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Fakultätsübergreifendes Institut für Werkstofftechnik


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INHALTE

Studienabschlussarbeiten

im Institut für Werkstofftechnik

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Drescher, Viktor
Entwicklung einer Online-Schmelzewiderstandsmesszelle als Werkzeug zur Qualitätssicherung und Ermittlung des Einflusses der Extrusionsparameter bei der Herstellung elektrisch leitfähiger Kunststoffe. - 123 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Der erste Teil der Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Aufbau einer Messzelle zur Bestimmung des elektrischen Widerstands einer Polymerschmelze direkt während der Extrusion. Die Umsetzung dieser Messeinrichtung im Labormaßstab erfolgte im Anschluss daran an einem Doppelschneckenextruder (d = 27mm). - Im zweiten Teil wurde jeweils untersucht, inwieweit sich eine Änderung der Maschinenparameter Temperatur, Schneckendrehzahl und Förderrate auf die elektrischen Widerstände, zum einen in der Schmelze, zum anderen an erstarrten, vollständig auskristallisierten Prüfkörpern auswirkt. Die Versuche hierzu fanden jeweils an drei unterschiedlichen rußgefüllten Polymeren statt (Polypropylen (PP), Polytehylen (HDPE) und Ethylenvinylacetat (EVA)). - Da der eigentliche Einsatz einer derartigen Messzelle in der Überwachung der Rußdosierung liegt, behandelt der letzte Teil schließlich die Frage, inwieweit sich eine derartige Messeinrichtung dafür eignet. Aus diesem Grund wurde von jedem der drei Kunststoffe eine Eichkurve mit unterschiedlichen Rußgehalten aufgenommen. Anschließend wurde die Schrittweite reduziert und die genaue Messauflösung anhand einer simulierten Störung der Rußdosierung bestimmt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/537684638dresc.txt
Wenzel, Ute
Feldunterstützter Ionenaustausch in Glas. - 198 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

In dieser Arbeit wird die Modifizierung des mechanischen und optischen Verhaltens vom photostrukturierbaren Glas FS21 und vom Borosilikatglas Duran durch den Ionenaustausch in Kalium-, Natrium- und Lithiumnitratschmelzen unter Einsatz eines elektrischen Feldes untersucht. Die Eigenschaftsänderungen werden in Abhängigkeit von der Art des elektrischen Feldes, sowohl Wechsel- als auch Gleichfeld, der Prozesstemperatur und -zeit betrachtet. Dazu werden die Biegebruchfestigkeit und der Elastizitätsmodul, die Brechzahlgradienten der ionenausgetauschten Zone in der Glasoberfläche und die Lichtführungseigenschaften bestimmt. Als Grundlage der Veränderungen wird über EDX-Analyse der Konzentrationsverlauf der ausgetauschten Ionen ermittelt. Für FS21 und Duran zeigt sich, dass jeweils ein Parametersatz für den Ionenaustausch eine Steigerung der Festigkeit um 100 % bewirkt. Jedoch kann die Feldunterstützung im Vergleich zum thermischen Ionenaustausch nicht die Streuung der Festigkeitswerte minimieren. Der Ionenaustausch an FS21 in Kaliumnitratschmelze führt zu einer Brechzahlerhöhung und der in Natriumnitratschmelze zu einer Brechzahlreduzierung. - Schlüsselwörter: feldunterstützter Ionenaustausch; Glas; Nitratsalzschmelze; Festigkeit; Brechzahl


