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Andrea Krieg

Stabsstelle Campus-Familie

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INHALTE

Elterngeld und Elterngeld-Plus

Elterngeld

Das Elterngeld soll in den Familien einen finanziellen Einbruch nach der Geburt eines Kindes vermeiden. Daher ersetzt es das entfallende Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils. Die dafür geltende Ersatzrate ist nach der Höhe des Einkommens vor der Geburt des Kindes gestaffelt: Bei Voreinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende Einkommen zu 67 Prozent. Für Geringverdiener mit einem Einkommen unter 1.000 Euro vor der Geburt des Kindes steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent: je geringer das Einkommen, desto höher die Ersatzrate. Für Nettoeinkommen ab 1.200 Euro und mehr vor der Geburt des Kindes sinkt künftig die Ersatzrate des Elterngeldes moderat von 67 auf 65 Prozent (bei Voreinkommen von 1.240 Euro und mehr zu 65 Prozent, bei Voreinkommen von 1.220 Euro zu 66 Prozent).

Das Elterngeld beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro. Für Mehrkindfamilien und Familien mit Zwillingen oder Drillingen wird das Elterngeld erhöht. Den Mindestbetrag des Elterngeldes erhalten auch Eltern, die vor der Geburt nicht erwerbstätig waren, also auch Studierende, Hausfrauen und -männer sowie Eltern, die bereits ältere Kinder betreuen. 

Ebenso haben Auszubildende Anspruch auf Elterngeld. Wenn die Auszubildende nach der Mutterschutzfrist die Berufsausbildung fortsetzt, beträgt das Elterngeld monatlich 300 Euro. Diesen Betrag erhält sie zusätzlich zum Kindergeld, welches sie für das Kind bezieht  und zusätzlich zur Ausbildungsvergütung. Möchte die Auszubildende bei der Berufsausbildung eine Pause einlegen, also Elternzeit nehmen, fällt das Elterngeld in der Regel höher aus. In diesem Fall ersetzt das Elterngeld den größten Teil der wegfallenden Ausbildungsvergütung. Mehr Informationen zum Elterngeld für Auszubildende finden Sie hier.

Das Elterngeld kann innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des Kindes beansprucht werden. Vater und Mutter stehen gemeinsam zwölf Monatsbeträge zu, die sie untereinander aufteilen können. Ein Elternteil kann mindestens zwei und höchstens zwölf Monate allein Elternzeit nehmen. Zwei weitere Monate stehen den Eltern zur Verfügung, wenn beide das Elterngeld nutzen und ihnen für mindestens zwei Monate Erwerbseinkommen wegfällt. Das heißt: Zwölf Monate Elterngeld gibt es immer, wenn sich Eltern Zeit für die Betreuung ihres Kindes nehmen.

Beim Arbeitslosengeld II, bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag wird das Elterngeld seit dem 1. Januar 2011 grundsätzlich voll als Einkommen angerechnet. Eltern, die vor der Geburt Erwerbseinkünfte hatten, erhalten jedoch einen Elterngeldfreibetrag. Der Elterngeldfreibetrag entspricht dem Einkommen vor der Geburt und beträgt höchstens 300 Euro.

Beim Elterngeld gibt es für Eltern, deren Kinder ab dem 1. Januar 2013 geboren sind, einige Änderungen: Vereinfachungen bei der Einkommensermittlung entlasten die Verwaltungen und gewährleisten eine schnellere Auszahlung.

Mit Hilfe des Elterngeldrechners können Sie in wenigen Schritten Ihren voraussichtlichen Anspruch auf Elterngeld selbst ermitteln.

Das Elterngeld muss schriftlich bei der Elterngeldstelle im Jugendamt des Ilm-Kreises beantragt werden. Die Anträge bekommen Sie in den Geburtskliniken oder in der Elterngeldstelle des Jugendamtes.

Der Antrag muss nicht sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden. Rückwirkende Zahlungen werden jedoch nur für die letzten 3 Monate vor Beginn des Monats geleistet, in dem der Antrag auf Elterngeld bei der zuständigen Elterngeldstelle eingegangen ist.

Weitere nützliche Informationen zum Elterngeld  erhalten Sie hier.

Informationen zum kommenden ElterngeldPlus erhalten Sie hier

Elterngeld-Plus

Das Elterngeld-Plus verfolgt das Ziel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Hierfür erhalten Eltern die Möglichkeit, sofern ihr Kind ab dem 01.07.2015 geboren ist, das Elterngeld-Plus zu beantragen, welches doppelt so lange gewährt wird wie das klassische Elterngeld.

Das bedeutet, dass das Elterngeld-Plus bis zu 28 Monate bezogen werden kann, das klassische Elterngeld hingegen nur bis zu 14 Monate. Deshalb entspricht ein Elterngeld-Monat zwei Elterngeld-Plus-Monaten, dies gilt sowohl zeitlich als auch finanziell. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Kombination der beiden Varianten. Voraussetzung zum Bezug des Elterngeldes-Plus ist das nachgehen einer Teilzeitbeschäftigung.

Um einen Anreiz zu schaffen das Elterngeld-Plus zu beziehen und somit früher in die Berufstätigkeit zurückzukehren, gewährt der Gesetzgeber vier weitere Monate Elterngeld-Plus, wenn beide Elternteile gleichzeitig 25 bis 30 Stunden die Woche arbeiten.

Die Höhe der möglichen Leistungen:
Das klassische Elterngeld gewährt dem Antragsteller zwischen 65 bis 67 Prozent des Nettoeinkommens, jedoch mindestens 300€ und maximal 1800€. Das Elterngeld-Plus gewährleistet dem Antragsteller 150€ bis maximal 900€.

Antragstellung & Beratung

Antragstellung:

Landratsamt Ilm-Kreis
Außenstelle Ilmenau
Bürgerservice, Gesundheitsamt, Jugendamt, Sozialamt
Krankenhausstraße 12
98693 Ilmenau
Tel.: +49 3677 657-0

Sprechzeiten:

  • Dienstag: 8:30 Uhr - 11:30 Uhr und 13:00 Uhr - 14:30 Uhr
  • Donnerstag: 8:30 Uhr - 11:30 Uhr und 13:00 Uhr - 18:00 Uhr

Mütter- und Väterberatung in Ilmenau:

  • Montag von 9:00 bis 12:00 Uhr
  • Ort: Frauen- und Familienzentrum, Alte Försterei, Wetzlarer Platz 2
  • Tel.: nur mobil unter 0151 / 12 67 61 83
  • Beratungszeiten ohne Anmeldung
  • Kurzberatung auch am Telefon jeden Montag von 9:00 bis 12:00 Uhr
  • siehe auch Mütter- und Väterberatung