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INHALTE

Fachtagung "Arbeitswelt Hochschule: Status Quo, Trends und Herausforderungen"

Rückblick

Am 06. September 2018 fand die erste Fachtagung des Austauschforums „Von Hochschule für Hochschule“ statt. Thema der Tagung war „Arbeitswelt Hochschule: Status Quo, Trends und Herausforderungen“.

Mit einer bunten Mischung aus Professor/innen, Führungskräften, Mitarbeiter/innen, Multiplikatoren, Interessierten, Forscher/innen und Gesundheitsbeauftragten der Thüringer Hochschulen und des Studierendenwerks konnte ein reger Austausch vonstattengehen. Insgesamt nahmen 61 Personen von 15 verschiedenen Organisationen rund um die Institution Hochschule teil.

Die Teilnehmer/innen hatten die  Möglichkeit sich nach einer Begrüßung durch den Rektor und Gastgeber der TU Ilmenau Prof. Peter Scharff sowie der Gesundheitsbeauftragen für Hochschulen der Techniker Krankenkasse Dr. Brigitte Steinke, in vier Keynotes zu den Themen Arbeitswelt Hochschule, Digitalisierung, Gesundheit im Mittelbau und den Zukunftsaussichten zu informieren, um danach einen tieferen Einblick in die Themen Wissenschaft, Verwaltung, Führungskräfte oder Achtsamkeit mittels verschiedener Workshops zu bekommen. Frau Hilde Weeg, eine freie Journalistin, Moderatorin und Redakteurin, begleitete den Tag als Moderatorin. Impressionen, Informationen zu Sprechern, Inhalten oder aktuellen Themen finden Sie in der zum Download bereitstehenden Dokumentation der Fachtagung. Auch stellen wir Ihnen gerne die Präsentationsfolien der Keynotes zur Verfügung.

Wir hoffen den Erfolg der ersten Fachtagung weiter fortführen zu können und Sie auf der in diesem Jahr stattfindenden zweiten Fachtagung zum Thema Digitalisierung in der Arbeitswelt willkommen heißen zu dürfen. Weitere Informationen zu dieser Fachtagung werden in Kürze auf dieser Webseite veröffentlicht.

Bei Fragen oder Anregungen melden Sie sich bitte unter kontakt@th-austauschforum.de.

Die Keynotes im Überblick

Keynote 1

"Arbeitswelt Hochschule: Status Quo, Trends und Herausforderungen"

Prof. Dr. Bernhard Badura

Prof. Dr. Bernhard Badura ist der Emeritus der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Er war Vorsitzender der Gründerkommission der ersten Fakultät für Gesundheitswissenschaften in Deutschland, übte Beratertätigkeiten bei der Weltgesundheitsorganisation, der Europäischen Union und der Bundesregierung der BRD aus. Er ist führender seines Fachs und berät neben seiner Lehrtätigkeit in Bielefeld Unternehmen und ist CEO des Social Capital an Occupational Health Standard UG. Weitere Informationen zu Prof. Badura finden Sie hier.


In der ersten Keynote stellte Prof. Badura die Frage der unsichtbaren Qualität von Hochschulen: Was ist der Zweck der Institution Hochschule und ist dieser heutzutage noch zeitgemäß? Prof. Badura beantwortete diese Frage mit "nein". Hochschulen sind mehr als nur ein Bildungsauftrag, sie haben ein hohes Sozial- und Humanvermögen. Setzt man diese Maßstäbe an, so sieht man die unsichtbare Qualität von Hochschulen, doch muss auch die Frage gestellt werden, wie man diese neuen Größen messen kann. Hierzu wird eine jährlich erscheinende aufwändige Studie erstellt, in der verschiedene Organisationen untersucht werden und deren Ergebnisse, Folgen und Diskussionsbeiträge in der Keynote vorgestellt werden.

 

 

Keynote 2

"Auswirkung von Digitalisierung auf die Gesundheit"

Dr. Phil. Tim Hagemann

Prof. Dr. phil. Tim Hagemann ist Mitglied im Deutschen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) und Vorstandsmitglied zur Förderung des Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsverhaltens e.V. Er ist freier Mitarbeiter im Institut für Arbeitsmedizin und Arbeitspsychologie, sowie Fachhochschulprofessor an der FH der Diakonie Bielefeld, wo er sich mit Arbeitsschwerpunkten wie Organisations- und Personalentwicklung, Arbeits- und Gesundheitspsychologie, Qualitätsmanagement oder betrieblicher Gesundheitsförderung befasst. Weitere Informationen zu seinen Arbeitsschwerpunkten und Publikationen finden Sie hier.