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/529832054wenze.txt
Günther, Edith
Untersuchungen zur stromlosen Verkupferung textiler Materialien. - 119 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Textile Materialien bieten aufgrund ihrer hohen Flexibilität, Nachgiebigkeit und mechanischen Belastbarkeit vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Durch die Kombination dieser Eigenschaften mit den physikalischen Eigenschaften der Metalle können neue Anwendungsbereiche für die metallisierten Textilien erschlossen werden. Der Stand der Technik bezüglich der Metallisierung nichtleitender textiler Substrate beinhaltet insbesondere die Versilberung von Polyamidfasern. Die Anwendung versilberter Polyamidfäden ist auch unter dem Namen "Silbertechnologie" bekannt. Darauf aufbauend soll die chemische Kupferabscheidung auf Polyester angewendet werden, um kostengünstigere und thermisch stabilere Produkte zu erhalten. Einerseits wird Polyester bislang nicht in der Kunststoffgalvanisierung eingesetzt, andererseits konnten der Literatur auch keine gängigen Beschichtungstechnologien entnommen werden, die einen haftfesten Verbund zwischen Kupfer und Polyester bringen würden. Es galt herauszufinden, inwieweit bereits vorhandene Technologien der Kunststoffmetallisierung, z.B. für ABS-Polymere, auf Polyestermaterialien übertragbar sind. Die Abscheidungsrate des verwendeten, chemischen Kupferelektrolyten wird in Abhängigkeit der Elektrolytbelastung, der Elektrolyttemperatur, der Konzentrationen der Hauptbestandteile des Kupferelektrolyten und der Konvektion untersucht. Zur Konstanthaltung der Abscheidungsgeschwindigkeit werden die Elektrolytbestandteile analysiert und der Elektrolyt regeneriert. Untersuchungen bezüglich der Haftfestigkeit und Duktilität der chemisch abgeschiedenen Kupferschicht werden dargestellt.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/529779951guent.txt
Stauden, Peter
Evaluierung des Single Wire Arc Spraying (SWAS) für die Direktbeschichtung von Ventilsitzen. - 104 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Verfahren des thermischen Spritzens dienen zur Herstellung von Verbundwerkstoffen, insbesondere von Schichtverbunden. Vor allem das Lichtbogendrahtspritzen ist auf Grund des hohen Wirkungsgrades und der hohen Auftragswirkungsrate ein vergleichsweise kostengünstiges Verfahren. Problematisch ist jedoch die Beschichtung sehr schmaler Funktionsflächen, da der Spritzstrahl beim Lichtbogendrahtspritzen mit zwei Drähten eine große Divergenz aufweist und somit der Oversprayanteil sehr hoch ist. Durch Variation des Prinzips hin zum Lichtbogendrahtspritzen mit einem Draht (Single Wire Arc Spraying, kurz SWAS) können die Spritzstrahldivergenz und auch der Oversprayanteil drastisch verringert werden. Ein potentielles Anwendungsgebiet des Lichtbogendrahtspritzens mit einem Draht ist die Substitution eingepresster Ventilsitzringe aus einer Kobaltbasislegierung in großen Nutzfahrzeugmotoren durch einen direkt beschichteten Ventilsitz. Dadurch kann bis zu 80% der benötigten Materialmenge eingespart werden. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Versuchsstand zur Umsetzung des SWAS mit sämtlichen notwendigen Komponenten aufgebaut und in Betrieb genommen. Nach einigen konstruktiven Veränderungen am Beschichtungsaggregat selbst gelang zunächst das Verspritzen eines Kupfer Nickel Massivdrahtes. Durch Variation der Spritzparameter konnte das Prozessverhalten stabilisiert werden sowie ein definierter Spritzstrahl mit einem Divergenzwinkel von ca. 3&ayn; erzeugt werden. Anschließende Beschichtungsversuche mit dieser definierten Strahlgeometrie ergaben auf den Substraten Schichtbreiten von weniger als 1cm. Auch die Verarbeitbarkeit des für Ventilsitze relevanten Fülldrahtes aus einer Kobaltbasislegierung konnte nachgewiesen werden. Schon bei lichtmikroskopischer Untersuchung der Schichten ergaben sich positive Ergebnisse bezüglich der Homogenität. Auch in den durchgeführten REM und EDX Untersuchungen bestätigte sich, dass eine Legierungsbildung der Komponenten des Fülldrahtes stattfindet. Mit der durchgeführten Arbeit wurden zwei wesentliche Aspekte, die für die ökonomische Direktbeschichtung von Ventilsitzen mittels SWAS unabdingbar sind, nachgewiesen. Durch Erzeugung eines Spritzstrahls mit extrem geringem Divergenzwinkel von erfolgt eine massive Reduktion des Oversprayanteils bei der Beschichtung sehr schmaler Funktionsflächen. Die hergestellten TribAloy-Schichten beweisen, dass mit dem aufgebauten Versuchsstand Fülldrähte (Kobaltbasis) verarbeitet werden können. Das SWAS ist prinzipiell für die Direktbeschichtung von Ventilsitzen geeignet.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/527895377staud.txt
Distelrath, Anika
Tribologische Untersuchungen an Chrom- und Chromdispersionsschichten. - 80 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Galvanisch abgeschiedene Dispersionsschichten mit anorganischen nichtmetallischen Partikeln bringen oft eine Verbesserung des Verschleißverhaltens. Diese Arbeit untersucht das tribologische Verhalten von Chromschichten, die aus einem konventionellen schwefelsauren Chromelektrolyten mit Zusatz von nanoskaligem Aluminiumoxidpulver abgeschieden wurden. Als Vergleich dienen Chromschichten ohne Partikelzusatz. Das tribologische Verhalten wird mit dem ebenen Streifenziehversuch bei Flächenpressungen bis 50 N/mm2 untersucht. Der Blechwerkstoff wird mit einem Tastschnittgerät untersucht. Änderungen des Schichtaussehens, der Vickers-Mikrohärte und der Stromausbeute werden in Abhängigkeit von den Arbeitsparametern Temperatur und kathodischer Stromdichte sowie der Partikelkonzentration des Elektrolyten charakterisiert. Die Anlage zur Dispersionsabscheidung wird beschrieben. Das Aluminiumoxidpulver bewirkt einen großen Härteanstieg bei den Abscheidungsparametern 35 Grad Celsius und 50 A/dm2 von 740 HV 0,05 bei der Abscheidung ohne Aluminiumoxid auf ca. 1100 HV 0,05 bei Zusatz von 100 g/l der Nanopartikel. Die Makrostreufähigkeit des Elektrolyten und die Stromausbeute sinken mit der Partikelmenge. Der Partikeleinbau wird mit optischer Glimmentladungsspektrometrie nachgewiesen. Die Reibwerte für die Gleitreibung gegen Stahlblech DC 04 mit 1 g/mø des Ziehöls M 100 liegen zwischen 0,12 und 0,16. Es liegt vorwiegend Grenzreibung vor. Das Reibverhalten von Schichten mit Nanopartikeln im Elektrolyten und herkömmlichen Chromschichten unterscheidet sich wenig. Es tritt keine zum Versagen der Werkzeugbeschichtung führende Adhäsion auf. - Galvanische Abscheidung, Dispersionsschicht, Verbundschicht, Dispersionsabscheidung, Cr-Al2O3-Schicht, Al2O3, Aluminiumoxid, nanoskalig, Chrom, Hartchrom, Mikrohärte, Stromausbeute, Tribologie, Streifenziehversuch, Gleitreibung, Reibwert, Tastschnittgerät, GDOES, GDOS


