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Ansprechpartner

Andrea Krieg

Stabsstelle Campus-Familie

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INHALTE

Angebote für MitarbeiterInnen

Arbeitsunfähigkeit

Wiedereingliederung in das Berufsleben

Die zentrale Aufgabe des BEM ist die Wiedereingliederung von MitarbeiterInnen
nach einer längeren Krankheitsphase bzw. einer Phase der Arbeitsunfähigkeit. Im Rahmen dieses Prozesses nimmt der/die betroffene Mitarbeiter/in an Beratungsgesprächen teil und nimmt schrittweise, bspw. durch die stufenweise Erhöhung der Arbeitsstunden, wieder in seine/ihre berufliche Tätigkeit auf.

Die Phasen der Wiedereingliederung gestalten sich überblicksweise wie folgt:

Entgeltfortzahlung: Im Falle der Arbeitsunfähigkeit greift das
Entgeltfortzahlungsgesetz (Quelle). Dieses regelt die Zahlung des Arbeitsentgelts bis 6
Wochen nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit.

Weitere Informationen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement finden Sie im PDF

Führen eines Rückkehrergesprächs

Wiedereingliederung in das Berufsleben

Unabhängig davon, ob die krankheitsbedingte Abwesenheit kurz oder lange war, empfiehlt das Personaldezernat, ein Rückkehrgespräch zu führen. Sie nehmen damit einerseits die Verantwortungs- und Fürsorgepflicht wahr, andererseits nehmen sie dem Gespräch den „Schrecken“ und die Gespräche werden ein Teil der normalen Arbeitsroutine. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die längere Zeit wegen Krankheit ausgefallen sind, wird durch ein solches Gespräch der Einstieg in das Arbeitsleben erleichtert. Weiterhin wird die Möglichkeit geboten, die Bedürfnisse beider Seiten miteinander abzustimmen. So ist zum Beispiel offen mit dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin über mögliche Anforderungen darüber, was er/sie sich zutraut, zu sprechen. Sinnvoll ist eine schrittweise Steigerung der Belastung nach längerer Erkrankung. Dabei sollte ein Vorgesetzter darauf achten, dass er sich nicht überfürsorglich verhält. Wichtig ist, dass ein vertrauensvoller Umgang die Basis für eine gemeinsame Arbeit bildet, damit eine Wiedereingliederung nicht verzögert wird.  
Vor allem aber sollte der Vorgesetzte versteckte Andeutungen wie „die Krankheit war ja gar nicht so schlimm“ oder „bei solchen Erkrankungen haben andere schon gearbeitet“ tunlichst vermeiden. Rückkehrgespräche dienen vorrangig der Motivation und dem Vertrauensaufbau, nicht der versteckten Kontrolle.

Themen für ein Motivationsgespräch eines Vorgesetzten nach längerer Erkrankung eines Mitarbeiters/einer Mitarbeiterin

  • Konzept für das Gespräch vorbereiten, keine Störungen (Telefon)
  • Eine vertrauensvolle Beziehung herstellen. Aussage: „Wir haben Sie vermisst und freuen uns, dass Sie wieder da sind.“
  • Planen Sie genügend Zeit ein, damit der/die Mitarbeiter/in Sicherheit gewinnt und sich Ihnen gegenüber öffnen kann.
  • Unformalisierte Form, keinen Druck aufbauen.
  • Personen: MitarbeiterIn, direkter Vorgesetzter
  • Abgeschlossene Räumlichkeit
  • Führen Sie das Gespräch möglichst am ersten Arbeitstag oder zumindest in der ersten Woche nach der Rückkehr des Mitarbeiters, nicht zwischen Tür und Angel
  • Nachfragen, wie das körperliche Befinden ist
  • Lassen Sie sie/ihn ausführlich erzählen, denn Sie können aus der Art der Schilderungen den Grad der aktuellen Belastbarkeit, aber auch die Einstellung zum Wiedereinstieg in die Arbeit erkennen.
  • Informieren Sie den Genesenen über Entwicklungen, die es während seiner Abwesenheit gab, und wünschen Sie ihm/ihr einen erfolgreichen Start.
  • Fassen Sie das Gesprächsergebnis zusammen.
  • Ein gemeinsames Gesprächsergebnis erzielen mit dem Ziel einer Motivationssteigerung

Barrierefreies Arbeiten

Unterstützung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung

Menschen mit Behinderungen oder starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen fallen Arbeiten im Berufsalltag, zuhause und unterwegs meist schwerer. Sie benötigen oft viel Kraft, Energie und Motivation  für Tätigkeiten, die einem Menschen ohne Behinderung leichter fallen. Die TU Ilmenau verfolgt daher die Aufgabe, MitarbeiterInnen mit Behinderungen oder starken gesundheitlichen Einschränkungen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Hierfür wurden Bedingungen geschaffen, die u. a.den Zugang zu Arbeitsstellen erleichtern oder Beruf und Arbeit flexibilisieren. Ein Schritt in diese Richtung stellt die Rahmenintegrationsvereinbarung über die Beschäftigung schwerbehinderter und diesen gleichgestellten behinderten Menschen dar, welche 2002 vom Thüringer Kultusministerium verabschied wurde.

Die Umsetzung durch die TU Ilmenau gestaltet sich wie folgt (Inhalte der Vereinbarung):

  • Es existieren spezielle Regelungen zu Bewerbungs- und Stellenbesetzungsverfahren.
  • Arbeitsplätze sind behindertengerecht ausgestattet, in anderen Fällen wird ein Integrationsteam damit beauftragt.
  • Kostenfreie Behindertenparkplätze werden bereitgestellt.
  • Schwerbehinderte werden besonders in ihrer beruflichen Weiterqualifizierung unterstützt.
  • Im Rahmen dienstlicher Beurteilungen werden Einschränkungen durch die Behinderung gesondert berücksichtigt.
  • MitarbeiterInnen können ihre Arbeitszeiten sehr flexibel gestalten und diese an ihre gesundheitlichen Bedürfnisse anpassen, z. B. durch Telearbeit.
  • Bei Problemen, welche durch die Beschäftigung selbst auftreten, beraten Personalrat und Schwerbehindertenvertretung, um frühzetig eine Lösung zu finden.
  • AnsprechpartnerInnen für MitarbeiterInnen nehmen an speziellen Schulungen teil.

Die ausführliche Rahmenintegrationsvereinbarung finden Sie hier.