 

Prof. Hagemann beschreibt in seinem Vortrag die Folgen davon, dass die biologische Evolution inzwischen nicht mehr auf dem gleichen Stand ist wie die kulturelle Weiterentwicklung, besonders in Hinsicht auf die Digitalisierung. Unsere Umwelt verändert sich und das hat psychophysiologischen Stress zur Folge, während die psychische Beanspruchung zunimmt. Unsere Umwelt wird dynamischer, komplexer und scheint immer schneller zu werden. Welche Folgen dies für den Arbeitsalltag an einer Hochschule hat, wie man manche Auswirkungen der Digitalisierung vermeiden kann und diesen zukünftig besser gewappnet entgegentreten kann, das beschreibt Prof. Hagemann in der zweiten Keynote des Tages.

Keynote 3

"Arbeitsbelastungen, Ressourcen und Gesundheit im Mittelbau"

Marko Hennhöfer

Marko Hennhöfer ist seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Ilmenau am Fachgebiet Nachrichtentechnik. Zunächst war er befristet in BMBF und EU Projekten, dann auf haushaltsfinanzierten Stellen tätig. Herr Hennhöfer ist seit 2006 als Lehrkraft für besondere Aufgaben überwiegend mit Lehraufgaben betraut und seit 2013 Vorsitzender des Personalrates an der TU Ilmenau. Sein Engagement in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) begann 2006. Derzeit ist er Leiter des Referates Hochschule und Forschung der GEW Thüringen. Themen wie die Steigerung Beschäftigtenzufriedenheit, die Schaffung von gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen und die Verbesserung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen stellen einen Schwerpunkt seiner Arbeit dar. Kleinere Maßnahmen werden oftmals vor Ort durch Personalräte initiiert. Bei größeren Vorhaben, die möglicherweise Gesetzesänderungen oder neue tarifvertragliche Regelungen erfordern, ist i.d.R. die gewerkschaftliche Interessenvertretung gefordert, sich im Rahmen von Stellungnahmen, Anhörungen oder Verhandlungen für die Beschäftigten einzusetzen.

In seinem Vortrag stellt Herr Hennhöfer die Studie „Arbeitsbelastungen, Ressourcen und Gesundheit im Mittelbau - Ein systematisches Review zum Gesundheitsstatus der wissenschaftlich und künstlerisch Beschäftigten an staatlichen Hochschulen in Deutschland“ von PD Dr. Dr. Burkhard Gusy und Tino Lesener vor. In dieser untersuchten die Forscher 43 Einrichtungen, um die Entwicklung an Hochschulen unter anderem am Beispiel der Studierendenzahlen zu erfassen, die gesundheitliche Belastung der Beschäftigten zu beurteilen und so Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu ermitteln.

Keynote 4

"Trendstudie #whatsnextBGM – gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt"

Dr. Fabian Krapf

Dr. Fabian Krapf studierte in Konstanz Sportwissenschaft und promovierte danach in der Sport- und Gesundheitspsychologie. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), das sich auf Zukunftsthemen im BGM spezialisiert hat, und ist hauptverantwortlicher Leiter der Studie „#whatsnextsBGM – Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit bilden die psychische Gefährdungsbeurteilung, die digitale BGF sowie die Themen Schlaf und Erholung in der Arbeitswelt und Männergesundheit.

In der großangelegten Studie "#whatsnextBGM–Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt" hat das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung zusammen mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der Haufe Gruppe über 800 Geschäftsführende, Personaler und Verantwortliche für BGM nach den größten Herausforderungen heute und in Zukunft gefragt. Welchen Einfluss haben die zukünftigen Entwicklungen der Arbeitswelt auf das BGM in Deutschland? Wo zeichnen sich in den kommenden Jahren die bedeutendsten Entwicklungspotenziale und Handlungsbedarfe ab? Wie steht es um die Bereitschaft der Organisationen, in die BGM-Themen der Zukunft zu investieren?

Der Vortrag fasst die zentralen Studienergebnisse zusammen und bietet zudem einen detaillierten Einblick über die Situation im Wissenschaftssektor. Kenntnisse künftig relevanter Themenbereiche und Handlungsfelder des Betrieblichen Gesundheitsmanagements im Wissenschaftssektor werden vermittelt und konkrete Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Gesundheitsmanagements werden gegeben.