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/526747722diest.txt
Schröpfer, Dirk
Erprobung verfahrenstechnischer Prinzipien und Entwurf eines Hochtemperatur-Chlorinators zur Reinigung von Quarzsanden. - 69 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

Die Qualität von Quarzglas hängt wesentlich von der Reinheit beziehungsweise von den Arten der Verunreinigungen des verwendeten Rohstoffes ab. Hauptsächlich eingesetzte Rohstoffe sind Schmelzgranulate natürlichen Ursprungs und solche, die aus künstlich gezüchteten SiO2-Autoklavenkristallen hergestellt werden. Beim Züchtungsprozess künstlicher Kristalle wird gegenüber den eingesetzten, natürlichen Kristallbrocken (z.B. LASCA) ein enormer, prinzipbedingter Reinigungseffekt erzielt. Sie zeichnen sich durch hohe Reinheit und geringe Blasigkeit im Anlieferungszustand aus. Allerdings sind diese Kristalle durch erhöhte Anteile an Alkaliionen gekennzeichnet, welche aus dem Züchtungsprozess resultieren. In Laborversuchen mit einem Hochtemperaturchlorinator konnte eine deutliche Absenkung dieser Verunreinigungen erreicht werden. Aufbauend auf diesem Prinzip sollte eine Aufgabenstellung für eine Apparatur im Produktionsmaßstab erarbeitet werden. Die Bemessung der Aufheiz- und Abkühlprozesse, sowie der Prozessführung während des Chlorinierens ermöglicht die Konzipierung einer solchen Anlage und führt letztendlich zu einer fachlich fundierten Aufgabenstellung für die Anlagenkonstruktion.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/526171316schro.txt
Wulf, Sven-Erik
Untersuchungen zum mechanischen Verhalten nanoskaliger WC/C-Schichten. - 93 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2007

