http://www.tu-ilmenau.de

Logo TU Ilmenau


Ansprechpartner

Michelle Andrä

Sekretariat

Telefon 03677 69-4080

E-Mail senden

Ihre Position

INHALTE

Wege zu einem effektiveren Technologietransfer

Wie lässt sich der Transfer innovativer Technologien aus der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung beschleunigen? Dieser Frage gehen die Fachgebiete Marketing (Prof. Dr. Anja Geigenmüller) und Fertigungstechnik (Prof. Dr. Jean Pierre Bergmann) in einem interdisziplinären Forschungsprojekt nach. Am Beispiel einer neuartigen Fügetechnologie sollen Akzeptanzbarrieren industrieller Anwender ermittelt und Marketingstrategien zur Überwindung dieser Barrieren erarbeitet werden. Weiterhin geht das Forschungsprojekt der Frage nach, welche Kenntnisse und Fähigkeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einem Technologietransfer entscheidend sind. Daraus sollen Anregungen für Leistungsangebote und Vermittlungsformen entwickelt werden, die universitätsinterne Transferstellen anbieten können, um Transferbeziehungen zwischen Universitäten und Unternehmen wirksam zu unterstützen.

Das Projekt wird durch die interne Exzellenzförderung der TU Ilmenau finanziert.

"Forschungsroadmap Feuerfestkeramik" (DFG-Schwerpunktprogramm 1418)

Das Vorhaben erarbeitet eine Forschungs-Roadmap als Grundlage für eine strategische Forschungsplanung im Bereich Feuerfestkeramik. Die Basis der dafür notwendigen Untersuchungen ist eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette von der Pulveraufbereitung über Formgebungsverfahren, Trocknung, Sinterprozess bis hin zur Simulation und Bauteilprüfung. Entlang dieser Prozesskette bildet das Vorhaben relevante technologische Entwicklungen, ihre Verflechtungen sowie wichtige Akteure und Schnittstellen zwischen einzelnen Forschungsbereichen ab.

Einzubeziehende Forschungsbereiche umfassen zum einen die Auseinandersetzung mit Erkenntnissen aus dem Feld keramischer Werkstoffe (Silikatkeramiken, oxidische und nicht-oxidische Keramiken) sowie Verbundkeramiken (faserverstärkte Keramiken bzw. Metall-Keramik-Komposite). Zum anderen werden wesentliche Impulse aus anderen werkstoffgruppenbezogenen Forschungsrichtungen, d.h. aus den Gebieten der Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe, erwartet.

Das Vorhaben wendet dafür Methoden der Marktforschung an, die dem Anspruch einer sehr hohen Komplexität und Unsicherheit forschungsbezogener Roadmaps gerecht werden. Dazu zählen hauptsächlich qualitative Methoden, Kreativtechniken sowie quantitative Erhebungsmethoden (Experteninterviews, Fokusgruppen, Expertenbefragungen, Delphi-Methode, Szenario-Technik). Neben der Informationsgewinnung setzt sich das Vorhaben mit Anspruchsgruppen und Instrumenten auseinander, die eine zielgerichtete Kommunikation der Forschungs- oadmap Feuerfestkeramik ermöglichen. Konzeptionelle Grundlagen eines Kommunikationskonzeptes sollen die zielgruppenorientierte Verbreitung der Forschungsergebnisse sichern und damit einen effektiven Wissenstransfer sowie eine effiziente Forschungsplanung und -förderung unterstützen.

Das Projekt ist Bestandteil des DFG-Schwerpunktprogramms 1418 "Feuerfest - Initiative zur Reduzierung von Emissionen - FIRE".

"Marketingkonzept für ingenieurwissenschaftliche Disziplinen" (DFG-Schwerpunktprogramm 1418)

Trotz ihrer immensen Bedeutung für die Grundstoffindustrie und ihres Innovationspotenzials für technologische Prozesse und Erzeugnisse ist die Forschung auf dem Gebiet von Feuerfestwerkstoffen, insbesondere Feuerfestkeramiken, in der öffentlichen Wahrnehmung unterrepräsentiert. Das hier beantragte Projekt untersucht Dimensionen und Einflussgrößen auf das Image wissenschaftlicher Fachdisziplinen aus dem Blickwinkel verschiedener Ziel- und Anspruchsgruppen. Das Projekt verfolgt drei Ziele: Es entwickelt erstens Strategien und Maßnahmen, die das Image der Forschungsrichtung Feuerfestkeramik und ihre öffentliche Wahrnehmung stärken. Auf diese Weise schafft es zweitens eine Grundlage für die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte und eine attraktive Positionierung relevanter Studienprogramme. Drittens identifiziert es Ansatzpunkte einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit, insbesondere industrieller Anwender, für die Leistungsfähigkeit und damit die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung innovativer Konzepte der Hochleistungskeramik

Das Projekt ist Bestandteil des DFG-Schwerpunktprogramms 1418 "Feuerfest - Initiative zur Reduzierung von Emissionen - FIRE".

