Stärkung des Profils ist der Aufbau von wissenschaftlichen Nachwuchsgruppen und neuer Lehrstühle im Bereich der Nutzung von Nanotechnologie für Assistenzsysteme vorgesehen.
Sprecher des Vorhabens ist Professor Jens Haueisen, stellvertretende Sprecher die Professoren Michael Köhler und Christoph Ament.
Graduiertenschule Photovoltaik
Die Graduiertenschule „Solarvalley Graduate School for Photovoltaics“ erwächst aus dem Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland und erreicht damit eine einzigartige transregionale Aufstellung. Der Exzellenzantrag wird gemeinsam von der Martin-Luther-Universität Halle, der TU Ilmenau und der TU Bergakademie Freiberg gestellt.

Die Graduiertenschule soll sowohl abgestimmte Masterstudiengänge als auch die gemeinsame Doktorandenausbildung auf dem Gebiet der Photovoltaik beinhalten. Die teilweise umgesetzten, teilweise im Aufbau befindlichen Masterstudiengänge sollen miteinander vernetzt und durch die Ausbildung von rund 50 Doktoranden ergänzt werden. Zum Promotionsstudium sollen dabei auch Fachhochschulabsolventen Zugang erhalten. Neben den drei antragstellenden Universitäten sind daher die Fachhochschulen Jena, Anhalt und Merseburg weitere Partner im Projekt.
Neben abgestimmten Ausbildungsinhalten, gegenseitig ergänzenden Blockvorlesungen und Sommerschulen soll die Graduiertenschule auch Spezialpraktika bei den kooperierenden Hochschulen und Industriepartnern sowie den internationalen Austausch von Doktoranden und Lehrkräften umfassen. Letzteres soll vornehmlich über das European Institute of Innovation and Technology, Climate KIC, umgesetzt werden.
Von Seiten der TU Ilmenau sind acht Fachgebiete an der Graduiertenschule beteiligt. Verbundverantwortlicher der TU Ilmenau ist Professor Gerhard Gobsch, Stellvertreter Professor Tobias Reimann.