In der Industrie sind Wolframkarbid/Kohlenstoff Beschichtungen als reibungs- und verschleißarme Schichten erfolgreich im Einsatz. Diese werden unterschieden in Nanodispersionsschichten (nanocomposites), in denen nanokristalline WC-Körner in eine Kohlenstoffmatrix eingebettet sind, und in Schichten mit einem periodischen Schichtaufbau aus abwechselnden Wolframkarbid- und Kohlenstoffschichten. Die in der Industrie eingesetzten Multilayerschichten weisen keine scharfen, sondern kontinuierliche Übergänge zwischen den Einzellagen auf. In der vorliegenden Arbeit werden gesputterte WC/C-Multilayerschichten mit scharfen Grenzflächen und unterschiedlichem Schichtaufbau auf ihr tribologisches Verhalten hin untersucht. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Charakterisierung des mechanischen Verhaltens bei hohen Hertz'schen Kontaktdrücken zwischen 0,6 GPa und 0,9 GPa. Zum Vergleich werden zusätzlich Schichten aus amorphen Kohlenstoff (a-C), aus WC1-x und eine WC/C-Nanodispersionsschicht untersucht. Dazu werden tribologische Messungen mit einem Mikrotribometer durchgeführt, wobei durch Variation der Messzeit das Kurzzeit- (2,5 h) und das Langzeitverhalten (ca. 7 h) ermittelt wird. Das Reibverhalten der unterschiedlichen Schichten wird miteinander verglichen. Über Untersuchungen im Rasterelektronenmikroskop werden Aussagen über den Zustand der Kontaktzonen, von Grund- und Gegenkörper bezüglich des Verschleißes getroffen. Über profilometrische Messungen an den bei den Langzeitversuchen erzeugten Verschleißspuren werden mittlere Verschleißtiefen und spezifische Verschleißraten für die untersuchten Schichten ermittelt und in Bezug auf den Schichtaufbau miteinander verglichen. Aus den ermittelten Verschleißdaten werden zwei Proben ausgewählt, von welchen Querschnitte in einem FIB-System erzeugt werden sollen, um so über TEM-Aufnahmen weitere Aussagen über das mechanische Verhalten treffen zu können. Bei den Kurzeitversuchen zeigt sich, dass die Reibeigenschaften abhängig vom Schichtaufbau sind, wobei die ermittelten Reibungskoeffizienten in einem Bereich zwischen 0,13 und 0,24 liegen. In den Langzeitversuchen ist bei den meisten Schichten Verschleiß aufgetreten. Es wurden spezifische Verschleißraten zwischen 10-8 und 10-6 mm3/Nm je nach Schichtaufbau ermittelt. Der Verschleiß sowie beobachtete Transferfilmbildungen beeinflussen das Reibverhalten der unterschiedlichen Schichten.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/526149604wulf.txt
Mihm, Sebastian
Modifizierte Düsenkonfiguration für das DC-Vakuumplasmaspritzen. - 103 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Plasmatechnik mit ihren breiten Anwendungsgebieten z.B. in den Bereichen Elektronik, Energietechnik, Optikindustrie, Fahrzeug- und Maschinenbau, Umwelt- und Medizintechnik spielt in dem heutigen wissenschaftlichen-technischen Fortschritt eine wichtige Rolle. Dabei findet sie mit ihren mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten überall dort Anwendung, wo es auf Qualität, Produktivität, Umweltverträglichkeit, Präzision und Flexibilität ankommt. - Durch ihr hohes Potenzial für Innovationen, Wertschöpfung, Nachhaltigkeit & Wachstum und technologische Breitenwirksamkeit entwickelt sie sich zu einer Querschnittstechnologie, deren Zukunftspotential noch weiter zu erschließen gilt und deren Bedeutung ständig wächst [BMBF00], [NUTS95]. - Ein Hauptanwendungsgebiet der Plasmatechnik liegt im Bereich des thermischen Spritzens der verschiedenen Beschichtungstechnologien. In der heutigen, raschen, technologischen Fortentwicklung mit dem Zwang der ständigen Leistungssteigerung und Wirkungsgraderhöhung von Maschinen und Anlagen, werden Werkstoffe bis in Ihren Grenzbereich belastet. Durch die verschiedenen Beschichtungstechnologien, dargestellt in Bild 1, werden mittels Funktions- bzw. Schutzschichten neue Werkstoffeigenschaften realisiert [NUTS95]. - Das Plasmaspritzen als eines der universellsten thermischen Beschichtungsverfahren nimmt zweifellos eine zentrale Rolle ein. - Unterschieden beim Plasmaspritzen wird dabei nach Art der Generierungsform des Plasmas, Gleichstrom (Direct Current) - Plasmaspritzen und Induktionsplasmaspritzen (ICP - Inductive Coupled Plasma). - Beim ICP mit der elektrodenlosen Anordnung wird