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INHALTE

13.04.2018 – Neue Publikation zu trockenen EEG Elektroden

Physikalische Kopfmodelle können eingesetzt werden um Quellenlokalisationen vom Elektroenzephalogramm (EEG) und simulierte Stromdichteausbreitungen bei transkranialer Stromstimulation zu evaluieren. Die elektrische Volumenleitung wird maßgeblich vom Schädel beeinflusst, der die wesentliche Leitfähigkeitsbarriere darstellt. Eine realistische Modellierung dieser Schicht ist daher essentiell für die Entwicklung von physikalischen Kopfmodellen. In der aktuellen Studie haben wir Ton auf seine Eignung als Modellmaterial für das Schädelkompartiment in Phantom untersucht.

Wir haben 5 Tonsorten mit unterschiedlicher Granularität und Schamottanteilen mit Brenntemperaturen von 550°C bis 950°C untersucht. Analysiert wurde die elektrische Leitfähigkeit, der in 0,9%igen Natriumchloridlösung getränkten Probe, anhand von 4-Pol-Impedanzmessungen. Die Wiederverwendbarkeit der Proben wurde in Wiederholungsmessungen überprüft, wobei die Proben zwischenzeitlich für 5 h in entionisiertem Wasser gewaschen wurden.

Die Tonproben wiesen Leitfähigkeitswerte im Bereich von 0.024 S/m bis 0.191 S/m, inAbhängigkeit von der Tonsorte und der Brenntemperatur, auf. Die Wiederholungsmessungen nach Waschzyklen zeigte die Wiederverwendbarkeit der Tonproben.

Ton ist als formbares und ionenleitfähiges Material geeignet für die Schädelmodellierung im Kopfphantom.

Abbildung 1 Tonsorten (oben) und Leitfähigkeitswerte (Ordinate) mit farbkodierten Brenntemperaturen für die Tonsorten (Abszisse).

A. Hunold, D. Strohmeier, P. Fiedler and J. Haueisen. Head phantoms for electroencephalography and transcranial electric stimulation: a skull material study. Biomed. Eng.-Biomed. Tech. 2017. DOI: https://doi.org/10.1515/bmt-2017-0069

Kontakt: M. Sc. Alexander Hunold, Prof. Dr.-Ing. Jens Haueisen