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Prof. Dr. Jens Haueisen

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INHALTE

18.06.2020 – Neue Publikation zu einer textilen Stimulationshaube

für die Anwendung der transkranialen Elektrostimulation.

Die transkraniale elektrische (Strom-)Stimulation (tES) ist eine nicht-invasive Technik zur Modulation neuronaler Aktivität. Konventionelle tES-Anwendungen verwenden Gummielektroden, die in Kochsalzlösung getränkten Schwammtaschen eingebettet und mit Gummibändern fixiert sind. Dieser Aufbau, der mehrere Ausrüstungsteile umfasst, ist komplex und erfordert professionell geschultes Personal für deren Anwendung. In Zusammenarbeit mit unseren Forschungspartnern neuroConn GmbH (Ilmenau, Deutschland) und warmX GmbH (Apolda, Deutschland) haben wir eine flexible Strickhaube mit Mehrkammerelektroden entwickelt. Die Elektroden bestehen aus einer Kontaktfläche aus silberbeschichteten Fäden, einer Tasche hinter der Elektrode mit Kochsalzlösung getränkten Schwämmen und einer, die Elektrode umgebenden, Diffusionsbarriere aus Silikon. Die neu entwickelte flexible Haube als Applikationssystem für tES wurde hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit qualitativ und quantitativ mit dem konventionellen Aufbau von Gummielektroden in Schwammtaschen verglichen. Die flexible Kappe mit integrierten textilen Stimulationselektroden zeigte eine verbesserte Anwendbarkeit und Reproduzierbarkeit und überwindet damit einige der grundlegenden Einschränkungen des herkömmlichen tES-Applikationssystems.

Alexander Hunold, Daniela Ortega, Klaus Schellhorn, Jens Haueisen:
Novel flexible cap for application of transcranial electrical stimulation: a usability study

BioMed Eng OnLine (2020) 19:50

https://rdcu.be/b41EV
https://doi.org/10.1186/s12938-020-00792-1

Ansprechpartner:Alexander HunoldProf. Dr.-Ing. Jens Haueisen,

Die neuartige flexible Haube, Setup C (links) und die Elektrodenkonfigurationen des konventionellen Applikationssystems, Setup R (rechts) an einem Kopfmodell. Die Teilabbildung stellt die Innenseite der Kappe mit den freiliegenden Textilelektroden dar. Unten: Histogramme der Antworten der Teilnehmer auf die Bewertung des Komforts (n = 60).