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Prof. Dr. Jens Haueisen

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INHALTE

17.01.2013 - Publikation mit Editorial in "Clinical Neurophysiology" veröffentlicht

Titelblatt der Publikation

In der nun in "Clinical Neurophysiology" veröffentlichten Publikation konnte Prof. Haueisen mit Kollegen aus Ilmenau, Jena und Riyadh auch messtechnisch belegen, dass sich durch den Einsatz der Vektor-MEG-Technik die Sensitivität des MEG für radiale Quellen deutlich erhöht und Vektor-MEG-Systeme somit auch zur Analyse radialer Quellen geeignet sind.

Standard-MEG-Systeme besitzen eine geringe Sensitivität für radiale neuronale Quellen. Stand der Technik ist es daher, zur Untersuchung neuronaler Quellen parallel das MEG und das EEG aufzuzeichnen, um so sowohl tangentiale als auch radiale Quellen messen und rekonstruieren zu können. Dies ist jedoch mit erhöhtem Aufwand verbunden.
Durch die Einführung der Vektor-MEG-Technik, die an jedem Sensorort durch eine spezielle Anordnung der Magnetometer die magnetische Flussdichte in allen drei Raumrichtungen bestimmt, soll dieser Nachteil bisheriger MEG-Systeme aufgehoben werden. Bereits 2004 konnte dies von Arturi et al. durch Simulationen bestätigt werden, der messtechnische Nachweis fehlte jedoch bisher.


In der nun in "Clinical Neurophysiology" veröffentlichten Publikation konnte Prof. Haueisen mit Kollegen aus Ilmenau, Jena und Riyadh auch messtechnisch belegen, dass sich durch den Einsatz der Vektor-MEG-Technik die Sensitivität des MEG für radiale Quellen deutlich erhöht und Vektor-MEG-Systeme somit auch zur Analyse radialer Quellen geeignet sind. Hierzu wurden somatosensorisch-evozierte Felder nach elektrischer Stimulation des N. medianus mittels Vektor-MEG-Technik untersucht. Mit Hilfe dieser Daten war es nun möglich, auch ohne zusätzliche EEG-Aufzeichnung neben den tangentialen auch die radialen Quellen der neuronalen Aktivität zu rekonstruieren. Die Aktualität und Bedeutung der wissenschaftlichen Ergebnisse zeigt sich u.a. darin, dass die Publikation von Haueisen et al. in "Clinical Neurophysiology" durch ein von de Munck und Daffertshofer verfasstes Editorial begleitet wird.