durch einen stromdurchflossenen Induktor ein hochfrequentes elektromagnetisches Feld innerhalb der koaxialen Anordnung von Hüllgas- und Arbeitsgasrohr erzeugt und dadurch die für die Gasentladung notwendige Energie geliefert. Das die Entladungsregion verlassende, ionisierte Gas bildet einen Plasmafreistrahl, der für den Beschichtungsprozess die notwendige Energie zum Aufschmelzen des Spritzwerkstoffes liefert. Die axiale Pulverinjektion erfolgt über die wassergekühlte Pulverförderlanze. - Industriell und kommerziell weitläufiger genutzt wird dagegen das DC (direct current) - Plasmaspritzen. Hierbei wird zwischen einer zentrisch, wassergekühlten thorierten Wolframkathode und einer als Düse fungierenden wassergekühlten Anode (i.a. Kupfer) ein gasstabilisierter Hochstromlichtbogen hoher Energiedichte mittels Gleichstromgenerator generiert. Zwischen beiden Elektroden wird ein inertes Gas (Ar, He, N2, H2) oder Gasgemisch ionisiert und es entsteht am Düsenausgang der Plasmafreistrahl. Das Spritzpulver wird außerhalb oder innerhalb des Düsensystems radial injiziert, im Plasma aufgeschmolzen und auf das Substrat beschleunigt [STEFF92]. Dank der systematischen und konsequenten Weiterentwicklung des atmosphärischen Plasmaspritzens (APS) kamen innerhalb kurzer Zeit verschiedene Verfahrensvarianten des DC - Plasmaspritzens wie z.B. Unter Wasser Plasmaspritzen (UPS), Inertplasmaspritzen (IPS) und Vakuumplasmaspritzen (VPS) hinzu. - Aufgrund dieser verschiedenen Plasmaspritzverfahren stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur gezielten Einflussnahme auf die Eigenschaften der Funktions- bzw. Schutzschichten zur Verfügung und es werden neue Werkstoffeigenschaften die spezifischen gewünschten Funktionen gerecht werden z.B. mechanische, elektrische, magnetische, optische Funktionen sowie Oxidations-, Verschleiß- und Korrosionsschutz realisiert.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/528572938mihm.txt
Petzoldt, Franziska
Untersuchungen zur magneto-hydrodynamischen Konvektion an ebenen und mikrostrukturierten Elektroden. - 91 S.
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Die Abscheidung von metallischen Dispersionswerkstoffen in mikrotechnisch strukturierten Substraten ermöglicht die Nutzung der Eigenschaften dieser Verbundwerkstoffe für mikrotechnische Bauelemente. Bisher ist jedoch nur wenig über den Transport- und Einbaumechanismus nanoskaliger Partikel bekannt. Der Antransport keramischer Dispersoide erfordert eine konvektive Mindestbewegung. - Mit zunehmendem Aspektverhältnis wird die Beeinflussungsmöglichkeit über die äußere Konvektion immer geringer und geht schließlich gegen Null, da die stofftransportkontrollierte Abscheidung in Mikrostrukturen mit hohem Aspektverhältnis diffusionsgesteuert erfolgt. - In den vergangenen Jahren wurde der Einfluss von starken magnetischen Gleichfeldern auf die galvanische Metallabscheidung intensiv untersucht. Die nachgewiesene fluidmechanische Beeinflussung des Stofftransports durch starke Magnetfelder sollte auch in Mikrostrukturen wirksam sein. Partikeleinbaumenge, Abscheidungsgeschwindigkeit, Wirkung verschiedener Zusätze etc. sind stofftransportabhängig und prinzipiell durch den Magnetohydrodynamischen (MHD) Effekt zu beeinflussen. - Am Beispiel von Redoxelektrolyten werden Diffusionsgrenzstromdichten in Abhängigkeit von der Stärke eines äußeren Magnetfeldes ermittelt. Die Stärke der konvektiven Bewegung durch die induzierte Lorenzkraft wird durch den steigenden Diffusionsgrenzstrom des Redoxsystems angezeigt. - Der Einfluss von Richtung und Stärke des Magnetfeldes auf den Diffusionsgrenzstrom wird ermittelt und im elektrochemischen Abscheidungsprozess erste Versuche mit dem Einbau von Nanopartikeln vorgestellt. Die Untersuchungen sollen einen Beitrag zur Aufklärung der Magnetfeldeffekte im elektrochemischen Abscheidungsprozess liefern. Im Ergebnis soll die Abscheidung von Dispersionsschichten in Mikrostrukturen durch konvektive fluidmechanische Beeinflussung innerhalb der Struktur ermöglicht bzw. verbessert werden.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/522385281petzo.txt
Bach, Dominik
Optimierung der Matrixglassuspension für einen Oxidfaser/Glasmatrix-Verbundwerkstoff. - 66 S
Ilmenau : Techn. Univ., Diplomarbeit, 2006

