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INHALTE

Verhalten bei und gegen Diebstahl

Allgemeine Informationen zum Thema Diebstahl

In letzter Zeit ist es vermehrt zu Diebstählen in Büro- und Lehrräumen sowie von Fahrrädern an der TU Ilmenau gekommen. Diese Seite dient der Aufklärung, wie Sie sich im Diebstahlfall verhalten sollten und wie Sie diesen bestmöglich vorbeugen.

Verhalten bei und Vorbeugung gegen Diebstahl

Was soll ich tun, wenn der Täter in meinem Büro ist ?

Bevor es zum Einbruch kommt:

Denken Sie daran, der Einbrecher sucht die Schwachstellen eines Gebäudes. Er möchte nicht gesehen werden und schnell wieder ungesehen vom Tatort wegkommen.
Eine unverschlossene Tür, ein unverschlossenes Fenster (auch ein gekipptes Fenster) laden regelrecht zum Einbruch ein. Aber auch eine unkontrollierte Toilette, Hinterhof oder Hausflur kann ein Aufenthaltsort eines Einbrechers sein. Deshalb kontrollieren Sie diese Orte und verschließen Sie die Eingangstüren sowie die Fenster.

Nutzen Sie in öffentlichen Gebäuden Gardinen oder andere Elemente, um ein ungehindertes hineinsehen in die Räume zu erschweren. Lassen Sie nicht wertintensive Sachen wie Laptops offen herumstehen.

Wie heißt es so schön: "Gelegenheit macht Diebe!“

Wenn beim Betreten von Wohn- oder anderen Räumen verdächtige Details (Türschloss verschrammt, Glassplitter o. Ä.) bemerkt werden, sollte man davon ausgehen, dass ein Einbruch vorliegen könnte. Der potentielle Tatort ist schnellstmöglicht zu verlassen und die Polizei zu alarmieren, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, möglichen Einbrechern den Fluchtweg abzuschneiden.
Denken sie daran, dass der Einbrecher eigentlich nicht entdeckt werden will, er möchte keine Konfrontation!
Auf keinen Fall sollten sie sich dem Einbrecher entgegenstellen und den Helden spielen – dies könnte schlimm ausgehen. Stattdessen sollte mit der Verständigung der Polizei eine möglichst gute Beschreibung des Täters, eventueller Fahrzeuge und die  Fluchtrichtung abgegeben werden.

Ideale und allzeit wirkungsvolle Verhaltensweisen in Konfliktsituationen gibt es nicht, grundsätzlich sollte man immer versuchen, die Situation ohne Gewalt zu überwinden. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Greifen Sie nicht nach dem Messer oder der Schreckschusspistole – besser ist Pfefferspray. Dies reicht, um sich angemessen und wirkungsvoll zur Wehr setzen zu können.


Verhaltenstipps, wenn der Täter "austickt" und es zur Geiselnahme kommt:

  1. Versuchen Sie den Schreck zu überwinden. Bleiben Sie zumindest äußerlich ruhig, verbindlich und selbstsicher
  2. Lieber einmal etwas mehr überlegen bevor Sie etwas tun, keine gefahrbringende Gegenwehr, versuchen Sie Zeit zu gewinnen. Die Zeit arbeitet für Sie.
  3. Tun Sie unbedingt alles um Täter und Geiseln zu beruhigen.
  4. Folgen Sie widerspruchslos allen Weisungen, die unter vorgehaltener Waffe gegeben werden. Leben und Gesundheit haben absoluten Vorrang.
  5. Sind Sie nicht unmittelbar bedroht, schnellstens, wenn es so etwas in dem Gebäude gibt, stillen Alarm ausgeben oder die Polizei auf andere Weise rufen (oder rufen lassen), ein lauter Alarm kann gefährlich sein, er darf nur ausgeführt werden, wenn niemand weiter bedroht ist.


Was sollten Sie tun, wenn der Überfall vorbei ist:

  1. Gibt es Verletzte? Wenn ja, helfen und einen Arzt oder Krankenwagen rufen.
  2. Alarmieren Sie die Polizei.
  3. Berühren Sie nichts und verlassen Sie möglichst den Tatraum – die Polizei sucht Spuren!
  4. Notieren Sie Beobachtungen:
  • Zeitangaben
  • Personenbeschreibungen:
    • männlich, weiblich, Größe, Figur, Haarfarbe, Frisur, Bart, Brille, Dialekt, Ohrringe, Piercings, Tattoos, Geruch
  • Bekleidung:
    • Hose, Rock, Hemd, Bluse, Jacke, Farbe, Schuhe, mitgeführte Tasche oder Gegenstände
  • Fahrzeugtyp, -farbe, -kennzeichen



Diebstahl von Fahrrädern und motorisierten Zweirädern

Fahrräder, Motorräder, -roller, Mopeds und Kleinkrafträder sind begehrtes Diebesgut, zumal sie immer beliebter werden und ihr Anteil am Straßenverkehr ständig zunimmt. Dabei werden nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch Teile von diesen oder auch hochwertiges Zubehör gestohlen.
Tatorte sind oft große Abstellplätze an Schulen, Universitäten, Bahnhöfen, Sport- und Freizeitstätten, wo meist Abstellmöglichkeiten fehlen, die das Einschließen, zumindest aber das Anschließen gestattet.

