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INHALTE

22.06.2016 – Neue Publikation zum Vergleich von

Elektroenzephalographie (EEG) und Magnetoenzephalographie (MEG)

Gleichzeitige Elektroenzephalographie (EEG) und Magnetoenzephalographie (MEG) Aufnahmen neuronaler Aktivität von Epilepsiepatienten zeigen Situationen, in denen entweder EEG oder MEG oder beide Modalitäten pathologische Aktivität aufweisen. Wir untersuchten eine quantitative Beziehung der Sensitivität von EEG und MEG für Quellenmodelle in einem anatomisch realistischen Kortexmodell. Die Quellen wurden entsprechend ihrer quantifizierten Tiefen und Orientierungen klassifiziert und mit Rauschaktivität beaufschlagt. Die Sensorsignale von 128 EEG, 102 MEG Magnetometern und 204 MEG Gradiometern wurden mittels einem Volumenleitermodell der Randelementemethode simuliert. Für oberflächennahe Quellen zeigte das EEG eine höhere Sensitivität für überwiegend radial orientierte Quellen und das MEG zeigte eine höhere Sensitivität für dominant tangential orientierte Quellen. Der orientierungsabhängige Unterschied der Sensitivität in EEG und MEG veränderte sich für tieferliegende Quellen, wo das EEG für alle Quellorientierungen eine höhere Sensitivität als das MEG aufzeigte. Um pathologische Aktivität besser zu detektieren, sollten beide Modalitäten verwendet werden.

Abbildung 1 Sensitivitätswerte von EEG (links), MEG Magnetometern (Mitte) und die Sensitivitätsdifferenz der beiden Sensortypen (rechts) aufgetragen über die Quellorientierung (Abszisse) und –tiefe (Ordinate).

A. Hunold, M. E. Funke, R. Eichardt, M. Stenroos and J. Haueisen. EEG and MEG: sensitivity to epileptic spike activity as function of source orientation and depth. Physiol. Meas. 37 (2016) 1146–1162.

Kontakt: M. Sc. Alexander Hunold, Dr.-Ing. Roland Eichardt, Prof. Dr.-Ing. Jens Haueise