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14.04.2014

TU Ilmenau: Zusammenarbeit mit St. Petersburger Universität erfolgreich

Foto: © TU Ilmenau

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Die Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau und der Staatlichen Elektrotechnischen Universität Sankt-Petersburg entwickelt sich hervorragend. In der letzten Märzwoche hielt der Ingenieurwissenschaftler Prof. Dr. Matthias Hein von der TU Ilmenau, Leiter des Fachgebiets Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik, eine Blockvorlesung für Studierende an der ETU St. Petersburg. Die Vorlesungen in deutscher Sprache behandelten ein elementares Thema der Allgemeinen Elektrotechnik: Wechselstromschaltungen bei einwelliger Erregung. Nach aktiver Teilnahme an den vier Vorlesungsveranstaltungen und einer erfolgreich absolvierten mündlichen Prüfung nahmen 15 Studierende ihre Zertifikate über Deutsch als Fachsprache entgegen.

Foto: © TU IlmenauDie Blockvorlesung ist in die Russisch-Deutsche Ingenieurfakultät beider Universitäten eingebettet. Den russischen Studierenden eröffnet sich die Möglichkeit, ein einjähriges Teilstudium mit Industriepraktikum an der TU Ilmenau zu absolvieren und einen Doppel-Masterabschluss zu erwerben. Entsprechend können auch Ilmenauer Studierende an der ETU St. Petersburg einen Doppelmasterabschluss erreichen. Die Auswahl des Grundlagenthemas für die Blockvorlesung begründete Professor Hein so: „Ich wollte den Studierenden vor allem die deutsche Sprache in der Elektrotechnik vermitteln. Damit sie sich ganz auf die ganz auf die Fachbegriffe konzentrieren können, habe ich ein Thema gewählt, das ihnen aus ihrem russischen Studium schon gut bekannt ist. Da ich eine solche Vorlesung an der ETU erstmalig gehalten habe, war ich anfangs sehr auf die Resonanz gespannt. Ich bin mit den Ergebnissen mehr als zufrieden; die Leistungen haben meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Die aus verschiedenen Studiengängen kommenden russischen Studierenden haben eine hervorragende Fachausbildung genossen und sind hoch motiviert. Sie haben sich aktiv an den Vorlesungen beteiligt und wir konnten das vorgesehene inhaltliche Pensum vollständig bewältigen”. Die Studierenden äußerten sich ebenfalls sehr zufrieden über die Veranstaltung. Professor Hein habe für das Thema sehr gut Interesse wecken können. Dass er ihnen auf Augenhöhe begegnete gefiel ihnen ebenso wie der Sinn für Humor, mit dem Professor Hein die komplexen Themen präsentierte. „Niemand war gelangweilt”, sagte einer der Teilnehmer. 

Foto: © TU IlmenauWährend im vergangenen Jahr die erste ETU-Studentin ihr Masterstudium an der TU Ilmenau erfolgreich absolvierte, studieren inzwischen zwei Ilmenauer Studenten in St. Petersburg. Matthias Hein arbeitet seit vielen Jahren mit Kollegen der ETU zusammen und ist von dem Renommee der Universität überzeugt. Die ETU genieße einen exzellenten Ruf in der wissenschaftlichen Gemeinschaft, sie bilde ausgezeichnete Experten aus, betreibe weltweit anerkannte Forschung und trete auf internationalen Konferenzen führend in Erscheinung. Bei seinem jüngsten Gastaufenthalt konnte Professor Hein sich davon überzeugen, dass „ETU-Mitarbeiter nicht nur gute Wissenschaftler, sondern auch ausgezeichnete Lehrer sind”. Die guten Fachkenntnisse und hervorragenden Leistungen der Studierenden seien ein Beweis dafür.

Der Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau und der ETU St. Petersburg steht für Matthias Hein eine große Zukunft bevor. Das Konzept deutschsprachiger Blockvorlesungen durch Ilmenauer Professoren an der ETU ist in der Russisch-Deutschen Ingenieurfakultät fest verankert. Im Mai wird Professor Hannes Töpfer, Leiter des Fachgebiets Theoretische Elektrotechnik, die ETU besuchen. In den nächsten Jahren werden jedes Semester zwei Professoren der TU Ilmenau Vorlesungen auf Deutsch an der ETU halten. Im Gegenzug werden St. Petersburger Kollegen an der TU Ilmenau Blockvorlesungen in deutscher oder englischer Sprache halten. Für den Zeitraum von 2013 bis 2016 wird dieses Austauschprogramm im Rahmen einer strategischen Partnerschaft durch den DAAD gefördert.

Foto: © TU IlmenauVor allem aufgrund der Fremdsprachenkenntnisse gehen bisher nicht so viele Ilmenauer Studierende nach St. Petersburg wie umgekehrt. Nur wenige beherrschen die russische Sprache so gut, dass sie in Russland studieren könnten. Nach Meinung von Professor Hein sollten Studierende, die an dem Doppelabschlussprogramm teilnehmen möchten, die Russisch­kurse im Spracheninstitut der TU Ilmenau nutzen. Andererseits ist zu erwarten, dass das Angebot an internationalen Studienprogrammen in englischer Sprache an der ETU ausgebaut wird. Laut Maria Kiseleva, Leiterin der internationalen Abteilung der ETU, wurde ein solches Programm an der Fakultät für Informations- und Messtechnik und biotechnische Systeme bereits erarbeitet: Ab dem 1. September 2014 können sich Studierende in diesen Studiengang einschreiben. Angesichts dieser Entwicklung ist Professor Hein davon überzeugt, dass in wenigen Jahren auch Ilmenauer Studierende an der ETU ihren Masterabschluss erwerben werden.

Kontakt:
Prof. Matthias Hein
Leiter Fachgebiet Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik
Telefon: 03677 69-2832
E-Mail: matthias.hein@tu-ilmenau.de