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Fakultätsübergreifendes Institut für Werkstofftechnik


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Ansprechpartnerin

Univ.-Prof. Dr. Edda Rädlein

Institutsdirektorin

Telefon +49 3677 69-2802

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INHALTE

DC-Plasmaspritzanlage

Das atmosphärische Gleichstrom(DC)-Plasmaspritzen ist ein vielfach eingesetztes Beschichtungsverfahren zur Herstellung hochwertiger Schichten, z.B. gegen Verschleiß und für elektrische Isolation. Die Schichtdicken reichen von eingigen 10 µm bis in den Millimeterbereich.

Bei diesem Verfahren wird in einem Gerät, dem Plasmatron, ein Hochstrom-Lichtbogen zwischen einer stabförmigen Wolfram-Katode und einer wassergekühlten, meist aus Kupfer bestehenden Anode, die als Düse wirkt, betrieben. Das Arbeitsgas (meist ein Argon-Wasserstoff-Gemisch) beströmt den Lichtbogen, wird auf Temperaturen von mehr als 10.000 K aufgeheizt und verläßt als stromfreier Plasmastrahl mit hoher Geschwindigkeit (einige 100 m/s) das Plasmatron. In den Plasmastrahl wird senkrecht Pulver injiziert, im Strahl aufgeschmolzen und in Richtung Werkstück beschleunigt. Beim Auftreffen auf einer aktivierten (aufgerauhten) Oberfläche bilden die Pulverteilchen eine geschlossene, fest haftende Schicht.

Zur kompletten Anlage gehören:

  • Kleinroboter als Handlingsystem zur Bewegungssteuerung für den Plasmastrahlerzeuger

  • Gasversorgung mit Massenflußreglern zur exakten Regelung aller notwendigen Arbeitsgase
  • Schallschutz-Kabine mit einer Schallreduzierung auf 75 dB

  • Filterabsauganlage mit Twin-Pulverfördergerät

 

Die Steuerung und Überwachung der einzelnen Komponenten erfolgt durch speicherprogrammierbare Steuerungen vom Computer-Arbeitsplatz aus.