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Fachgebiet Virtuelle Welten und Digitale Spiele


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Erfolgreiche Promotion von Frau Dipl.-Medienwiss. Marion Irmer

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07.12.2010

Erfolgreiche Promotion von Frau Dipl.-Medienwiss. Marion Irmer

Das Fachgebiet VWDS kann mit großer Freude bekannt geben, dass die langjährige Mitarbeiterin Frau Dipl.-Medienwiss. Marion Irmer am 30.11.2010 erfolgreich Ihre Doktorarbeit mit dem Titel "Erklärungsfaktoren wissenschaftlicher Mediennutzung - Eine qualitative Untersuchung zu Erwartungen und Motiven im Rahmen der Nutzung klassischer und elektronischer Rezeptions und Publikationsplattformen" verteidigt hat.

Frau Irmer arbeitet inzwischen als Geschäftsführerin des Thüringer Reit- und Fahrverband e.V.. Wir wünschen Ihr alles Gute für ihre zukünftige Karriere.
email: m.irmer@trfv.de

Im Folgenden ein Überblick über die Doktorarbeit von Frau Irmer:
Die Wissenschaft spielt eine zentrale Rolle in der heutigen Wissens- bzw. Informationsgesellschaft, da die Generierung immer neuen Wissens eine zentrale Funktion für die Gesellschaft darstellt. Wesentlicher Bestandteil wissenschaftlichen Arbeitens ist dabei, neben Forschung und Rezeption, diePublikation neuer Erkenntnisse. Somit nutzen Wissenschaftler die Medien ihres wissenschaftlichen Alltags nicht ausschließlich rezeptiv, sondern zusätzlich publikativ. Auf diesem erweiterten Mediennutzungsverständnis baut die vorliegende Arbeit auf. Im Rahmen von 24 Experteninterviews wurden hier Erwartungen von Kommunikations- und Medienwissenschaftlern an unterschiedliche klassische und elektronische Rezeptionsquellen und Publikationsplattformen hinterfragt. Desweiteren wurden erstmalig individuelle Publikationsmotive sowie Rezeptionsmotive wissenschaftlicher Mediennutzung erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erwartungen relativ homogen ausfallen und dass sich Publikationsmotive prinzipiell ähnlich strukturieren lassen, wie Rezeptionsmotive. Allerdings war ein zentraler Motivator publikativer Mediennutzung, der Aspekt der Existenzsicherung, nicht mit den bislang bestehenden Rezeptionsmotivkategorien zu fassen. Desweiteren wurde erkennbar, dass individuelle Rezeptions- und Publikationsmotive auf einen gemeinsamen Ursprung zurückzuführen sind: den Drang der Individuen nach gesellschaftlichem Aufstieg, welchem sie durch den Erwerb unterschiedlicher Kapitalformen nachkommen. Hierbei wurde ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen Kapitalformen und den Motivkategorien erkennbar, welcher sich nicht lediglichauf den Aspekt der Rezeption oder Publikation bezieht, sondern beide Perspektiven miteinander verzahnt.Anhand dieser, auf den Motiven aufbauenden Verzahnung sowie den daraus angestrebten Kapitalformen, stellt die Arbeit abschließend eine Typologie (kommunikations-)wissenschaftlicher Mediennutzer vor.