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On Tour in Yogyakarta

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04.04.2017

On Tour in Yogyakarta

Angelika Stern über ihr Auslandssemester in Yogyakarta, Indonesien

Bild: Angelika Stern, www.discoveringindonesia.wordpress.com

Angelika Stern hat sich für ihr Auslandssemester an die Universitas Atma Jaya in Yogyakarta in Indonesien begeben im Wintersemester 2012/2013. Ihr halbes Jahr hat sie in einem Weblog dokumentiert, der von vielen Reisen, seltsamen Essen und neuen Freunden erzählt: https://discoveringindonesia.wordpress.com/ 

Hier ein Ausschnitt aus einem ihrer Beiträge aus ihrem Weblog:

"Die Zeit rast

Wir schreiben den 18. Dezember 2012. Letzte Woche war die letzte Vorlesung, vergangenen Freitag das letzte Final Exam und die Final Paper in „International Communication“ und „International Marketing Management“ sind geschrieben und abgegeben. Auch meinen Kommilitonen ist bewusst, dass sich das Semester dem Ende neigt und organisieren ein großes Frühstück, bei dem wir mit Nasi Kuning (Reis, der in Kokosmilch und Curcuma gekocht wird), Hühnchen, eine Art Pommes und Salatgurken verwöhnt werden. Wie ich, finden sie es ebenfalls wirklich schade, dass wir schon gehen müssen.

Gerade in diesen Tagen erinnere ich mich oft daran, wie ich Anfang August in Yogyakarta gelandet bin und wie ungewohnt meine neue Heimat auf Zeit für mich war. Die erste Woche wusste ich teilweise wirklich nicht, wie ich das nächste halbe Jahr überstehen sollte. Doch jeder anfängliche Kulturschock ist irgendwann überwunden und es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Fünf Monate voller Erlebnisse, Freuden, schönen Momenten, geprägt aber auch von Ärger und Wut, neigen sich für mich kurz vor Weihnachten dem Ende. Von Weihnachten ist in Yogyakarta jedoch kaum etwas zu spüren und ich realisiere erst, dass Nikolaus ist, als meine Freunde ihre Nikolausgeschenke in Facebook posten. Da es hier weder Lebkuchen oder Spekulatius noch Schokoladennikoläuse gibt, beschließe ich kurzerhand meinem Freund wenigstens ein Bier in seinen Turnschuh zu stellen. Vereinzelt läuft im Supermarkt doch tatsächlich eines Nachmittags „Coming home for Christmas“, was mich doch etwas traurig gestimmt und angesichts des Regens, der tagtäglich auf den Asphalt Yogyakartas niederprasselt, wünsche ich mir hin und wieder auch Schnee und eine weiße Weihnacht. Man wünscht sich eben immer das, was man gerade genau nicht haben kann. Doch Weihnachten auf Bali mit meiner Mutter und meinem Freund wird sicherlich sehr schön, wenn auch anders."