Hier ein paar Tipps, um einem Diebstahl bestmöglich zu verhindern:

Tipp 1: Anschließen!

Schließen Sie ihr Fahrrad stets mit einer geeigneten Fahrradsicherung an einem festen Gegenstand an – auch in Fahrradabstellräumen.
Denken Sie daran: Fahrradschlösser dürfen sich niemals mit einfachen Hilfsmitteln wie Kombizangen oder Seitenschneider „knacken“ lassen. Besser sind massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser.
Und: Lediglich das Vorder- und/oder Hinterrad zu blockieren, reicht nicht aus!

Tipp 2: Werkzeug aus Werkzeug- oder Satteltasche mitnehmen!


Tipp 3: Rahmennummer feststellen!

Rahmennummer feststellen und notieren oder gegebenenfalls eine Individualnummer  einfräsen oder –schlagen lassen.

Die Rahmennummer finden Sie:

  1. am Lenkerkopf oder
  2. am Rahmensitzrohr unterhalb des Sattels (rechts oder links) oder
  3. auf der Gepäckträgerplatte oder
  4. auf der Unterseite des Tretlagers
  5. auf dem Rahmensitzrohr oberhalb des Tretlagers (vorn oder hinten) oder
  6. auf der Ausfallgabel
  7. auf dem Rahmensitzrohr oberhalb des Tretlagers (vorn oder hinten).

 

Vorsicht: An manchen Fahrrädern – vor allem aus dem Versand- und Kaufhaushandel – finden sich möglicherweise auch Bestell-, Artikel- oder Teilenummern, die nicht individuell vergeben werden und deshalb für die polizeiliche Sachfahndung ungeeignet sind.

Tipp 4: Fahrradpass ausfüllen und mit Kaufbeleg aufbewahren!

Viele Händler stellen beim Fahrradkauf einen Fahrradpass aus.
Doch aufgepasst: der Fahrradpass eignet sich „fahndungstechnisch“ zwar zur Beschreibung, stellt aber keinen Eigentumsnachweis dar.

Hinweis: Neben dem Fahrradpass hält Ihre Polizei für Sie auch den ebenfall kostenlosen Aufkleber „Finger weg – mein Rad ist codiert!“ bereit.

Weiterführende Informationen sowie einen Fahrradpass finden Sie in der Broschüre Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?.
 
Tipp 5: Ein Farbfoto anfertigen!

Dieses kann für Fahndung und neben dem Kaufbeleg für Versicherungszwecke wichtig sein.

Tipp 6: Individuelle Kennzeichnung!

Trägt Ihr Fahrrad keine oder keine individuelle Markierung, dann bringen Sie selbst eine Kennzeichung an oder lassen sich vom Fachhandel ihr Rad kennzeichnen.
Empfohlen wird eine zusätzliche Fahrradcodierung. Auch wenn das Rad nicht zur Sachfahndung ausgeschrieben ist, führt die Kodierung zur Wohnanschrift des Eigentümers.

Übrigens:
Gegen Eigentumsnachweis führen viele Händler, Fahrradclubs, andere Institutionen und einzelne Polizeidienststellen diese Kodierungen durch.
Als Alternative kann man einerseits eigene individuelle Kennzeichen wie „das eigene Kfz-Kennzeichen, das eigene Geburtsdatum oder die Initialen des eigenen Namens anbringen. Andererseits bietet der Fahrradhandel mittlerweile elektronische Kennzeichnungen an, bei denen ein Mikrochip im Fahrradrahmen Daten das Rades und des Eigentümers enthält.

Tipp 7: Auch einzelne Fahrradteile sichern!

Vergessen Sie nicht, auch einzelne Fahrradteile zu sichern!
Zur Befestigung von Sattel, Vorder- und Hinterrad lassen sich die handelsüblichen Schnellspanner beispielsweise durch Fabrikate mit kodierten Verschraubungen ersetzen.

Tipp 8: Eigentumsnachweis verlangen!

Beim Kauf gebrauchter Fahrräder oder zulassungsfreier Krafträder vom Verkäufer Eigentumsnachweis verlangen, wenigstens Personalien und Personalausweisnummer notieren.