Transparenz und sprödes Bruchverhalten sind zwei grundlegende Eigenschaften von Gläsern. Bei der Verstärkung der Gläser durch schwarze Kohlenstoff- und Siliciumkarbid-Fasern geht allerdings ihre Transparenz verloren. Zur Herstellung von transparenten oder transluzenten Glasmatrix-Verbundwerkstoffen sind daher amorphe oder nanokristalline anorganische Oxidfasern Gegenstand der aktuellen Forschung. Dabei müssen die Brechzahlen und die thermischen Ausdehnungskoeffizienten der anorganischen Oxidfasern mit den Werten der Matrixgläser übereinstimmen. Die Gleitschicht auf den Fasern muss transparent sein. Die Arbeit beginnt mit der Zerkleinerung kompakter Stücke des gelieferten Matrixglases und der Charakterisierung der Glaspulver. Durch Endlosfasern verstärkte Glasmatrix-Verbund"-werk"-stoffe werden durch einen Slurry-Imprägnier-Prozess hergestellt. Während die Fasern durch die Slurry gezogen werden, kommt es zur adhäsiven Aufnahme des suspendierten Glaspulvers durch die Fasern. Anschließend erfolgt die Herstellung der Prepregs und ihre Umwandlung in einen Komposit durch Heißpressen. Die Slurry besteht üblicherweise aus Glaspulver und destilliertem Wasser. Das Ziel dieser Arbeit ist die Optimierung der Slurry. Die Slurries sollen zum einen stabil sein und zum anderen soll eine gute Anlagerung des Matrixglases an die Fasern gewährleistet werden. Dazu werden zum einen die Zeitabhängigkeit des Lösungsverhaltens und der Verlauf des Zeta-Potentials von Matrixglaspulvern untersucht. Zum anderen werden die Benetzungseigenschaften der Pulver durch Kontaktwinkelmessungen charakterisiert. Abschließend wird die Adhäsionsarbeit zwischen Pulvern und Fasern in Wasser berechnet.


http://www.gbv.de/dms/ilmenau/abs/520914228bach.txt