Die Workshops im Überblick

Workshop 1

"Vom Sinn und Irrsinn gewachsener Anforderungen – gesund Wissenschaftler sein zwischen Forschergeist, Vereinbarkeit und unvorhersehbaren Karrierewegen" & "Höher - schneller - weiter: Gesund bleiben im Hochschuldschungel"

Workshopthemen: Wissenschaft und Hochschulwelt

Marko Hennhöfer ist seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Ilmenau am Fachgebiet Nachrichtentechnik. Zunächst war er befristet in BMBF und EU Projekten, dann auf haushaltsfinanzierten Stellen tätig. Herr Hennhöfer ist seit 2006 als Lehrkraft für besondere Aufgaben überwiegend mit Lehraufgaben betraut und seit 2013 Vorsitzender des Personalrates an der TU Ilmenau. Sein Engagement in der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) begann 2006. Derzeit ist er Leiter des Referates Hochschule und Forschung der GEW Thüringen. Themen wie die Steigerung Beschäftigtenzufriedenheit, die Schaffung von gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen und die Verbesserung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen stellen einen Schwerpunkt seiner Arbeit dar. Kleinere Maßnahmen werden oftmals vor Ort durch Personalräte initiiert. Bei größeren Vorhaben, die möglicherweise Gesetzesänderungen oder neue tarifvertragliche Regelungen erfordern, ist i.d.R. die gewerkschaftliche Interessenvertretung gefordert, sich im Rahmen von Stellungnahmen, Anhörungen oder Verhandlungen für die Beschäftigten einzusetzen.

Aufgrund der Ähnlichkeit des Themas, wurden die Workshops 1 und 3 zusammengelegt.

Workshop 2

"Gesunde Dienstleistungskultur - Menschen im Spannungsfeld zwischen Service, Erwartungen und Gesetzen"

Dr. Thoralf Held

Workshopthema: Verwaltung

Dr. Thoralf Held ist seit 2013 Kanzler der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Er leitet die Verwaltung der Hochschule und ist Beauftragter für den Haushalt, nachdem er jahrelang Erfahrung als Geschäftsführer der International School of Management gGmbH (ISM) in Dortmund und als Geschäftsführer der bundesweit tätigen Euro-Schulen-Organisation gesammelt hat. Weitere Informationen zu Dr. Held finden Sie hier.

Workshop 4

"Chance oder Fake? Ist gesund Führen eigentlich möglich und wie kann es funktionieren?"

Julia Klingemann

Workshopthema: Führungskräfte

Julia Klingemanns Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Strategieentwicklung, Change Management und Organisationsentwicklung sowie wissenschaftliche Weiterbildung. Sie hat als ehemalige Geschäftsführerin und Leiterin des Geschäftsbereichs Verbandsmanagement beim Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. sowie als Leiterin verschiedener wissenschaftlicher Organisationen bereits umfangreich Erfahrung im wissenschaftlichen Führungsbereichen gesammelt. Derzeit ist sie Senior Projektmanagerin bei der CHE Consult GmbH. Weitere Informationen finden Sie hier.

Workshop 5

"Innovativ neu und dennoch mit Tradition: Achtsamkeit - der Weg zu einem wertschätzenden Miteinander"

PD Dr. Reyk Albrecht und M. Sc. Lena Saniye Güngör

Workshopthema: Achtsamkeit

Das Projekt Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft erforscht die Wirkungskraft von Achtsamkeit in einer digitalisierten Hochschullandschaft. Das 2018 gegründete Projekt möchte mit einen umfangreichen Evaluation und verschiedenen Angeboten wie Workshops und Achtsamkeitstrainings herausfinden, ob die Fähigkeit zu einem souveränen, fokussierten sowie sozial ausbalancierten Umgang mit digitalen Technologien verbessert und die Akzeptanz und Motivation für selbstbestimmte Gesundheitsförderung an Hochschulen durch Achtsamkeit gestärkt werden kann.


PD Dr. Reyk Albrecht ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Ethikzentrums und des Bereichs Ethik in den Wissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Reyk Albrecht ist Co-Projektleiter des Thüringer Modellprojektes Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft und Beirat des Projektes Gesundes Lehren und Lernen (GLL) an der EAH Jena. Er lehrt und forscht außerdem an der Friedrich-Schiller-Universität Jena insbesondere im Bereich achtsamkeitsbasierter Verfahren. 

Lena Saniye Güngör, M.Sc. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Thüringer Modellprojekt Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft. Sie hat von 2015 bis 2018 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Psychologie mit dem Masterschwerpunkt Arbeit, Bildung und Gesellschaft studiert. Derzeit absolviert sie ein zweites Studium im Studiengang Angewandte Ethik und Konfliktmanagement der Friedrich-Schiller-Universität Jena und arbeitet an einer Masterarbeit zum Thema moralische Relevanz von ressourcensparendem Verhalten angesichts des Klimawandels.