Laufzeit des Teilprojekts: 2009 - 2012

Teilprojekt "Öffentlichkeitsarbeit" (DFG-Sonderforschungsbereich 799)

Das Teilprojekt Öffentlichkeitsarbeit ist verantwortlich für die Darstellung des SFB, seiner beteiligten Wissenschaftler und der erzielten Forschungsleistungen an verschieden Zielgruppen. Über Fachkreise hinaus sollen Ziel und Fortschritte des SFB u. a. an Entscheidungsträger in Unternehmen und Organisationen, an Medien und eine interessierte Öffentlichkeit kommuniziert werden. Einen besonderen Stellenwert erhalten Maßnahmen, die das Interesse von Schülern an der Werkstoffforschung wecken und zur Gewinnung talentierter Nachwuchskräfte in dieser Disziplin beitragen.

Das Projekt ist Bestandteil des DFG-Sonderforschungsbereichs 799 "TRIP-Matrix-Composite" der TU Bergakademie Freiberg. Die Vision dieses SFB ist die Erforschung einer neuen Klasse von Hochleistungs-Verbundwerkstoffen mit dem Namen TRIP-MATRIX-COMPOSITE auf der Basis von TRIP-Stählen und Zirkoniumdioxid-Keramiken (TRIP: transformation-induced plasticity). Ziel ist die Einstellung exzellenter, an die Bauteilbeanspruchung angepasster funktionaler und adaptiver mechanischer Eigenschaften für einen Innovationsschub in Sicherheits- und Leichtbaukonstruktionen.

Laufzeit des Teilprojekts: 2008 - 2012

"Interaktionsbeziehungen im Technologietransfer"


Im Forschungsvorhaben MATRIX (Materialwissenschaftlicher Technologietransfer in die industrielle Praxis) werden von fünf Forschungsstellen aufeinander abgestimmte Forschungsanträge gestellt. Hiermit wird als Nachantrag zum Schwerpunktprogramm 1168 (Erweiterung der Einsatzgrenzen von Magnesiumlegierungen) auf Forschungsbedarf zur Entwicklung von Maßnahmen und Methoden zur Unterstützung des Technologietransfers und zur Herausbildung von Innovationen im Bereich Materialwissenschaften und Werkstofftechnik reagiert. Dieser Forschungsbedarf wurde im Schwerpunktprogramm 1299 „HAUT“ bestätigt. Die Implementierung dieser Maßnahmen und Methoden wird gemeinsam mit der Bundesvereinigung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie dem Deutschen Verband technischwissenschaftlicher Vereine realisiert.

Das Teilprojekt "Interaktionsbeziehungen im Technologietransfer" verfolgte dabei folgende Zielstellungen:

  • differenzierter Überblick über Zielgruppen und konkrete Förderbedarfe im Bereich der Materialwissenschaften in Abhängigkeit personaler und organisationaler Eigenschaften und Fähigkeiten,
  • Ansatzpunkte zur Überprüfung/Evaluierung von Förderprogrammen hinsichtlich Zielgruppen, inhaltlicher Schwerpunkte bzw. Art der Kommunikation (z.B. der DFG),
  • Ansatzpunkte zur Erhöhung der Wirksamkeit von Kommunikationsmaßnahmen der DFG im Kontext der Förderung des Wissenstransfers aus der Grundlagenforschung in die Anwendung.

weitere Informationen zum Gesamtvorhaben "MATRIX" 

"Silver Mobility: Nahfeld-Mobilitätskonzepte für die Altersgruppe 50+"

Nur wer sich im Alltag selbständig und sicher bewegen kann, wird selbstbestimmt und in Würde altern. Aus diesem Grund hat sich die Forschergruppe „SILVER-MOBILITY“ das Ziel gesetzt, Assistenzsysteme für ältere Menschen zu konzipieren, welche die individuelle Mobilität bewahren, wiederherstellen und idealerweise sogar erweitern. Dabei wird mit der Altersgruppe 50+ (ab fünfzig Jahre) als Nutzer- und Kundengruppe der Einstieg in die Nutzung der Mobilitäts-Angebote bewusst früh eingeplant, damit Nutzer und Angebot sich mit steigendem Lebensalter kontinuierlich aneinander anpassen können und diese stetige Adaptation anders als heute üblich den Schock scheinbar plötzlicher Invalidisierung vermeidet.

Die Forschergruppe fokussiert sich auf die Mobilität im Nahfeld, vom häuslichen Umfeld bis zur nächsten Haltestelle des Öffentlichen Verkehrs. Bewusst ausgeklammert wird damit die Optimierung klassischer Kraftfahrzeuge im Straßen- oder Schienenverkehr – mit Ausnahme der Nutzungsoptimierung vorhandener Systeme durch An- und Einbindung in die neuen Konzepte der Nahfeldmobilität. Ziel des Projektes ist Entwicklung neuartiger Antriebs- und Bewegungskonzepte für die Nahfeldmobilität sowie die Verbesserung der Nutzerassistenz. Diese Entwicklung soll vor dem Hintergrund nachhaltiger, energieeffizienter sowie rohstoff- und materialeffizienter Mobilitätslösungen stattfinden. Dafür werden umfassende Markt und Anfoderunsganalysen sowie Nutzerbefragungen durchgeführt und entwickelte Konzeptideen auf ihre Marktfähigkeit hin überprüft.