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Impfung

Nicht nur der Einzug der kalten Jahreszeit bringt sie wieder vermehrt mit sich – auch im alltäglichen universitären Betrieb begegnen sie uns allzu häufig: Infektionskrankheiten.

Ob Händeschütteln, gemeinsames Sitzen in einer Vorlesung oder auch nur ein kleiner Schnitt in die Hand– Infektionskrankheiten übertragen sich auf vielerlei Weise. Um eine der vorhandenen Präventionsmaßnahmen soll es hier gehen: die Impfung.

Was genau ist eigentlich eine Impfung?

Bei einer Impfung unterscheidet man in der Regel zwischen einer aktiven und einer passiven Immunisierung. Bei der aktiven Immunisierung werden dem Körper stark abgeschwächte oder sogar abgetötete Krankheitserreger injiziert um so die körpereigenen, immunologischen Abwehrsysteme anzuregen. Diese arbeiten dann aktiv gegen die injizierten Erreger indem sie Antikörper bilden. Jene Antikörper schützen dann über einen bestimmten, von Impfung zu Impfung variierenden Zeitraum, vor einer bestimmten Infektionskrankheit. Viele Impfungen erhalten ein Leben lang oder über viele Jahre ihre Wirksamkeit, einige müssen nach einer bestimmten Zeit aber auch wiederholt werden, um den Krankheitsschutz aufrecht zu erhalten

Bei einer passiven Immunisierung werden dem Körper fremde Antikörper gegen bestimmte Erreger oder deren Toxine verabreicht. Diese Antikörper stammen vom anderen Menschen, in einigen selten Fällen auch von Tieren und garantieren einen sofortigen Schutz, der allerdings deutlich kürzer anhält als jener von aktiven Immunisierungen. Es ergibt also vor allem dann Sinn, sich für eine passive Immunisierung zu entscheiden, wenn man bereits mit einem Erreger in Kontakt gekommen ist, gegen den noch keine Impfung durchgeführt wurde.

Welchen Nutzen haben Impfungen?

Vorderster Sinn und Nutzen einer Impfung ist natürlich der Schutz vor verschiedensten Infektionskrankheiten und das Herstellen einer Immunität gegen diese. Die ständige Impfkommission (STIKO)des Robert Koch-Instituts, stuft vor allem die folgenden Infektionskrankheiten als durch eine Impfung vorbeugbar ein:

  • Diphtherie
  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Haemophilus influenzae b (Hib)
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Hepatitis B 
  • Masern
  • Mumps („Ziegenpeter“)
  • Röteln
  • Windpocken
  •  Influenza (Grippe)
  •  Pneumokokken
  •  Humane Papillomaviren (HPV)
  •  Meningokokken
  • Rotaviren

Eine Impfung stellt also sicher, dass geimpfte Personen nur leicht, oft aber auch überhaupt nicht an einer dieser Infektionskrankheiten erkranken und damit vor ihr geschützt sind. Dies wird vor allem bei jenen Krankheiten relevant, die sich durch einen komplikationsreichen und manchmal auch tödlichen Krankheitsverlauf kennzeichnen, wie etwa Tetanus oder Masern.
Darüber hinaus stärkt eine hohe Impfrate innerhalb einer Gesellschaft auch die Chancen auf eine so genannte „Herdenimmunität“. Krankheitserreger, die von Mensch-zu-Mensch übertragen werden, können sich dann schlicht nicht mehr ausbreiten und werden so “ausgerottet“. Dies ist vor allem auch für jene Menschen von Vorteil, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Um diesen Effekt tatsächlich zu erreichen, ist jedoch oft eine recht hohe Impfrate innerhalb einer Gesellschaft erforderlich: Für die Diphtherie liegt sie beispielsweise bei 80%, bei Mumps und Masern bei ca. 90% bzw. 92%. Eine visuelle Darstellung der Funktionalität einer Herdenimmunität finden Sie beispielsweise hier: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-287645.html

Welche Risiken hat eine Impfung?

Generell sind moderne Impfstoffe gut verträglich. Nach dem geltenden Arzneimittelgesetz erhalten Impfstoffe nur dann eine Zulassung, wenn nachgewiesen wurde, dass die wirksam und auch verträglich sind. Laut des Robert Koch-Instituts „[…] muss der Hersteller in vorklinischen Untersuchungen und klinischen Prüfungen [diesen Nachweis] erbringen. Geprüft werden die wissenschaftlichen Belege auf EU-Ebene unter der Regie der Europäischen Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency). Hierzulande liegt die Verantwortung beim Paul-Ehrlich-Institut als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.“

Wie bei allen anderen wirksamen Medikamenten auf dem deutschen Markt kann es aber auch bei Impfungen zu Nebenwirkungen kommen. Laut der Techniker Krankenkasse werden solche „unerwünschte[n] Arzneimittelwirkungen durch Impfungen […] nur in sehr seltenen Fällen beobachtet. Gesundheitliche Schäden durch das Impfen sind weitaus seltener als die Risiken und Gefahren, die entstehen können, wenn eine empfohlene Impfung nicht erfolgt. “

Ihr Arzt muss und kann sie aber vor jeder Impfung über mögliche Risiken aufklären.

Empfehlungen: Was Sie tun können

Um sich effektiv gegen Infektionskrankheiten zu schützen, empfiehlt es sich, Ihren Impfpass regelmäßig überprüfen und aktualisieren zu lassen. Lassen Sie sich hierbei am besten von Ihrem Hausarzt beraten. Suchen Sie in jedem Fall baldmöglichst Ihren Arzt auf, sollten Sie keinen Impfpass besitzen.

Die TU Ilmenau bietet darüber hinaus auch jedes Jahr im Oktober die Grippeschutzimpfung für Mitarbeitende und Studierende an.

Weitere Informationen und hilfreiche Links:

Das Robert Koch-Institut bietet umfassende Informationen rund um das Thema Impfungen: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/impfen_node.html

Unter anderem finden Sie dort:
 Quellen: