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27.04.2020

Chinesische Partner-Universität spendet TU Ilmenau 2100 Schutzmasken

Foto: © TU Ilmenau

Pünktlich zum ersten Tag der thüringenweiten Maskenpflicht ist am vergangenen Freitag (24.04.2020) an der Technischen Universität Ilmenau die Masken-Spende ihrer chinesischen Partner-Universität Tonji eingetroffen – versehen mit dem Sprichwort: „Ein Freund in der Not ist in der Tat ein echter Freund“. Das Tongji Zhejiang College, eine Tochtereinrichtung der in Shanghai ansässigen Tongji Universität, stellt der TU Ilmenau auf eigene Initiative 2000 Mund-Nasen-Masken und 100 N95-Atemschutzmasken zur Verfügung. Letztere filtern mindestens 95 Prozent der in der Luft befindlichen Partikel unter 0,3 Nanometern und kommen vor allem in medizinischen Einrichtungen zum Einsatz. Der Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, spricht von „einem Zeichen der gegenseitigen Hilfe, Solidarität und Menschlichkeit“.

Der noch vor wenigen Tagen rasche Anstieg der Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland war für das Tongji Zhejiang College der Anlass, seiner Partner-Universität TU Ilmenau die Masken anzubieten – für den Rektor der chinesischen Hochschule, Prof. Qi Dong, eine Selbstverständlichkeit in Zeiten der Pandemie: „Das neue Virus ist ein gefährlicher Feind der Menschheit, der gemeinsam und solidarisch bekämpft werden muss“. Der Rektor der TU Ilmenau, Prof. Peter Scharff, zeigte sich „gerührt von dieser Geste der gegenseitigen Hilfe, Solidarität und Menschlichkeit. Es ist schön zu sehen, wie sich gerade in schwierigen Zeiten der an der Universität gelebte Gedanke einer Weltgemeinschaft bestätigt.“ Mund-Nasen-Masken schützen vor allem Menschen im Umfeld des Maskenträgers, da sie die Ansteckungsgefahr verringern. Wer eine Maske trägt, kann also helfen, die Ausbreitung der Coronainfektionen zu verlangsamen, und je mehr Menschen eine Maske tragen, desto effektiver ist der Schutz der Allgemeinheit.

1000 der in Shanghai hergestellten Schutzmasken will die TU Ilmenau an der Universität selbst verteilen. Zuvorderst erhält ein Student, der mit 15 Prozent Lungenvolumen zur Hochrisikogruppe zählt, falls er mit dem Coronavirus infiziert wird, 100 Masken. 200 Masken stellt die Universität Studierenden zur Verfügung, die die Universitätsbibliothek besuchen, sobald diese wieder für Besucher geöffnet ist. Wenn die Labore und Werkstätten der Universität wieder in Betrieb genommen werden, kommen die Masken Lehrenden und Studierenden zugute. Auch Studentinnen und Studenten, die eine Prüfung an der Universität ablegen müssen und keine eigene Maske besitzen, werden von der Masken-Spende profitieren. Weitere Masken werden Studierenden zur Verfügung gestellt, die auf dem Universitätscampus leben, oft aus dem Ausland kommen und häufig Schwierigkeiten haben, sich Masken selbst zu beschaffen. 

1000 Mund-Nasen-Masken und die N95-Masken stellt die TU Ilmenau, wie mit der Tongji-Universität vereinbart, dem Ilmenauer Standort des Ilm-Kreis-Klinikums zur Verfügung. Wie auch an anderen Krankenhäusern in Deutschland herrscht an der Ilmenauer Ilm-Kreis-Klinik ein Mangel an Schutzmasken sowohl für das medizinische Personal, als auch für Patienten.

Die TU Ilmenau unterhält mit der Tongji Universität seit über 20 Jahren eine enge Kooperation sowohl unter Wissenschaftlern, als auch beim Austausch von Studierenden. Mit dem Tongji Zhejiang College gibt es eine gemeinsame Ausbildung in den Bachelor-Studienfächern Wirtschaftsingenieurwesen und Biomedizinische Technik, in denen Studierende einen Doppelabschluss erwerben können. Seit Jahren kommen jedes Jahr rund zehn chinesische Studierende nach Ilmenau, um hier ihr Studium abzuschließen, etwa fünf Studierende der TU Ilmenau gehen nach China. Zurzeit absolvieren 40 chinesische Studierende im Rahmen der Kooperation der Universitäten Ilmenau und Tongji ihr Studium auf dem Campus in Ilmenau.

Die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien, Prof. Anja Geigenmüller, ist den chinesischen Kollegen sehr dankbar: „Diese Spende ist keine Symbolhandlung, sondern eine Geste tiefer Freundschaft und gegenseitiger Wertschätzung. Gerade in schwierigen Zeiten ist es gut zu wissen, dass man sich aufeinander verlassen kann.“

Kontakt:
Sophia Siegfried
TU Ilmenau, Leiterin International Office
Tel:  03677 69-2510
E-Mail: sophia.siegfried@tu-ilmenau.de